Zur Alten Brücke
Nachdem Avarel die Abenteurer mit freundlichen aber bestimmten Floskeln ("...ihr müsst unbedingt den Bienentraum degustieren gehen...!") aus seiner Hütte beförderte, begeben sie sich für eine kleine Erfrischung in den Gasthof Zur alten Brücke. Der Türsteher, ein grosser Haloger, befiehlt den Abenteurern die Waffen in der Garderobe abzugeben und händigt ihnen nummerierte Holzplaketten aus. An der Wand beim Eingang steht eine Tafel mit Inseraten und Aufträgen. Ein grosses Plakat sticht besonders heraus mit der Aufschrift: "WANTED DEAD OR ALIVE - Belohnung: 100 Gold" und darunter ein Bild eines Mannes mit einer finsteren Miene und fettig zurückgekämmtes Haar. Darunter steht: Kervo Eugenius. Daneben stehen kleinere Inserate mit der Aufschrift: "BRINGT EURE MONSTERTEILE" von Yolde und "SUCHE ESKORTE FÜR SCHIFFFAHRT NACH MILBORN von Girte Musker, "WANTED: BANDITENGRUPPE IM WITSCHWOD - 5 SILBERTALER PRO KAPUTZE!"
Der Gasthof zur Alten Brücke ist im Besitz einer Halbling Familie namens Allbrück. 3 Halblinge sind emsig dabei den Gästen Speis und Trank zu servieren. Den Abenteurern fällt eine Gruppe von Reisenden auf. Ein grosser stämmiger Mann mit einem Stock, ein Halbelf Barde mit einem verschmitzten Grinsen und eine elegante Frau in roten Gewändern. Generell sind die Besucher sehr durchmischt. Es hat sogar zwei Drachenblütler in kostbaren Gewändern. Mit ein paar leeren Krügen vor sich, sitzt Alexios Zilotis alleine an einem Tisch. Er hatte diesen mit seinem Status und seinen Ellbogen für die Gruppe freihalten können. Er scheint einen glücklichen Eindruck zu machen. Morvàt eröffnet gleich das Gespräch und bittet Alexios mit ihm zum Stadthalter zu gehen um seine Geschichte betr. der Vorkommnisse im Aalsee zu bestätigen. Alexios ist damit einverstanden. Farùn bittet Akira darum später mit ihr zum Schmied Tora zu kommen um ihm die Spitzhacke seiner Meisterin zu bringen.
Die Reisenden, mit Ausnahme des grünen Ritters, welcher stoisch daneben sitzt, geniessen ihr bestelltes Essen und Trinken als sich eine Frau dem Tisch nähert uns sich als Girte Musker vorstellt. Sie bittet die Abenteurer sie auf ihre Schiffahrt nach Milborn zum Hammelbaron als Eskorte zu begleiten. Da die Abenteurer noch nicht wissen, was sie als nächstes machen möchten, bitten sie Girte um etwas Geduld und besprechen sich. Gerade als der Grüne Ritter und Morvàt den Tisch von Girte aufsuchen möchten, versperrt ihnen ein betrunkener Halbelf den Weg und stellt sich als Nylf der Noble und Mitglied der glorreichen Siechen vor. Dieser ist ihnen zuvor schon in Begleitung des stämmigen Mannes und der Frau in roten Gewändern aufgefallen. Flynn rät die Reisenden davon ab Girte auf ihrer Reise zu begleiten, da sie der grösste Pechvogel sei, welcher er je auf seiner Reise kennenlernen durfte. Einmal sei ihre Fracht in eine Stromschnelle geraten und alle an Bord ausser Girte seien ertrunken. Einmal ging die ganze Fracht in einem hellen Feuerball auf. Flynn scheint schon etwas viel getrunken zu haben und plaudert fröhlich über den glorreichen Taten seiner Gruppe. Er verrät ihnen, dass sie das Tagebuch der Grimwina der Sturen von der Kräuterhexe Jasmin gekauft haben und nun ihre neuste Quest die Suche des Fey Steins tief im Witschwod sei. Weiter zählt er die verschiedenen Mitglieder der glorreichen Siechen auf: Ausser ihm sind da noch Rogar der Barbar, Nimble der Dieb, Luster die Magierin Plötzlich taucht der grosse stämmige Mann auf - hier handelt es sich wohl um Rogar - packt den kleinen Halbling am Kragen und faucht ihn an was ihm einfalle all ihre Geheimnisse zu verraten! Er taxiert alle Abenteurer mit einem scharfen, drohenden Blick und zerrt den Halbling Richtung Treppe. Der Grüne Ritter geht zu Girte und sagt ihr, dass sie sie begleiten würden aber zuvor noch ein paar Dinge erledigen müssten. Dies könne ein paar Tage dauern. Girte ist etwas enttäuscht und sagt ihm, dass sie nicht versprechen könne, dass sie dann noch hier sei.
