1. Journals

48: Von Säuberungsaktionen und diplomatischen Annäherungsversuchen

July 13, 2024
Aufbruchstimmung im Kastell


Morvàt läuft der Schweiss herunter während Semmel mit feinen Pinselstrichen ein paar weitere Details zu seinem Werk hinzufügt. "Dauert das noch lange! Das ist echt mühsam!" Morvath wischt sich energisch eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Er ist es sich nicht gewohnt solange still zu stehen. "Bald fertig", erwidert der Halbling gelassen. Der blaublütige Dämonenjäger wird sogleich von Jost, dem Partner von Pinna, angesteuert. Dieser übergibt ihm eine Diplomatentasche von Lady Geralda. Er erklärt ihm, dass es damit möglich ist, Briefe auf sicherem und schnellem Weg zu übermitteln. Echt praktisch! Etwas weiter hinten türmt sich das nicht mehr ganz so baufällige Kastell Hammelbach in den Himmel empor. In einem sonnendurchfluteten Zimmer erhebt sich Alexios Zilotis zufrieden seufzend von seinem morgendlichen Gebet und tritt ans Fenster. Sein Blick bleibt auf einer Szene im Innenhof ruhen, wo Starling Belltail auf seiner Flöte eine Melodie für die arbeitenden Frauen und Männer (und Kinder!) spielt. Scheinbar fühlt sich eine ältere Halbling-Dame dadurch gestört und weist den Tiefling mit einem ländlichen Ost-Dialekt zurecht. Er solle gefälligst die armen Arbeiter:innen mit seinem Getröte in Ruhe zu lassen! Der gestiefelte Barde lässt sich davon nicht beeindrucken. Perry Fogleaf ist mit seinem Harengon-Clan daran, einen Bau in der Nähe des Kastells zu errichten.

Gegen Mittag treffen sich die wackeren Abenteurer:innen zu einem Mittagessen und besprechen die Aufteilung des tasty Loots. Perry, gut gelaunt durch das Verankommen seines eigenen Baus, schlägt ein Würfelspiel vor, um den Besitz des heissumkämpften Ring of Protection zu bestimmen und gewinnt dieses souverän. Der adelige Morvath beansprucht den Potion of Flying für sich und schenkt dafür den für ihn unnützen Helm of Comprehending Languages dem Neuling Simo. Morvath berichtet der Witschwod-Watch dass ihm zu Ohren gekommen ist, dass es Desserteure der Kriegsgefangenen von Silkwiesen gibt. Wir einigen uns, dass wir die Gefangenen ziehen lassen uns jedoch überlegen sollten, wie dies in Zukunft verhindert werden kann. Weiter besprechen wir die nötigen Vorkehrungen vor unserer Abreise zum Kreissee, um dem fehlgeleiteten (oder infizierten) Nekromanten Amir Vesema das Handwerk zu legen. 

Die Witch Wood Watch geht auf einen spontanen Shopping Spree und kauft in einem kollektiven Wahn 4 Reittiere. Nicht um die Reise zu beschleunigen, sondern um mehr Loot mittragen zu können. Diese Reittiere hören auf die Namen Jürä (Esel von 53PP), Pablo (Esel von Starling), Eselcobar (Esel von Simo) und Anastasia (Reitpferd von Morvath). Es wird sogar kurz überlegt ob noch ein paar Reserve-Esel auf die bereits erworbenen Esel gepackt werden sollten, da diese scheinbar bulkmässig mehr als ihr eigenes Körpergewicht tragen können...doch schlussendlich obsiegt die Vernunft... Gekauft wird dafür genügend Nahrung für die neuen vierbeinigen Begleiter:innen der WWW.


