Vor der Westküste Dossyrs liegt die Insel Nuafel, mit dessen gleichnamigen Siedlung. Nuafel gilt für viele Besucher als ein Paradies auf Erden. Diese fruchtbare und von weiten, grünen Ebenen, magischen, dichten Wäldern und feuchten, vor Leben strotzenden Sümpfen überzogene Insel ist die Heimat zahlreicher mystischer Wesen. Etwas Einzigartiges ist der große, intelligente Baum im Herzen der Siedlung, der Ahnenbaum oder auch Vas-Hulim genannt. Vas-Hulim ist ein 150 Meter hoher Baum, der telepathisch mit seiner Umgebung kommuniziert und seit Jahrtausenden als politischer und spiritueller Führer von Nuafel fungiert.

 

Regierung

Nuafel ist ein anarchischer Ort, ohne offizielle Gesetze und Regeln, weshalb es auch keine offizielle Regierung gibt. Dennoch wird das Wort und der Rat des Vas-Hulim sehr geschätzt und meist seine Worte akzeptiert und umgesetzt. Vas-Hulims große Wurzeln reichen über die gesamte Insel und treten in Formen von kleineren „Nebenbäumen“, die sogenannten Sha-Halam, an anderen Orten von Nuafel aus dem Erdreich. Diese Bäume dienen als Kommunikationsstellen zwischen den Bewohnern und Vas-Hulim, außerhalb der Reichweite des großen Baumes.

Vas-Hulim ist seit Jahrtausenden im Grunde das Entscheidungsorgan für die dortige Gemeinschaft und kümmert sich um dessen Wohl – und das bisher sehr erfolgreich. Ihm untersteht ein Rat aus mehreren Erzdruiden, der sich um ihn gebildet hat, die helfen seine Ideen umzusetzen und ihn bei der Ausführung zu unterstützen.

 

Demographie

Nuafel besitzt einen direkten und natürlichen Zugang ins Feywild, tief im Herzen der Insel, inmitten tiefster Wälder und Sümpfe. Deshalb findet man in Nuafel auch zahlreiche Bewohner der Feywild, die sich entschieden habe hier zu leben. Im Allgemeinen ist Nuafel aber eine kleine Gemeinschaft und die Insel nur spärlich bewohnt, wenn überhaupt.

Geschätzte Bevölkerungsverteilung:

  • Eladrin                                                                       22 %
  • Firbolg                                                                       19 %
  • Satyr                                                                           16 %
  • Gnome                                                                      13 %
  • Fairys                                                                         12 %             
  • Harengon                                                                    9 %
  • Zentauren                                                                   5 %
  • Sonstige                                                                      4 %

 

Bevölkerung

Die Bewohner von Nuafel sind ein friedfertiges Volk. Da es ein bunter Mischmasch vieler verschiedener Völker und Herkünfte ist, ist in Nuafel jeder willkommen – egal woher man kommt. Voraussetzung ist bloß, dass man keine Probleme in der Gemeinschaft verursacht, respektvoll miteinander umgeht und seinen Teil zum Wohl der Gemeinschaft beiträgt. Dieser Teil unterliegt keinen festen Regeln und kann alles sein – Gemüse, das man im Garten anbaut, einen Holzkorb den man geflochten hat und mit anderen teilt oder einfach nur ein netter Nachbar sein.

Das Leben in Nuafel ist einfach und kommt ohne den großen technischen Fortschritt aus, den es in anderen Teilen der Welt gibt. Dementsprechend einfach sind auch die Bewohner von Nuafel – sie brauchen nicht viel außer das was die Natur ihnen schenkt und nette Gesellschaft. Die Bewohner von Nuafel sind oft die Ruhe in Person und verstehen die Probleme von Reisenden nicht. Hektik, berufliche Pflichten, Steuern oder Schulden sind Konzepte, die ein Nuafler nur schwer versteht. In Nuafel hilft man sich gegenseitig aus Prinzip und schuldet einander höchstens einen Gefallen.

Wie es schwer verwunderlich ist, ist den Bewohnern von Nuafel die Natur äußerst wichtig. Nuafler, die auf Reisen gegangen sind und in die großen Städte von Khorvir oder Dossyr gelangten, fühlen sich nicht selten überfordert oder entwurzelt – einfach zu wenig grün für ihren Geschmack. Andere Nuafler sind jedoch fasziniert von der urbanen Welt und es soll schon vorgekommen sein, dass manche Leute aus Nuafel anschließend ihr Leben lang versuchen, die Bewohner der großen Städte zu analysieren und zu verstehen.

Leute aus Nuafel gelten aus überaus zuvorkommend, gastfreundlich und hilfsbereit. Sie kümmern sich um Fremde wie als wären sie ihre eigene Familie. Jedoch erscheinen sie für andere auch etwas merkwürdig, da ihre Ansichten und Werte im Leben sich so von der eigenen kapitalistischen Kultur um Geld und Besitztümer unterscheidet.

Nuafler besitzen fast alle einen grünen Daumen und bauen selbst Gemüse an. Dies wird jedoch nur getan um sich selbst zu ernähren. Es wird nicht mehr angebaut als gebraucht wird. Falls eine besonders ertragreiche Ernte eingefahren werden kann, wird gerne mit anderen in der Gemeinschaft geteilt.

Neben den ohnehin schon sehr besonderen und diversen Völkern auf Nuafel, hat die Insel auch eine sehr spezielle und magische Flora und Fauna, die stark von der Feywild beeinflusst wird. Besonders die zahlreichen Treants, die Baumhirten von Nuafel, sind ein faszinierender Anblick. Sie hüten die Pflanzen und die zahlreichen erwachten Bäume der Insel.

