Vor der westlichen Küste von Khorvir liegt das antike Inselreich Caelthir. Die dort in großem Luxus und Reichtum lebenden Hochelfen waren seit jeher Beschützer des Guten und sehen sich als die Wächter dieser Welt gegen die Mächte des Bösen. Jedoch aus Stolz wurde über die Jahrhunderte Arroganz und nun sehen sich viele Caelthiri als die privilegierten und überlegenen Aufpasser von Khorvir, die am besten wissen was gut ist und was nicht.
Regierung
Caelthir wird von einem Hochfürsten regiert, der auf Lebenszeit regiert. Die 7 Kurfürsten, vom Hochfürst ernannt, wählen nach Tod des Hochfürsten unter sich den nächsten Hochfürsten. Dieser verlässt sobald seine Heimat und zieht in die Hauptstadt wo er sein Amt antritt. Danach vergibt er die Plätze der 7 Kurfürsten. Oft bleiben diese gleich, jedoch kommt es auch vor, dass man einen Kurfürsten seinen Titel wegnimmt und einem besser geeigneten oder sympathischeren Kandidaten übergibt. Die Kurfürsten sind in der Regel die Anführer von Adelsgeschlechtern oder die Oberhäupter einflussreicher Familien.
Demographie
Caelthir ist seit jeher ein fast ausschließlich von Elfen bewohntes Gebiet. Dementsprechend verteilt sich die Bevölkerung wie folgt:
- Elfen: 84 %
- Menschen: 10 %
- Halb-Elfen: 4 %
- Sonstige: 2 %
Bevölkerung
Die Caelthiri sind eine Gesellschaft die stark von Aristokratie und Ständeordnung bestimmt wird. Der gesellschaftliche Rang und der Ruf ist für viele Caelthiri von großer Bedeutung. Öffentlich gedemütigt oder bloßgestellt zu werden ist eines der schlimmsten Dinge die vielen bessergestellten Hochelfen aus Caelthir passieren kann.
Ungefähr 65% der Bewohner von Caelthir gehören einer großbürgerlichen, wohlhabenderen Gesellschaftsschicht die von kleinen Kaufleuten bis hin zum Adel reicht an, die keine niederen Arbeiten wie Feld- oder Bergarbeiten mehr verrichten muss. Es gibt eine sehr kleine Mittelschicht (5 %), die restlichen 30% arbeiten auf den Feldern oder in den Minen Caelthirs und verrichten jene Dinge für die sich die meisten aristokratischen Caelthiri zu gut sind. Ein Großteil der unterprivilegierten Caelthiri sind Menschen, die in Caelthir keine offen ausgesprochene, aber dennoch spürbare untergeordnete Rolle einnehmen. Neben den niedereren Mitgliedern der Gesellschaft werden auch nicht selten Golems oder etwaige arkane Konstrukte für die körperlichen Arbeiten eingesetzt. Auf Personen die „niedere“ Tätigkeiten verrichten wird oft herabgesehen. Das meiste was das Land an Lebensmittel benötigt, wird schlichtweg importiert und beispielsweise von Händlern aus dem Arnfelser Fürstentum Grüngrund eingekauft.
Caelthiri haben den Ruf arrogant zu sein und sich, manchmal insgeheim, manchmal sehr offen, als etwas Besseres als den Rest anzusehen. Obwohl viele besserbetuchte Caelthiri oft wie eingebildete Snobs wirken, sind die meisten gute Leute, mit einem Hang zu den feineren Dingen im Leben. Es heißt Caelthiri sein oft umwerfende Konversationsführer, da sie in ihren langen Leben viel erlebt haben und oft auch einen gut ausgeprägten Geschmack für Kunst, Musik und anderen Vorzügen des feinen Lebens entwickelt haben.
