Das Zeitalter des Arkanen war eine Zeitepoche von unfassbarem technologischen und magischem Fortschrittes. Die Dinge, die die Magier und Arcana-Ingenieure vor über 1500 Jahren erschaffen konnten, übersteigen alle moderne Vorstellungskraft. Nur ein Tropfen des Meeres von Wissen aus dieser Zeit hat es bis ins 16. Jahrhundert NS geschafft.
Es war eine Zeit des magischen Wettrüsten - gegeneinander und auch gegen die Götter. Viele Magier-Kollektive wollten in ihrer Hybris und Größenwahn beweisen, dass sie mit Hilfe Arkaner Magie mit der Macht der Götter rivalisieren können - und diese vielleicht auch nimmer benötigt wurden. Das zweite Zeitalter spitzte sich immer weiter zu, was magischen Fortschritt, Forschung und die (fehlende) Ethik und Moral bei diesen Tätigkeiten betrifft - etwas dass sich schließlich im Zweiten Großen Krieg entlud.
Unter den zahlreichen Kulturen, die hoch entwickelt waren, gab es fünf Magokratien - fünf Hochburgen und Zentren der Magie: die Volantiri. Als Volantiri wurden fünf fliegende Städte bezeichnet, welche als Zentrum der neuesten und bahnbrechenden Entwicklungen in Sachen Magie, Technologie und Philosophie waren.
Die fünf Städte lauteten:
- Maraudis
- Arlend
- Xendin Yos
- Honmaglon
- Zhar'Felldar
Dabei wurde der Kraftakt, die Stadt in die Lüfte zu erheben, durch verschiedene Lösungen erzielt. Die meisten Städte schufen magische Artefakte, Mythallar genannt, die es erlaubten die Stadt zum Schweben zu bringen und zu bewegen. Andere Städte verwendeten große Mengen an Augurium, mit denen die Schwerkraft ausgehebelt wurde, um ein Schweben der Stadt zu ermöglichen.
Beinahe alle der Volantiri spielten große Rollen im Zweiten Großen Krieg. Der Erzmagier, der die Verrätergötter aus ihrem Gefängnis befreite, Ulvos Jerelnis und sein Kult der Auferstehung, stammen beispielsweise aus Honmaglon. Jedoch sind die Volantiri ein untergegangenes Mahnmal der Vergangenheit: keine der fliegenden Städte hat den Zweiten Großen Krieg überlebt.
Die beiden Städte Maraudis und Arlend hatten schon vor dem Zweiten Großen Krieg eine lange Tradition der Rivalität und Feindschaft. Als schließlich der Krieg ausbrach und Maraudis sich weigerte die Kräfte der Obersten zu Unterstützen, flammte ein alter Konflikt zwischen den beiden wieder auf. Im Versuch Maraudis durch Waffengewalt einzugliedern und ihre Macht gegen die Dämonen und Verräter zu richten, erklärte Arlend der der Stadt den Krieg. In einem gewaltigen Luftkampf über dem Ozean, lieferten sich beide Stadt ein vernichtendes Duell aus Zaubern, magischen Kanonen und Luftschiffen. Beide Städte erlitten kritische Schäden und stürzten schlussendlich im Ozean ab. Nur eine Handvoll Magier überlebte den Krieg auf beiden Seiten - ihr Wissen und Technologie ging im Ozean unter. Die genaue Position, wo diese Schlacht stattgefunden hat, ist nicht mehr bekannt - insbesondere nach dem die Zertrümmerung stattgefunden hatte und sich die Kontinente verschoben.
Xendin Yos wurde im Verlauf des Krieges von Dämonen überrannt, nach dem Kult der Auferstehung mehrere Portal in der fliegenden Stadt geöffnet hatte. Die Magier wurden überrannt und schließlich das Mythallar zerstört oder deaktiviert, was das Abstürzen der Stadt zur Folge hatte. Die Überreste von Xendin Yos werden heute im Dschungeln von Saxor vermutet, da dort öfters magische Artefakte geborgen werden, die ihren Weg in den Rest der Welt finden.
Honmaglon, Geburtsort des Kultes der Auferstehung, schloss sich nach einem gelungenen Putsch den Armeen der Verrätern an. Honmaglon war eine gefürchtete, fliegende Stadt, die einer Festung glich. Ihr Auftauchen wendete viele Schlachten zum Gunsten der Verräter und sorgte am Anfang des Krieges für verheerende Niederlagen. Schließlich wurde die Stadt von einem gewaltigen Licht- und Flammenstrahl vom Lichtbringer, Eonos, mit einer gewaltigen Attacke aus dem Himmel geschossen. Der Strahl verdampfte Stahl, Stein und Fleisch und brannte ein gewaltiges Loch durch das Herz der Stadt, welche anschließend in Tenuria abstürzte. Bis heute wird vermutet, dass die Ruinen von Honmaglon auf dem verschollenen Kontinent anzutreffen sind.
Die fünfte Stadt, Zhar'Felldar, gibt den Historikern die größten Rätsel auf: Die Stadt verschwand zu Beginn des Krieges einfach. Niemand weiß was mit ihr passierte. Die akzeptierteste Theorie ist, dass die Stadt durch mächtige Teleportationsmagie die Existenzebene gewechselt hat, um sich vor den Gefahren des Krieges zu schützen. Viele Gelehrte sehen die Astral-Ebene oder Elementaren Ebenen am wahrscheinlichsten. Andere unseriösere Theorien besagen, dass sie vielleicht die Stadt in die Höllen, den Abyss oder gar das Ferne Reich verlegt haben. Niemand jedoch konnte bisher bestätigen, wo sich die Stadt aufhält, falls sie überhaupt noch existiert.