1. Journals

04. Die Befreiung von Sildar Hallwinter

November 18, 2024

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Journaleintrag

Cragmaw Hideout

 Sildar Hallwinter ist befreit! Er ist jedoch extrem geschwächt und nur mit einem Scimitar ausgerüstet – der Rest seiner Ausrüstung befindet sich immer noch irgendwo in der Höhle. Yentumil schlägt vor, ein bisschen vorzugehen um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Nach einem kurzen Schleicheinsatz hört Yentumil ein lautes «Tok – Tok» im Nebenraum – es klingt, als wäre etwas heruntergefallen. Bei näherer Betrachtung merkt Yentumil, dass die Brücke zerstört wurde und sieht noch knapp einen Goblin, der sich neben der Brücke versteckt.

Der Gruppe fällt plötzlich ein, dass Zib ja noch in der Truhe eingesperrt ist. Kempy Karlow begibt sich zu der Truhe, holt Zib raus, faucht ihm wütend ins Gesicht und fragt ihn, ob wir nun eingesperrt sind.

Die Gruppe bestimmt die Reihenfolge und verlässt vorsichtig die Höhle – Yentumil wieder zuvorderst. Er sieht noch gerade einen Goblin, der Wache hält und auf den Weg schaut. Lorilla Ningel Nim erzeugt mittels Minor Illusion einen Aufschrei hinter dem Goblin um ihn abzulenken. Der Goblin hustet aber leider genau in diesem Moment und kann den Aufschrei so nicht hören. Beim zweiten Mal klappt es aber – der Goblin wird abgelenkt und die Abenteurer rennen los… leider nicht schnell genug – sie werden vom Goblin entdeckt. Dieser gibt sofort die Anweisung weiter, den Tunnel zu fluten. Alle ausser Geri Glimmerstein und Imane Ryuji können den Wassermassen entkommen. Geri und Imane werden von den Wassermassen mitgerissen – Geri kann sich gerade noch an einem grossen Stein festhalten und sich so ans Ufer hieven. Imane wird weiter flussabwärts mitgerissen und verletzt sich dabei ziemlich schwer. Die Gruppe kann sie aber weiter unten im Fluss aus dem Wasser ziehen.

Die Gruppe beschliesst, wieder an den selbem Ort in der Nähe der Höhle zu rasten. Dort machen sie eine kleine Pause. In dieser kleinen Pause haben sie endlich Zeit, sich mit Sildar über die Geschehnisse auszutauschen. Sildar erzählt der Gruppe unter anderem von Tharden Rockseeker und Nundro Rockseeker – beides Brüder von Gundren Rockseeker. Diese hätten vor kurzer Zeit die legendäre Wave Echo Cave entdeckt. Die Wave Echo Cave ist eine sagenumwobene Höhle, die lange als verloren galt.

Sildar erzählt:

Vor mehr als fünfhundert Jahren schlossen Zwergen- und Gnomenstämme einen Pakt, der als Phandelver-Pakt bekannt wurde und durch den sie sich eine reiche Mine in einer wundersamen Höhle namens Wave Echo Cave teilen sollten. Zusätzlich zu ihrem mineralischen Reichtum enthielt die Mine auch grosse magische Kräfte.

Menschliche Zauberer verbündeten sich mit Zwergen und Gnomen, um diese Energie zu kanalisieren und in einer grossen Schmiede zu binden, in der magische Gegenstände hergestellt werden konnten. Die Zeiten waren gut, und auch die nahe gelegene Stadt Phandalin blühte auf. Doch das Unheil nahm seinen Lauf, als marodierende Orks durch den Norden zogen und alles verwüsteten, was sich ihnen in den Weg stellte.

Die Ork-Horde, verstärkt durch Söldnerzauberer, griff die Wave Echo Cave an, um ihre Reichtümer und magischen Schätze zu erbeuten. Menschliche Zauberer kämpften an der Seite ihrer zwergischen und gnomischen Verbündeten, um die grosse Schmiede zu verteidigen, und die anschliessende Schlacht zerstörte einen Grossteil der Höhle. Nur wenige überlebten die Einstürze und Erschütterungen, und das Wissen um den Standort der Wave Echo Cave ging verloren. 