Trotz ihrer Arroganz, liegt vielen Caelthiri das Wohl der Welt und der anderen Nationen am Herzen. Seit jeher hat ihr Land eine Art Beschützerrolle für Khorvir eingenommen und in Einzelfällen eingegriffen um beispielsweise Orkhorden, die das Festland verwüsten, zurückzuschlagen. Ansonsten haltet sich Caelthir aus der Politik der anderen Reiche raus und wird nur tätig, sobald man es mit einer größeren, bösen Bedrohung zu tun hat. Jedoch bieten sie gerne ihren Rat an und fungieren auch manchmal als Mediatoren zwischen ausländischen Konfliktparteien, da sie von allen natürlich am besten wissen was zu tun ist.
Geschichte
Als Erstgeborene der Götter nahmen die Elfen, insbesondere die Hochelfen, stets eine prominente Rolle in den Ereignissen der Geschichte von Volothar ein. Die Gründung vom Königreich Caelthir, geht jedoch bis zum Ende des Ersten Großen Krieges zurück. Die Hochelfen kämpften in beiden Großen Kriegen gegen die Mächte des Bösen und haben sich ihre Rolle als Beschützer von Volothar immer noch erhalten.
Außerhalb größerer Bedrohungen, griffen die Hochelfen von Caelthir kaum in die Geschehnisse am Festland oder der sonstigen Welt ein. Deswegen findet man praktisch keine kriegerischen Auseinandersetzungen mit anderen Reichen.
Die Geschichte von Caelthir selbst, ist jedoch von mehreren kleineren und manchmal auch größeren bürgerkriegsähnlichen Konflikten durchzogen. Aufgrund des von Intrigen, Ränkespielen und Machtkämpfen dominierten politischen Klimas, das am königlichen Hof in der Hauptstadt herrscht, kam es schon öfters zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Adelshäusern, Kurfürsten oder sogar dem Hochfürsten selbst.
Wirtschaft
Caelthir lebt vom Import von Rohstoffen und dem Export von feinen Handwerkswaren wie Schmuck, Kleidung oder Schmiedewerken. Die Agrarwirtschaft von Caelthir ist unbedeutend und ohnehin zu klein um die ganzen Bedürfnisse des eigenen Land zu decken, weshalb man stark auf Lebensmittelimporte von Arnfels oder Vayrac abhängig ist.
Caelthir ist bekannt für die feinen Waren aller Hand, die von Meisterhandwerkern mit jahrhundertelanger Erfahrung in ihrem Handwerk gefertigt werden. Zu den wichtigsten Dingen zählen hier die Glasbläserei, Juweliere, Holzbearbeiter und Schnitzer sowie Weber und Schneider.
Auch der feine Wein aus Weinbaugebieten von Caelthir, besonders die dort heimische Weißweinsorte Aelvir und Rotweinsorte Noxis, gelten aus sehr begehrt bei Adeligen auf der ganzen Welt.
Geographie und Klima
Auf Caelthir herrscht ein sehr gemäßigtes von der See beeinflusstes Klima. Sommer werden in der Regel oft nie heißer als 30° und in den Wintermonaten sinken die Temperaturen selten so niedrig, dass es schneien könnte. Regen kann so schnell wie der Wind auftauchen, aber auch so schnell wie er gekommen ist wieder verschwinden. Regelmäßiger Niederschlag sorgt dafür, dass das Land sehr grün und auch recht fruchtbar ist.
Caelthir ist eine Inselgruppe bestehend aus den drei größeren Inseln Syrthas, Evenir, Yyhl und den drei kleineren Inseln Ivos, Onolvir und Vasalir. Die Landschaft der Inseln ist von sanften Hügeln, grünen Ebenen und auch dichten Laubwäldern geprägt.
Kultur
Die Künste sind das A und O der caelthirischen Kultur. Durch ihre langen Leben und insbesondere der langen Leben ihrer Vorfahren, haben die Hochelfen von Caelthir meistens an einem bestimmten Punkt in ihrer Lebenszeit keine Sorgen mehr was Essen, Unterkunft oder Geld im Allgemeinen betrifft. Da die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hochelfen 750 Jahre beträgt, geht es für fast alle Caelthiri darum wie man sich dieses ausgesprochen lange Leben versüßen und erträglich machen kann. Deshalb spielen in wohl keiner anderen Kultur von Volothar die Künste, Schönheit und Magie eine so große Rolle wie in Caelthir.
