Über den Kontinent verteilt liegen acht alte
Zwergenkönigreiche, jedes von ihnen einzigartig und besonders. Doch gibt es
Eigenschaften, die alle Zwerge von Khorvir teilen: Städte die Festungen
gleichen, reich an uralter Größe, riesige steinerne Hallen, gemeißelt in die
Wurzeln der Berge, das Erschallen von Spitzhacken und Hämmern in den tiefen
Minenstollen und lodernden Hochöfen, die Verpflichtung zu Klan und Tradition
und einen brennenden Hass gegenüber Orks und Goblins. Zwerge gelten als
wohlüberlegt und unerschütterlich, mit einer stolzen Geschichte als
Kunsthandwerker, Baumeister und Krieger. Obwohl die Pracht ihres alten
Großreiches lang verblasst ist, halten die Zwergenreiche und -städte an ihren
uralten Wegen und Traditionen fest. Sie verteidigen stur ihr antiken Domänen
unter den Hügeln und Bergen von Khorvir, während manche versuchen
zurückzuerobern, was durch Verwüstungen durch Orks, Goblins, Aberrationen,
Dämonen oder schlichtweg der Zeit verloren ging.
Regierung
Die acht Zwergenstädte in Khorvir werden allesamt von einem König regiert. Die Krone wird an dessen ältesten Sohn, bzw. den nächsten männlichen Thronfolger, weitervererbt. Jede Zwergenstadt fungiert also als eigene Monarchie und Stadtstaat, die über die Gebiete unter ihrer Kontrolle selbst und unabhängig waltet.
Die acht Zwergenstädte lauten:
- GindhurakDie Zwergenstadt liegt im Süden des Kontinents, unweit der Epheron-Durnholm-Grenze. Diese uralte Stadt wurde lange Zeit von benachbarten antiken Reich Tyr beeinflusst und verkaufte und hielt für lange Zeit Sklaven. Auch der Kult des Unicos ging nicht an der Stadt vorbei. Bis heute hat Azaloth hier Anhänger und die Regierung der Stadt kämpft ständig gegen die immer wieder aufkeimenden gefährlichen Kulte des Abgrundwandler, die unheilige Rituale durchführen und Menschenopfer darbieten.
- GhazgarumGhazgarum ist eine sehr reiche und prächtige Minenstadt am Kreuzgebirge, neben den Arnfelser Fürstentum Skargar. Ghazgarum ist die zweitreichste Zwergenstadt in Khorvir und profitiert von den gewaltigen Erzdepots im Felsen unter und rund um die Stadt. Besonders viel Adamant und Mithral fördert Ghazgarum zu Tage und sorgt für die vollen Goldspeicher der dortigen Minenbetreiber.
- Kherturol ist eine sehr fortschrittliche Zwergenstadt an der Westseite der nördlichen Auswüchse des Kreuzgebirges. Es hat einen besonders hohen Bevölkerungsanteil an Felsgnomen und eine dementsprechend große Artificer- und Tüftlertradition. Viele neue und bahnbrechende Zahnradmaschinen und Dampfkonstrukte erfüllen und durchziehen die Stadt und machen sie einzigartig und zu einem Ort der Wunder und Ingenieurskunst, der sogar mit den magischen und technischen Wunderwerken von Durnholm mithalten kann.
- KuldhammarKuldhammar liegt an der Ostseite von Khorvir, in Pancor. Die Stadt wurde vor vielen hundert Jahren, nachdem man beim Abbau von Metallen auf eine Untergrundwasserader stieß, überflutet und ist seitdem teilweise im dadurch neu entstandenen riesigen Untergrundsee verschwunden, an dem Kuldhammer nun liegt. Durch einen sehr langen unterirdischen Wassertunnel, ist sie die einzige Zwergenstadt mit direkter Seeanbindung.
