Unerwartete Unterstützung
Die Abenteurer sehen keine andere Möglichkeit als zu fliehen und rennen verzweifelt durch den Witschwod. In einer dunklen Lichtung bleiben sie erschöpft stehen. Es ist Mitternacht und das fahle Licht des Sichelmonds ist die einzige Lichtquelle die sie haben. Die Gruppe horcht in die Nacht, wie es scheint wurden sie nicht verfolgt. Sie setzen sich und planen ihre nächsten Schritte. Morvàt Hammelbach ergreift sofort das Wort und empfiehlt der Gruppe "Kosten & Ertrag" abzuwägen. Alexios Zilotis erwidert, dass jetzt vielleicht nicht der passende Zeitpunkt ist "wirtschaftlich" zu denken. Captain Klinfiz Gnobar sieht zwei Optionen. Die Angreifer auf dem Weg zu ihrer Festung abzufangen oder Verstärkung zu holen. Morvàt sieht ebenfalls zwei Optionen: Entweder zurück zum Saufhaus zu gehen oder die Zelte komplett abzubrechen und zurück nach Milborn zu reisen. Klinfiz, deren Augen perfekt an die Finsternis angepasst sind, sieht eine Gestalt näher kommen. Trym bemerkt trocken: "Hey, villech chunnt da d Lösig zu üsem Problem". Ein tiefes, unheimliches Knurren erklingt. Trym: "OK, mir sötte villech besser ufbräche...". Movàt entzündet eine Fackel und ruft tapfer "Hallooo?" Im Fackelschein ist der Mensch Morvàt Hammelbach gut zu erkennen. Seine Statur ist gross und "kräftig" (adipös). Er ist aber erstaunlich agil für so einen Schinken. Er trägt eine alte Soldatenuniform und auf seinem Rücken hängt eine riesige Armbrust. Er hat dunkle Haare und ein grosser Leberfleck bedeckt sein Gesicht. Das Monster tritt näher und im flackernden Licht erkennen die Abenteurer, dass es sich um einen imposanten Owlbear handelt. "I ha ds Gfüüühl, dass diiiir mini Hiuf chönnet bruuuche", stellt die Gestalt mit tiefer Stimme fest. Der Mann namens Alexios Zilotis tritt neben Morvàt. Er ist ca. 30-jährig und von mittlerer Statur. Er hat schwarze Haare und etliche Narben im Gesicht, was ihm ein grimmiges Aussehen verleiht. Ein goldenes Amulett des Sonnengotts Praios hängt um seinen Hals und eine rote Robe bedeckt seinen Rücken. Seine Hand ruht wachsam auf einem prunkvollen Kriegshammer. "Wie isch di Name?" fragt er den Owlbear. "Alacaya Nachtlied", erwidert diese. Sie sei der "Geist vom Wald" und möchte ihnen im Kampf gegen die Blaukäppchen helfen. Klinfiz Gnobar gesellt sich zu den anderen. Die Gnomin ist KLEIN. Mit grauer Haut, weissen Haaren und mit einem Kettenhemd, Morgenstern und Schild ausgerüstet. Ihre Umrisse sind manchmal verschwommen und sie scheint nicht immer ganz da zu sein. Aufgrund ihrer Erfahrungen im Underdark ist sie über die Leichtgläubigkeit ihrer Mitgefährten erstaunt und erklärt, dass sie im Underdark sehr vorsichtig sind mit Monstern, die aus dem Nichts auftauchen um Hilfe anzubieten. Ein lautes Florp ertönt und neben Klinfiz steht plötzlich ein gleichgrosser Gnom. Dieser besitzt jedoch eine helle grünliche Haut, fast keine Kopfhaare, dafür einen langen verfilzten Bart, wo hier und da Pilze herausragen. Er trägt ein Leinengewandt und in seinem Gürtel steckt ein Schwert. Florp, der sich mit Owlbears auskennt erklärt, dass diese üblicherweise nicht reden könnten und eher goldbraune als schwarze leere Augen besitzen. Die Abenteurer schauen sich misstrauisch an. Alexios fragt Alacaya wieso sie ihnen helfen möchte. "Sie föööh mini zu beschützende Wäse iiih. I dr Regu chönnt iiig die Idringle allei besiiiege aber es git es Probleeem. Dr Tuuurm vor Mielikki, wo sich ufem Witsch befindet, bluetet i Waaald. Dr Tuuurm isch es Gfängnisss. Äs Gfängnisss wo muess bereinigt oder für immer gschlossse wääärde." Weiter sagt sie, dass sie den Kräften ausgeliefert ist und somit nicht direkt eingreifen darf. Ihre Kinder seien zu schwach um die Eindringlinge alleine zu bekämpfen. Daraufhin lacht Morvàt, sichtlich unbeeindruckt von diesen Kindern, was den Waldgeist verärgert. Sie erinnert die Abenteurer daran, dass ihre Gefährten nun womöglich Gefangene der Blaukäppchen geworden sind und sie ihre Hilfe gut gebrauchen könnten. Morvàt erkundigt sich, ob dabei etwas Geld (für die Gruppe) rausspringt. Alacaya, sichtlich genervt, erklärt, dass der Turm von Mielikki sich inmitten einer alten verlassenen Siedlung befindet. Das Volk der Filyina Elfen habe dort früher gelebt, ehe sie im Krieg von den Zwergen aus den östlichen Bergen vertrieben worden waren. Die Siedlung ist voll mit wertvollen Schätzen. "Öffnet ds Gfängnisss, besitigt alles was dort huuust oder verschliessts für immeeer." Daraufhin stellt sich Trym in den Fackelschein. Sie ist ein weiblicher Halbling. Klein, aber etwas grösser als die danebenstehenden Gnomen. Sie hat einen roten Lockenkopf, der mit Federn beschmückt ist. Ihr Gurt ist über und über mit kleinen Pouches bestückt. Auch sie trägt eine Armbrust auf dem Rücken. Sie sagt, dass ihre Gefährten von den Fängen der Blaukäppchen befreit werden müssten und sie die Hilfe von Alacaya gut gebrauchen könnten. Alexios und Florp stimmen ihr zu. Morvàt ist nun ebenfalls mit neuem Elan dabei!
