31: Scharmützel mit der Schmetternden Welle
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31: Scharmützel mit der Schmetternden Welle

December 6, 2019

Während die Abenteurer in der Taverne von Beliard sitzen und etwas bedrückt ihr Bier trinken ist Wellby Greenbottle dabei, den örtlichen Kindern einige Zaubertricks zu zeigen. Eher unfreiwillig verschenkt er dabei einige Goldmünzen, sehr zur Freude der anwesenden Kinder. Als ihm die Angelegenheit etwas zu bunt wird und er keine Münzen mehr ins Kinderwohl “investieren” will, stösst er zum Rest der Gruppe in der Taverne. Die Gruppe beschliesst, sich auf den Weg zum Tempel von Beliard zu machen, um den Ältestenrat aufzusuchen.


Während die Gefährten durch Beliard schlendern bemerken sie einen unbekannten Verfolger. Ein Humanoide in dunklen Gewändern, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, versucht sich sehr ungeschickt in einem heruntergekommenen Laden vor den Blicken der Gruppe zu verstecken. Dem Ladenbesitzer ist dies ein Dorn im Auge, weshalb der Verfolger von diesem vor die Tür gestellt wird. Nun, da offensichtlich wurde, dass sie verfolgt wurden, weichen Thomas und Co. von ihrem Weg ab und nehmen die nächste Biegung richtung Bergfried, wo sie dem Verfolger abpassen und in zur Rede stellen wollen.


Zwischenzeitlich ist des auch der verfolgenden Gestalt klar geworden, dass sie bemerkt wurde. Also folgt sie der Gruppe noch vorsichtiger und läuft aussen an der Mauer des Burgfrieds entlang, statt diesen zu betreten. Die dunkle Gestalt sucht sich Lücken oder Löcher in der Mauer, um einen Blick auf das Geschehen im Innern zu erhaschen. Die Gruppe ist sich nicht einig, wie mit der Situation umgegangen werden soll. Wellby bringt die Idee, wie der Verfolger kontaktiert werden könnte. Während sich die restlichen Gefährten im Innern des Burgfrieds verstecken, tarnt sich Wellby als Bettler und läuft in Richtung des Unbekannten. Da der Kapuzenträger aber auf die Mauer geklettert ist und Wellbys Maskerade beobachten konnte, funktioniert dessen Tarnung nicht. Der Unbekannte teilt Wellby sogleich mit, dass er auf der Suche nach Thomas und seinen Gefährten sei und er eine persönliche Audienz mit Thomas wünscht. Wellby bringt diese Anfrage zurück zur Gruppe, welche sich sogleich berät, was getan werden soll. Nach einer etwas chaotischen Diskussion beschliesst Thomas mit dem Unbekannten zu sprechen. Gefolgt von Amaï und Wellby sucht er den wartenden “Gast” ausserhalb der Mauer auf. Dieser stellt sich etwas zögerlich vor, da er nur mit einem Gesprächspartner gerechnet hatte. Sein Name sei Rhogar Daarendrian und er ersuche die Hilfe der Gefährten. Als Rhogar die Kapuze entfernt kommt das Gesicht eines roten Dragonborns zum Vorschein. Er habe ein Problem, von welchem er sich erhofft, es mit der Hilfe der Gefährten lösen zu können. Das Problem heisse Nurvureen und sei ein Drache, welcher aus dem Weg geräumt werden soll. Als Gegenleistung soll eine grosszügige Beteiligung an den Reichtümern des Drachen winken. Da Thomas nicht für seine Gruppe sprechen will lädt er Rhogar ein, die Gefährten kennen zu lernen und gemeinsam das Abendbrot zu sich zu nehmen. Bei einem Essen ums Lagerfeuer beschliesst die Gruppe, Rhogar einen Platz bei den Gefährten anzubieten. Ob und wann man sich aber um Rhogars “Problem” kümmern werde sei aber noch nicht definitiv.


Gestärkt vom Essen begibt sich die Gruppe dann doch noch zum Tempel, um sich mit den Ältesten zu beraten. Dort treffen Sie auf den jungen Knappen (?) Sämi, welcher die Gefährten in der Schlacht von Beliard treu unterstützt hatte. Sammy eilt sofort zu Thea und gesteht dieser, dass er von ihr geträumt habe. Thea reagiert auf diese Bekundung perplex, wenn nicht sogar etwas abweisend. Er wisse auch um Mutter Iviea und deren Schicksal. Er erzählt Thea den ganzen Traum, welche sich trotzdem durchringt, sich die Zeit für Sammy zu nehmen. Aus dem anschliessenden Gespräch geht hervor, was mit dem Herzen von Mutter Eva geschehen soll. Der Highforest sei der perfekte Ort, um das Herz zur Ruhe zu betten.

