30: Brynjar erliegt Eechrach
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30: Brynjar erliegt Eechrach

November 30, 2019

Die Gruppe erhebt sich nach der Shortrest, fit und munter, ausser einer. Wellby Greenbottle erhebt sich quengelnd von seinem Platz. Wird diese Reise denn nie enden?! Während die Gruppe versucht das Genörgle auszublenden, nimmt jemand plötzlich einen seltsamen Duft war. Dies wird sogleich ausgekundschaftet. Der Weg führt in einen riesigen hohlen Baumstrunk und schlängelt sich am Rande entlang in die dunkle Tiefe. Als die Gruppe sich nach unten wagt, wird die Luft stetig wärmer und feuchter. Es geht weiter durch einen langen Tunnel und endet in einem grossen dunstigen Raum. Einzelne grosse Wurzeln ragen aus dem Erdreich hervor. Einige von ihnen brennen lichterloh. Am Eingang liegt ein grosser, lebloser Baum mit humanoiden Zügen am Boden. Durch den dichten Dunst sind einzelne Gestalten auszumachen die mit unsittlichen Gesten weitere Wurzeln anzünden. Thomas und seine Gefährten pirschen sich langsam in Richtung der Eindringlinge. Sie vernehmen den Satz: “Dr Baschtian seit mir müesse z Härz finde, de kümmert är sich um die auti Vanifer! *spuk*” Ganz hinten im Raum erblicken die Abenteurer ein lauschig grün schimmernder Pool, der etwas magisches und erhabenes ausstrahlt. Inmitten des heiligen Wassers ragt eine gewaltige Wurzel empor. Ein wahrhaft imposanter Anblick!  “Ahhh” in diesem Augenblick entleert einer der Frevel seine Blase in den Pool. Die Abenteuer stürzen sich empört auf die Eindringlinge. Enna, wie ein flüchtiger Schatten, springt mit einem riesigen Satz an einer glatten Säule hoch und wirft von oben ihren “Dart of Teleport” Richtung Gegner, der sich im letzten Moment ducken kann. Wellby, noch immer schlecht gelaunt, fixiert den Anführer der Gruppe mit blitzenden Augen und schreit: Imix isch Mittumaas!!!” Brynjar Hornraven, von der Beleidigung inspiriert, verfällt in Rage! Allari, die gerade ihren Bogen gespannt hatte, wird von einem explodierenden Pilz in eine violette Wolke eingetaucht und bleibt paralysiert stehen. Thomas’ Lippen entfährt ein “Hollerie und Fallara” und er sprintet durch den halben Raum, um vor einem Anhänger Imix' stehen zu bleiben und in Kung Fu-manier wild mit den Armen zu fuchteln! Dem verdutzt dreinblickenden Typen schlägt er schlussendlich doch noch eine Faust ins Gesicht. Mrog reisst seine rot leuchtenden Augen auf und stürmt mit schäumenden Mund Richtung Gegner. Der Anführer der Gruppe erholt sich rasch vom Ansturm der Neuankömmlinge und flieht mit einem schattigen Schritt in eine sicherer Zone. Aber er hat nicht mit Sela gerechnet, welche schelmisch hinter einer Säule hervorlugt und ihren Stab schwingt. Sogleich werden ein paar der Gegner relativ müde. Enna, immer noch auf der Säule stehend, macht einen Saldo und nimmt mit ihrem Fuss ein Gesicht ins Visier.

Plötzlich, inmitten des Geplänkels, geht ein Vibrieren durch den ganzen Raum und das Wasser des Pools zieht sich ruckartig in die Wurzel zurück. Plötzlich bricht eine riesenhafte Gestalt aus der Wurzel hervor und lässt einen bebenden Schrei erschallen!