Die Reise durch den schönen Rend


Wir beginnen unsere Reise gen Osten. Wir wandern am Ingerims Unterpass vorbei in nordöstliche Richtung. Die brütende Sonne des Monats Praios macht uns zu schaffen. Wie wird das erst sein wenn wir den Rend verlassen? Wir reisen 2 Tage. Am Ende des zweiten Tages erreichen wir den Waldrand. Perry bleibt abrupt stehen und schnüffelt die Luft. Er wittert den metallischen Gestank von Blut. Simo lässt sogleich Crigger, seinen farbigen Papagei los, um die Gegend auszukunftschaften. Wir erfahren, dass ein menschliches Camp überfallen wurde. Die Zelte und Schlafrollen von ca. 8 Personen sind alle mit Blut durchtränkt. Das Gemetzel ist 3-4 Tage her. Fussspuren führen gen Süden. Perry beschwört einen Zauber, der seine Mitstreiter:innen dazu befähigt möglichst wenig Geräusche zu machen. Sie schleichen 1 Stunde den Fussspuren hinterher. In der Ferne hören sie gluksende und lachende Geräusche. Die Gnolle sind nicht weit. Perry verwandelt sich in einen Wolf und erkunden weiter, immer auf die Windrichtung achtend. Er stösst auf das Camp. Etwas über ein Dutzend Gnolle liegen faul in einem Camp herum. Viele schlafend mit aufgedunsenen Bäuchen. Ein paar vollgefressene Hyänen liegen an deren Seite und ein stämmiger Gnollhäuptling weilt unter ihnen. Perry erstattet seiner Truppe Bericht und gemeinsam schleichen die Helden um das Camp herum um, zu Morvaths entzücken, diese Monstrositäten zu FLANKIEREN. Leider tritt der schusselige 53PP auf einen Zweig, was das Überraschungsmoment etwas zunichte macht.


Säuberungsaktion im Rend


Perry, der die Verfolgung seiner Sippe durch diese elenden Kreaturen immer noch nicht verdaut hat, lässt keine Gnade walten und eruppiert die Erde unterhalb der auf einer Anhöhe liegenden Bogenschützen. Alexios, in weiser Voraussicht, bereitet einen Führungsbolzen vor, um 53PP bei seinem Angriff auf den Häuptling zu unterstützen. Der getroffene Anführer stürmt daraufhin auf den gepanzereten Artificer zu und erteilt ihm eine ordentliche Backpfeife und hält ihn fest. Farùn ellböglet einem, durch die Explosion bereits verwundeten, Gnoll ins Gesicht, was fatal für ihn endet. Von dem neuen Blutvergiessen in eine Art Raserei getrieben, wird Farun sogleich von den Gnollen umzingelt. Starling lässt einen schrillen Ton erklingen , der dem Geist des Anführers ordentlich zusetzt und inspieriert dabei den Schildkrötenmann. Der Taktiker Morvath motiviert 53pp zu einem weiteren Angriff auf den Anführer. Immernoch vom Häuptling festgehalten und nun bedroht von weiteren Hyänen digitalisiert sich 53PP ein paar Meter weiter weg. Perry beschwört eine mächtige Feengestalt, welche auf die Gnolle eindrischt. Alexios nutzt seine geistigen Fähigkeiten um seine Mitstreiter zu segnen. Die Hyänen und Gnolle versuchen verzweifelt das Ruder rumzureissen und greifen mit Rudeltaktiken an. Simo, immer noch inspiriert, füllt das Gehör des Häuptlings mit schauerhaftem Flüstern und dieser rennt verstört davon. Starling nutzt plötzlich tiefere Töne in seinem Lied und die Hyänen und Gnolle bewegen sich träge, fast in Zeitlupe. Zudem gewährt er einem tanzenden Stein die Reise in das Gesicht des Häuptlings. Der von der Horde von Hyänen eingekesselte Morvath wird plötzlich zum Schwertmeister, als er links und rechts mit seinem Säbel pelziges Getier entzweit. Zwei weitere Gnolle entleben durch 53PPs (Panzer-)Hand(-schuh). Alexios wirft weitere Führungsbolzen um sich und Farun killstealed sich den letzten Bogenschützen auf der Anhöhe, bevor die Feengestalt eingreifen kann. Der Häuptling wagt einen letzten Angriff auf Morvath, wird aber vom Schildkrötenmann mit einem gezielten Feuerbolzen geröstet.


