Inquisitor Vownus Kaede ist ein
bekannter Gelehrter, Philosoph und Optimist. Er ist auch ein guter
Schwertkämpfer, respektloser Lump und selbstgerechter Schurke.
Kaede heißt nach dem Antihelden aus Catuldynus’ allegorischem Versepos Die einstmals reine Makropole und hat den Großteil seines Lebens damit zugebracht,
seinem Namen gerecht zu werden. Er stammt von irgendwo „östlich von Sol und
westlich von Macragge”, heuerte in jungen Jahren bei einem unabhängigen
Kapitän an und hat seither nie zurückgeblickt.
Die Einzelheiten seines Aufstiegs
zum Inquisitor sind unklar und ändern sich jedes Mal, wenn er davon erzählt.
Der einzige Fixpunkt ist, dass er einst dem Ordo Xenos angehörte, ehe er seine
wahre Berufung als Hexenjäger fand. Ungeachtet seiner schillernden
Vergangenheit ist Inquisitor Kaede seit über einer Dekade ein angesehenes
Mitglied der Kabale.
Kaede hat zwar nominell puritanische Tendenzen, ist aber ein geübter Psioniker,
der fanatisch an die Zukunft einer psibegabten menschlichen Rasse glaubt und
bereit ist, beiläufi g fast jede Greueltat zu begehen, um sie zu bewahren. Er
und seine kampfbereiten Akolythengruppen verbringen viel Zeit auf Reisen
zwischen den Calixis-Subsektoren, auf denen sie Gerüchten über verborgene Hexer
nachgehen.
Kaede verabscheut Rykehuss’ Methoden zutiefst, und es macht ihm großen Spaß, vielversprechende junge Psioniker vor den Pogromen des Hexensuchers zu retten. Inquisitor Kaede sieht genau so aus, wie sich die Bürger des Imperiums einen Hexenjäger vorstellen, vom breitkrempigen Hut über seine Infernopistole bis hin zu dem alten, schmalen Energieschwert namens „Flinke Zunge“, dass er an der Hüfte trägt. Sein Äußeres und seine Stellung sind somit klar erkennbar, und genau so will es Kaede. Für ihn ist die Prophezeiung vom Tyrannenstern ein köstliches Geheimnis, das es zu enträtseln gilt.