Eechrach ist erwacht! Der Treant ist nicht glücklich fremde Gesichter in seinem Reich zu sehen! Ein naher Feind wird so gleich zu Mus verarbeitet. Der Raum scheint durch Eechrachs Anwesenheit wie belebt. Eine Wurzel schnellt plötzlich aus dem Boden hervor und peitscht einem Eindringling ins Gesicht. Thea verwandelt sich aus ihrer Tiergestalt zurück und lässt einen gleissend hellen Mondstrahl auf ihre Gegner sausen. Brynjar trennt einen Kopf, mit chirurgischer Präzision, von den Schultern seines Feindes. Dieser fliegt in hohem Bogen durch den Raum und verdunstet im Mondstrahl. Mrog stürmt auf einen Imixanhänger zu und schwingt seinen Kriegshammer, der plötzlich das Gesicht von Gruuumsh trägt! Dem Gegner bleibt nur die Flucht. Thomas lässt ein wahres Bombardement von Schlägen auf den Schild seines Widersachers regnen, bis dieser zerbricht. Der Schild zerbricht ebenfalls. Der Anführer der immer kleiner werdenden Gruppe hat nun sichtlich genug und lässt einen Feurball inmitten der Abenteurer und Eechrach explodieren. Die schneidenden Worte Wellbys, lässt den Schaden zum Glück etwas geringer ausfallen. Nichtsdestotrotz sackt Brynjar bewusstlos zusammen. Geschwächt trottet Wellby auf den brennenden Eechrach zu und versucht diesen zu besänftigen. Er wird von diesem sogleich gnadenlos darnieder geknüppelt. Daraufhin belohnt Thea den Treant mit heilendem Regen. Als wäre es nicht genug brechen nun auch noch Dryaden überall aus den Wurzeln hervor und greifen alle Anwesenden an. Sela schafft es, mit enormen Effort, Brynjar und Wellby gleichzeitig aus der Bewusstlosigkeit zu holen. Eechrach, der durch Theas Regen revitalisiert zu sein scheint, wirft einen Geröllhaufen auf die Abenteurer. Brynjar sinkt erneut zu Boden. Doch diesmal sind seine Wunden gross. Während er auf dem Boden liegt, inmitten seines eigenen Blutes, starrt er mit glasigen Augen in Richtung seines Widersachers. Bilder seiner Familie und seines Stammes erscheinen vor seinem geistigen Auge. Bald würde er...doch seine Augen starren ins Leere. Der stolze Barbar, Brynjar Hornraven, ist nicht mehr. RIP

Wellby, der am Ende seiner Kraft ist, bleibt neben Eechrach auf dem Boden liegen und stellt sich tot. Der Anführer der Imix-Bande, welcher die Situation lächelnd beobachtet hatte, wird brutal von hinten mittels Feuerdolch ermordet. Alari steht über seinem blutigen Leichnam, bebend vor Zorn. Ein wahrhaft fürchterlicher Anblick! 

Doch plötzlich vernimmt sie eine sanfte, singende Melodie näher kommen und dreht sich Richtung Ausgang. Thomas, der noch auf Eechrach konzentriert war, versucht sein Glück und spricht: “Mir...Fründe vo Eechrach!!” Nun scheint auch Eechrach plötzlich aufzuhorchen und bleibt wie versteinert stehen. Mutter Iviea erscheint an der Tür. Sie sieht aus wie eine Mischung aus Blätter, Erde, Holz und einem Leichnam eines Feuer-Genasis. Ein trauriges Bild. Langsam schlurft sie in den Raum und singt immer noch ihr wunderschönes, liebliches Lied. Thea verwandelt sich in einen Elch um die Sprache zu erkennen und versteht, dass es ein silvanisches Schlaflied für Eechrach ist. Eechrach der zuvor ruhig da gestanden und dem Gesang gelauscht hatte, erblickt nun Evia. Seine Augen reissen sich weiter und weiter auf und plötzlich entfährt ihm ein markerschütternder Schrei. Gerade als er sich auf die Abenteurer stürzen will, gallopiert Thea auf ihn zu und versucht ihn in den Pool zu schieben. Mit vereinten Kräften halten die Abenteurer den Treant möglichst gewaltlos in Schach. In der ganzen Verwirrung entschuldigt sich Alari plötzlich und rennt mit Amai zusammen aus dem Raum. Sela, die den brutalen Mord zuvor beobachtet hatte, rennt ihr hinterher. 

