Über den Kontinent und zwei große Gebirge verteilt liegen fünf Zwergenreiche, jedes von ihnen einzigartig und besonders. Doch gibt es Eigenschaften, die alle Zwerge von Dossyr teilen: Städte die Festungen gleichen, reich an uralter Größe, riesige steinerne Hallen, gemeißelt in die Wurzeln der Berge, das Erschallen von Spitzhacken und Hämmern in den tiefen Minenstollen und lodernden Hochöfen, die Verpflichtung zu Klan und Tradition und einen brennenden Hass gegenüber Orks und Goblins. Zwerge gelten als wohlüberlegt und unerschütterlich, mit einer stolzen Geschichte als Kunsthandwerker, Baumeister und Krieger. Obwohl die Pracht ihres alten Großreiches lang verblasst ist, halten die Zwergenreiche und -städte an ihren uralten Wegen und Traditionen fest. Sie verteidigen stur ihr antiken Domänen unter den Hügeln und Bergen von Dossyr, während manche versuchen zurückzuerobern, was durch Verwüstungen durch Orks, Goblins, Aberrationen, Dämonen oder schlichtweg der Zeit verloren ging.
Regierung
Die acht Zwergenstädte in Dossyr sind Teil von drei Königreichen. Die Krone wird an dessen ältesten Sohn, bzw. den nächsten männlichen Thronfolger, weitervererbt. Im Wolfsgebirge befindet sich das Zwergenkönigreich der Südgipfel sowie drei Stadtstaaten der Zwerge. Jeder der Stadtstaaten, bis auf die Republik Valabhoram, fungiert als eigene Monarchie und Stadtstaat, die über die Gebiete unter ihrer Kontrolle unabhängig waltet. Im östlichen Schattengebirge gibt es das Aschefels-Königreich, das aus drei Zwergenstädten besteht.
Die vier Zwergenreiche im Wolfsgebirge lauten:
- Südgipfel-Königreich
- Dunghrim
Dunghrim ist die größte Bergbaustadt in Dossyr. Die Stadt wurde auf einem gewaltigen Erzvorkommen errichtet, dass über die Jahrhunderte immer weiter abgetragen wurde. Mittlerweile befindet sich die unterirdische Stadt in einer großen abgetragenen Halle, auf einer steinernen Brücke über einem gewaltigen Abgrund, an dessen Hängen weiterhin nach Erz geschürft wird. Der Abbau in den Minenstollen funktioniert besonders effizient, da mit gezähmten Purple Worms gearbeitet wird, die sich durch die dicken Gesteinsschichten fressen und Metalle und Edelsteine zurücklassen. - Karnboldhur
Die Zwergenstadt Karnboldhur im südlichen Wolfgebirge kann auf große Ätheritvorkommen zurückgreifen, die in der Stadt und um sie herum verlaufen. Im Zentrum der Stadt befindet sich auch die Quarzspitze, eine besonders große Ätheritader, die aus dem Boden im Zentrum der Stadt ragt und sie in weißes Licht hüllt. Aufgrund des magischen Erzes hat sich eine Magiekultur gebildet. Magier und Verzauberer versuchen hier die magische Kraft, die dem Mineral schlummert, zu erforschen und zum Wohl der Stadt einzusetzen.
- Dunghrim
- Dharragh
Dharragh ist eine reiche Handelsstadt im westlichen Zentrum des Wolfsgebirges. Seit jeher hat die Stadt von ihrer günstige Läge profitiert. Regiert wird die Stadt von einem Roten Drachen namens Glaurmathar, die Goldene Flamme. Er regiert die Stadt mit eiserner Hand, verwaltet sie und sorgt dafür, dass der Handel stets fließt und gefördert wird. Denn auf jedes Geschäft in der Stadt wird eine Steuer erhoben und für jede Warenlieferung, die Tunnel zur anderen Seite des Gebirges nutzen möchte, wird Zoll verlangt, die direkt in den Schatzhort des Drachen wandern. - Khirnfaldir
Khirnfaldir ist eine eigenartige Stadt, die von zahlreichen, teilweise auch biolumineszenten Pilzen überwuchert ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Stadt in Symbiose mit einer Myconid-Gemeinschaft existiert. Im Austausch gegen einem Anteil der Nahrung und gegen Schutz vor Angreifern, helfen die Myconids beim Anbau von Pilzen, wie Beispielsweise dem Bierpilz oder sonstigen Nahrungspilzen. Deshalb ist Khirnfaldir auch als die Bierhauptstadt der Zwerge bekannt. Hier wurde das Brauen von zwergische Starköl aus Bierpilzen erfunden und hier wird auch dementsprechend das beste Starköl gebraut. Mit dem eigenen Einverständnis, kann man auch nach dem Tod der Stadt dienen, indem man sich von den Myconids zu Sporendienern verwandeln lässt – durch Sporen wiederbelebte Tote, die nun Arbeiten für die Gemeinschaft verrichten. - Valabhoram
Die Republik Valabhoram ist die einzige bekannte demokratische Zwergenstadt in ganz Volothar. Regiert von der Versammlung der Klans, bestimmen die Lords und Ladys (auch Dhalgrin genannt) der Versammlung was in Valabhoram geschieht. Jeder 63 Klans der Stadt sendet sein Oberhaupt um ihn in der Versammlung zu vertreten. Die Dickköpfigkeit der Dhalgrin, Ränkespiele und der Bedacht auf eigenen Profit sorgen jedoch regelmäßig dazu, dass Entscheidungen blockiert und lange ausdiskutiert werden müssen.