- NemboldurNemboldur liegt im Herzen von Khorvir, am Knotenpunkt vier großer unterirdischer Zwergenstraßen und nahe wichtiger überirdischer Handelsstraßen. Durch die perfekte Lage wurde Nemboldur rasch zur einflussreichen Handelsstadt und ist heute die wohlhabendste, schönste und reichste Zwergenstadt in Khorvir, da kaum Waren durch den Kontinent fließen ohne das Nemboldur davon profitiert.
- NigbharrakNigbharrak liegt an der östlichen Seite der nördlichen Auswüchse des Kreuzgebirges. Auch die „Stadt der Zuflucht“ genannt, ist Nighbarrak ein toleranter Ort an dem jedes Volk willkommen ist. Die Stadt hat eine für zwergische Verhältnisse sehr diverse Bevölkerung, die die örtliche Kultur und Traditionen stark beeinflussten, mit einem besonders hohen Anteil an Drow und Duergar, die in anderen Städten als feindselig angesehen werden.
- ThauronbarThauronbar liegt im hohen Nordosten von Khorvir. Die isolationistischen Zwerge von Thauronbar gelten als sehr militaristisch, hart und sonderbar. Das Volk wird dort mit eiserner Faust regiert, um der immerwährenden Belagerung von außen durch Monster standzuhalten. In den Augen anderer Zwerge bereits konservative Werte und Traditionen werden in Thauronbar immer noch hochgehalten und ausgeübt.
- VughdarulVughdarul liegt im Südwesten von Khorvir und wird auch die Stadt des Feuers genannt. Vughdarul ist legendär für dessen Schmiedekunst und hat eine enge Verbindung zur Elementaren Ebene des Feuers. Mehrere schwer bewachte Portale zur Feuerebene wurden dort errichtet und heizen die zahlreichen und äußerst legendären Hochöfen der erfahrenen Schmiedemeister mit ihren Feuerstahlhammern. Die Stadt ist von freilaufenden Lavaströmen durchzogen, die die Stadt in ein warmes Orange hüllen und Elementarwesen wie Azer sind dort auch nicht selten anzutreffen.
Demographie
Die Bevölkerung in den Zwergenstädten verteilt sich wie folgt:
- Zwerge 73 %
- Gnome 9 %
- Menschen 7 %
- Elfen 6 %
- Sonstige 5 %
Bevölkerung
Zwerge sind stabil und beständig wie die Berge, die sie lieben und überstehen den Lauf der Zeit und die Jahrhunderte ihres Lebens mit stoischem Durchhaltevermögen und wenig Veränderung. Einzelne Zwerge sind entschlossen und loyal, halten sich an ihr Wort und bestimmt in ihrem Handeln, manchmal bis zum Punkt an dem es an Sturheit grenzt. Sie respektieren die Traditionen ihrer Klans, verfolgen ihre Abstammung zurück zur Gründung ihrer antiksten Festungen in der Jugend der Welt und geben diese Traditionen nicht leichtfertig auf. Eine dieser Traditionen ist ihre Hingabe zu den Göttern, insbesondere dem „zwergischsten“ aller Götter, Lerodin dem Steinhammer, der viele zwergische Ideale wie fleißige Arbeit, Fähigkeit im Kampf und die Hingabe zur Schmiede widerspiegelt. Zwerge gelten jedoch auch als vorsichtig und überlegt, mit einem ernsteren Gemüt als andere Völker, die von ihnen manchmal als flatterhaft und leichtsinnig angesehen werden. Viele Zwerge tun alles was sie tun mit Sorgfalt und einer sturen Entschlossenheit. Ungestüm oder feiges Verhalten sind eher ungewöhnlich für sie. Jedoch erliegen viele Zwerge leicht dem Zorn oder der Gier, die zwei weitverbreitetsten zwergischen Charakterschwächen.
