Wir sind noch einmal davon gekommen! Das war echt knapp! Wir machen jetzt erstmal Rast! Die spährlich gekleidete Menschenfrau hat dem Basilisken neue Scheuklappen aufgesetzt und liest seine Gedanken. Sie erzählt uns, dass Alacaya Nachtlied in die Gruft eintreten konnte, indem Sie den Befehl "Praios, Bann deine Widersacher!" äusserte und mit dem Praiosschild einen weissen Strahl auf die Untoten Bewacher feuerte. Die Bewacher sind daraufhin zurückgewichen. Danach seien 2 Dutzend Grung mit ihr zusammen in die Gruft gestiegen. Gnorp sei zu gross gewesen um mitzugehen. Danach hätten sich die Untoten auf ihn und die restlichen Grung gestürzt. Alacaya Nachtlied scheint da kein schlechtes Gewissen zu haben...
Nach einer kurzen Besprechung mit meinen Kamerad*innen beschliessen wir mittels Starlings Ungesehenen Diener und einem, von mir conjurierten, Raben-Schwarm die Gruft auszuspionieren.
Wir schleichen uns rauf...von den verlassenen Gebäuden hören wir wieder die gruseligen Instrumente spielen... Wir gehen weiter rauf zu den zwei Tempeln, dort wo sich die seltsame goldene Kugel mit den drei unbekannten Gestalten unterhalb des Wasserfalls befindet. Klinfiz und der emsige Froschmann gönnen sich ein erholsames Bad im reinigenden Wasser. Und nun schleichen wir uns an die Gruft ran, ausser Sichtweite der herumfliegenden Untoten natürlich. Meine tapferen Raben fliegen ungehindert zu der roten Membran und picken unauffällig darauf herum. kh'Uhb begleitet getarnt den Schwarm und schildert mir mittels Telepathie was sich dort abspielt. Es scheint als wäre die Membran von einem weissen Licht umrundet. Hmm spannend... leider wird jetzt mein schöner Schwarm von der laut schreienden Leit-Sirene mit einem einzigen Fausthieb vernichtet. Keine Ahnung wie sie das geschafft hat... James versucht sein Glück ebenfalls...ohne Erfolg.
Etwas ratlos kehren wir zu den zwei Tempeln zurück um dort Lösungen zu finden. Klinfiz zieht sich hoffnungsvoll Grimwinas Helm an und kneift angestrengt ihre Augen zusammen. An dem Tempel sind seltsame Adern zu sehen, laut Hedja handelt es sich um Feylinien... Klinfiz fragt ob es etwas mit den schwarzen Kristallen zu tun hat...keine Ahnung über was die da reden, ich greife in meine Tasche und gönne mir ne Karotte.
In einem der Tempel schweben Erdklumpen herum...auch wir fangen an zu driften, wenn wir uns im Raum befinden. Es hat 8 Statuen im Raum. Eine stellt einen Säbelzahntiger dar. Dieser befindet sich in der Mitte und wird von in Roben gekleidete Humanoide flankiert. 4 auf einer Seite, 2 auf der anderen und 1 schwebt im Raum umher. Alle sehen unscharf aus. Hedja - die übrigens immer noch meinen Umhang trägt, niemand hielt es für nötig ihr ein passendes Kleidungsstück anzubieten - wirkt einen Magieerkennenden Zauber und findet heraus, dass sich hier alle möglichen Arten von Magie befinden: Evokation, Wahrsagerei und weitere. Farùn bleibt in der Mitte des Raumes stehen und hebt ihre Hände erwartungsvoll in die Höhe. Plötzlich inspiriert sage ich auf Sylvanisch "Häufet üs!" Es tut sich was und Faruns Augen werden glasig...plötzlich fragt sie leise: "Wie chunnt mä i di Gruft ine und was erwartet üs?" Sie erhält Bilder von einem Kampf mit den Untoten vor der Gruft. Sie sieht wie ich (!) die Erde einsinken lasse um den Eingang zur Gruft zu vergrössern doch es misslingt, der Eingang bleibt versperrt. Dann eine nächste Vision wie Alexios Zilotis und Starling Belltail ihre goldene Magie wirken um die Membran zu entfernen und es gelingt! Und zuletzt folgt etwas wahrlich gruseliges: Sie sieht, wie Alacaya Nachtlied vor dem Grab Delamas kniet. Ein goldener Kristall steht dort mit einem regungslosen Elfkörper darin. Sie opfert ein Grung nach dem anderen, alle werden sie in den Kristall gesogen bis sie zuletzt alleine dort kniet. Farun sieht wie Alacaya plötzlich schreiend zurückweicht und dann selber in den Kristall gesogen wird. (Na immerhin hat sich dieses Problem von selber gelöst...) und dann explodiert das Licht und die Vision endet.
Hmm wir sind uns ziemlich sicher, dass diese Vision die Zukunft beschreibt und wir sind uns auch ziemlich sicher, dass wir so schnell wie möglich dort hin sollten. Doch unsere Kraft ist erschöpft und wir benötigen dringend eine längere Rast. kh'Uhb, der zuvor im Tempel herumgeschwebt war, nimmt einen Satz in die Luft und verschwindet am Himmel. "Das wird beim Runterkommen aber weh tun..." findet Alexios bevor ich selber einen Satz gen Himmelszelt vollführe. Ich gebe zu dass die Aktion etwas unüberlegt war..aber glücklicherweise schweben kh'Uhb und ich ganz langsam wieder auf die Erde zurück. Sehr langsam. Die Gruppe scheint sichtlich genervt als wir nach ca. 30 Minuten wieder landen... Die Wirkung dieses Zaubers scheint nach einer gewissen Zeit wieder zu verschwinden.
Es folgt eine hitzige Diskussion ob wir zurück zum Tal gehen sollten um zu rasten oder ob wir im, von Geistern verseuchten, Tempel übernachten wollen um etwas Zeit zu sparen. Leider entscheiden wir uns für letzteres... Mit einem unguten Gefühl in diesem Tempel eingeschlossen zu sein, entscheiden Starling und ich unsere Bedroll ausserhalb des Turms in einem Gebüsch auszurollen. Und siehe da, mitten in der Nacht beschliessen die Geister vor dem Eingang des Tempels ihre Todesschlacht zu "reenact'en". Natürlich werden sie dann auf die Eindringlinge aufmerksam und beginnen sie anzugreifen. Starling und ich rennen unseren Kamerad*innen zu Hilfe. Der Kampf ist heftig und uns bleibt nichts anders übrig als zu fliehen. Ich nehme meine Schlachtross-Form an und helfe Alexios aus dem Tempel zu kommen.
Etwas schlecht gelaunt rufen wir Renn Langzeh mittels Ohrmuschel an, dass uns Kammeryn bitte beim See abholen soll und uns auf seine Insel bringt.
Wir rasten (endlich).