Die drei Städte des Aschefels-Königreichs im Schattengebirge:
- Vereldur
Die nördlichste Stadt des Königreichs Vereldur ist als die Stadt der Spinnen bekannt und wurde in einer riesigen unterirdischen Höhle unterhalb und im Verwobenen Berg gegründet. Diese Höhlen werden von einer Vielzahl an unterirdisch lebenden Riesenspinnen bewohnt. Obwohl es ständiger Anstrengung bedarf, die Spinnentiere in Schach zu halten, tolerieren die Zwerge von Vereldur dieses Ungeziefer, weil es eine natürliche Barriere für andere gefährlichere Untergrundbewohner und potenzielle Angreifer darstellt. Die Zwerge haben sogar gelernt die Spinnen als Reittiere zu zähmen und ihre Spinnweben zu nutzen, indem sie ihre Klebeeigenschaften neutralisieren und sie zu nützlichem Stoff verarbeiten. Spinnentuch ist leicht und flexibel, absorbiert aber Schläge sehr gut und ist ein sehr begehrter Handelsgegenstand. - Doghgron
Doghgron ist die Hauptstadt des Aschefels-Königreichs. Obwohl von hier aus offiziell der König regiert, haben auf den Straßen von Doghgron die Myriad-Augen das Sagen – ein mächtiges Verbrechersyndikat und Diebesgilde. In jüngsten Jahren haben sie die Stadt mit einer neuartigen, magischen Droge namens „Zhaego“ geflutet und erzeugen damit so viel Elend, wie sie sich damit eine goldene Nase verdienen. Angeführt werden die Myriad-Augen von dem Betrachter Mandrill, einer paranoiden Legende von Doghgron. - Dolkhuldir
Dolkhuldir ist die südlichste Stadt des Aschefels-Königreichs. Schwere Kämpfe im Zweiten Großen Krieg brachten die Decke über der unterirdischen Stadt zum Einbruch. Dadurch wurde die Oberlfäche freigelegt und man hat jetzt Blick auf den Himmel. Wege führen hinauf aufs Erdniveau, in ein Bergtal an einem kleinen See. Obwohl sie von Natur aus keine Bauern sind, haben die Zwerge von Dolkhuldir das landwirtschaftliche Handwerk erlernt und hier einen Obstgarten und etwas Ackerland kultiviert, die sie mit viel frischer Nahrung versorgen und sie weitgehend unabhängig von Nahrungsmittelimporten machen.
Demographie
Die Bevölkerung in den Zwergenstädten von Dossyr verteilt sich wie folgt:
- Zwerge 76 %
- Gnome 10 %
- Menschen 9 %
- Sonstige 5 %
Bevölkerung
Zwerge sind stabil und beständig wie die Berge, die sie lieben und überstehen den Lauf der Zeit und die Jahrhunderte ihres Lebens mit stoischem Durchhaltevermögen und wenig Veränderung. Einzelne Zwerge sind entschlossen und loyal, halten sich an ihr Wort und bestimmt in ihrem Handeln, manchmal bis zum Punkt an dem es an Sturheit grenzt. Sie respektieren die Traditionen ihrer Klans, verfolgen ihre Abstammung zurück zur Gründung ihrer antiksten Festungen in der Jugend der Welt und geben diese Traditionen nicht leichtfertig auf. Eine dieser Traditionen ist ihre Hingabe zu den Göttern, insbesondere dem „zwergischsten“ aller Götter, Lerodin dem Steinhammer, der viele zwergische Ideale wie fleißige Arbeit, Fähigkeit im Kampf und die Hingabe zur Schmiede widerspiegelt. Zwerge gelten jedoch auch als vorsichtig und überlegt, mit einem ernsteren Gemüt als andere Völker, die von ihnen manchmal als flatterhaft und leichtsinnig angesehen werden. Viele Zwerge tun alles was sie tun mit Sorgfalt und einer sturen Entschlossenheit. Ungestüm oder feiges Verhalten sind eher ungewöhnlich für sie. Jedoch erliegen viele Zwerge leicht dem Zorn oder der Gier, die zwei weitverbreitetsten zwergischen Charakterschwächen.