Zu Gast in Silkwiesen


Wir entsorgen die Leichen der Gnolle auf einem grossen Feuer und durchsuchen deren Camp. Leider entdecken wir nichts wertvolles und von den armen Menschen, welche den Untieren zum Opfer fielen, ist leider nichts mehr übrig. Wir verlassen den Wald und und passieren den Grav Richtung Osten. Perry starrt nachdenklich gen Südosten wo sich hinter den Gnollhügeln die Dornenwüste ausweitet. Das Land seiner Vorfahren. Ihm fallen auch viele grosse Spinnennetze in der Ferne auf. Als die WWW Silkwiesen immer näher kommt, besprechen sie sich ob sie das Dorf besuchen sollten. Perry und 53PP sind die einzigen, welche dagegen stimmen und somit steuern sie das Dorf an. Dieses ist von einer Pallisade umgeben und eine Halbling-Wache ruft ihnen schon von weitem entgegen was sie hierhin führt. Perry wirkt einen Zauber und lässt Simo überzeugender auftreten während dieser um eine Audienz bei deren Anführer:in bittet. Nach einer Weile ruft plötzlich eine junge Halbling Frau herunter und stellt sich als Bürgermeisterin Borkmine vor. Nachdem der Grossteil der WWW dem Wunsch nachgeht, die Waffen niederzulegen, werden wir in einem Gasthof von der Wirtin Erla empfangen. Wir erfahren von Borkmine, dass Semmel, der Künstler der Morvath portraitiert hatte, ihr Partner sei. Sie ist überglücklich zu hören, dass es ihm gut geht. Simo versucht nun die Bürgermeisterin auf Geraldas Seite zu ziehen. Diese erwidert, dass Silkwiesen in einer Hungersnot stünde. Seit Lord Saxton alle Spinnenbändiger eingezogen hätte, sei der Seidenhandel eingebrochen. Sie brauche dringend Unterstützung von der Gravenforce. Edo sei der Einzige, der noch ein Schwert führen könne. Die WWW versprechen etwas gegen die akute Hungersnot zu tun. Perry erklärt sich bereit, die Felder der Silkwiesner mit einem Naturzauber zu segnen, der die Ernte für ein ganzes Jahr verdoppelt sollte. Alexios nimmt den sündigen Dorfbewohner:innen die Beichte ab, da dessen Priester, Riddle, nicht zurückgekehrt sei von der Schlacht. Der sonst so unempathische Morvath lässt zum Staunen aller die Dorfkinder auf Anastasia reiten! Und er händigt Silber für Infos aus!!!

Wir fragen nach dem alten Bedegar-Wohnsitz wo nur noch eine Ruine übrig ist. Dort finden wir eine Statue, ein Monument an dessen frühere Herrscher:innen Amelde und Leowald. Farun probiert ihr Glück und fragt im Dorf nach Wissen von alten Waffen und findet die alte Zwergin Dara, die der Goliathin erzählt, dass verschiedene Sphären von Realitäten existieren. Die hierige Sphäre sei aus dem Nichts von Ingerimm geschmiedet worden. Es gäbe noch andere Sphären und dazwischen...der LIMBUS. Darin gäbe es vierarmige Zeitplünderer, die Zarkelani, welche seit Ewigkeiten Krieg gegen die Alten führen. Die Alten seien so alt wie die Götter selbst und haben Schlangen als Haare. Dara ist sehr wissbegierig wo Farun diese seltene Waffe her hat, diese weicht den Fragen aus und erklärt, dass sie die von einem reichen alten Sack erworben habe. Farun erfährt von der Zwergin auch, dass man mit beiden Waffen zusammen an zwei Orten gleichzeitig sein kann. Nach dem Loredump kauft sich Farun noch ein seidenes Seil, dass wenig Bulk benötigt und schenkt es dem dankbaren Perry. Das alte Seil wird dann auf den wartenden Eselcobar gedump't.


Was geschieht im Witsch?


Kurz vor dem Schlafen findet Perry in seiner Tasche noch die alte Sending-Muschel und sendet eine Message an Renn Langzeh. Dieser antwortet, dass es ihm und Kammeryn gut gehe, die Aufräumarbeiten beim Stein laufen weiter und der Sumpf sei etwas zurückgegangen. Die Geister schweben unverändert oben am Tempel herum. Etwas sei jedoch seltsam...es fliegen in letzter Zeit ziemlich viele Drachen umher.

Perrys Augen weiten sich und er blickt besorgt Richtung Nordwesten.


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