Gespräche in Gefangenschaft
Derweil erwacht Akira, eine kleingewachsene drahtige Halbelfin aus ihrem unruhigen Schlaf. Sie trägt eine zerrissene und blutverschmierte Lederrüstung. Ihre ansonsten gut gepflegten Haare sind zerzaust und sie stellt mit Schrecken fest, dass ihr geliebtes Diadem nicht mehr da ist. Sie befindet sich in einer nach Skaven-Exkrementen riechenden Höhle. Sie blickt an sich herab und sieht, dass die Haut in ihrem Brustkorb, dort wo vorher der Pfeil gesteckt hatte, mit einem schwarzen quecksilbernen Metall ersetzt worden war. Das Metall brennt in ihrer Brust als hätte ihr jemand einen Eisklumpen eingesetzt. Neben ihr erblickt sie die schlafende Gestalt von Farùn. Die ca. 2 Meter grosse, kräftige Goliath Frau hat eine bläuliche, tätowierte Haut und ist in lederne Kleidung gehüllt. Ihre langen schwarzen Haare sind in prunkvollen Zöpfen zusammengebunden. Dort, wo der Hammer der Duergar-Frau Farûn am Kopf getroffen und eine scheussliche Einbuchtung hinterlassen hatte, wurde die Kopfhaut mit einem spinnennetzartigem Gebilde ersetzt. Das Material scheint ebenfalls aus dem seltsamen Metall zu bestehen. Akira erhebt sich und erkundet die Höhle. Nachdem sie über etwas stolpert, womöglich Nylf der Noble oder so, entdeckt sie weiter hinten eine liegende Gestalt, welche sie nicht erkennt. Die humanoide weibliche Gestalt ist ca. 180cm gross, athletisch gebaut, mit sehr heller grünlicher Haut und dunkelgrünen langen Haaren. Ihre breiten Schultern stehen im Kontrast zu dem feinen Gesicht. Als sie sich ihr nähert, erwacht diese plötzlich. Zuerst schaut die Gestalt sich benommen um und als sie bemerkt, dass ihre Hände gefesselt sind, blickt sie mit immer grösser werdenden Augen an sich herab. Ein Schrei entweicht ihren Lippen, die Farûn erwachen lässt. Mit wildem Blick fixiert die Gestalt ihre Bewacher und sieht, dass jemand ihr Runenschwert trägt. Sie verflucht die Bewacher und fordert ihre Ausrüstung zurück. Ihre Bewacher sind ein Mann, eine Frau und die Duergar Frau, gegen die sie zuvor gekämpft hatten. Letztere traktiert sie sogleich mit Tritten in die Magengrube und steht auf deren Finger. Farûn, welche das Gesicht des grünen Ritters in der letzten Nacht zu Gesicht bekommen hatte, erkennt sie sogleich. Sie verwickelt die Bewacher in ein Gespräch, damit diese von ihr ablassen. Sie erfährt, dass der Grund für die Anwesenheit der Schergen im Witschwod die "Säuberung des Waldes" ist.
Nachdem die Bewacher sich lachend zurückziehen, erzählt der grüne Ritter, oder Faolan, wie sie sich früher genannt hatte, die Vorkommnisse der letzten Nacht. Als Farûn ihr Gesicht gesehen hatte, dachte sie, sie hätte nicht mehr lange zu Leben, da ihr Schwur mit der Herrin vom See gebrochen worden war. Sie habe somit eine letzte sinnvolle Tat vollbringen wollen und habe versucht die Skaven von ihren Gefährten wegzulocken. Sie habe sich ihnen im Kampf gestellt und als sie von den Verfolgern umzingelt worden war, sei etwas mit ihr geschehen, sie kann sich an ein gleissend helles Licht erinnern und an einen brennenden Schmerz und über allem...Hass... der tief aus ihrem Innern zu kommen schien. Sie habe um sich geschlagen und ihre Gegner seien an ihrer verbrannt und danach...nun sei sie hier.