Egal ob die zwergische Behauptung, dass sie von Lerodin, dem Steinhammer, aus dem Fels der Welt gemeißelt wurden, wahr ist, teilen sich die Zwerge von Dossyr viele Qualitäten mit dem Stein, in dem sie leben. Stark, abgehärtet und verlässlich, gelten Zwerge als höflich, besonders zu Älteren und besitzen meist eine Weisheit, die jene anderer Völker übersteigt. Zwerge schätzen ihre Traditionen, egal von welcher Untergruppe oder Stadt der Zwerge sie stammen und wenden sich für Inspiration an ihre vorväterlichen Heldenfiguren. Viele Zwerge sind auch bekannt für ihre sture Natur und deren Zynismus, Eigenschaften, die weit unter den Zwergen verbreitet sind und die zu ihrer Kühnheit und Hartnäckigkeit beitragen oder von ihnen ausgeglichen werden.
Zwergische Freundschaft ist schwer zu verdienen, aber umso stärker sobald sie gewonnen ist. Von Natur aus mürrisch und argwöhnisch, brauchen viele Zwerge eine längere Zeit bis sie jemanden vertrauen können, besonders jenen außerhalb ihrer Familie. Dabei wird gerne das schlimmste von anderen vermutet, bis sie ihren guten Willen oft bewiesen haben. Sobald dieses Vertrauen gewonnen ist, erwarten sie auch von ihren Freunden dieses Vertrauen nicht zu brechen. Verrat, mag es auch der kleinste oder unbedeutendste Verrat sein, wird mit einer heftigen Neigung für Rache angesehen. Viele Zwerge haben einen stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und tun sich schwer Beleidigungen, die sie erfahren haben, zu vergessen. Eine Übeltat gegenüber einem Zwerg, ist eine Übeltat gegenüber seinem gesamten Klan. So kann etwas, das als die Jagd nach Rache eines einzelnen Zwergs beginnt, zu einer ausgewachsenen Klan-Fehde werden. Ein geläufiger gnomischer Schwur, der auf den zwergischen Sinn für Gerechtigkeit anspielt, besagt: „Wenn ich lüge, soll mir ein Zwerg den Weg kreuzen“.
Für Zwerge ist Loyalität mehr als ein Wort und sie sind der Überzeugung, dass sie wertgeschätzt und belohnt werden soll. Zwerge sehen es als Geschenk und ein Zeichen des Respekts Seite an Seite mit einem Freund zu kämpfen, und ein noch bedeutenderes diesen Verbündeten vor Schaden zu bewahren. Viele zwergische Erzählungen handeln demnach von der Aufopferung von Zwergen für ihre Freunde und Familie. So wie Zwerge für ihre Zuverlässigkeit als Freunde und Verbündete bekannt sind, so sind sie auch dafür bekannt Grolle länger als viele andere Völker zu hegen. Dies mag auf einer individuellen Basis zwischen einem Zwerg und einer Person, die ihm übelgetan hat, stattfinden, oder gegen ein ganzes Volk, sogar wenn der Krieg mit dem Feind bereits lange vorbei ist.
Zwerge in anderen Ländern sind oft Händler oder Kunsthandwerker, insbesondere Waffen- und Rüstungsschmiede und Juweliere und Goldschmiede. Manche Zwerge werden Söldner oder Leibwachen, da sie durch ihren Mut und ihre Loyalität sehr begehrt sind.
