Fortsetzung 24. Rahja
Die Schlacht bei Kastell Hammelbach im Rend ist zum grössten Teil geschlagen, die Truppen um Lady Geralda haben den Kampf für sich entschieden. Vereinzelt laufen auf dem Schauplatz aber noch kleinere Scharmützel, in eines davon ist die schwer lädierte Witschwod-Watch verwickelt. Während Farùn leblos im hohen Gras liegt, versucht der Rest der Witschwod-Watch nicht dasselbe Schicksal zu erleiden. Sir Pelliton versucht gerade das Weite zu suchen und sich um die nahegelegene Ecke der Festungsmauern zu flüchten, während seine Schergen weiterkämpfen und Sh'dou von einer Mauer Pfeile abfeuert.
Morvàt Hammelbach und Klinfiz Gnobar versuchen die beiden Ritter der drei Rosen Schergen zu neutralisieren, leider schaffen sie in nützlicher Frist aber nur einen der beiden... Immerhin machen sie aber auch noch dem darin hausenden Hirnparasit den Gar aus. Zeitgleich nehmen Alexios Zilotis und 53PP den erhöht stehenden Sh'dou ins Visier. Dieser geht kurz nachdem er sich zur Flucht entschieden hatte unter den donnernden Handschuhen von 53PP und den Angriffen von Alexios Zilotis sehr schnell zu Boden.
Zu diesem Zeitpunkt betritt auch Sir Pelliton wieder das Schlachtfeld, es scheint als wäre er einerseits durch die Witschwod-Watch und andererseits durch Akteure ausserhalb ihres Sichtfeldes in die Mangel genommen worden. Nun fokussieren sich alle Angriffe der Witschwod-Watch auf ihm. Ein magischer Besen und eine beschworene Fey-Kreatur malträtieren den berittenen Sir Pelliton so sehr, dass dieser erneut ums Eck der Festung fliehen will. Starling Belltails Shatter Spell flippert Sir Pelliton aber sogleich wieder auf das Schlachtfeld zurück, wo er reglos am Boden liegen bleibt. Entgegen der Annahmen der Witschwod-Watch und eines hinter der Wand hervortretenden, vermummten Mannes der Noten, entfährt Sir Pellitons Leiche kein Hirnparasit. Allerdings geht mit Sir Pellitons Ableben, ohne weitere Fremdeinwirkung, der letzte Ritter der drei Rosen Scherge zu Boden. Dessen Hirnparasit wird tot vorgefunden. Mit einem grossen Einmachglas tritt der vermummte Mann an den Hirnparasit heran und packt diesen in sein Glas hinein, während er sich darüber erfreut zeigt die Witschwod-Watch zu treffen. Ungeachtet der angewiderten Neugier des gerade gesehenen versuchen die Witschwod-Watch Mitglieder sofort Farùn irgendwie zu retten. Dabei fragen sie nach einiger Zeit auch den die Leichen untersuchenden vermummten Mann, ob er Farùn wiederbeleben könne. Er sei kein Heiler meinte dieser nur, aber er habe da gerade eine Spellscroll "Gentle Repose" aus der Tasche des an Sir Pellitons Seite kämpfenden Praiospriester gezogen. Er überreicht sie Alexios Zilotis, welcher den Zauber wirkt um Farùns Leichnam in diesem frühen Zustand des Verwesungsprozesses zu stoppen. Als sie sich dann abermals an den vermummten Mann wenden wollten, war dieser nicht mehr zu sehen. Nun treten Naufak und die anderen Angehörigen des Stamm der Zakoon an Farùns Leichnam heran und zeigen sich sichtlich über ihren Tod bestürzt. Sie nehmen ihren Leichnam zur Aufbahrung an den Waldrand mit.
