1. Locations

Sündenbucht

Im Nordwesten des Golfes von Madraz befindet sich die Sündenbucht. Sie besteht aus mehreren Stadtstaaten, die für ihre Kultur zur Befriedigung der irdischen Gelüste und Sinne bekannt sind. Reich und schön kann in den Städten der Sündenbucht jedes ihrer Bedürfnisse erfüllen, insofern man dafür bezahlen kann.  Jede Stadt der Sündenbucht ist gesäumt mit Gasthäusern, Badehäusern, Spielhäusern, Bordellen, Arenen und vielen anderen Einrichtungen der weltlichen Unterhaltung. Dabei haben sich die vier Stadtstaaten jeweils auf ein anderes Laster spezialisiert.

 

Regierung

Die vier Städte der Sündenbucht sind Teil einer losen Konföderation aus Stadtstaaten. Man hat sich zur gegenseitigen Verteidigung verpflichtet und tritt international als ein Staat auf. Bis auf diese zwei Punkte lässt man sich gegenseitig in Ruhe.

Regiert werden die Stadtstaaten von vier Lords. Diese geben ihren Titel an ihre Erben weiter. Die vier Herrscher der Sündenbucht werden umgangssprachlich auch die „Prinzen der Freuden“ genannt.

Die vier Städte der Sündenbucht sind:

  • Gaudos – Stadt der Allumfassenden Lust
    Die westlichste Stadt, Gaudos ist bekannt für die besten und berühmtesten Bordelle in ganz Volothar, in denen jeder erdenkliche Wunsch erfüllt wird. In den zahllosen Freudenhäusern erfüllen dir die Sexsklaven von Gaudos jede Fantasie – egal wie pervers, unmoralisch oder falsch sie in anderen Teilen der Welt klingen würde. Die Prostituierten von Gaudos sind nicht selten auch in Magie unterwandert und setzen sie für die Befriedigung ihrer Kunden ein.

  • Fortea – Stadt des Endlosen Geldes
    Fortea’s zahllose Spielhäuser, mit jeder erdenklichen Art des Glücksspiels, haben schon viele Leute reich gemacht – und umso mehr in den Ruin getrieben. Die Spielhäuser der Stadt haben 24 Stunden geöffnet und empfangen zu jeder Zeit Gäste. Es gibt kein Limit wie viel Gold man verwetten kann und allerhand verschiedener Arten von Spielen und Wettmöglichkeiten, in denen man sein Geld verprassen kann.

  • Venemar – Stadt des Ewigen Rausches
    Venemar gilt als die Stadt unendlichen Freuden, denn nur dort kann man jede Droge, jedes Suchtmittel und jede bewusstseinserweiternde Substanz finden und kaufen. Auf den Violetten Märkten von Venemar erhält man alles - jede noch so zerstörerische Droge - und umso mehr Besucher sind auf der Suche nach dem nächsten High, da die bisherigen Suchtmittel nicht mehr helfen.

  • Xibus – Stadt des Feinsten Gaumengenusses
    In der östlichsten Stadt, Xibus, findet man die feinsten Speisen, zubereitet von den besten Köchen, der Welt. Nirgendwo auf der Welt findet man eine so umfangreiche und exotische Auswahl an Speisen und Delikatessen. Vom feinsten Rinderfilet aus Osadia, bis Affenhirn aus Shirokatsu, Dinosaurier-Hoden aus Saxor oder menschliche Leber – in Xibus wird jeder noch so ausgefallene oder widerliche Appetit gestillt.

 

Demographie

Aufgrund der hohen Besucherzahlen und der vielen Touristen, die sich auch in der Sündenbucht niederlassen, ist die Region sehr divers. Weiters gibt es Ureinwohner im heutigen Gebiet der Sündenbucht, die Baeshra – Lizardfolk, die die felsigen Hügel und Täler ihre Heimat nennen, aber auch in den Städten leben:

  • Menschen                                 24 %
  • Lizardfolk                                  18 &
  • Halblinge                                   14 %
  • Zwerge                                       13 %
  • Halb-Elfen                                 12 %
  • Elfen                                              9 %
  • Sonstige                                    10 %

 

Bevölkerung

Wie in einem Land, das auf der Befriedigung von Lüsten und Lastern erbaut wurde, bildet die Bevölkerung der Sündenbucht eine sehr ausschweifende, verschwenderische und dekadente Gesellschaft. Hedonismus und das Streben nach Genuss und Freude sind das oberste Ziel für sehr viele Bewohner der Sündenbucht – denn nur hier kann jedes noch so großes, exotisches, seltsames oder extreme Verlangen nach den weltlichen Genüssen gestillt werden.

