Je nachdem, wen man fragt, bekommt man innerhalb der Familie Magnússon sehr verschiedene Aussagen zu Havel. Er sei der einzig vernünftige, das schwarze Schaf der Familie oder einfach nur eine Schande.
Bereits in Kindheit und Jugend zeigte Havel geistige Fähigkeiten, die weit über das hinausgingen, was für den Kapitän eines Fischerbootes erforderlich ist. Er begann mit einem Studium der Nautik, ehe er diesen zu Gunsten eines konzernwirtschaftlichen Studienganges abbrach, den er dual mit konzernseitiger Unterstützung durch Mærsk Incorporated Assets beendete.
Er ließ den familiären Hafen schon bald hinter sich und lebte ein paar Monate in Europort, dann an verschiedenen europäischen Mittelmeerhäfen und schließlich in Hamburg, wo er sich mit seiner Frau, einer Konzernbürgerin von Maersk, niederließ. Heute betreut er eine größeres Team, welches sich auf die Befrachtung von Öltankern und anderen Gefahrenguttransportern spezialisiert hat.
Karls Entscheidung zu einer Ausbildung bei den Marines befürwortet er soweit, dass er ihm, wenn seine Mutter nicht ohnehin alles bezahlt hätte, bereits finanzielle Unterstützung angeboten hatte. Dieser Zug ließ das ohnehin entfremdete Verhältnis zu seinem Bruder Björn noch weiter abkühlen.
Die jahrzehntelange harte Arbeit hat bei ihm sichtliche Spuren hinterlassen und von dem eigentlich eher bequemen Mann vieles gefordert.