Beim Kastell Hammelbach im Rend finden sich in den nächsten Stunden viele Neuankömmlinge ein, darunter viele Angehörige von Kämpfenden und Leute aus der Gegend. Sie lauschen der charismatischen Rede, welche Geralda bezüglich der bestrittenen und bevorstehender Schlachten hält. Aus Gravenford und von anderen Orten wird Speis und Trank herangekarrt um die gleichzeitige Sieges- und Trauerfeier kulinarisch zu begleiten. Die Mitglieder der Witschwod-Watch machten bei den Anwesenden der verschiedenen Fraktionen die Runde um in Erfahrung zu bringen, ob jemand von ihnen Farùn wiederbeleben könnte. Der Stamm der Zakoon erzählte von ihrer heilige Quelle in der Orkpforte deren Magie Farùn wieder zurückholen könnte. Allerdings müsste die Witschwod-Watch ihnen bei der Befreiung der heiligen Orkpfortenquelle helfen. Von den anderen Anwesenden schien aber niemand ihre Wiederbelebungsambitionen unterstützen zu können. Doch am Ende ihrer Fragerunde besann sich Alexios Zilotis plötzlich auf seine von Praios gewährte Gabe nach jeder langen Rast durch Gebete mit neuen Zaubern gesegnet zu werden. So würde er am nächsten Morgen also Farùn wiederbeleben können.
Die Feierlichkeiten schienen auch neue Banden zu knüpfen und bestehende Beziehungen zu stärken. Daraus ergaben sich an diesem und den folgenden Tagen folgende Gelegenheiten und Gegebenheiten:
- Capella bietet der Witschwod-Watch und dem Bündnis die Dienste der Noten an. Über den Preis der Dienstleitungen müsste aber einzeln verhandelt werden.
- Die Kriegsgefangenen aus Silkwiesen werden zu einer Rückzahlung ihres verursachten Schadens durch Aufbauarbeiten am Kastell Hammelbach im Rend verdonnert. Dadurch sinken die aufzubringenden Kosten für den Ausbau der Festung.
- Der Stamm der Zakoon bietet uns ihre Dienste weiter an, wenn wir ihre heilige Quelle in der Orkpforte von den Skaven säubern
- Die Weisszahn Orks bieten uns ihre Hilfe im Kampf gegen Lord Saxton an, wenn wir ihnen bei einer Orkfehde im Ambossgebirge helfen. Dabei sollen wir den nun dort ansässigen feindlichen und durch einen Drachen unterstützten Orkclan auslöschen
- Die Harengon entscheiden sich gegen eine Rückkehr nach Rendwasser. Sie werden sich in den Hügeln nahe Gravenford niederlassen und die Unternehmungen der Witschwod-Watch und ihrer Verbündeten gemeinsam mit anderen örtlichen Betrieben in Form von Abgaben unterstützen.
Als am Abend des ersten Tages der Feierlichkeiten der innere Kern des Bündnisses (Witschwod-Watch, Geralda, Herbert Greifax) gemeinsam im Thronsaal des Kastell Hammelbach im Rend speisten und Pläne schmiedeten, kündete eines der Mitglieder der Gravenforce das eintreffen eines Besuchers an. Es handelte sich um den vermummten Mann, welcher die Witschwod-Watch sprechen wollte. Starling Belltail und 53PP löcherten den vermummten bereits vor dessen Eintreten in den Raum mit Fragen bezüglich seiner Absichten, seiner Herkunft und seiner Identität. Der Vermummte gab sich als Jarl zu erkennen, welcher dem Ruf der Noten gefolgt sei um gegen Sir Pelliton zu kämpfen. Er sei daran interessiert das Rätsel um die Herkunft und Absichten der Hirnparasiten zu lösen. Dabei nehme er Proben um ihre Anatomie und die Ursprünge ihrer magischen Fähigkeiten studieren zu können. Als er Geraldas Aufforderung nicht nachkommen wollte seine Gesichtsbedeckung abzunehmen, versuchte er die Anwesenden mit der Übergabe von