Die Bewohner der Sündenbucht gelten dementsprechend auch als großzügig und gelassen. Es gibt keine anderen Leute mit denen man so feiern kann, wie mit Leuten aus der Sündenbucht – wobei sie oft ein anderes Kaliber sind.

Dennoch gelten Leute aus der Sündenbucht oft auch als realitätsfern, da sie nur das Leben im Luxus ihrer Heimat kennen – ein Leben aus Feiern, Drogen und Sex, das dazu führt, dass sich viele von ihnen mit den Problemen von Ausländern nicht identifizieren können.

Jedoch gibt es auch Teile der Gesellschaft, die sich absichtlich den Lastern und dem sündhaften Lebensstil ihrer Heimat entsagen und versuchen ein Leben ohne ausschweifenden Sex, Drogen-, Essen- oder Glücksspielexzessen zu führen. Leute die jedoch versuchen andere von ihren selbstzerstörerischen Wegen abzuführen, laufen dabei oft gegen eine Wand.

Neben der Bevölkerung in den Städten, gibt es euch ein indigenes Volk in der Region der Sündenbucht – die Baeshra. Die Baeshra sind eine regionale Untergattung von Lizardfolk, die sich von ihren Cousins anhand ihrer braunen Schuppen und den gehörnten Köpfen unterscheiden. Während sie hauptsächlich in den felsigen und trockenen Hügeln und Täler, weiter landeinwärts, leben gibt es auch einige Baeshra, die sich für ein Leben in den Städten entschieden haben. Die Baeshra lebten seit jeher in dem Gebiet der heutigen Sündenbucht. Als die damaligen Siedler ankamen, wurden sie  von den Baeshra anfangs argwöhnisch toleriert, bis man jetzt friedlich nebeneinander lebt.

  

Geschichte

Die Geschichte der Städte der Sündenbucht gehen bis ins frühe Zeitalter des Arkanen zurück. Davor war der Landstrich der heutigen Sündenbucht ein wilder, unzivilisierter Ort, der lediglich von den Baeshra bewohnt wurde.

Im Zeitalter des Arkanen, 5912 VS, kamen reiche Kaufleute aus dem heutigen Vayrac in diese Region, um hier eine Gruppe an Städten zu gründen, in denen sie ihren liebsten Beschäftigungen und Gelüsten nachgehen konnten, ohne dass ein König oder das Gesetz es ihnen verbieten konnte.

Jeder der vier Kaufleute hatte eine besondere Vorliebe für Luxus und Reichtum, sowie eine ganz bestimmte Art von Laster, dem man regelmäßig nachging. Daraus entstanden später die Spezialisierungen der Städte. Das Erbauen der Stadt und all den Luxus finanzierte man aus den neu entdeckten Gold- und Silberminen im nahen Wolfsgebirge und billige Arbeitskräfte holte man sich in Form von Sklaven. So wurde innerhalb weniger Jahrzehnte die Sündenbucht aus dem Erdboden gestampft.

Obwohl die Städte im Zweiten Großen Krieg verwüstet und zum Teil niedergerissen wurden, erholte man sich von der Katastrophe und baute die Städte größer und prächtiger neu auf. In den Jahrhunderten seit der Separation konnte man den Reichtum der Stadt nur weiter vergrößern.

 

Wirtschaft

Die Sündenbucht ist eine stark von Importen abhängige Region – sowohl was Lebensmittel und Waren angeht, jedoch auch was Sklaven angeht, die in den Städten zentrale Arbeit verrichten.

In der Sündenbucht wird nichts Nennenswertes hergestellt oder exportiert. Auch die dürren Landstriche weiter landeinwärts, werfen kaum genug ab um die Baeshra zu ernähren, geschweige denn die sehr, sehr rohstoffintensiven Städte.

Die Wirtschaft der Sündenbucht basiert hauptsächlich auf den Import und anschließenden Verkauf der spezialisierten Waren oder Dienstleistungen in den vier Städten. Xibus importiert massenhaft Zutaten und exotische Lebensmittel, die anschließend in den zahlreichen Gasthäusern und Restaurants zubereitet und teuer verkauft werden. Gaudos ist stark von Lust- und Bettsklaven abhängig, die regelmäßig von der Kettenküste angeliefert werden, die in den legendären Bordellen der Stadt arbeiten. Venemar produziert nur einen Bruchteil der zahlreichen Drogen und Substanzen, die auf den Violetten Märkten erhältlich sind, selbst. Sie werden Venemar in der Regel aus allen Teilen der Welt, auch von Orten wo sie normalerweise illegal sind, zugeliefert und dort, aufgrund der starken Nachfrage, teuer verkauft. Lediglich Fortea ist nicht so stark von Importen abhängig, da die Stadt hauptsächlich über Wettbüros oder Spielhallen ihr Geld verdient. Lediglich Ausgaben wie Lebensmittel und Sklavenkämpfer, auf die in Wettarenen gesetzt werden kann, werden dort regelmäßig von außerhalb importiert.

