Oberhalb der Mündung des Drusus ins Meer floss vor langer Zeit träge ein Nebenfluss durch den berüchtigten Distrikt XIII. Dieser wurde später zu einem Sackgassenkanal für die Entladung von Flusskähnen umgewandelt. Das Wasser, das mit einem widerlichen Film überzogen ist, liegt im Schatten der nahen Lagerhäuser, aus denen die Ladekräne bei Hochwasser ihre rostenden Ketten ins Wasser tauchen. Man sagt sich, dass die Händler zur Errichtung des Kanals beim besten Steinmetz eine Statue der Sankt Celestine in Auftrag gaben, die sie dann im Kanal versenkten, sodass sie die Gewässer schützen würde und ihnen Glück bringen möge.
Inzwischen hat der Kai längst ausgedient. Statt dessen sind dort nur noch gerostete Frachtkähne zu finden, und in den Lagerhäusern treiben sich nur noch Abschaum und Banden herum. Aufgrund der vielen Verbindungen zum halb gefluteten Kanalisationssystem unterhalb der Stadt und der Kanäle können die Mitglieder des Unknown hier ungesehen kommen und gehen, wie es ihnen gefällt. Daher werden viele der Lagerhäuser um die Landeplätze herum von ihnen kontrolliert. Diverse Lumpenkönige nutzen sie als Lagerraum für Hehlerware oder als Veranstaltungsort für illegale Sklavenkämpfe und Bestienspiele. Die Kaigewässer sind ein berüchtigter Ort, wo man „sich mit der Celestine treffen“ kann, indem man mit beschwerten Füßen bei lebendigem Leib ins Wasser geworfen wird.
Die Statue selbst ist von riesigem Ausmaß, angefressen und mit Algen bewachsen. Dennoch ist ihre Form noch erkennbar. Wegen ihrer Position (gerade so außerhalb der Kais und Werften im Kanal) muss ein Gros des Verkehrs über sie hinüber fahren. Dieser Route wird nachgesagt, dass man durch ihre Befahrung den „Segen der Celestine“ erhält.