Rubikon II befindet sich jenseits des fernen Rands der Drusus-Marken, randwärts am äußersten Rand des Calixis-Sektors. Während Rubikon I ganz in der Nähe ein schwacher weißer Zwerg ohne Begleiter ist, der langsam seine Energie in die Leere abstrahlt, ist Rubikon II, auch Rubikon Majoris genannt, ein von einer kleinen Ansammlung von Planeten umgebener roter Überriese. Der Stern ist annähernd tausend Mal größer als die Gesegnete Sonne und lodert in einer dunklen, blutroten Farbe. Viele, die in seinem Licht leben, nennen ihn bloß „den Rubin“. Der Freihändler, der das System erstmalig kartographierte, Vivaldi Jontur, betrachtete es als belanglos und zog nach einer oberflächlichen Inspektion, bei der er nichts von Interesse fand, weiter. Ohne Anzeichen einer Besiedlung durch Xenos oder von reichhaltigen Mineralienvorkommen gab es in dem toten System wenig, das weitere Ausgaben gerechtfertigt hätte. Das System sollte leer bleiben, bis man dort Jahrhunderte später Wanderershafen errichtete. Die auffälligsten Merkmale des Systems sind die beiden Gasriesen, die den Stern langsam in großer Entfernung umkreisen. Jonturs zwei Söhne, die ihren Vater begleiteten, um aus seinen Reisen zu lernen, fanden sie mit Leichtigkeit. Er benannte die Planeten nach ihnen. Der dem Stern am nächsten heißt Carlon, der weiter entfernte Thamos. Beide bestehen größtenteils aus Wasserstoff und Helium, aber Thamos verfügt über einen großen Anteil an Eis aus Wasser, Ammoniak und Methan. Keiner von beiden besitzt irgendwelche Monde, und nur ein paar vereinzelte Asteroiden begleiten sie in ihren stabilen koorbitalen Positionen, als hätte ein starker Wind die meisten der Gebilde, die normalerweise diese Art von Planeten umgeben, einfach hinweggefegt. Riesengroße Schaufelschiffe bauen bei beiden Planeten ihre Gase ab und verkaufen sie am Hafen weiter, wo sie zu Treibstoff und organischer Grundmaterie weiterverarbeitet werden.

Viel näher an Rubikon II befindet sich ein felsiger, nicht rotierender Planet, dem das Licht jedwede Atmosphäre und Leben ausgebrannt hat. Vor dem Gleißen des Roten Riesen ist der braune, mit Schlackestreifen überzogene Planet kaum zu erkennen und wurde erst entdeckt, als das System Jahre nach Jonturs Besuch genauestens kartographiert wurde. Er wurde Rostfelsen genannt und birgt viele wertvolle Erze wie Eisen und Adamantium. Heute ist seine Nachtseite mit Bergwerkseinrichtungen und Raffinerien überzogen, die dort vor der Hitze des Sterns geschützt sind. Ein steter Strom aus Frachtschiffen transportiert die gesäuberten Extrakte zu den Gießereien und Schiffswerften der Station.

Weiter draußen, hinter Thamos, befinden sich drei kleine Himmelskörper aus gefrorenem Gas und Eis in ihrem ellipsenförmigen Orbit. Kaiki, Apeli und Skiri bewegen sich langsam auf ihren orbitalen Pfaden, wobei sie Hunderte von Jahren für eine Umrundung brauchen. Ihr Orbit führt sie weit jenseits des Lichts des Rubins in die Oortsche Wolke des Systems hinaus. Obwohl sie schwer zu erreichen sind, wurden schon mehrere Expeditionen unternommen, um Kaiki und Apeli zu kartographieren und zu erforschen. Oberflächliche Untersuchungen förderten nichts Interessantes zutage, aber im Hafen halten sich unzählige Mythen und Legenden, die von vergrabenen Schätzen und versteckten Städten der Xenos berichten, die unter der eisigen Hülle der Planeten vergraben sein sollen. 

Den am weitesten entfernten Planeten, Skiri, hat die Priesterschaft des Adeptus Mechanicus gründlich erforscht. Aus unbekannten Gründen beschlossen die Techpriester, dort eine Forschungsstation einzurichten: Altar-Templum- Calixis-Ext-3. Von dort aus behalten sie den Schlund im Auge und suchen nach Anzeichen für Instabilität. Durch jenes dunkle Portal kommunizieren sie auch mit ihrer Zwillingsstation auf Aufbruch, Altar-Templum-Calixis-Ext-17, und nur ihre ranghöchsten Techpriester kennen die Geheimnisse, die sie miteinander teilen. Schiffe, die nicht dem Mechanicus angehören und sich der dunklen, eisüberzogenen Welt zu sehr nähern, werden gewarnt, Abstand zu halten. Mehrere Schiffe sind bereits verschwunden, nachdem sie die Warnungen missachteten.

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