1. Journals

52: Die Ambitionen des Amir Vesema

October 27, 2024

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Tagebucheintrag Perry Fogleaf 12. Praios 53 BC

Meine Weggefährten stimmen mir zu. Wenn es irgendwo ein Heilmittel für Morvàt Hammelbach gibt, dann im Magierturm. Starling Belltail und Farùn haben sich bereit erklärt die Zombies abzulenken während wir uns in den Turm schleichen. Der Turm selber hat keinen Eingang, deshalb betreten wir den am Turm anliegenden Praios-Tempel. Der Gestank ist unaushaltbar. Ein randvoller Leichenwagen parkt im innern, dahinter zwei Statuen der Gründer:innen des Ordens. Bei einer der Statuen handelt es sich um die Sonnenlegionärin Traute Praian. Sie hält die Hände ausgestreckt als präsentiere sie eine Waffe. Doch diese fehlt. Darunter liegt ein grosses Buch. Alexios Zilotis greift es sich und beginnt darin zu stöbern. Er erfährt, dass die Entwender der heiligen Waffe, Armalion, versucht haben den Geisterfürsten der Dornenwüste zu vernichten. Er soll für die Gnollenangriffe verantwortlich sein. Weiter steht, dass im Berg Jerdan aussersphärische Wesen hausten und dass vor zwei Wochen zwei Drachen gesichtet worden waren.

Im hinteren Teil des Tempels finden wir einen goldenen Vorhang und dahinter zwei zerstörte Statuen mit goldenen Helmen. Es sieht aus, als hätte sich hier ein Kampf ereignet. Es hat einen Riss in der Mauer und schwarzer Stein kommt zum Vorschein. Hier muss sich der Eingang zum Magierturm befinden. Während Simonetto Tartaruga - in gewohnter Freibeutermanier - mit der Unterstützung des wortkargen 53PP beginnt die Statuenköpfe aus den goldenen Helmen zu klauben, bewegt sich Morvat interessiert auf die Spalte in der Mauer zu. Ich folge ihm mit wachsamen Augen. O Schreck! Der Raum hier ist total verzerrt und meine Sinne spielen verrückt. Zum Glück ist im Boden eine Kette eingearbeitet, an der wir uns orientieren können! Unser Weg macht keinen Sinn doch wir erklimmen den oberen Stock des Turms!

Wir durchwühlen das Lager von Amir Vesema. Wir finden eine kleine Bedroll mit einem Rucksack und ein in einer fremden Sprache vollgekritzeltes Buch. Es handelt sich um Amirs Tagebuch. Ich untersuche den toten Körper meines früheren Mitgefangen und finde eine Robe of Flying und einen Staff of Power, doch kein Heilmittel für Morvat. Mittlerweile treffen die restlichen Weggefährten ein. Sie wollen den Kopf von Amir als Beweisstück mitnehmen. Als Alexios seine Waffe zieht, drehe ich mich um.

Simo entziffert mittels Comprehend Languages-Helm die Tagebuchnotizen. Amir war auf dem Weg zum Witsch, um den dortigen Turm zu untersuchen. Er glaubte, dass dieser ein Verstärker (Conduit) für astrale Kraft war. Ausserdem hatte er die Theorie, dass verschiedene Türme im Elsir Tal miteinander verbunden sind. Er wählte den Witsch-Turm aus, weil er diesen verlassen glaubte und dieser am weitesten von der Zivilisation entfernt war. Doch er irrte sich. der Turm war bewohnt! In Wehrheim fand er eine Stadt voller Toter vor, Bevölkerung von den Löwen des Geisterfürsten, als Rache für die ständigen Kreuzzüge, ausgelöscht worden war. Ebenfalls anwesende Ritter der drei Rosen schenkten ihm den Turm in Wehrheim, damit er ihnen eine untote Armee beschwören könnte! In einer kleinen Randnotiz steht, dass Saxton all seine Prajos-Anhänger auf ihn hetzen würde, falls er dem nicht nachkommen sollte... Amir überwältigte die Statuen-Wächter und konnte den Turm beziehen. Nach langer Arbeit konnte er den Seelenvortex öffnen und beginnen mit der Sphere zu experimentieren! (Simo macht sich eine mentale Notiz, dass er dieses Ritual wohl kopieren könnte um den Conduit zu aktivieren.)

