1. Characters

Björn Magnusson

Manche Menschen werden in die Konzernbürgerschaft geboren, manche werden dieses Lebensziel nie erreichen. In den ersten zwanzig oder dreißig Jahren der sechsten Welt jedoch war es durchaus denkbar, dass herausragende Persönlichkeiten mit harter Arbeit ihren Weg in die Konzernbürgerschaft fanden.

Björn Magnússon ist einer von ihnen. Zugegeben, es waren eher mehrere Jahrzehnte harter Arbeit vergangen, ehe der mittlerweile Mittfünfziger das Angebot von Mærsk Incorporated Assets bekam. Möglicherweise lag es aber auch am Unwillen sich der geltenden Konzerndoktrin zu unterwerfen.
Er ist ein guter Fischer und kann es sich leisten dank traditioneller Fangmethoden und umweltbewusstem Handeln bis heute nur an ausgewählte Restaurants und Unternehmen zu liefern, die im Gegenzug für guten Fisch auch sinnvolle Preise bezahlen. Der Beifang an Meeresfrüchten landet auf Wochenmärkten.

Björns Lebenslauf liest sich nicht sonderlich aufregend. Ein einfaches Gemüt aus einfachen Verhältnissen mit reichlich Lebenserfahrung ein wenig Glück hier und da an der richtigen Stelle gewesen zu sein. Er ist körperlich robust und vermittelt auf die meisten Metamenschen den Eindruck eines typischen Wikingers. Verletzungen und Zugewinn an Lebensqualität machten einige Augmentationen erforderlich.

Er trinkt gern, leider auch während der Arbeitszeiten, und bleibt - vielleicht auch deshalb aber immer eine herausragende Arbeitskraft. Probleme mit der Konzernsicherheit sind dennoch gelegentlich, ob nun pegel- oder provokationsbewusst, an der Tagesordnung und enden meist in Schlägereien und Scherereien.
Er ist bewusster Nationalist, was Land und Konzern angeht und würde mit den Scharen an Touristen am liebsten Dinge anstellen, über die er - nach mehreren Verwarnungen - so mit Sicherheit nicht mehr in der Öffentlichkeit reden darf. Da sein soziales Umfeld in Reykjavik und seiner Heimatstadt allerdings 'sauber' ist, stellt das mittlerweile keine Probleme mehr her.

Er hat ein unproblematisches Verhältnis zu seinen Geschwistern und befürwortet die Entscheidung seines Sohnes zu den Sicherheitsdiensten zu gehen bis heute. Schließlich ist das ehrliche und gute Arbeit.

Nachtrag Kapitel 4 (Im Disseits II)

Bei einem Besuch in Hamburg lernte die Gruppe Karls Vater kennen. Er erlitt einen Schlaganfall und wurde von Karls Mutter in die Berliner Charité bringen lassen. Die Gruppe kümmert sich derzeit um einen Auftrag, der sich daraus ergeben hat.