Geschichte
Die Zwerge in Dossyr leben in ihren Bergen seitdem sie von den Obersten Göttern erweckt wurden. Die Zwerge des Wolfsgebirge haben eine chaotische und wilde Vergangenheit hinter sich. Für die ersten beiden Zeitalter haben sich die damaligen unabhängigen Zwergenstädte beinahe konstant bekriegt. Diese Kriege dauerten oft Jahrhunderte. Für lange Zeit kämpfte man um Edelsteine, Erzadern und Gold, erklärte Kriege, schloss Bündnisse und machte Frieden. Bis der Zweite Große Krieg ausbrach und die angreifenden Armeen der Verräter und ihre Dämonen-Verbündeten vor den Toren der Zwerge standen. Man schloss ein wackeliges Bündnis und stellte sich den Angreifern vereint entgegen. Die beiden südlichen Städte im Wolfsgebirge, Dunghrim und Karnboldhur, vertrugen sich nach den gemeinsamen Kämpfen sogar so gut, dass sie sich dazu entschlossen sich zu vereinen und zu einem einzigen Königreich zu werden. Die Waffenruhe, die im Zweiten Großen Krieg entstand hält bis heute an. Heute herrscht Frieden zwischen den Zwergen und man betreibt regen Handel.
Die Zwerge des Schattengebirges hatten es weniger gut. Einst gab es sechs große Zwergenstädte im Schattengebirge, die sich im Ersten Zeitalter zum Blaufels-Königreich zusammenschlossen. Das große Reich gedieh für viele Jahrhunderte und überdauerte auch den zerstörerischen Ersten Großen Krieg und die turbulente und chaotische Zeit des Zweiten Zeitalter. Jedoch als der Zweite Große Krieg ausbrach, traf es das Blaufels-Königreich am falschen Fuß. Das Königreich hatte nach Jahrhunderten des Friedens militärisch abgerüstet und konnte deshalb den überraschend auftauchenden Dämonen kaum etwas entgegensetzen. Das Königreich wurde in einen langanhaltenden Krieg in den Tiefer der Erde verwickelt. Doch für die drei südlichsten Städte kam die Hilfe und der Befreiungsschlag der anderen Völker zu spät – sie wurden überrannt und vernichtet. Aus Solidarität zu den verlorenen Städten und als Andenken an die furchtbare Zeit des Krieges und deren Opfer nannte man das Königreich in das Aschefels-Königreich um. In den darauffolgenden Jahrhunderten erholte sich das Königreich, jedoch startete man nie Versuche die verlorenen Städte zurückzuholen und neu aufzubauen, auch wenn in vergangenen Jahrzehnten wachsendes Interesse aufgetaucht ist.
Wirtschaft
Fast jeder Dritte Zwerg arbeitet im Dienst der Verteidigung der eigenen Stadt, jedoch gibt es auch unzählige Handwerker, wie Schmiede und Steinmetze, die die Industrie der Zwergenstädte ausmachen. Zwerge treiben regen Handel mit anderen Völkern und verkaufen Erz, Fertigerzeugnisse und Edelsteine gegen andere Luxusgüter und Nahrung.
Geographie und Klima
Da alle Zwergenstädte fast ausschließlich unter der Erdoberfläche sind, gibt es in den Zwergenstädten eigentlich kein Klima. Unter der Erde ist es eher kühl, kann jedoch auch warm werden, sollte man sich unterirdischen Thermalquellen oder hochgelegenen Lavaströmen nähern.
Kultur
Die wichtigste Institution in der zwergischen Gesellschaft ist der Klan und Zwerge halten sehr viel auf die gesellschaftliche Stellung. Sogar Zwerge die weit abseits ihrer Königreiche leben, halten an ihrer Klan-Identität und Zugehörigkeit fest, erkennen verwandte Zwerge an und berufen sich auf die Namen ihrer Ahnen in Schwüren und Flüchen. Klan-los zu sein ist das schlimmste Schicksal das einen Zwerg befallen kann. Die gesamte zwergische Gesellschaft von Dossyr ist in Klans gegliedert, die auf Familienbänden und politischen Zugehörigkeiten beruhen. Diese Klans werden in der Regel von vererbten Herrschern geführt, die mehr oder weniger Monarchen sind und vom Klan-Gründer abstammen. Zwerge wertschätzen Loyalität, diesen Anführern und dem Klan als Ganzes gegenüber, sehr und sogar grundsätzlich unparteiische Zwerge tendieren dazu, sich auf die Seite ihrer Sippe zu stellen, anstatt anderer Völker oder Gemeinschaften.