das Haus des Eugenius
Alexios und Trym machen sich auf den Weg zu Eugenius' Anwesen und hoffen dort Spuren um dessen Verbleib zu finden. Das Haus macht einen verlassenen Eindruck und es hat sich mittlerweile viel Staub gesetzt. Die beiden gehen Richtung Garten und sehen dort ein kleines Kabäusschen. Alexios bemerkt, dass es bei einer Truhe Kratzspuren hat und versucht diese zu öffnen. Ihm gelingt es gerade noch den Finger rauszuziehen als eine Klinge zuschnappt. Der Falle ausgewichen öffnet Alexios die Truhe und findet zu seinem Erstaunen darunter eine Falltüre die zu einem dunklen Raum führt. Ein schlimmer Verwesungsgeruch schlägt ihm entgegen und Trym, welche zu ihm gekommen ist, hält sich die Nase zu. Plötzlich hören sie ganz Leise ein Wimmern, dass vom dunklen Raum empor steigt. Die beiden rufen der Stimme zu, erhalten aber keine Antwort. Da sie eine Falle befürchten rennt Trym zurück zum Gasthof um ihre Weggefährten dazu zu holen.
Im grünen Licht des Grünen Ritters wagt sich Captain Klinfiz Gnobar als erstes herunter und schleicht sich vorsichtig durch den Raum, dicht gefolgt von den anderen Abenteurern. Vor ihnen steht eine abgeschlossene Tür und dahinter ein grosser Raum mit Käfigen und Folterinstrumenten. Der Verwesungsgeruch stammt von einer an einen Stuhl gefesselten Gestalt. Der verweste Kopf ist ihm in den Schoss gefallen. Die Abenteurer zucken zusammen, als sie plötzlich eine bläulich weisse Gestalt sehen, welche sich in der Leiche bewegt. Der Grüne Ritter fühlt durch seine göttlichen Sinne, dass es sich um einen Geist handelt. Dieser ruft immer wieder nach seinem Meister und die Abenteurer erfahren, dass er die manifestierte Energie der Todesqualen des Nottels ist, welcher der frühere Gehilfe des Rakorium Muntagonus war. Sie erfahren, dass Nottel durch Eugenius zu Tode gefoltert wurde. Der Grund dafür erfahren sie jedoch nicht. Der Geist ruft immer wieder, dass er seinem Meister die Kräuter übergeben muss. Trym versichert ihm, dass sie die gewünschten Kräuter auftreiben werden. Der Geist ist unberechenbar und seine Emotionen wechseln ständig von rasender Wut und tiefer Trauer und Selbstmitleid. Nachdem der Geist nach ihnen greifen will, verduften die Abenteurer schleunigst. Bevor sie zum Gasthof zurückkehren überprüfen sie nochmals das grosse Haus auf Herz und Niere. Sie bemerken, dass Eugenius' Reisekleider fehlen. Der Grüne Ritter findet zudem ein Buch, geschrieben von Eugenius, dass sich den "niederen" Wesen der Feywelt widmet. Er packt es ein. Zudem findet die Gruppe die Reste eines nicht ordentlich verbrannten Briefes. Dies scheint ein neuer Hinweis zu sein. Die Gruppe beschliesst zum Gasthof zurückzukehren um zu nächtigen.
zeit sparen, gruppe splitten!
Akira und Farun übergeben Tora die Spitzhacke und dieser dankt ihnen traurig. Farun beugt sich zu ihm herunter und flüstert ihm etwas ins Ohr was diesen zu freuen scheint.
Währenddessen besuchen Morvàt und Alexios den Stadthalter Norro Wettler um Morvàts Geschichte zu bestätigen. Sie erhalten von Wettler ein Schreiben, dass sie in Milborn einlösen können für eine Belohnung (da diese viel mehr von den Ereignissen am Aalsee profitieren würden als Drellins Fähre) zudem dürfen die Abenteurer zusammen mit Trautgold die Liste aller Bewohner mit Anfangsbuchstaben C. von ihrem "Städtli" durchgehen. Morvàt versucht zudem einen Deal mit Wettler einzugehen, indem er die Absichten von Soranna Anitah bezüglich der Goblins verrät und ihm vorschlägt, die Truppen gleich ins Underdark zu senden um Onskrkle zu unterstützen. Der Handel mit dieser Stadt sei sicher lukrativ wenn diese gerettet würde? Dafür könnten die Abenteurer dafür um finanzielle Unterstützung hoffen? Wettler ist über die Neuigkeiten mit Soranna empört und blickt immer wieder ungläubig den nickenden Alexios an, als Morvàt über das Underdark palavert. Er kann ihnen schlussendlich noch nichts versprechen.
