1. Races

Schworps

Genus: Schworpus Oktuplum

Die Schworps, wie man sie umgangssprachlich auch nennt, sind eine uralte Gattung von Oktopoden, die sich schon sehr früh über weite Teile des Universums ausgebreitet hat. Biologisch betrachtet macht sie das zwar zu einer der erfolgreichsten Spezies überhaupt, jedoch sind sie weit davon entfernt, ein intergalaktisches Imperium zu bilden. Grund dafür ist ihre starke intellektuelle Unstetigkeit, die durch ihr dezentrales Nervensystem bedingt ist. Kultureller Wandel hat eine direkte Auswirkung auf die neurale Struktur der Schworps, was wiederum kulturellen Wandel befeuert. Dies kann einen drastischen Zyklus rasanter geistiger Evolution auslösen, bei dem sich kaum vorhersagen lässt, wie und wann dieser wieder ein stabiles Equilibrium erreicht. Mitunter kann eine nahezu komplette Degeneration der geistigen Kapazitäten binnen nur weniger Generationen die Folge sein. Ist dies einmal geschehen, kommen auch Kultur und damit einhergehender Wandel so gut wie zum erliegen, weshalb es sehr lange dauert, bis eine Schworppopulation ihre Intelligenz neuentwickelt. Und selbst wenn dies gelingt, so birgt jede kulturell relevante Errungenschaft das Potential, alles wieder zum Einsturz zu bringen. Solche Ergeignisse werden auch als kollektiver kognitiver Kollaps bezeichnet.

Tatsächlich ist dies ein Schicksal, welches früher oder später nahezu jede bekannte große Schworpzivilisationen ereilt zu haben scheint, seit der Phase der großen Ausbreitung. Archäologen spekulieren, dass Ur-Schworps in den jungen Jahren des Universums, als ihre kognitiven Fähigkeiten noch weniger weit entwickelt und dadurch stabiler waren, sich mit biologischen Schiffen im Universum verbreiteten. Woher sie kamen und wie weit sie gekommen sind, ist ungeklärt. Ebenso ist umstritten, ob sie sich ursprünglich an Land oder zu Wasser entwickelt haben, Fakt ist nur, dass es heute Arten beider Sorten gibt, in allen Größen, Farben und Formen. Ebenso gewiss ist, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen heute kaum noch von Tieren zu unterscheiden ist.

Die vereinzelten Hochkulturen, die es schaffen, eine stabile interstellare Existenz aufrecht zu erhalten, haben ein wesentliches Merkmal gemeinsam: Religion. Sie wirkt wie eine stabilisierende Stütze in einem Universum, das mit all seiner Vielfalt und Möglichkeiten einen kognitiven Kollaps geradezu heraufbeschwört. Bemerkenswert ist, dass sich die Religionen von lange isoliert lebenden Schworpvölkern auf bizarre Weise stark ähneln. Auch wenn Sprache und sogar Physiologie komplett unterschiedliche Formen angenommen haben, sie alle vergöttern das Motiv der großen Götterkrake.

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Gulub Anash: Die Götterkrake

Siehe Gulub Anash