Die meisten zwergischen Klans fokussieren sich auf ein oder zwei Arten des Handwerks, wie zum Beispiel die Schmiedekunst, die Kunst der Verarbeitung von Edelsteinen und der Herstellung von Schmuck, Ingenieurskunst, Bierbrauerei, Handel oder Steinmetzarbeit. Klans streben in der Regel danach Überspezialisierung zu verhindern und senden deswegen ein paar ihrer Jugendlichen zu anderen Klans, um dort als Lehrlinge zu arbeiten und von ihnen zu lernen. Dies hilft auch dabei Gemeinschaft zu fördern. Wegen der Langlebigkeit der Zwerge, können diese Lehrausbildungen Jahrzehnte dauern.
Zwerge schätzen die familiären Bande zwischen Familienmitgliedern und Freunden sehr und bilden sehr eng verstrickte Klans. Zwerge respektieren insbesondere die ältere Bevölkerung, von denen sie sich vernünftige Führung und die Weisheit der Erfahrung erwarten, und ihre vorväterlichen Helden und Klan-Gründungsväter. Diese Ideen übertragen sich auch auf Beziehungen zu anderen Völkern. Zwerge sind auch den Älteren anderer, nicht zwergischer Kulturen respektvoll gegenüber.
Gleichermaßen wenden sich Zwerge, vielleicht mehr als andere Völker, an die Götter für Führung und Schutz. Gutherzige Zwerge schauen zu den Obersten für Trost und Inspiration, während die niederträchtigen Zwerge ihre göttlichen Herrscher um Wege für mehr Macht über andere bitten. Einzelne Zwerge mögen vielleicht ohne Glauben sein, doch als ein Volk als Ganzes, haben Zwerge eine starke Neigung zur Religion, insbesondere zum Steinhammer, und fast jede zwergische Gemeinschaft weist mindestens einen Tempel oder vorväterlichen Schrein auf. Eine uralte religiöse Tradition der Zwerge in Dossyr ist die Selbstaufopferung und das Buße tun einzelner zwergischer Individuen, die sich infolge dessen einem Leben des Kampfes und des Todes für Lerodin verschworen haben. Dies tun sie oft um eine Schmach, die sie über ihren Klan gebracht haben, auszugleichen und die eigene Ehre und die des Klans wiederherzustellen oder eine Klan-Fehde zu beenden. Solche Zwerge werden Ehrenbrecher genannt. Sie legen einen Schwur vor dem Steinhammer ab, und schwören ihr restlichen Leben im Kampf und für den Schutz der zwergischen Gesellschaft und deren Werte zu leben. Ein Ehrenbrecher bricht danach auf eine Reise durch die Zwergenstädte, aber auch die Oberfläche auf und macht sich zur Aufgabe zum Beispiel Ungerechtigkeit auszumerzen wo er sie findet, alte Zwergengrolle zu begleichen, andere Zwerge zu schützen, Bedrohungen auszuschalten und im Allgemeinen für Lerodin gegen das Böse zu kämpfen. Dabei sind sie ihrem Klan, Lerodin und der zwergischen Gesellschaft lediglich eines schuldig: einen glorreichen Tod. Der Schwur der Ehrenbrecher gilt bis zu dessen Tod und sie sind auf der Suche nach immer mächtigeren Feinden, die sie für ihren Klan, ihr Volk und ihren Gott erschlagen, bis sie eines Tages einen würdigen Gegner finden, der sie im Kampf besiegt und mit ihrem Tod die Erlösung und Wiederherstellung der Ehre bringt. Der Name „Ehrenbrecher“ hat mehrere Bedeutungen. Zuerst haben Ehrenbrechen ihre Ehrenbande zu ihrem Klan, ihrem Volk und zu sich selbst gebrochen, weswegen sie ihren Ehrenbrecher-Schwur erst ablegen mussten. Jedoch haben sie sich nun einem Leben verschrieben Feinde und das Böse zu besiegen, sie quasi zu brechen, um ihre Ehre wiederzuerlangen, bis sie eines Tages selbst gebrochen werden und mit erneut intakter Ehre zu Lerodins steinernen Hallen aufbrechen. Ehrenbrecher gelten als unerreichte Kämpfer, die sich durch ihr Kampfgeschick, ihre Tollkühnheit, Furchtlosigkeit und Waghalsigkeit im Kampf auszeichnen, ohne jegliche Rücksicht auf ihr eigenes Leben und mit beinahe selbstmörderischen Tendenzen. Alte und kampferfahrene Ehrenbrecher zeichnen sich deshalb durch ihre unglaublichen Fähigkeiten am Schlachtfeld aus, aber auch durch das damit einhergehende und zunehmende Schuldgefühl immer noch am Leben zu sein.