Sie schauen sich mit Trautgold die Liste an. Sie findet, dass sie sich nicht vorstellen könne, dass jemand unter ihnen diesen Brief geschrieben habe. Sie glauben ihr. Morvàt besucht noch die Händlerin Yolde um sein Hagherz zu verscherbeln. Sie bittet um ein paar zusätzliche Goldmünzen und macht ihm daraus ein Waffenöl mit besonderen Fähigkeiten.
Klinfiz, Florp, der Grüne Ritter und Trym gehen zum Druiden Avarel der sie herzlich mit "Dämonenjäger" begrüsst. Er bitten den grünen Ritter darum einer bestimmten heilenden Blume mehr Energie zu geben, damit diese den Waldgnomen wecken könne. Nachdem der Grüne Ritter seine Energie auf die Blume übertragen hat, legt Avarel diese auf die Brust des Waldgnomens. Während Sie auf einen Erfolg warten, fragt Trym nach dem Fundort der Kräuter, welche sie für den Geist sammeln möchte. Dieser gibt ihr ein paar, die er bereits besitzt und weist sie für die fehlenden Kräuter in den Witschwod. Plötzlich erwacht der Gnom aus seinem Koma. Er stellt sich als Wrenn Seebo Orryn Frug Raulnor vor aber man nenne ihn "Langzeh". Leider weiss er nicht mehr viel darüber was ihm geschehen ist. Er sei von etwas Bösem geflohen und er vermisse seine Freundin (eine Pixie). Er erzählt, dass er und seine Familie den Feenstein im Witschwod bewachten. Dieser befinde sich am Fusse eines Bergs namens Witsch. Auf dessen Spitze befinde sich auch ein verfluchter Turm. Als der Grüne Ritter ihn nach einer Veränderung im Witschwod fragt, erinnert sich dieser, dass eine Magierin namens Elida sie aufgesucht habe und von einem zweiten Feenstein berichtete den sie gefunden habe. Danach ging sie mit seiner Grossmutter zusammen weg um dem nachzugehen und kehrten nicht zurück. Dies war äusserst seltsam, da die Grossmutter immer betonte, dass sie den Feenstein niemals verlassen dürften. Schliesslich seien sie die Wächter!
Nachdem Trym die fehlenden Kräuter für den Geist am Rande des Witschwod sammeln konnte, besucht die Gruppe den Magus Rakorium
Rakorium Muntagonus
Die Abenteurer werden von einer Rüstung in das Haus vom Magus gelassen. Sie erzählen Rakorium das Schicksal des armen Nottels und bitten diesen mitzukommen um den Geist zu erlösen. Sichtlich betroffen, folgt dieser sie zu Eugenius Haus, begleitet von einem furchteinflössenden Hellhound Die Bewohner Drellins Fähre scheinen nicht sonderlich überrascht zu sein den Hellhound neben dem Magus zu sehen und die Gruppe nimmt an, dass dieser häufig damit flaniert.
In Eugenius Folterkammer angekommen, geht Trym als erstes vor um dem Geist die Kräuter zu geben bevor dieser den Magus trifft. Der Geist hat für Trym nur ein gruseliges, unleserliches Lächeln übrig. Als er aber dann seinen weinenden Meister sieht, der an die Türe tritt, verändert sich seine Miene. Er betrachtet die fehlenden Kräuter in seinem Schoss und schaut gerührt seinen früheren Meister an, welcher ihn nun endlich gefunden hatte. Er schliesst seine Augen mit einem Lächeln und löst sich mit einem leisen Seufzer in Luft auf. Als die Abenteurer den Magus fragen, ob er die Verliesstüre öffnen könne, sprengt dieser sie unvermittelt. Der Grüne Ritter bittet die grossgewachsene Farun darum die Käfige herunter zu holen. Darin finden sie etwas herzzerreissendes. Mehrere tote Pixie sind mit Nägel und Pfähle in die Kiste genagelt. Ihre Flügel ausgerissen oder geknickt. Die Hand des grünen Ritters zittert als er die Nägel aus den fragilen Körpern zieht und die leblosen Körper an sich nimmt. "Dafür wird er büssen" nehmen die andern wahr, als er neben ihnen aus der Kammer schreitet. Die restlichen Abenteurer fragen Rakorium ob er und Eugenius Feinde seien und dieser verneint dieses. Endlich zeigen sie ihm den Brief. Als er die Zeilen liest wird sein Blick finster und er murmelt etwas darüber dass es sich bei der besagten Magierin um eine Dhay-Magierin westlich der Steppen handeln könnte. Er bittet die Abenteurer aus dem Raum zu treten. Ein Gefährliches Funkeln ist in seine Augen getreten und die Abenteurer gehen zügig Richtung Ausgang.