magischen Gegenstände aus der siegreichen Schlacht von seiner Person zu überzeugen. Die Witschwod-Watch hatte mal wieder etliche wertvolle Gegenstände nach dem niederstrecken der letzten Gegner einfach so liegen lassen... Darunter das Frostbrandschwert von Sir Pelliton, ein Drei Rosen Schild (+1), ein Drei Rosen Schwert (+1) und das Summon Steed Zaumzeug von Sir Pelliton. Er konnte damit bei den Anwesenden langsam an Vertrauen gut machen, doch kurz darauf begann sich plötzlich seine Stimme zu verändern. Seine schwarze Lederrüstung wurde zu einem luftigen weissen Hemd unter einem blauen Jacket, sein Kapuze wurde zu einem pompösen Hut mit Feder, und seine auf dem Rücken gekreuzten Schwerter wurden zu zwei aus einem Schildkrötenpanzer ragende Kanonenrohre. Plötzlich stand ein Tortle in Seemannskluft im Thronsaal. Sein resignierender Gesichtsausdruck verriet bereits, dass er sich darauf gefasst machte, sich abermals erklären zu müssen... Er sei also offensichtlich kein Mensch meinte er, und auch heisse er nicht Jarl, sondern Simonetto Tartaruga. Doch versicherte er den Anwesenden, dass die restlichen von ihm gemachten Angaben korrekt seien. Er gehöre den "Praktikern" der Noten an und habe als Freibeuter für Dalrath sein Leben finanziert. Ein Admiral eines geenterten Kanonenbootes habe einst seine Bekanntschaft mit einem stimmenlose Flüsterer geschildert und das hat Simonetto Tartaruga nicht mehr losgelassen. Als er der Freibeuterei dann eines Tages entsagte, begann er in der Entschlüsselung der Geheimnisse um die stimmenlose Flüsterer seine neue Bestimmung zu suchen. Von Barden und trunkenen Taugenichtsen hat er von der Witschwod-Watch gehört und sich aufgemacht sie zu suchen. Nun hoffe er, sich ihnen anschliessen zu können um so mehr über diese abscheulichen Wesen herauszufinden und sie aus dieser Welt zu verbannen oder sie gänzlich zu vernichten.
Die Witschwod-Watch entschied sich dem Fremden nach einem bald folgenden Verhör möglicherweise eine Chance zu geben. Sie könnten wohl Verstärkung gebrauchen, denn Klinfiz Gnobar entschied sich in eine eher administrative Rolle im Bündnis umzusteigen. Klinfiz Gnobar will die Truppen besser ausbilden, damit es weniger Opfer zu beklagen gibt. Klinfiz Gnobar hofft, dass so nach dem Einsetzen von Geralda als rechtmässige Thronfolgerin der Grafschaft mehr Streitmächte übrigbleiben würden, um endlich ihr geliebtes Onskrkle_retten zu können!
25. Rahja
Alexios Zilotis wurde nun von Praios mit der Gabe der Wiederbelebung gesegnet. Er hielt einen Diamanten über Farùns leblosen Körper, welcher sogleich vom, durch den Diamanten zerstreute, Licht umhüllt wurde. Nach wenigen Augenblicken rang Farùn nach Luft und versuchte sich zu orientieren, während daneben die Witschwod-Watch und der Stamm der Zakoon freudig auf sie einquasselten.
Am selben Morgen entsendet Perry Fogleaf einige Angehörige der Noten mit einem Auftrag nach Brindol. Sie sollen Lord Saxton und seine Schergen schlecht reden und das Bündnis um Geralda loben. Dazu sollen sie unter anderem mit dem Zauber Skywrite Propaganda über Brindol schreiben "Saxton hat die Bedegars auslöschen lassen! Geralda lebt! Gravenford obsiegt!"
Das Bündnis hat seine erste Schlacht gewonnen und strebt nach Grösse, Verbündeten, Macht, Erfolg und nicht zuletzt Rache. Doch bei vielen dieser Ziele würde wohl ein einschlägiger Name von grossem Nutzen sein...