Das Fürstentum Grüngrund und dessen Hauptstadt Küspen bildet
das grüne und fruchtbare Herz von Arnfels. Kein anderer Fleck des Königreichs
ist mit so ertragreichem und gutem Boden gesegnet wie dieser. Grüngrund gilt
als der Kornspeicher des Reiches und versorgt große Teile von Arnfels mit
Nahrungsmitteln. Dadurch gelangten einige Grüngrundner Adelshäuser und
Großgrundbesitzer zu großem Reichtum, Macht und Einfluss im Königreich. Das
einfache Volk sieht jedoch nicht viel von diesem Reichtum und leben meist
einfache, bescheidene Leben, durchzogen von harter Arbeit auf den riesigen
Feldern.
Bevölkerung
Ein überwältigender Teil der Bevölkerung außerhalb der größeren Städte sind in der Landwirtschaft tätig. Grüngrundner führen oft ein einfaches aber ehrliches Leben. In den Augen der anderen Fürstentümer in Arnfels, gelten sie oft als „harmlos“ und werden gerne von ihnen verspottet und als ungebildet oder gar dumm bezeichnet. Die wenigen wirklich reichen Adelshäuser oder Großgrundbesitzer verdienen viel Gold durch ihren Handel mit Lebensmitteln in andere Fürstentümer oder gar Nachbarländer. Obwohl sie durch ihre Geschäfte eine gewisse Machtposition innehaben, nehmen andere einflussreiche Adelshäuser aus anderen Fürstentümern sie oft nicht ernst und genießen oft wenig Respekt bei ihnen und werden spöttisch als „Blumenkinder“ und „Gärtner“ bezeichnet.
Aufgrund des Überflusses an Nahrung seit jeher gibt es in Grüngrund besonders viele Feste und Anlässe zum Feiern. Bankette sind nicht selten, auch unter der einfachen Bevölkerung nicht. Man sagt, Grüngrund habe die beste Küche in ganz Arnfels und tatsächlich gibt es viele bekannte Köche, die mit ihren Gerichten aus Grüngrund im ganzen Königreich bekannt wurden.
Ehrlichkeit und Freundlichkeit sind zwei der wichtigsten Tugenden in Grüngrund. Das Leben ist ohnehin schon hart genug, da muss man sich in den Augen vieler Grüngrundner es sich nicht gegenseitig noch härter machen.
Geschichte
Grüngrund war schon seit jeher sehr fruchtbar. Auch bevor das Königreich Arnfels gegründet wurde galt das Land als ein Ort des Überflusses und war deswegen auch oft heiß umkämpft.
Nach dem Zusammenschluss entwickelte sich das Fürstentum schnell zum Versorger des ganzen Reiches und erreichte dadurch auch einen gewissen Einfluss und Macht, denn wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert auch ein Stück weit das Volk. Trotz der Macht die sie durch ihre Schlüsselposition erlangen konnten, gelten die Adelshäuser aus Grüngrund, oft ungerechtfertigt, trotz ihres Einflusses und Reichtums, immer noch als einfältige Witzfiguren.
Wirtschaft
Der einzig nennenswerte Wirtschaftszweig in Grüngrund ist die Landwirtschaft. Ackerbau und Viehzucht prägen das gesamte Fürstentum und beinahe aus dem einfachen Volk sind darin beschäftigt. Aufgrund des fruchtbaren Bodens kann so ziemlich jede Form von Getreide und Früchte aus diesen Breitengraden in Grüngrund angebaut und geerntet werden.
Grüngrund liefert Getreide und Gemüse in alle Winkel des Königreiches. Besonders die Bevölkerung der Hauptstadt Königswerth ist von regelmäßigen Vorratslieferungen von den Feldern Grüngrunds angewiesen, um die tausenden hungrigen Mäuler in den Straßen zu füttern. Jedoch auch Nachbarreiche, wie Vayrac, die Binnenreiche oder die Zwergenstädte im Gebirge beziehen regelmäßig von Grüngrund oder sind sogar darauf angewiesen.
Geographie und Klima
Grüngrund ist ohne Zweifel das grünste der Fürstentümer von Arnfels. Eine Kombination aus regelmäßigem, aber nicht zu starkem, Niederschlag, milden Temperaturen und einem besonders nährstoffreichen Boden sorgen dafür, dass in Grüngrund so ziemlich alles und in großer Menge wächst und gedeiht.
Das Land selbst ist sehr flach und weist an seinen höchsten Stellen nur ein paar sanfte grüne Hügel auf. Bis auf die Ränder des Fürstentums und ein paar vereinzelten kleinen Wäldern im Kern von Grüngrund, ist das ganze Fürstentum entwaldet.
Militär
Grüngrund kann auf eine große Bevölkerung zurückgreifen, die sie im Kriegsfall einberufen und zu Milizen formen kann. Aufgrund ihrer großen Lebensmittelvorräte sind die Armeen aus Grüngrund oft besonders gut versorgt und ihnen geht praktisch nie der Nachschub aus, vorausgesetzt man kann die Armee erreichen.
Obwohl die Adelshäuser von Grüngrund die mehr als genügend Bauern für ihre Milizen haben und auch genug Gold besitzen um sie anständig auszurüsten, griffen sie in der Geschichte in vielen Fällen auf nationale oder internationale Söldnerarmeen zurück, um sie das meiste Kämpfen übernehmen zu lassen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen können sie es sich leisten, zum anderen sind Söldner besser ausgebildet und zum anderen bleibt somit jemand zurück um die Felder zu bestellen, die die Einnahmequellen der Adeligen darstellen, und sie im Ernstfall zu verteidigen.