Seit Jahrhunderten locken Gerüchte über vergrabene Reichtümer Schatzsucher und Opportunisten in die Gegend um Phandalin, aber niemand hat die verlorene Mine je gefunden. In den letzten Jahren haben die Menschen die Gegend wieder besiedelt, und Phandalin ist heute eine raue und unruhige Grenzstadt.

Kürzlich entdeckten die Rockseeker-Brüder den Eingang zur Wave Echo Cave und wollen die Minen wieder öffnen.

Sildar Hallwinter gehört zu der Lords Alliance, eine politische und wirtschaftliche Allianz im Norden der Schwertküste. Ein Mitglied der Lords Alliance mit dem Namen Iarno Albrek ist vor kurzem in Phandalin verschwunden. Sildar möchte diesem mysteriösen Verschwinden nachgehen und hofft, in Phandalin mehr Antworten zu finden. Sildar verspricht den Abenteurern einen Bonus (50 Gold für die gesamte Gruppe), wenn sie ihm Helfen, seine Ausrüstung aus der Goblin-Höhle zu retten. Sildar erzählt ausserdem noch von einer bemerkenswerten Situation, die er während seiner Gefangenschaft im Lager der Goblins erlebt hat. Eher am Rande hat er mitbekommen, dass die Goblins in ein kurzes Gefecht mit anderen Goblins verwickelt waren. Diese anderen Goblins waren keine gewöhnlichen Goblins – sie hatten leuchtend grüne Augen und längliche Köpfe. Auf die Frage von Geri, ob man diese Goblins zu früheren Zeiten auch schon beobachtet hat, meint Sildar, er hätte vorher noch nie davon gehört. Geri sucht im Wald nach Material, dass man evtl. für eine Rüstung für Sildar gebrauchen könnte. Er findet einen alten, grossen Baumstumpf und macht daraus kurzerhand einen provisorischen Schild (+1 AC).


Anschliessend diskutiert die Gruppe über das Schicksal von Zib, dem Goblin. Schnell wird entschlossen, den Goblin nun endlich zu «erlösen». Kempy begibt sich zu Zib und hebt ihn in die Höhe. Sie zieht im die Augenbinde ab, damit sich seine Augen noch das letzte Mal an dem schönen Wald ergötzen können… dann schneidet sie ihm ohne grosse Vorwarnung die Kehle durch – Zib ist sofort tot. Geri kramt die seltsame Tasche mit dem schlafenden Gesicht aus seinem Rucksack und fragt die Gruppe, ob sie so eine Tasche schonmal gesehen haben. Imane greift mit der Hand hinein – der Sack scheint kein Ende zu haben! Kempy "borgt" sich die Hand von Zib und schmeisst sie kurzerhand rein – man hört kein Geräusch beim reinfallen. Geri holt sich einen 4m langen, dünnen Baum und steckt ihn in den Sack. Nach ca. 1.2m spürt Geri aber einen Widerstand, der Baum lässt sich nicht mehr weiter in den Sack stecken. Als Kempy den Kopf in den Sack steckt, erlebt sie sofort ein unangenehmes Gefühl – fast als würde sie ersticken. Geri greift nochmal rein, denkt dabei an Gold – und findet prompt 2 Silberstücke!

Die Gruppe beschliesst, eine lange Rast einzulegen um sich zu stärken. Der Plan für den nächsten Tag wird geschmiedet: Zurück zum Cragmaw Hideout gehen, die Sachen von Sildar holen und Klarg besiegen. Yentumil und Lorilla übernehmen die erste Wache - Imane und Geri die Zweite. Während der ersten Wache wird Geri von einem sonderbaren Traum heimgesucht.