Mrog nutzt die Zeit während den Gesprächen, um die vielen verletzten Beliarder mit seinen rötlichen Lichtblitzen zu heilen.


ReiseReise


Nachdem Thomas und seine Gefährten ihr neues Mitglied Rhogar verhört und für einigermassen aufrecht befunden haben, machen sie sich auf die Reise zum Feathergale Spire. Der Halbork Mrog beschliesst aber, dass seine Aufgabe in Beliard noch nicht abgeschlossen ist. Es gilt den Armen zu helfen und eventuell ein Bündnis zwischen den Ork-Clans der Berge und Beliard zu schaffen. Ausserdem scheine es als wären die Bewohner durchaus für die Lehren und Gesetze Gruumsh´ empfänglich.

Die Gefährten ziehen los und der Weg führt sie auf der westlichen Strasse Richtung Stone Bridge. Die unmittelbare Umgebung von Beliard ist gezeichnet von verbrannten Obstplantagen und verlassenen Höfen. Die Reise geht zu Beginn nur langsam vorwärts, die Strasse ist bedeckt von teils Fusstiefer Asche und verkohlter Erde. Nach einigen Meilen kommen die Gefährten zügiger vorwärts und die Zeichen der Zerstörung verschwinden allmählich.

Am nächsten Tag sehen sie von einer Hügelkuppe aus das silberne Band des Dessarin-Fluss, welcher die weite Ebene durchzieht. Über den Fluss spannt sich die Meilenlange StoneBridge, an ihrer höchsten Stelle nur ein dutzend Fuss breit.

Davor liegen die Überreste eines Schlachtfelds. Hier sind wohl die Armeen der Schergen der Ewigen Flamme und die Ritter des Ritterorden des Samular unter der Führung von Lady Ushien Stormbanner aufeinandergeprallt. Der Weg führt sie vorbei an den Leichen aller möglicher Kreaturen und Rassen. Menschen, Halbelfen und einigen Halborks liegen begraben unter ihren Pferden, Minotauren, Höllenhunde und andere Monster von Lanzen und Speeren aufgespiesst und von Pfeilen durchbohrt. Über der Szenerie liegt das konstante Krächzen der dutzenden Krähen und anderen Raubvögeln. Einige Plünderer und Leichenfleddererinnen verstecken sich vor den vorbeimarschierenden Gefährten behelligen diese ansonsten jedoch nicht.

Die Stone Bride ist in einer guten Stunde überquert und der Weg führt kurz darauf hinauf in die Dessarin Hügel zum ersten Pass.

Die folgenden Tage passieren die Gefährten immer wieder die Überreste verbrannter Höfe und kleiner Weiler, welche der Ewigen Flamme im Weg standen. Auf den Pässen wurden Scheiterhaufen errichtet und Angehörige derjener verbrannt, welche zu spät vor der Streitmacht geflohen waren oder ihre Höfe nicht den Flammen überlassen wollten. Die Gefährten, allen voran Sela, graben viele Gräber oder bestatten die Asche der verbrannten Körper würdig. Nach wenigen Tagen ändert sich das trockene Wetter und grosse Gewitterwolken brauen sich zusammen. Der einsetzende Regen reinigt die Landschaft von der Asche und tränkt die ausgetrocknete Erde.

Am nächsten Tag beginnen bereits die ersten Keime zu spriessen und überziehen die Hänge der Hügel mit einem feinen grünen Teppich gespeist vom weiterhin anhaltenden Regen. Thea kann die neu aufkeimende Kraft der Natur überall um sich herum spüren und auch das Herz von Eechraach scheint stärker zu vibrieren und zu bewegen.

Im Verlauf dieses und des nächsten Tagen nimmt der Regen immer mehr zu. Der Himmel ist verdeckt von dunklen Gewitterwolken. Kleine Flüsse treten über die Ufer und in der Mitte der verbrannten Weiler bilden sich Tümpel und Teiche.

Danach gestaltet sich die Reise immer schwieriger. Die Gefährten müssen sich immer andere Wege suchen um die neuen reissenden Gebirgsbäche zu überqueren. Auch die frisch aufkeimende Natur wird von den Wassermassen erstickt und ist noch zu jung um den Hängen der Dessarin Hügel halt zu geben und so entrinnen die Gefährten mehrmals nur knapp den herabstürzenden Schlammlawinen, welche den zuvor schon unsicheren Weg vor ihnen verschütten.