Egal ob die zwergische Behauptung, dass sie von Lerodin, dem Steinhammer, aus dem Fels der Welt gemeißelt wurden, wahr ist, teilen sich die Zwerge von Khorvir viele Qualitäten mit dem Stein, in dem sie leben. Stark, abgehärtet und verlässlich, gelten Zwerge als höflich, besonders zu Älteren und besitzen meist eine Weisheit, die jene anderer Völker übersteigt. Zwerge schätzen ihre Traditionen, egal von welcher Untergruppe oder Stadt der Zwerge sie stammen und wenden sich für Inspiration an ihre vorväterlichen Heldenfiguren. Viele Zwerge sind auch bekannt für ihre sture Natur und deren Zynismus, Eigenschaften, die weit unter den Zwergen verbreitet sind und die zu ihrer Kühnheit und Hartnäckigkeit beitragen oder von ihnen ausgeglichen werden.
Zwergische Freundschaft ist schwer zu verdienen, aber umso stärker sobald sie gewonnen ist. Von Natur aus mürrisch und argwöhnisch, brauchen viele Zwerge eine längere Zeit bis sie jemanden vertrauen können, besonders jenen außerhalb ihrer Familie. Dabei wird gerne das schlimmste von anderen vermutet, bis sie ihren guten Willen oft bewiesen haben. Sobald dieses Vertrauen gewonnen ist, erwarten sie auch von ihren Freunden dieses Vertrauen nicht zu brechen. Verrat, mag es auch der kleinste oder unbedeutendste Verrat sein, wird mit einer heftigen Neigung für Rache angesehen. Viele Zwerge haben einen stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und tun sich schwer Beleidigungen, die sie erfahren haben, zu vergessen. Eine Übeltat gegenüber einem Zwerg, ist eine Übeltat gegenüber seinem gesamten Klan. So kann etwas, das als die Jagd nach Rache eines einzelnen Zwergs beginnt, zu einer ausgewachsenen Klan-Fehde werden. Ein geläufiger gnomischer Schwur, der auf den zwergischen Sinn für Gerechtigkeit anspielt, besagt: „Wenn ich lüge, soll mir ein Zwerg den Weg kreuzen“.
Für Zwerge ist Loyalität mehr als ein Wort und sie sind der Überzeugung, dass sie wertgeschätzt und belohnt werden soll. Zwerge sehen es als Geschenk und ein Zeichen des Respekts Seite an Seite mit einem Freund zu kämpfen, und ein noch bedeutenderes diesen Verbündeten vor Schaden zu bewahren. Viele zwergische Erzählungen handeln demnach von der Aufopferung von Zwergen für ihre Freunde und Familie. So wie Zwerge für ihre Zuverlässigkeit als Freunde und Verbündete bekannt sind, so sind sie auch dafür bekannt Grolle länger als viele andere Völker zu hegen. Dies mag auf einer individuellen Basis zwischen einem Zwerg und einer Person, die ihm übelgetan hat, stattfinden, oder gegen ein ganzes Volk, sogar wenn der Krieg mit dem Feind bereits lange vorbei ist.
Zwerge in anderen Ländern sind oft Händler oder Kunsthandwerker, insbesondere Waffen- und Rüstungsschmiede und Juweliere und Goldschmiede. Manche Zwerge werden Söldner oder Leibwachen, da sie durch ihren Mut und ihre Loyalität sehr begehrt sind.
Geschichte
Einst gab es viele Zwergenstädte über ganz Khorvir verteilt. Im Jahr 1034 VS vereinte Großkönig Jormgar Eisenhelm alle Städte und gründete das legendäre Großreich der Zwerge. Dieses gewaltige unterirdische Imperium bestand aus unzähligen einzelnen zwergischen Königreichen, die unter einem Großkönig vereint waren. 1000 Jahre sollte es bestand haben, bis im Zweiten Großen Krieg auch das Großreich der Zwerge von Dämonen und Verräterlegionen gebrandschatzt wurde. Der letzte Großkönig Hallbart Eisenhelm starb bei der Verteidigung seiner Stadt, die ebenfalls unterging, und das Großreich zerfiel in einzelne Zwergenstädte, die von nun an sich selbst verwalteten. Bis heute regieren die einzelnen Könige der übriggebliebenen Zwergenstädte sich selbst und das glorreiche Großreich bleibt nur mehr eine schöne Erinnerung.
