Nachdem Thomas und seine Gefährten den Verfolgern entkommen sind, machen sie Rast im Zwergentunnel von Tyar-Besil. Sela und Allari haben sich bereit erklärt auf beiden Seiten des Campes Wache zu halten. Das Camp wird nach und nach ruhiger und die Abenteurer schlafen ein. Schon bald ist das leise Schnarchen von Brenegar zu hören. Die wachende Sela wird plötzlich aus ihren Gedanken gerissen, als sie leise Schritte wahrnimmt. “Hallo? Haaaallo?” fragt Sela unsicher in den dunklen Gang. “Hallo Wurm”, antwortet Aerisi Kalinoths Stimme leise. Selas Augen weiten sich. Sie macht ein paar Schritte rückwärts. “Wär...wär bisch du?” fragt sie vorsichtig. “Chumm, chumm” antwortet Aerisi gebieterisch, und dann: “Wär...wär bisch du?”
Sela zuckt zusammen. Die Stimme klang seltsam vertraut… “I bi d Sela und du?” Diesmal antwortet ihr eine feinere Stimme: “Sela...Fründ?” “Klaaaaaaaaaar”, antwortet Sela laut und zuversichtlich, immer noch zurückweichend. “Zeig di!” fordert plötzlich eine tiefe männliche Stimme. Sela erstellt eine geringere Illusion von Vanifers Gesicht, ein Stück weit entfernt vor ihr, in den dunklen Gang. Ein ängstliches Krächzen hallt durch den Tunnel und hastige Schritte entfernen sich von ihr. Sela schnappt sich einen Stein, bringt diesen zum leuchten und wirft ihn in den dunklen Tunnel, bevor sie sich umdreht und zum Camp zurückrennt.
“Thomas” “...” “Thomas!!” “Hnnn.” “Thomas! Wach uf!” “Hnnn?” Nur mit Mühe schafft es Sela den Mönchen zu wecken. “Thomas, d Aerisi chunnt!” Nach dieser Aussage dauert es nicht lange bis das ganze Camp in heller Aufregung ist. Eine wilde Diskussion entfacht. “Bisch sicher dass das d Aerisi isch gsi?” “Ja und nei!” “Was meinsch?” “Äs si mehräri Stimme gsi…” “Was?!” “...aber soviu i weiss nur 1 Gstalt.” “Komisch!” “Du hesch öppe tröimt!” “Dini Mère tröimt!” “Bsssscht! Si chönnt jede Mömänt zrügg cho!” “Mehreri Stimme?” Thomas erahnt plötzlich was dies bedeuten könnte und erzählt seinen Gefährten von ihrer Begegnung mit den Kenkus, damals vor langer langer Zeit als Erbin noch mit Laternen herum experimentierte. Ein paar der Helden erinnern sich langsam. Es wird beschlossen den Kenku zu finden. Vorsichtig nähern sie sich dem leuchtenden Stein. In der Dunkelheit, ausserhalb des Lichts vernehmen sie vorsichtige, tapsige Schritte. Die Abenteurer rufen der unbekannten Gestalt zu, dass sie Freunde sind und fordern sie auf, sich zu zeigen. Nach einer kurzen Weile erscheint daraufhin ein kleiner zerzauster Kenku im Schein des Steines. Einer seiner Flügel ist gebrochen und sein ganzer Körper ist mit Wunden übersät. Sofort wird dem Kenku Speis und Trank serviert und sein Flügel in die Mangel genommen, bis dieser ordentlich stabilisiert ist. Der Kenku bedankt sich krächzend. Die Kommunikation mit ist jedoch schwieriger als gedacht, da er sich nur in Satzfragmenten in allen erdenklichen Stimmlagen artikulieren kann. Doch ein Satz sticht heraus als der Kenku plötzlich in Aerisis Stimme sagt: “Mir müesse ds Ritual voratribe! Dr Tämpu vom Oug bringt Macht!” Thomas und seine Gefährten finden heraus, dass der Kenku und andere Folger des Heulenden Hasses dazu gezwungen worden sind als lebendige Opfer für das Ritual hinzuhalten. “Wäääääääääh!” ist alles was Sela dazu sagen kann. Der Kenku konnte nur mit Mühe fliehen und versucht nun die Abenteurer ebenfalls zum Fliehen zu bewegen. Diese denken aber gar nicht dran und fragen den Kenku wie lange das Ritual damals stattgefunden hatte, bis Aerisi dann von einem Pfeil vom Himmel geholt wurde (ein paar klopfen sich grinsend auf die Schulter). “Schlaaaf” antwortet der Kenku schrill. Kurzes verwirrtes Schweigen, bis jemand auf die Lösung kommt: “Also haben wir noch Zeit für eine Longrest, nnnnnnnnnnnnnice!”