 

Geschichte

Die Geschichte von Nuafel ist von Mythen umringt, denn es existieren keine schriftlichen Aufzeichnungen. Lediglich der uralte Baum Vas-Hulim kann von der Geschichte der Insel berichten. Er erzählt, dass Nuafel einst der Sitz der Erdmutter in Volothar gewesen war, bevor sie nach der Separation der Götter die Materielle Ebene verlassen musste. Vas-Hulim selbst sei von Selysia als Herr aller Bäume dort gepflanzt und großgezogen worden. Er war lange Zeit ihr Diener und unterstütze Selysia bei der Verwaltung der Insel. Nach der Separation übernahm er inoffiziell die Führung der Insel.

Nuafel änderte sich über die Jahrtausende kaum. Die Insel ist immer noch so ungezähmt wie zu dessen Gründung. Die Stadt Nuafel selbst, falls man sie überhaupt eine Stadt nennen möchte, ist eher eine lose Ansammlung mehrerer Zelte und Häuser, die sich um den Vas-Hulim versammeln. Nuafel hatte großes Glück, dass es von keiner militärischen Bedeutung ist und deshalb beide Großen Kriege fast schadlos überstehen konnte.

 

Wirtschaft

Nuafel hat im Grunde keine Wirtschaft. Jeder Haushalt produziert oder sammelt das an Nahrung und Rohstoffe, die sie selbst zum Überleben brauchen. Überschüsse werden mit den Nachbarn und Freunden geteilt.

 

Geographie und Klima

Nuafel hat ein warmes und feuchten Klima, dass sich über die ganze Insel zieht. Im Sommer kann es hier oft über 30° C erreichen, während es im Winter selten unter 10° kalt wird. Die Ränder der Insel sind von sanften, grünen und saftigen Wiesen und Ebenen überfüllt, in denen Pferde, Zentauren und andere Graslandbewohner leben. Weiter landeinwärts erstrecken sich dichte, urzeitliche Wälder voller Leben. Im Herzen der Insel ist es am feuchtesten. Dort finden sich dichte Sümpfe und das Feywildportal.

 

Kultur

Die nuafelische Kultur mag für außenstehende sehr seltsam und sonderbar wirken. Nuafel besitzt kein Geld. Das Konzept von Währung ist für sie unverständlich und quasi ein Fremdwort. Stattdessen finden ausschließlich Tauschgeschäfte, nicht selten auch gegen einfache Gefallen, statt. Deshalb ist es für fremde Händler oft schwierig Waren und Gegenstände aus Nuafel zu erwerben, falls der Händler nichts hat, für das die Nuafler mit ihm Tauschen wollen. Gold ist uninteressant.

Der wohl wichtigste Teil der Kultur von Nuafel ist das Leben und der Umgang mit der Natur. Die Bewohner von Nuafel leben im absoluten Einklang und in Harmonie mit ihrer Umgebung. Die gesamte Insel ernährt sich vegetarisch oder vom noch essbaren Fleisch natürlich verstorbener Tiere. Sonstige Tierprodukte werden nur mit vorheriger Absprache und Zustimmung der jeweiligen Tiere gesammelt und gegessen. Holz wird nur von sterbenden oder bereits toten Bäumen verwendet. Pflanzen werden ebenfalls um Erlaubnis gebeten, ihre Früchte zu ernten. Ansonsten werden die Früchte nur gesammelt, wenn sie reif sind und selbst von der Pflanze abgeworfen wurden.

Wie es eine komplett vegetarische, teils vegane, Gesellschaft so an sich hat, findet man in Nuafel eine Vielzahl vegetarischer Rezepte und Gerichte, die über Jahrhunderte perfektioniert wurden. Ein besonders beliebtes Gericht, sowohl unter Einheimischen als auch unter Reisenden, ist Vastashai, ein gebackener Auflauf aus Tomatensauce, Käse, Bohnen und Spinat. Dazu wird oft auch selbstgebackenes Fladenbrot gereicht.

Aufgrund der Nähe zur Feywild haben sich auch ein paar Sitten der Feywild in Nuafel eingebürgert. Es gelten drei unausgesprochene Regeln und soziale Gepflogenheiten in Nuafel:

  • Regel der Gastfreundschaft
    Wenn ein Freund, ein Feind oder ein Fremder dein Haus betritt, wird von dir erwartet, dass du ihm gegenüber freundlich und zuvorkommend bist, bis er durch seine Worte oder Taten beweist, dass er diese Gastfreundschaft nicht verdient.

  • Regel des Besitzes
    Du darfst weder einen Freund, noch einen Feind, noch einen Fremden bestehlen. Etwas, das dir nicht gehört, ohne die Erlaubnis des rechtmäßigen Besitzers zu nehmen, ist ein Verbrechen und ein unverzeihlicher Verstoß gegen die Etikette.

  • Regel der Gegenseitigkeit
    Wenn ein Freund, ein Feind oder ein Fremder dir ein Geschenk anbietet, bist du verpflichtet, es anzunehmen und im Gegenzug etwas von vergleichbarem Wert anzubieten (sei es ein Geschenk oder eine Dienstleistung). Eine solche Gegenleistung muss nicht sofort erfolgen.

 

Militär

Nuafel hat kein Militär. Sollte es sich verteidigen müssen, treten dessen zahlreiche Bewohner, Tiere, Treants und Druidenzirkel vor und beschützen ihre heilige Heimat.

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