Wirtschaft
Fast jeder Dritte Zwerg arbeitet im Dienst der Verteidigung der eigenen Stadt, jedoch gibt es auch unzählige Handwerker, wie Schmiede und Steinmetze, die die Industrie der Zwergenstädte ausmachen. Zwerge treiben regen Handel mit anderen Völkern und verkaufen Erz, Fertigerzeugnisse und Edelsteine gegen andere Luxusgüter und Nahrung.
Geographie und Klima
Da alle Zwergenstädte fast ausschließlich unter der Erdoberfläche sind, gibt es in den Zwergenstädten eigentlich kein Klima. Unter der Erde ist es eher kühl, kann jedoch auch warm werden, sollte man sich unterirdischen Thermalquellen oder hochgelegenen Lavaströmen nähern.
Kultur
Die wichtigste Institution in der zwergischen Gesellschaft ist der Klan und Zwerge halten sehr viel auf die gesellschaftliche Stellung. Sogar Zwerge die weit abseits ihrer Königreiche leben, halten an ihrer Klan-Identität und Zugehörigkeit fest, erkennen verwandte Zwerge an und berufen sich auf die Namen ihrer Ahnen in Schwüren und Flüchen. Klan-los zu sein ist das schlimmste Schicksal das einen Zwerg befallen kann. Die gesamte zwergische Gesellschaft von Khorvir ist in Klans gegliedert, die auf Familienbänden und politischen Zugehörigkeiten beruhen. Diese Klans werden in der Regel von vererbten Herrschern geführt, die mehr oder weniger Monarchen sind und vom Klan-Gründer abstammen. Zwerge wertschätzen Loyalität, diesen Anführern und dem Klan als Ganzes gegenüber, sehr und sogar grundsätzlich unparteiische Zwerge tendieren dazu, sich auf die Seite ihrer Sippe zu stellen, anstatt anderer Völker oder Gemeinschaften.
Die meisten zwergischen Klans fokussieren sich auf ein oder zwei Arten des Handwerks, wie zum Beispiel die Schmiedekunst, die Kunst der Verarbeitung von Edelsteinen und der Herstellung von Schmuck, Ingenieurskunst, Bierbrauerei, Handel oder Steinmetzarbeit. Klans streben in der Regel danach Überspezialisierung zu verhindern und senden deswegen ein paar ihrer Jugendlichen zu anderen Klans, um dort als Lehrlinge zu arbeiten und von ihnen zu lernen. Dies hilft auch dabei Gemeinschaft zu fördern. Wegen der Langlebigkeit der Zwerge, können diese Lehrausbildungen Jahrzehnte dauern.
Zwerge schätzen die familiären Bande zwischen Familienmitgliedern und Freunden sehr und bilden sehr eng verstrickte Klans. Zwerge respektieren insbesondere die ältere Bevölkerung, von denen sie sich vernünftige Führung und die Weisheit der Erfahrung erwarten, und ihre vorväterlichen Helden und Klan-Gründungsväter. Diese Ideen übertragen sich auch auf Beziehungen zu anderen Völkern. Zwerge sind auch den Älteren anderer, nicht zwergischer Kulturen respektvoll gegenüber.