Die meisten Zwerge bevorzugen es in den Untergrundstädten nahe der Oberfläche und über dem Underdark zu leben. Diese Städte sind rund um Minen erbaut worden, die einen Großteil des Lebensunterlage ihrer Bewohner darstellen. Direkt in den Stein gehauen, dauert es manchmal Jahrhunderte bis die Städte fertig erbaut sind, jedoch danach sind sie praktisch zeitlos und für die Ewigkeit. In ihren Heimatstädten hauen die Zwerge kontinuierlich neuen Lebensraum frei und bauen die Reichtümer der Berge ab, während sie dies tun. Viele Zwerge verbleiben in dieser Umgebung und sind dem Reisen abgeneigt, besonders dem Reisen über Wasserwege. Die meisten Zwerge, die die Zwergenstädte verlassen, verdienen ihr Geld als Söldner, Schmiede oder Kunsthandwerker unterschiedlichster Art. Zwerge sind begehrte Krieger, dessen Ruf für Mut und Loyalität sie zu einer exzellenten Wahl für Leibwachen macht.
Zwergenkönigreiche reichen tief unter den Bergen, wo die Zwerge Edelsteine und Metalle abbauen und aus ihnen wundersame Gegenstände schmieden. Sie lieben die Schönheit und Artistik von Edelmetallen und feiner Geschmeide. In manchen Zwergen wuchert diese Liebe jedoch zur Habgier. Jegliche Reichtümer, die sie nicht in ihren Bergen finden können, erhalten sie durch Handel. Viele Zwerge haben eine Abneigung für Boote, weswegen unternehmerische Handelsleute oft regen Handel mit zwergischen Waren entlang Wasserwegen treiben. Vertrauenswürdige Mitglieder anderer Völker sind willkommen in zwergischen Städten, jedoch sind manche Areale möglicherweise nicht für sie zugänglich.
Zwerge leben ein Leben voller harter Arbeit. Um dies auszugleichen, haben sie auch eine große Kultur rund um Speis und Trank entwickelt. Essen spielt eine wichtige Rolle und nicht selten wird viel Gold ausgegeben um feines Fleisch und Fisch aus anderen Teilen der Welt zu importieren. Weiters haben die Zwerge eine stark ausgeprägte und traditionelle Bierkultur. Das Bierbrauen gehört zu den Zwergen wie das Schmieden. Die meisten zwergischen Biere werden aus unteriridischen Pflanzen und Pilzen gebraut und es hat einen sehr eigenen und erdigen Geschmack. Zwergisches Bier ist in der Regel auch stärker und genießt in vielen Teilen der Welt einen guten Ruf.
Bier, oder in den Zwergenstädten auch „Starköl“ genannt, ist ein zwergisches Grundnahrungsmittel. Als Getränk Nr. 1, wird es beinahe zu jeder Mahlzeit gereicht. Das klassische Starköl wird aus verschiedensten Wurzeln und dem Hopfenpilz (auch manchmal einfach Bierpilz genannt) gebraut. Jedoch schätzen Zwerge Bier jeder Art und sind teilweise die größten Bier-Importeure des Kontinents. Nicht selten haben Zwerge ihren eigenen Bierhumpen, der oft reicht verziert, mit einem Deckel ausgestattet und mit dem eigenen oder den Klan-Namen versehen wird. Diesen nimmt man in alle Schenken und Gasthäuser mit und trinkt in der Regel daraus sein Starköl.
Neben dem Bierbrauen sind, wie bereits erwähnt, Handwerke wie das Schmieden, der Handel und Steinarbeiten ein wichtiger und angesehener Teil der zwergischen Kultur. Die Zwerge beheimaten die besten Steinmetze der Welt und auch sehr viele legendäre und geschickte Schmiedemeister.
Militär
Die Zwerge sind ein martialisches Volk mit einer Kriegertradition. Die Zwergenstädte haben kein zusammenhängendes Militär, jedoch haben einige militärische Bündnisse mit anderen Zwergenstädte geschlossen.
Die Zwergenstädte werden von einem großen Berufsheer aus oft Kriegern mit Jahrhunderten an Erfahrung verteidigt. Oft ist die Armee auch der größte Arbeitgeber in den Zwergenstädten und umfasst neben Infanterie viele andere Zweige, in denen man dienen kann. Die Zwerge sind auch bekannt für dessen Belagerungsingenieure und Kriegsmaschinen.
In den schwersten Zeiten werden auch Milizen aufgestellt und Zivilisten einberufen um ihre Heimat zu verteidigen. Frauen bilden im zwergischen Militär einen genauso großen Teil ein wie Männer.