Ansonsten finden wir leider nichts. Traurig schaue ich Morvat an. Wir nehmen den selben Weg zurück und betreten nun den Rondra-Tempel, welcher sich auf der anderen Seite des Turms befindet. Der Tempel hat den selben Grundriss wie der Praios-Tempel. Auch hier hat es grosse Statuen. Eine davon ist der Drache Famelor, der Ehepartner von Rondra, der für seine Wut bekannt ist. Eine andere zeigt den kaltherzigen Gott der Söldner Kor, der Sohn Rondras. Dieser sieht aus wie eine humanoide Gestalt mit einem Löwenkopf. Er hält die Arme ausstreckt, wie die Statue des Sonnenlegionären im Praios-Tempel. Seine Hände sind genauso leer. Im Logbuch darunter erfahren wir, dass es sich um den Kor-Spiess handelte und dass dieser von den Spähtrups von Wehrheim mit in die Gnollhügel genommen wurde um die Gnolle dort zu bekämpfen. 

Wir finden nichts weiter und überlassen die Überreste Wehrheims den Flammen.

Wir ziehen weiter nach Norden Richtung Talar und nächtigen in einem Camp. Ich frage Alexios ob er die erste Wache mit mir machen möchte. Nachdem alle schlafen nehme ich meinen Mut zusammen und Spreche die Situation mit Morvat an. Alexios scheint ebenfalls besorgt, doch habe er die Hoffnung auf eine Lösung noch nicht aufgegeben. Frustriert wende ich mich ab. Es ist falsch! Alles ist falsch!..Ich wecke Simo für die Wachübernahme und gehe schlafen.

Tagebucheintrag Perry Fogleaf 13. Praios 53 BC

Wir werden überfallen! Rothäutige Hobgoblins greifen unser Camp an. Ein heftiger Kampf erfolgt und Simo und Morvat gehen zu Boden. Während Simo durch die heilende Aura meines Einhorn Totems wieder auf die Beine kommt, scheint Morvat die Heilung nicht zu erreichen. Nachdenklich blicke ich auf den reglosen Körper des einstigen Dämonenjägers hinüber...vielleicht...vielleicht würde sich der Kreis nun endlich schliessen. Doch schon ist Farùn zur Stelle und giesst die rötliche Flüssigkeit des Heiltranks in den verfaulten Rachen des Untoten. (Entgeistert sehe ich, wie sich die milchigen Augen wieder öffnen. Wieso hat diese Frau nur so viele Tränke auf sich...).

Die übrigen Hobgoblins werden besiegt und einer wird als Gefangener verschont. Es sind Kulkor Zhul-Hobgoblins und sie tragen alle das Wappen von Dalrath auf sich. Wir erfahren, dass sie vom Häuptling (Herrscher) aus Dalrath, Roland Burgener entsendet wurden. Der Goblin trägt 18 Goldmünzen in Brindolscher und Dalrather Prägung auf sich! Mehr Informationen erhalten wir nicht. 

Einige Gefährten sind kurz davor den wehrlosen Gefangenen zu exekutieren! Ich kann sie gerade noch davon abhalten, damit sie ihn ziehen lassen. Was war hier nur los? Wer sind meine Gefährten?

Wir legen uns wieder hin. Doch der Schlaf kommt nicht. Nachdenklich blicke ich auf schwarze Gestalt die reglos in ihrer Bedroll liegt, die schwere Armbrust an einen Stein gelegt. Ich drehe mich auf meinen Rücken und blicke auf die silberne Sichel des Mondes. Was war nur aus der einstigen Witschwod-Watch geworden?