Gleichermaßen wenden sich Zwerge, vielleicht mehr als andere Völker, an die Götter für Führung und Schutz. Gutherzige Zwerge schauen zu den Obersten für Trost und Inspiration, während die niederträchtigen Zwerge ihre göttlichen Herrscher um Wege für mehr Macht über andere bitten. Einzelne Zwerge mögen vielleicht ohne Glauben sein, doch als ein Volk als Ganzes, haben Zwerge eine starke Neigung zur Religion, insbesondere zum Steinhammer, und fast jede zwergische Gemeinschaft weist mindestens einen Tempel oder vorväterlichen Schrein auf. Eine uralte religiöse Tradition der Zwerge in Khorvir ist die Selbstaufopferung und das Buße tun einzelner zwergischer Individuen, die sich infolge dessen einem Leben des Kampfes und des Todes für Lerodin verschworen haben. Dies tun sie oft um eine Schmach, die sie über ihren Klan gebracht haben, auszugleichen und die eigene Ehre und die des Klans wiederherzustellen oder eine Klan-Fehde zu beenden. Solche Zwerge werden Ehrenbrecher genannt. Sie legen einen Schwur vor dem Steinhammer ab, und schwören ihr restlichen Leben im Kampf und für den Schutz der zwergischen Gesellschaft und deren Werte zu leben. Ein Ehrenbrecher bricht danach auf eine Reise durch die Zwergenstädte, aber auch die Oberfläche auf und macht sich zur Aufgabe zum Beispiel Ungerechtigkeit auszumerzen wo er sie findet, alte Zwergengrolle zu begleichen, andere Zwerge zu schützen, Bedrohungen auszuschalten und im Allgemeinen für Lerodin gegen das Böse zu kämpfen. Dabei sind sie ihrem Klan, Lerodin und der zwergischen Gesellschaft lediglich eines schuldig: einen glorreichen Tod. Der Schwur der Ehrenbrecher gilt bis zu dessen Tod und sie sind auf der Suche nach immer mächtigeren Feinden, die sie für ihren Klan, ihr Volk und ihren Gott erschlagen, bis sie eines Tages einen würdigen Gegner finden, der sie im Kampf besiegt und mit ihrem Tod die Erlösung und Wiederherstellung der Ehre bringt. Der Name „Ehrenbrecher“ hat mehrere Bedeutungen. Zuerst haben Ehrenbrechen ihre Ehrenbande zu ihrem Klan, ihrem Volk und zu sich selbst gebrochen, weswegen sie ihren Ehrenbrecher-Schwur erst ablegen mussten. Jedoch haben sie sich nun einem Leben verschrieben Feinde und das Böse zu besiegen, sie quasi zu brechen, um ihre Ehre wiederzuerlangen, bis sie eines Tages selbst gebrochen werden und mit erneut intakter Ehre zu Lerodins steinernen Hallen aufbrechen. Ehrenbrecher gelten als unerreichte Kämpfer, die sich durch ihr Kampfgeschick, ihre Tollkühnheit, Furchtlosigkeit und Waghalsigkeit im Kampf auszeichnen, ohne jegliche Rücksicht auf ihr eigenes Leben und mit beinahe selbstmörderischen Tendenzen. Alte und kampferfahrene Ehrenbrecher zeichnen sich deshalb durch ihre unglaublichen Fähigkeiten am Schlachtfeld aus, aber auch durch das damit einhergehende und zunehmende Schuldgefühl immer noch am Leben zu sein.
Die meisten Zwerge bevorzugen es in den Untergrundstädten nahe der Oberfläche und über dem Underdark zu leben. Diese Städte sind rund um Minen erbaut worden, die einen Großteil des Lebensunterlage ihrer Bewohner darstellen. Direkt in den Stein gehauen, dauert es manchmal Jahrhunderte bis die Städte fertig erbaut sind, jedoch danach sind sie praktisch zeitlos und für die Ewigkeit. In ihren Heimatstädten hauen die Zwerge kontinuierlich neuen Lebensraum frei und bauen die Reichtümer der Berge ab, während sie dies tun. Viele Zwerge verbleiben in dieser Umgebung und sind dem Reisen abgeneigt, besonders dem Reisen über Wasserwege. Die meisten Zwerge, die die Zwergenstädte verlassen, verdienen ihr Geld als Söldner, Schmiede oder Kunsthandwerker unterschiedlichster Art. Zwerge sind begehrte Krieger, dessen Ruf für Mut und Loyalität sie zu einer exzellenten Wahl für Leibwachen macht.