Die Bewegungen des tobenden Treants werden mit der Zeit langsamer und langsamer, bis er sich schliesslich nicht mehr bewegt. Seine Raserei war verflogen. Evia schaut ihn traurig an und teilt der Gruppe mit, dass er es nicht überstehen wird. Die Wunden sind zu gross und das Wasser sei versiegt. Das Einzige was ihn jetzt noch retten könnte, wäre sein Herz mitzunehmen an einen Ort, wo er neu gedeihen könnte. Auch Evias Zeit sei gekommen. Für sie gäbe es keine Rettung mehr. Bedrückt versichern ihr die Abenteurer das Herz mitzunehmen und an einen sicheren Ort zu bringen. Thea wird gebeten das pulsierende Herz mit einem Messer aus der riesigen Wurzel herauszuschneiden. Der ganze Raum vibriert und unzählige kleine Feen versuchen sie aufzuhalten und ziehen an ihren Händen und Haaren. Eine Fee mit rosaroten Flügeln versucht ihre Kolleginnen zu beruhigen.

Mittlerweile steht Alari alleine vor einem unterirdischen Pool und starrt ihren Feuerdolch an. Sie zittert vor Anstrengung und mit aller Kraft schafft sie es den Dolch ins Wasser zu werfen. Sogleich fällt eine enorme Last von ihren Schultern. Kurz darauf erscheint Sela im Raum und fordert Alari auf Klartext zu reden! Diese weicht den unangenehmen Fragen jedoch aus und versichert Sela, dass das Ganze beendet sei und es am besten wäre, die Sache hinter sich zu lassen. Sela schaut sie ungläubig an und versichert ihr sie im Auge zu behalten! 


Währenddessen wird Brynjar von seinen traurigen Freunden aus der Höhle geschleppt. Vor dem Eingang zum Baum sehen sie den leblosen Körper Gorlaks, umgeben von toten Owlbears. Er hatte sich ebenfalls für die Gruppe geopfert. 

Die erschöpfte Gruppe beginnt damit Holz zu sammeln um den beiden Kriegern ein ehrenvoller Abschied zu bescheren. Überall fallen Blätter von den Bäumen. Eine gespenstische Stille hatte sich ausgebreitet. 

Während die Abenteurer still neben den brennenden Körpern stehen, stimmt Welby ein Lied an und schildert seine erste Begegnung mit Brynjar, wo dieser ihn heldenhaft aufgefangen hatte, nach einem Sprung aus einer Taverne in Riverguard Keep. Auch Gorlak wird von Mrog gewürdigt. Dieser insistiert, dass wir für Gorlak in alter Ork-Manier beten... Thomas schlägt sich aus Respekt ins eigene Gesicht, während Enna einen verlegenen Knicks macht... Es erfolgt eine wohlverdiente Longrest.


Am nächsten Morgen bespricht die Gruppe ihr nächstes Ziel. Es wird entschieden, dass zuerst Beliard angepeilt werden sollte, um nach dem Wohl der Einwohner zu schauen. Danach sei der Turm dran. Als die Gruppe sich in Bewegung setzt, verschwindet plötzlich das Feywild und sie sehen vor sich wieder das vertraute Dessarin Tal. Das Camp, wo einige Dorfbewohner zurückgeblieben waren, steht leer. 


Sie ziehen weiter richtung Beliard. Das Dorf ist übel zugerichtet aber die restlichen Dorfbewohner sind bereits wieder mit dem Aufbau beschäftigt. Mrog steuert eine Familie an und gibt dem verdutzt dreinblickenden Vater 40 Gold, mit der Bedingung, dass sie das Gold mit ihren Nachbarn teilen und nebenbei Grumsh anbeten sollten. Der verblüffte Dorfbewohner willigt schnell ein und bedankt sich herzlich. 

Aus alter Gewohnheit heraus, steuert die Gruppe die nächste Schenke an. Wellby unterhält die dort sitzenden Kinder mit magischen Tricks und Alari bestellt eine Runde Bier um Brynjar zu ehren. Thomas befragt den Wirten wieso das Bier so teuer ist und ob es in Beliard einen Ältestenrat gäbe.


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