Nachdem der erste Schock über diese Enthüllung verflogen ist finden die Gefährten wieder in die Gegenwart und planen ihre Flucht. Faolan hört ein eigenartiges Flattern, welches aus dem hinteren Teil der Höhle zu kommen scheint. Sie erhebt sich vorsichtig um das Geräusch zu inspizieren.
Vorbereitungen für den Angriff
Derweilen führt Alacaya die anderen Gefährten in die Nähe des Gefangenenlagers. Unterwegs stossen sie auf die Leiche der armen Andela. Sie wird sogleich von Morvàt durchsucht. Er öffnet einen seiner Pouches, lässt die 2 Silber und 5 Kupfer reinfallen und tätschelt den Beutel liebevoll. Trym findet derweil eine Mielikki-Statue, die mit einem Halbmond verziert ist. Darunter befindet sich eine Schale mit einer weissen Flüssigkeit, welche nach Gras und Moos duftet. Sie füllt eine Phiole damit. Schon bald sehen sie von weiten das Flackern des Lagerfeuers. Die Abenteurer sind unsicher wie sie sich nähern wollen, da sie keine Fackel entzünden möchten aber nicht alle im Dunkeln sehen können. Alacaya bietet ihnen an, ihre Nachtsichtfähigkeiten auf die Abenteurer zu übertragen. Die Gefährten sind etwas zurückhaltend. Trym wagt sich als erste und berührt die Stirn von Alacaya. Plötzlich werden ihre Augen zu schwarzen Löchern. Alexios fragt sie ob sie immer noch Herr ihrer Sinne sei? Nach langem warten antwortet diese: "Bedingt". Der mutige Florp versucht es als nächstes, doch die anderen Gefährten trauen der Sache nicht ganz. Florp, dessen Augen ebenfalls zu schwarzen Löchern mutiert waren, fragt die Gruppe, ob sie nicht auch ihrem esoterischen Orden beitreten möchten. Alexios erwidert, dass Praios das wohl nicht sehr witzig finden würde...
Sie nähern sich der Höhle. Der Eingang ist nur ca. 1 Meter breit und ein einzelner Skave steht davor. Die Abenteurer beschliessen sich im Unterholz zu verstecken und die Bewacher ins Freie zu locken. Trym zieht ihre Armbrust und schiesst auf den Skaven. Der Kampf beginnt.
Zwei Fronten
Faolan, die sich dem flatternden Geräusch unbemerkt nähern konnte findet heraus, dass die Decke über und über mit Fledermäusen bedeckt ist. Als plötzlich ein Alarm von den Blaukäppchen erklingt und die Bewacher nach draussen stürmen, packt sie einen Stein, lässt diesen grün aufleuchten und wirft ihn so weit sie kann zu den Fledermäusen und wirft sich gerade rechtzeitig zu Boden, bevor die Fledermäuse über sie hinwegschiessen. Nun geht alles sehr schnell. Akira fixiert die Duergar Frau mit einem Huntersmark, Farûn geht in Deckung und versucht den Wänden entlang ins Freie zu schleichen und Faolan stürmt, trotz ihrer Fesseln, auf die Frau mit dem Runenschwert zu, erpicht diese umzuwerfen. Diese kann jedoch, obwohl sie von den Fledermäusen abgelenkt ist, in letzter Sekunde ausweichen. Die Duergar Frau ahnt, dass die Angreifer sie draussen in einen Hinterhalt locken wollen. Nicht weniger hinterhältig zaubert sie eine Dunkelheit auf den Höheleingang, damit ihre Schergen ungehindert ins Freie treten können. Sie haben aber nicht mit Alacaya gerechnet, welche die Darkness plötzlich aufhebt und mit gewaltigem Gebrüll auf die Schergen losstürmt. Florp sprengt die versammelte gegenerische Truppe einfach weg. Alexios läutet den Toten, Morvàt, Trym und Alacaya bearbeiten zusammen die Anführerin, die plötzlich riesig wird. Sie und die Skaven konzentrieren sich nun auf Florp und bringen ihn nach etlichen Angriffen zu Fall. Ein Skave lässt nicht von ihm ab und schlägt auf dessen bewusstlosen Körper ein! Alexios wirkt einen heilenden Zauber in der Hoffnung nicht zu spät zu sein. Er rennt zu ihm hin und...nein...ist es...? Oje! NEIN! Die Götter waren ihm nochmals gnädig! Praios sei Dank?!
Derweil rennen die Gefangenen mehr oder weniger unversehrt aus der Höhle. Farûn rennt zu Trym und lässt sich ihre Handschellen abnehmen. Faolan rennt ebenfalls zu Trym...bleibt aber vor ihr stehen und stammelt unsicher "Hallo ig bis...äh...dr Grüen Ritter?"