Er steht vor riesigen Toren (50 Meter hoch) die sich langsam öffnen. Hinter ihm ein Wintersturm. Er tritt ein. Wärme und Licht kommt ihm entgegen. Ein riesiger Zwerg, gegen die 20 Meter gross, hat Geri den Rücken zugewandt und schlägt immer wieder mit seinem runenverzierten Hammer auf einen Amboss. Jeder Hammerschlag trifft Geri mitten ins Herz und pulsiert in seinem Innern. Er geht weiter auf die Schmiede zu. KLONG, KLONG, KLONG! Ohne seine Arbeit zu unterbrechen oder sich umzudrehen spricht die Zwergengestalt:

"Geri, Sohn von Gormin, Sohn von Geralt.
Das was du suchst ist nah.
Sie schläft an einem dunklen Ort wo das Hallen nie verklingt.
KLONG, KLONG, KLONG!
Sei bereit, die Spinne webt ihr Netz."

KLONG, KLONG, KLONG! Geri hat es die Sprache verschlagen, wie verzaubert folgt er den Bewegungen des Hammers, der immer wieder auf den Amboss saust. Plötzlich hält der Zwerg inne. Sein Hammer hoch in der Luft, bereit für den nächsten Schlag. Geri schaut hinunter in das Gesicht und sieht, dass die Zwergengestalt ihn mit grossen silbernen Augen ansieht. Geri meint, ein Lächeln unter dem grossen weissen Bart auszumachen. Der Hammer saust herunter und ein Schattenblitz schiesst auf Geri zu, direkt in seine Brust und katapultiert ihn aus seinem Traum heraus.

Am Morgen macht sich die Gruppe sofort auf den Weg zurück zur Höhle – als sie fast angekommen sind, bemerken sie, dass der Höhleneingang von einem Goblin bewacht wird. Der Goblin ist sehr angespannt und wachsam. Lorilla kreiert eine Minor Illusion von einer alten Frau, die auf einem Stein vor der Höhle sitzt, sich jedoch nicht bewegt. Der Goblin fällt darauf rein. Er legt sich auf den Boden und kriecht – in der Hoffnung sich so besser anschleichen zu können – in Richtung Illusion. Auf halbem Weg wird er aber von Yentumil angefallen. Der Goblin hat sehr grosses Glück, den Yentumil verfehlt ihn nur knapp. Das Glück des Goblins hält aber nicht lange an, denn Imane attackiert den Goblin mit einem Fire Bolt aus dem Gebüsch heraus an und versengt ihm seine Haut. Kempy möchte den Goblin mit einem Eldritch Blast erledigen, verfehlt aber leider. Der Wolf von Lorilla – Spot – fällt über den Goblin her und zerfleischt ihn.

Die Gruppe beschliesst, dass Yentumil vorgeht. Er geht vorsichtig bis zu dem Raum, in dem die zwei angeketteten Wölfe waren. Der eine Wolf ist immer noch angekettet in der Höhle und knurrt in Richtung Yentumil. Der Rest der Gruppe schleicht jetzt auch vorsichtig in die Wolfshöhle. Lorilla schmeisst dem angeketteten Wolf ein Stück Fleisch hin, welches der Wolf sofort gierig verschlingt. Der Wolf hat sich dank der guten Behandlung von Lorilla sehr schnell beruhigt und Lorilla kann ihm die Ketten ablegen. Die zwei Wölfe klären sofort, wer der dominantere ist – Spot gewinnt, der andere Wolf bleibt auf Abstand, greift aber nicht an. Die Gruppe möchte noch den Goblin ausschalten, der in der Nähe der Wolfshöhle wache gehalten hat. Yentumil schleicht in seine Richtung verletzt den Goblin mittels Pfeil und Bogen sehr schwer. Sofort schmettert Imane dem Goblin einen Fire Bolt nach, verfehlt aber leider. Auch der Eldritch Blast von Kempy findet sein Ziel leider nicht. Geri probiert mittels Toll the Dead den Goblin aus der Entfernung auszuschalten – es gelingt ihm. Die Gruppe versammelt sich nach diesem kurzen Kampf wieder in der Wolfshöhle.