Sie beschliessen einen kleinen Umweg einzuschlagen und bei der Dienerin der Elemente, Valaya, Unterschlupf zu suchen um Kraft zu tanken. Der Aufstieg zum Schrein ist tückisch doch Oben angekommen werden sie mit einer wohl temperierten Höhle belohnt. Durch die Öffnung in der Decke stürzen die Wassermassen des unnatürlichen Regens in den deutlich tieferen See der Höhle. Doch auch die Flamme in der Mitte brennt um einiges höher als beim letzten Besuch. Die dicken Wasserdampfwolken werden von starken Winden aus der Höhle befördert und so führt ein Gleichgewicht zwischen den Elementen zu einem moderaten Klima in welchem es sich ausruhen lässt. Valeya empfängt sie mit den Worten: «Aaah, Sie hat euch nicht erwartet bei diesem Wetter! Willkommen! Bleibt und Rastet! Sie wird euch mit Köstlichkeiten aus den Welten jenseits der Elementarportale vertraut machen! Doch erstmal, ruht euch aus. Thomas, bitte, leih Ihr doch sein Ohr.» Sie hat sich beinahe vollständig von ihren Strapazen ihrer Reise durch die Elemente erholt. Die servierten Mahlzeiten sind sehr fremd, aber dennoch kräftigend. Auf Valayas Einladung hin begibt sich Thomas in gemeinsame Meditation, begleitet von den sanften Klängen von Welbys Harfe, welche die übrigen Gefährten in den Schlaf wiegt.

Nach einem erholsamen Tag machen sich die Gefährten wieder in den Sturm auf um die letzte Etappe zum Turm anzutreten. Eigentlich nur zwei strenge Tagesmärsche vom Turm entfernt, benötigen die Gefährten fast eine ganze Woche um zum Turm zu gelangen.

Als sie dem Turm näher kommen, erkennt Allari, welche der Gruppe als Späherin vorausgeht um die sichersten Wege zu finden, über den Hügeln am Horizont eine dünne Rauchfahne, beinahe vom dichten Regen verdeckt. Thomas erkennt die Situation sofort: «Das isch zu Lüüüchtfüür vo Thömus Turm! Das wosi bi Gfahr söue azünde! Iz näme mau aui d Bei id Hang und es wird chli gsecklet!»

Motiviert von Thomas Worten eilen die Gefährten mit den letzten Kräften zum Turm. Davor treffen sie auf eine kleine Belagerung. Eine Gruppe von zwei dutzend Banditen haben ihre Zelte vor dem Turm aufgeschlagen und versuchen, «Für Olhydra!»- oder die Zerschmetternde Welle wird euch… ähm… ZERSCHMETTERN! AHAHAH»-schreiend mit Seilen und Kletterhaken in den Turm einzudringen. Obrim Stonefoot auf der spitze des Turms beschmeisst die Eindringlinge mit Steinen und Felsbrocken, begleitet von wüstesten Beleidigungen.

Am Ende ihrer Kräfte stürzen sich die Gefährten in den Kampf. Die Banditinnen und Schergen des Kults der zerschmetternden Welle kämpfen mit aller Verbissenheit, werden aber dennoch von den mächtigeren Helden nieder gemacht.

Nach der Schlacht werden die Helden von einem zufriedenen Obrim empfangen und alle werden miteinander bekannt gemacht. Obrim ist dem Dragonborn Rhogar sehr misstrauisch eingestellt, auch weil die Gruppe ihn noch nicht lange kennt, erkennt aber dass dies nicht der Zeitpunkt ist. Es werden alle von einem herzhaften Mahl abgelenkt, welches Morok und seine Helfenden innert kürzester Zeit auf die Beine stellen.

So verbringen die Gefährten die nächsten Tage im Schutz der Feathergale Spire. Viele Geschichten werden erzählt, Vorgehen diskutiert und Obrim erzählt von einem Besucher, welcher vor einigen Tagen angekommen sei und einen Welby sprechen wollte. Da Obrim keinen Wellby Greenbottle kennt und zuvor nur irgendwelche Kultisten in dem Turm gewohnt hatten, hat er den Besucher kurzerhand in Moroks altes Verlies gesperrt. Es gibt auch noch zwei andere Besucher. Einer davon ist ein älterer, etwas kurliger Furbolg namens Knarz. Er ist Wanderhändler und sein Wagen steht ausserhalb des Turm. Er ist zusammen mit Erbin vor wenigen Tagen angekommen. Erbin ist wieder da! Er erzählt, er sei kurz nach seiner Ankunft in Waterdeep von Kultisten gefangen genommen worden, habe sich aber befreien können. Jedoch hat er dabei seine linke Hand verloren. Er hat aus den belauschten Gesprächen der Kultisten die Worte Riverguard Keep und Gar Shatterkeel entnehmen können und sei darauf zur Feathergale Spire zurückgekehrt und ist unterwegs auf Karz gestossen.

Die Tage vergehen, der Regen lässt teilweise etwas nach oder hört ganz auf, nur um einige Stunden später wieder mit voller Härte einzusetzen. Aber in der Feathergale Spire lässt sichs aushalten.


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