Nach ca. 8 erholsamen Stunden macht sich die Gruppe also auf Richtung Tempel. Der Kenku hatte sich noch in der gleichen Nacht von ihnen verabschiedet und war in die andere Richtung geflüchtet. Als sie beim Sarkophag des Zwergenhelden vorbeimarschieren, beschliessen die einstigen Skeptiker kleinlaut ihm zu huldigen. Langsam schleichen sich die Gefährten weiter, bis sie plötzlich Kampfesschreie wahrnehmen. Bevor sie sich richtig verstecken können, biegt ein riesiger Wasserriese um die Ecke. Sein grünlicher Bart ist lang und buschig, mit unzähligen Muscheln und Seepocken verziert. In seiner Hand hält er eine Waffe in Form eines rostigen Ankers. Auf ihm reiten zwei Mönche der Zerschmetternden Welle. Als sie die Gruppe erblicken, ruft der eine “Tod am Hüülende Hass” und der andere “Flaaanke, flaaaanke!” Magische Rüstungen erscheinen um die beiden Wassermönche. Wellby Greenbottle handelt schnell und ruft ihnen zu “Mir si Fründe vo Olhydra!!” mittels einer Prestidigitation zeigt er ihnen das Symbol der Gottheit in seiner Handfläche. Auch die anderen Abenteurer beweisen ihre Loyalität und huldigen lauthals Olhydra. Zum Glück glauben sie ihnen diese wilde Geschichte und stürmen weiter Richtung Aerisi. (“Flaaanke! Flaaanke!”) Während sich die Gefährten an einen Ort zurückziehen, der sich nicht zwischen den Fronten der beiden Elementarkulte befindet, schlüpft Wellby seinen Ring an den Finger und schleicht unsichtbar dem Wasserriesen und seinen Kumpanen hinterher. Er bemüht sich an den Wänden entlang zu schleichen, da immer wieder Anhänger der Schmetternden Welle an an ihm vorbeistürmen. Er sieht wie der Wasserriese mit seinem Anker eine tiefe Kerbe in die Regimenter der Windanbeter schlägt. Plötzlich ergreift er einer seiner Kumpane und, zu Wellbys entsetzen, verschlingt diesen mit Haut und Haaren. Danach begiesst er seine Feinde mit ätzendem Erbrochenen. Wellby fragt sich was Sela dazu sagen würde...Die schiere Masse der Anhänger des Heulenden Hasses ist jedoch zu gross und die Piraten der Schmetternden Welle werden zurückgeschlagen. Ein paar der Windmönche verfolgen die fliehenden Piraten. Der Grossteil zieht sich aber in den Raum zurück wo Aerisi sich befindet. Wieder in tiefer Trance versunken, schwebt sie vor einer wirbelnden Säule. Er sieht wie die Lebensenergie von ihren Sklaven und Anhängern in den stürmenden Vortex gezogen wird. Die Sache wird ihm eindeutig zu gruselig und er sucht seine Gefährten auf. Dort angekommen bemerkt er, wie ein Pirat (Reaver) hastig auf Thomas und seine Gefährten rennt, wild hinter sich blickend. Wieder stellen sich die Abenteurer als Freunde Olhydras vor und schützen den verwirrten Piraten vor den zwei verfolgenden Windmönchen. Thomas stellt sich einem der Windmönchen in den Weg und befördert ihn per Knie-ins-Genick in die ewigen Jagdgründe. Der andere wird von Attacken mehrerer Gefährten übersäht, bis ihm jemand auf die Schulter tippt. Schwer verletzt dreht er sich um und sieht keine Gnade in den Augen des schrecklichen Thomas. Ein Schlag ins Gesicht beendet seine Karriere. Die Gefährten befragen den geretteten Piraten und stellen sich als geheime Zelle der Schmetternden Welle vor. Es stellt sich heraus, dass der Reaver auf den Namen Ralph Müller hört.
Als Ralph fliehen will, erklären die Gefährten ihm, was Sie, die Mitglieder des Geheimbunds Olhydra 7, mit Deserteuren anstellen. Ralph lässt sich überzeugen und rennt der Gruppe voraus richtung Aerisi. Für Olhydraaaa!!!
Aerisi befindet sich weiterhin in Trance vor dem riesigen Malstrom. Acht Sklaven werden in kleinen Wirbeln gefangen gehalten und langsam ihrer Lebenskraft beraubt. Ein paar Windmönche stehen Wache. Brenegar eröffnet den Kampf mit einem verheerenden Feuerball. Die Anhänger Yan-C-Bins werden regelrecht weggesprengt. Aerisi widersteht dem Geschoss aber und schwebt weiterhin ungerührt mit geschlossenen Augen vor dem Altar. Auf den Pfeilhagel Allaris reagiert sie ebenfalls nicht. Wellby lässt ein hypnotisierendes Muster in der Luft entstehen und bringt die Windmönche in seinen Bann. Thea umschliesst Aerisi mit blendendem Licht und just in diesem Moment taucht plötzlich Ralph Müller auf und stürmt mit wedelndem Säbel alleine Richtung Aerisi. Rhogar Daarendrian richtet seine Hände ebenfalls auf die hohe Priesterin und entfesselt einen agonisierenden Knall. Aerisis Augen öffnen sich.