Am östlichen Ende der Wolfshöhle befindet sich ein sehr schmaler Durchgang, der direkt zu Klarg – dem Chef der Goblin Höhle – führt. Die Gruppe kann Klarg durch den schmalen Durchgang hindurch erkennen. Klarg sitzt auf einem grossen Thron am östlichen Ende der Höhle, auf seinem Kopf eine hölzerne Krone. Er wird von zwei Goblins und seinem getreuen Wolf Ripper flankiert. Lorilla zielt und wirft ein Ice-Knife nach einem der Wächter-Goblins – er wird getroffen und springt mit einem lauten, eisigen Knall in tausend Stücke. Klarg kann sich knapp vor den Eisstücken retten, indem er seine Hände schützend vors Gesicht hält. Jetzt legt die Gruppe richtig los – Imane beschwört nochmal einen Fire Bolt, verfehlt aber leider. Kempy mit ihrem Eldritch Blast hat leider auch keinen Erfolg. Spot schleicht sich durch den schmalen Durchgang hindurch und ist als erster auf der anderen Seite – im gleichen Raum wie Klarg und seine Schergen. Geri geht als zweiter durch den schmalen Durchgang und greift einen Wächter-Goblin mittels Toll the Dead an. Ripper schnappt mit schäumendem Mund nach Geri, trifft ihn aber nicht. Yentumil kommt als dritter durch den schmalen Durchgang und greift sofort Ripper an. Der Wolf jault laut auf, Yentumil hat ihn fast getötet. Lorilla greift Klarg nochmal mit ihrem Ice Knife an - doch kurz bevor das gefrorene Messer Klarg treffen kann, nimmt dieser kurzerhand den neben ihm stehenden Goblin als Schild. Der Goblin wird von der Wucht des Eismessers voll getroffen und stirbt sofort – Klarg wirft ihn achtlos zu Boden. Klarg ist jetzt sehr wütend – er greift direkt Lorilla an. Lorilla wird von dem hässlichen Bugbear schwer verletzt. Imane greift Klarg als nächstes mittels Burning Hands an und trifft Klarg sowie einen Goblin. Kempy entscheidet sich, Sildar zu unterstützen, dieser wurde währenddessen in der Wolfshöhle von Goblins angegriffen. Gegen ihren Eldritch Blast hat der Goblin keine Chance – er wird sofort vernichtet. Spot – dem Tode schon sehr nahe – gräbt mit letzter Kraft seine Zähne in das Fleisch von Ripper und tötet ihn. Klarg wird verzweifelt und probiert mit einem anderen Goblin zusammen den Raum in Richtung Norden zu verlassen. Imane gelingt es, den beiden beim Weglaufen mittels Burning Hands den Rücken zu versengen – der Goblin verbrennt innert Sekunden und Klarg ist mittlerweile sehr gezeichnet von dem Kampf. Kempy feuert einen Eldritch Blast auf Klarg und verwundet ihn zusätzlich. Geri möchte Klarg auch noch eins verpassen, trifft ihn aber leider nicht. Da flösst sich Yentumil einen Heiltrank ein und greift Klarg mittels Pfeil und Bogen an. Mit einer schwungvollen und fliessenden Bewegung dreht sich Yentumil in Richtung Klarg, spannt einen Pfeil auf seinen Bogen und schiesst – sehr knapp über Geris Kopf vorbei – auf Klarg. Mitten ins Schwarze! Der Pfeil landet in der Kehle des Bugbears, welcher mit einem gurgelnden Geräusch zusammensackt. Der letzte Goblin, namens Zab, wirft seine Waffe hin und gibt auf. Die Gruppe befragt ihn über das Cragmaw Castle. Laut diesem Goblin befindet sich das Cragmaw Castle in Richtung Norden – eine ca. zweitättige Reise. Die Gruppe fragt auch nach einer Spinne, davon weiss der Goblin aber nichts. Was der Goblin jedoch mit Sicherheit weiss, ist, dass Gundren Rockseeker sich dort befindet.

Kempy gönnt sich einen Bissen von Klarg – dieser schmeckt nach einer Mischung aus Hund und Goblin. Sildar findet seine Ausrüstung und die Gruppe durchsucht die Goblin Höhle nach Wertsachen. Sie finden

-        1700 Kupferstücke

-        150 Silberstücke

-        Statue von einem Frosch mit zwei kleinen goldenen Orbs als Augen (Wert = 40 Gold)

Geri verstaut das Geld und die Statue in der Tasche mit dem schlafenden Gesicht.