29 - Kristallmine
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29 - Kristallmine

August 11, 2023

Heute war mal wieder so ein Tag, an dem die Welt sich drehte und Abenteuer in der Luft lagen wie Nebel nach einem Regen. Tangim Longgem, Gwendolyn Joyheira Carwarin, Kazuum und ich, Vali fanden uns auf einem Schiff wieder, das uns von einem Hafen nahe Oberholm Stadt zu unserem Aussenposten im Norden von Friedholm brachte.

 

Auf See, konnten wir ungefähr auf halber Strecke zwei Spyro und eine versunkene Ruine entdecken. Unerschrocken wie wir sind, umschifften wir die Biester und setzten Kurs Richtung Aussenposten. Nachdem unsere Füsse festen Boden betraten, mussten wir die restliche Strecke über Land hinter uns bringen. Die anstrengende Reise hatte sich aber gelohnt, ein ganz besonderer Ort wurde vor uns enthüllt: eine Mine, die Geschichten flüsterte und Geheimnisse in den Gängen barg. Spuren lassen darauf deuten, dass Das Imperiumhier einst das Sagen gehabt hatte.

 

Doch im Inneren der Mine, oh, ein magisches Schauspiel! Himmlische Stimmen umspielten Tangim Longgem und  Gwendolyn Joyheira Carwarin, als würden Engelschöre ihren Pfad beleuchten. Mich jedoch umhüllte ein infernalischer Singsang, der meine Sinne verführte. Nur Kazuum, der kluge Krieger, blieb unbeeindruckt. Die Stimmen trieben uns voran, trieben uns dazu, wie Verrückte durch die Mine zu stürmen, alles andere ausblendend. Selbst ich konnte dieser magischen Einladung nicht widerstehen und stürzte kopfüber einem Abgrund entgegen, der mich ganze 60 Fuß in die Tiefe katapultierte. Pech im Spiel, Glück im Sturz, wie man so sagt.

 

In den finsteren Tiefen traf ich auf eine überraschende Bekanntschaft – ein seltsames Mischwesen aus Geier und Mensch. Diese Ausgeburt der Hölle hatte uns verzaubert! Ein Spektakel der besonderen Art begann, ein Kampf, der bald unsere Gunst gewann. Doch nach dem Sturm kam die Ruhe, und wir hatten Zeit, uns in der Mine umzuschauen. Bergbauausrüstung und Imperiumssymbole fanden wir in Kisten, und ein weitläufiges Höhlensystem offenbarte sich, mit Gleisen und Loren, die uns tiefer in die Mine führten. Wir folgten den Schienen, und fanden ein Schild mit Symbolen, anscheinend wurde die Mine in verschiedene Quartiere geteilt.

 

Tangim Longgem, immer auf der Suche nach dem Glanz der Edelsteine, konnte nicht widerstehen. Er folgte dem Diamantensymbol wie ein Kind dem Ruf eines Kuchens. Der Weg führte uns tief in die Mine, bis wir ein metallisches Kratzen vernahmen und flackernde Fackeln an den Wänden erschienen. Kazuum, der wissbegierige Späher, näherte sich dem Geräusch, und wir entdeckten einen Mini-Arkaniumgolem, unter Felsen verschüttet. Eine befreiungsaktion und ein Gespräch Später, folgte uns der kleine Kerl namens „Mine-E“ und führte uns durch die Mine.

 

Nach einigen Windungen und Wendungen erreichten wir einen Raum, von Pflanzen überwuchert, und dort, mitten im Grün, ein seltener Anblick: ein Spyro, der durch sein Wirken die Pflanzen zum Spriessen brachte. Leider schien ein Teil der Mine verschüttet zu sein und wir mussten einen Umweg auf uns nehmen um unser Ziel zu erreichen.

 

Mine-E führte uns durch die Gänge, und wir erreichten einen Bereich der Mine, wo rote Adern das Gestein durchzogen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, Tangim Longgem erklärte uns, dass es sich hier um Rubine handelt, der Stoff, aus dem Legenden und Juwelen sind!

 

Unser tapferer kleiner Führer Mine-E leitete uns weiter, bis wir vor einem Raum standen, der offensichtlich schon existierte, bevor die Mine gegraben wurde. Abbildungen von Echsenwesen und einem Ross schmückten die Wände, und da war er, der Moment, auf den Tangim Longgem gewartet hatte. Mit seinen Augen auf das Ross fixiert, stürzte er vorwärts, während wir anderen fasziniert die Kristallscheiben auf der anderen Seite des Raumes betrachteten. Bunt und wild, wie das Leben selbst, strahlten sie.

 

Doch Tangim Longgem konnte nicht widerstehen, und wie ein Kind in einem Süssigkeitenladen rannte er durch die Kristallscheiben, eine nach der anderen. Doch bei der letzten, der purpurnen Scheibe, verschwand er plötzlich! Mutig folgten wir ihm durch das Portal, und plötzlich fanden wir uns in einem Raum voller Kristalle wieder. In der Mitte thronte ein majestätisches Regenbogenkristallgebilde. Doch wir waren nicht alleine in diesem Raum, ein ausgewachsener Lightbender, ein von Kristallen überwuchertes Wesen, mit feurigem Zorn hielt auf Tangim Longgem zu.

 

Ein Kampf von wahrer Größe entfesselte sich, und wir stellten fest, dass der Lightbender  seine Kraft aus dem Regenbogenkristall schöpfte. Ein kluger Schachzug, wenn auch nicht gerade fair. Doch wir gaben nicht auf, kämpften wie Löwen, bis der Lightbender endlich nachgab. Der Jubel war groß, doch da, wie aus dem Nichts, tauchte Jörg auf – ein magisches, sprechendes, wieherndes Einhorn, das Tangim Longgem für seinen Glauben und seine Tapferkeit lobte.

 

Jörg, so erzählte er uns, hatte eine Aufgabe für Tangim Longgem. Er soll den größten Arkaniumkristall in Arcanor zerstören, um das Böse aufzuhalten. Ein wahrhaft königlicher Auftrag, bei dem Jörg seine Hilfe anbot. Aber es gab noch mehr zu berichten, Jörg erzählte von einem „guten Arkaniumkristall“, tief in der Mine verborgen, der zwar schwer bewacht wurde, aber von unschätzbarem Wert sei, und uns bei unserem Vorhaben unterstützen könnte.

 

Nach dem Gespräch mit Tangims Gott und einer… „gründlichen Durchsuchung“ der Monsterleiche machten wir uns schliesslich auf den Rückweg  zur Sturmhöhe.

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