“Äääändlech!” ruft sie triumphierend und frisst sogleich erheblichen Mondschaden. Ihre Augen weiten sich in purem Hass, als sie die Gefährten mit einem hellen Blitz ins Visier nimmt. Viele Dinge geschehen nun in schneller Reihenfolge. Wellby und Brenegar bekommen eine volle Breitseite ab. Ralph, der herumsäbelnd vor ihr gestanden ist, geht zu Boden. Thomas und Alari versuchen es aus der Ferne mit Dolchen und Pfeilen. Sela taucht Gegner in Eiseskälte und heilt simultan ihre Kameraden. Wellby füllt seine Lungen und singt: “Dr Thomas isch so flink, da wird sogar d Aerisi pink!” Mit erneuerter Inspiration bewegt sich Thomas in den Kampf. Enna lässt einen Darthagel auf ihre Peiniger los. Als Rhogars brennender Strahl Aerisi trifft, verliert sie kurz die Konzentration und stürzt unmittelbar ab. Während sich Brenegar in eine steinige Rüstung hüllt, tötet Thomas einen weiteren Schergen. Enna wirbelt um ihre eigene Achse und hüllt die schreiende Aerisi in Stille ein. Diese fliegt jedoch umgehend in Sicherheit und lässt eine Eissphäre inmitten der Abenteurer nieder. Die Abenteurer bemerken, wie sie die Lebensenergie der Sklaven absaugen kann, um sich zu heilen. Sofort nimmt Thea die Gestalt eines Bären an und erlöst einen Sklaven von seinem Leiden. Auch Thomas enthauptet einen Gefangenen mit einem gezielten Tritt. Die Verblüffung ist relativ gross, als die beiden sehen, dass Sela eine andere Lösung gefunden hat und mit aller Kraft einen Sklaven aus seinem windigen Gefängnis zerrt. Andere machen es ihr nun nach und versuchen die Gefangenen zu befreien, anstatt sie darnieder zu metzeln. Aerisi zeigt nochmals was in ihr steckt und lässt mit einem Lightning Bolt und einer Ice Sphere gleich mehrere Abenteurer zu Boden gehen, darunter auch Sela. Wellby kommt mit seiner heilenden Aura fast nicht hinterher. Brenegar ruft ihm zu, dass er mal helfen soll einen Stein zu heben...Wellby versteht den Plan jedoch nicht und widmet ihm stattdessen ein inspirierendes Lied “Gly wirds interessant, d Aerisi bechunnt wohl Sunnebrand!” und beamt sich daraufhin mit einem Dimensionsportal auf die andere Seite des Schlachtfeldes. Rhogar, der durch brennendes Öl waten musste, ruft ein Stossgebet gen Himmel und wird durch seinen Patron geheilt. Die leeren Wirbelstürme, welche die Sklaven gefangen gehalten hatten, erwachen plötzlich zum Leben und greifen die Abenteurer in Form von Myrmidons an. Sela, die aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht, stösst plötzlich einen gellenden Schrei aus. Ihre Hörner werden plötzlich grösser und schwärzer. Ihr Körper transformiert sich, ihr Mund weitet sich alptraumhaft und Dämonen quellen daraus hervor. Nichts ist von ihren Attacken sicher, weder Freund noch Feind. Enna bekommt dies schmerzlich zu spüren und wird auf den Boden befördert. Nur eine schallende Ohrfeige Theas reisst Sela aus ihrer Manie und sie sinkt verwirrt zu Boden. Während sich die Gefährten noch zu Sela umgedreht hatten, findet Rhogar, dass es fertig luschtig ist und holt Aerisi mit einem agonisierenden Knall vom Himmel. Aerisi kracht zu Boden. Ihre Flügel blinken ein paar mal kurz auf und verschwinden dann plötzlich. Eine einfache Elfin liegt nun vor den Gefährten. Aus letzter Kraft sagt sie “Ds Oug...i gspüres...und es wird üs alli hole...” daraufhin schliesst sie ihre Augen und stirbt. Ralph geht zu ihr hin und kickt ihr mit schmackes ins Gesicht.
Die Gefährten versuchen sich zu erholen. Sela ist immer noch völlig fassungslos und möchte sich am liebsten aus dem Staub machen. Ihre Gefährten halten sie jedoch auf und bitten sie zu bleiben. Als die Gefährten müde auf dem Boden sitzen und auf das gewonnene Schlachtfeld blicken, bemerken sie eine sonderbare Veränderung über sich kommen...sie fühlen sich...stärker, flinker und weiser…um es genau zu sagen….erfahrener als zuvor.