Der ausschweifende Lebensstil und die hohen Importe werden von durch Steuern auf den Handel innerhalb der Stadt sowie von den abertausenden Touristen, die jedes Jahr in die Sündenbucht kommen, finanziert. Ebenfalls befinden sich mehrere Gold- und Silberminen im nahen Wolfsgebirge im Besitz der Lords der Sündenbucht, die auch direkt dazu benützt werden um die hohen Ausgaben und den Luxus der Bewohner zu finanzieren.

  

Geographie und Klima

Die Sündenbucht ist in weiten Teilen eine trockene, felsige Landschaft, die  von schartigen Hügeln und weiten Tälern geprägt ist. Entlang der Küste herrscht ein winterfeuchtes Mittelmeerklima. Die Winter sind mild und die Sommer trocken-heiß. Je weiter man nordwärts, näher nach Osadia, gelangt, desto niederschlagsreicher und furchtbarer wird das Land.

Landeinwärts, Richtung Westen nehmen die Niederschläge rasch ab. Im größten Landesteil, besonders im Westen und Südwesten, herrscht arides, trockenes Klima vor.

An der Küste beträgt das Temperaturmaximum in den Sommermonaten 29 °C und das Minimum im Jänner/Februar 9 °C. Im Landesinnern gibt es größere Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter. Nicht selten werden 38 °C im Juli und 3 °C im Dezember/Januar gemessen. In den Bergregionen sinken die Temperaturen im Winter unter den Gefrierpunkt.

 

Kultur

Das Leben in der Sündenbucht ist von Exzess und Hedonismus geprägt. Fast alle Betriebe und Freizeitbeschäftigungen haben mit der Erfüllung von grundlegendsten Bedürfnissen und wichtigen Gelüsten zu tun. In jeder der Städte gibt es zahlreiche Gasthäuser, Badehäuser, Spielhallen oder Bordelle – wobei bestimmte Betriebe in den jeweilig spezialisierten Städten natürlich weitaus beliebter, verbreiteter und qualitativ hochwertiger sind.

Man sagt, dass die Zeit in den Städten der Sündenbucht schneller vergeht. Obwohl man nur wenige Tage bleiben wollte, blieb man plötzlich mehrere Wochen – ohne dass es einem wirklich aufgefallen wäre. Das Leben dort wirke manchmal wie ein Fiebertraum, aus dem man nur langsam, oft schwer und manchmal gar nicht mehr erwacht. Schon viele kamen als Tourist in die Sündenbucht, nur um für immer dort zu bleiben.

Sklaverei ist ein wichtiger und essentieller Teil der Gesellschaft in der Sündenbucht. Sklaven erfüllen einen Großteil der Arbeit in den Städten. Dabei sind ihre Arbeitsbedingungen jedoch oft drastisch besser, als sie es in Tyros oder der Kettenküste wären. Zwar gibt es einfache Arbeitssklaven, die Gebäude errichten, in den Minen arbeiten oder Felder bestellen, jedoch erhalten sie alle, zwar wenig, aber dennoch Gehälter und manche erfüllen auch ansehnlichere Tätigkeiten, wie beispielsweise Croupiers in Spielehallen, Kellner oder Köche. Da viele Sklaven so wichtige Teile der Gesellschaft und Wirtschaft in den Städten verantworten, ist man auch von einem steten Nachschub von der Kettenküste angewiesen.

Jedoch ist nicht alles schön in der Sündenbucht. All der Reichtum, der Hedonismus und die Dekadenz und das Streben nach der Befriedigung aller Gelüste und Sinne, haben über die Jahrhunderte zu einem steten Werteverfall geführt. Die Sündenbucht ist ein Sündenpfuhl der allerschlimmsten Sorte. Moral, Ethik und oft ein Gewissen gibt es dort nicht und gesellschaftliche Grenzen sind kaum vorhanden. Deswegen werden beispielsweise in Fortea alle Spieler gnadenlos ausgenommen, sollten sie so dumm sein und nicht aufhören ihr Geld zu verprassen und die Stadt ist von hoffnungslos verschuldeten Spielopfern übersäht. In Venemar werden die aller zerstörerischsten und süchtig-machendsten Drogen, die jemals erschaffen wurden verkauft, weswegen es in den Straßen und Gassen es nur so von körperlich verfallenen Junkies wimmelt. In Xibus werden auch Menschenfleisch und lebende Tiere serviert und extreme Fettleibigkeit unter Bevölkerung ist weit verbreitet. In den Bordellen Gaudos‘ werden unter anderem Leichen, Kinder und Unwillige angeboten und sexuell-übertragbare Krankheiten sind keine Seltenheit.