Kunst aller Art wird hier gefördert und auch verlangt. Handwerkkunst wird mehr als Zeitvertreib betrieben, das Geld, dass die Person und das Land damit verdient ist oft nur Nebensache. Museen, Galerien, Bibliotheken und Universitäten für alle möglichen Wissensbereiche sind weit verbreitet.
Magieanwendung ist in Caelthir wohl so verbreitet wie an sonst keinem anderen Ort der Welt. Durch ihr Hochelfenblut beherrschen sie alle zumindest einfache Zauber. Die Aureolos-Akademie, die größte und wohl bedeutendste Schule der Arkanen Künste der Welt, befindet sich in der Hauptstadt von Caelthir.
Neben Kunst genießen auch alle anderen schönen Freuden des Lebens große Beliebtheit. Exotische und feine Speisen und Getränke werden aus aller Welt importiert. Wunderschöne Gärten und pompöse Badehäuser lassen sich in allen größeren Orten von Caelthir finden.
Allgemein wird auf Ästhetik viel Wert gelegt. Jedes Gebäude wird genaustens entworfen und gebaut und die Straßen werden auf penibelste Weise, nicht selten durch Magie, sauber gehalten. Auch die Häuser der einfacheren Leute sind oft aus feinen Rohstoffen erbaut worden. Bauwerke in Caelthir werden für die Ewigkeit erbaut. Ein Gebäude, dass ohne Renovierung nicht so alt wird wie sein Baumeister, gilt als Schande für dessen Erbauer. Aber auch neben ihren Städten versuchen Caelthiri oft auch selbst so ästhetisch ansprechend wie möglich zu sein, beispielsweise durch feinste Kleidung und Schmuck. Es kommt an adeligen Höfen jedoch auch nicht selten vor, dass Adelige ihrer äußerlichen Erscheinung etwas mit Magie nachhelfen.
Eine Besonderheit des höfischen Lebens in Caelthir ist das dort heikle politische Klima. Durch die lebenslange Regentschaft wichtiger politischer Ämter, wie dem Hochfürst und oft auch den Kurfürsten, ist eine ereignislose und langweilige politische Landschaft ohne großer Amtsrotation und dazugehörigen Aufstiegschancen entstanden. Da es jedoch trotzdem stets ehrgeizige Adelige gibt, hat sich, besonders am Hof des Hochfürsten in der Hauptstadt von Caelthir über Jahrtausende das „Lyalon“, das „Spiel der Macht“ etabliert um dieser Stagnation Abhilfe zu verschaffen und die politischen Karten neu zu mischen. Das Spiel (der Macht) bezeichnet den Wettkampf um Einfluss, Ansehen und Macht zwischen den Adeligen und/oder Kurfürsten an den Adelshöfen von Caelthir, insbesondere dem Hof des Hochfürsten. Jeder caelthirische Adelige oder Person am Hofe nimmt im Grunde an diesem Spiel teil, sei es entweder als Spieler oder als Spielfigur von anderen. Intrigen, Ränkespiele, Allianzen und Verrat stehen an der Tagesordnung. Hierbei gibt es im Grunde keine Regeln, alles ist erlaubt. Dies führt zu Attentaten und Ermordungen, die auch manchmal selbst den Hochfürsten treffen, sollte er sich ein paar sehr ehrgeizige und skrupellose Feinde gemacht haben.
Militär
Caelthir kann auf eine beachtliche und schlagkräftige Armee zurückgreifen. Außer im Notfall, wird in der Regel zu Kriegszeiten keine Armee eingezogen. Stattdessen greift man auf ein stehendes Heer aus Berufssoldaten und Freiwilligen zurück. Die Soldaten Caelthirs haben oft jahrhundertelange Kampferfahrung und Training, wodurch sie in der Regel ihre geringere Anzahl mehr als Wett machen können.
Zudem gehören der caelthirischen Armee eine Vielzahl mächtiger Kriegsmagier an, die gewaltige Zerstörung auf das Schlachtfeld bringen können.