Zwergenkönigreiche reichen tief unter den Bergen, wo die Zwerge Edelsteine und Metalle abbauen und aus ihnen wundersame Gegenstände schmieden. Sie lieben die Schönheit und Artistik von Edelmetallen und feiner Geschmeide. In manchen Zwergen wuchert diese Liebe jedoch zur Habgier. Jegliche Reichtümer, die sie nicht in ihren Bergen finden können, erhalten sie durch Handel. Viele Zwerge haben eine Abneigung für Boote, weswegen unternehmerische Handelsleute oft regen Handel mit zwergischen Waren entlang Wasserwegen treiben. Vertrauenswürdige Mitglieder anderer Völker sind willkommen in zwergischen Städten, jedoch sind manche Areale möglicherweise nicht für sie zugänglich.
Zwerge leben ein Leben voller harter Arbeit. Um dies auszugleichen, haben sie auch eine große Kultur rund um Speis und Trank entwickelt. Essen spielt eine wichtige Rolle und nicht selten wird viel Gold ausgegeben um feines Fleisch und Fisch aus anderen Teilen der Welt zu importieren. Weiters haben die Zwerge eine stark ausgeprägte und traditionelle Bierkultur. Das Bierbrauen gehört zu den Zwergen wie das Schmieden. Die meisten zwergischen Biere werden aus unteriridischen Pflanzen und Pilzen gebraut und es hat einen sehr eigenen und erdigen Geschmack. Zwergisches Bier ist in der Regel auch stärker und genießt in vielen Teilen der Welt einen guten Ruf.
Bier, oder in den Zwergenstädten auch „Starköl“ genannt, ist ein zwergisches Grundnahrungsmittel. Als Getränk Nr. 1, wird es beinahe zu jeder Mahlzeit gereicht. Das klassische Starköl wird aus verschiedensten Wurzeln und dem Hopfenpilz (auch manchmal einfach Bierpilz genannt) gebraut. Jedoch schätzen Zwerge Bier jeder Art und sind teilweise die größten Bier-Importeure des Kontinents. Nicht selten haben Zwerge ihren eigenen Bierhumpen, der oft reicht verziert, mit einem Deckel ausgestattet und mit dem eigenen oder den Klan-Namen versehen wird. Diesen nimmt man in alle Schenken und Gasthäuser mit und trinkt in der Regel daraus sein Starköl.
Neben dem Bierbrauen sind, wie bereits erwähnt, Handwerke wie das Schmieden, der Handel und Steinarbeiten ein wichtiger und angesehener Teil der zwergischen Kultur. Die Zwerge beheimaten die besten Steinmetze der Welt und auch sehr viele legendäre und geschickte Schmiedemeister.
Militär
Die Zwerge sind ein martialisches Volk mit einer Kriegertradition. Die Zwergenstädte haben kein zusammenhängendes Militär, jedoch haben einige militärische Bündnisse mit anderen Zwergenstädte geschlossen. Die Zwergenstädte werden von einem großen Berufsheer aus oft Kriegern mit Jahrhunderten an Erfahrung verteidigt. Oft ist die Armee auch der größte Arbeitgeber in den Zwergenstädten und umfasst neben Infanterie viele andere Zweige, in denen man dienen kann. Die Zwerge sind auch bekannt für dessen Belagerungsingenieure und Kriegsmaschinen. In den schwersten Zeiten werden auch Milizen aufgestellt und Zivilisten einberufen um ihre Heimat zu verteidigen. Frauen bilden im zwergischen Militär einen genauso großen Teil ein wie Männer.