Die Städte sind mit Reichen und Wohlhabenden, jedoch von genau so vielen Suchtopfern und Personen, die von den Städten zerstört wurden, gefüllt. Viele der Bewohner befinden sich durchgehend in Geldnot und schuften sich tagsüber die Haut von den Knochen, nur um das wenige verdiente Geld abends wieder ausgeben und ihre Sucht befriedigen zu können. Die Weisesten verlassen die Sündenbucht früh genug, bevor sie einen verschlingt und als gebrochenes Wesen, mit verdorbener, unmoralischer Persönlichkeit wieder ausspuckt.

Die indigene Lizardfolk-Population, die sich die Baeshra nennen, lebt seit jeher in den trockenen und felsigen Ebenen und Hügeln im Südwesten der Sündenbucht – noch bevor die vier Städte der Prinzen der Freuden errichtet wurden. Diese friedlichen Überlebenskünstler sind perfekt an die rauen Bedingungen ihrer Heimat angepasst. Sie leben in abgeschiedenen Gemeinschaften aus Jägern und Sammlern und jagen in den Hügeln und Steppen nach Nahrung. Viele Baeshra haben jedoch beschlossen, sich den Fremden anzuschließen und mit ihnen in den Städten zu leben. Anders als ihre Cousins aus anderen Teilen der Welt sind die Baeshra nicht feindselig. Sie sind genauso fähig, Emotionen zu empfinden wie andere Rassen und im Vergleich zu anderen Echsenvölkern sehr viel geselliger. Außerdem teilen sie nicht die fremde Mentalität und andere Werte. Sie folgen ihrer eigenen lokalen Religion und glauben an Koshu'jhartha, die Herrin der Hügel, einem Naturgeist, der in den felsigen und trockenen Steppen und Hügeln der Sündenbucht leben soll.

Der Kriegerorden der Usk, ist eine uralte Gruppe religiöser Baeshra-Kämpfer in den Diensten der Herrin der Hügel, die geschworen hat die Ländereien von Koshu'jhartha und alle ihre Bewohner zu schützen, weshalb sie in der Stadt der Sünden als Stadtwache fungieren. Sie sehen die Städte der Lords ebenfalls als Teil ihrer Heimat und somit als schützenswert an. Die Usk-Krieger sorgen dafür, dass die Städte der Sündenbucht untergestört bestehen können und kümmern sich um die Verteidigung des Reiches und die Bewahrung der Ordnung. Sie verabscheuen jedoch den Exzess und den Hedonismus und beteiligen sich nicht daran, da ihre uralte Naturreligion und ihr Dienst für Koshu’jhartha es ihnen verbietet. Traditionell von den Baeshra besetzt, kann theoretisch jeder der sich Koshu’jhartha und dem Schutz der Sündenbucht und den Hügeln Tälern im Landesinneren verschreiben möchte, den Usk beitreten. Besonders für Sklaven ist das attraktiv und nicht selten treten geflohene Sklaven den Usk bei, da sie dadurch den Schutz der Usk und der Herrin der Hügel genießen und über rechtliche Immunität verfügen. Außerdem sehen sich die Usk manchmal auf den Sklavenmärkten um und kaufen Sklaven frei, unter der Bedingung sich den Usk anzuschließen und das Land zu verteidigen.

 

Militär

Das Land wird ausschließlich von dem Kriegerorden der Usk verteidigt. Weiters dienen die Usk als quasi Stadtwachen. Die ungefähr 6.000 Usk werden durch die Lords und Städte „finanziert“. Offiziell dürfen die Usk kein Geld für ihre Schutztätigkeit verlangen oder annehmen, jedoch spenden die Lords der Sündenbucht großzügig Nahrung und Ausrüstung an die Usk, da ein schlagkräftiger Orden in ihrem Interesse ist.

Theoretisch besitzt jede Stadt eine Miliz, die jedoch noch nie zum Einsatz kam, nicht mal im Zweiten Großen Krieg, und deren Schlagkraft stark anzweifelbar ist.

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