Die Rast in einem alten lottrigen Jägerhäuschen wird lediglich durch die Besitzer gestört. Diese werden höflich, aber mit Nachdruck (und etwas Gold) davon überzeugt, dass sie doch dem brindolschen Spezialtrupp (uns) etwas Ruhe gönnen mögen und Stillschweigen über unsere Mission bewahren. Während der Nacht könnten die Wachposten nämlich zwischen 5 bis 10 Verfolger ausmachen, welche zuerst bei den Ruinen der WWW-WG nach Spuren suchten und danach zu Pferde in Richtung Sapha an unserem Versteck vorbei ritten.
16. Praios
Unsere Gruppe setzt sich östlich der Strasse in Richtung Sapha in Bewegung um allfällige Suchtrupps auf der Stasse zu umgehen. Während wir marschieren, bespähen wir die Umgebung und senden Crigger auf Erkundungsmission in Richtung der Strasse. Anscheinend gibt es eine Fluchtbewegung von Sapha in Richtung Brindol. Mit Sack und Pack ziehen Menschen, Halbelfen und Elfen gleichermassen gen Süden, oftmals kränklich und erschöpft aussehend auf ihren Karren und Tieren aufgestützt. Wie sich später nach einem Gespräch mit einer Gruppe Flüchtlinge herausstellen sollte, fliehen die Leute aus Sapha und Umgebung vor dem Zorn des Waldes nach Brindol, wo ihnen Lord Saxton Unterschlupf verspricht.
Von Zola erfahren wir, dass sie unter Folter einige Informationen über die Noten Preis gegeben hat, von welchen sie sich relativ sicher ist, dass sie den Ritter der drei Rosen bereits bekannt sind. Sie hat auch über die Residium-Produktion im Auftrag des Graf Brodmar Bedegar informiert, wodurch sie magische Gegenstände unter anderen für die Sonnenlegion anfertigten. Der leitende Residium-Alchemist war ein gewisser Fonar Frieder. Ausserdem wusste sie über zwei höchst interessante Begebenheiten zu berichten.
- Die Akademie der astralen Flüsse wurde von den Weissmagiern mithilfe von Lord Saxton und den Ritter der drei Rosen übernommen. Alle magischen Departemente, ausser den Weissmagiern wurden abgeführt und werden in der Sternenburg gefangen gehalten. Die Befreiung könnte hinsichtlich neuer Verbündeter gegen Lord Saxton sehr interessant sein.
- Die Witschwod-Watch war in Brindol überaus beliebt und die Bevölkerung war wenig begeistert von Lord Saxton. Dies änderte sich langsam nachdem eine Statue zu Ehren der Witschwod-Watch mithilfe von Magiern aus der Akademie der astralen Flüsse errichtet wurde. Es könnte sich dabei um eine magische Propaganda-Maschinerie handeln, die wohl besser eingerissen wird...
Aufgrund dieser Informationen entscheidet sich die Witschwod-Watch gegen eine Rückkehr zum Castell Hammelbach und will stattdessen die Flüchtlingsbewegung nutzen um unerkannt wieder nach Brindol hinein zu gelangen. Dafür wird ein Kurierdienst geplant, welcher mithilfe von Klinfiz Gnobar das mitgeführte Gold und Zola vom Feenstein im Rend zum Castell Hammelbach bringt. Dafür müssen die Reisenden aber trotzdem zuerst in den Norden zum Feenstein im Taurë Ninwa zu Myka.
Um mehr Informationen über die brindolschen Reiter zu sammeln, werden Simonetto Tartaruga und Perry Fogleaf (als süsser Hund getarnt) nach Sapha geschickt. Doch die beiden werden bereits beim Eintritt in die Stadt von zwei Hochelfen-Schildwachen empfangen und durch die Stadt eskortiert. Das Geleit ist höchst unangenehm, da die Hochelfen auf keinerlei Fragen und Smalltalk eingehen. Daher können Perry Fogleaf und Simonetto Tartaruga auch nur wenig über die aktuellen Geschehnisse in der Stadt ausmachen.
- Die 8 Pferde der Reiter aus Brindol sind bei einer der örtlichen Gaststätten angebunden.
- Anders als beim letzten Besuch der Witschwod-Watch in Sapha, ist nun ein grosser Hochelfentempel am Rande der Stadt zu sehen. Dieser war vermutlich bisher durch Magie getarnt/verschleiert gewesen. Ob der Tempel plötzlich sichtbar ist, weil einer der vier Türme umgestürzt ist, lässt sich nicht erahnen.
- Die Stadt wird anscheinend von allen Seiten von Waldwesen angegriffen, es liegt ein faulig bis giftiger Geruch in der Luft, der die Einwohnern krank zu machen scheint. Rund um die Stadt sind Barrikaden aufgebaut und der Hochelfen-Palast wird von einer magischen Kuppel geschützt. Letztere scheint nur für Hochelfen passierbar zu sein.
Nachdem die beiden sozusagen auf der Nordseite aus der Stadt geschmissen wurden, kehren sie in einem Bogen zum in einem Hinterhalt lauernden Rest der Truppe zurück. Starling Belltail entscheidet mit dem Invisibility-Zauber die Taverne zu durchsuchen um Informationen über die Reiter zu erhalten. Es scheint sich um 4 Knappen und 4 Edelleute zu handeln, einer davon kommt Starling Belltail fast auf die Schliche. Die Edelleute sind Schakal, Lord Erasmus, Lady Avalla und Nodo (Aphenodorus). Die vier sprechen über ein Treffen mit Ildaria, dem sie in Kürze beiwohnen werden.
Perry Fogleaf entscheidet sich den vieren als Ratte durch die magische Kuppel in den Tempel zu folgen. Doch der aufmerksame Schakal bemerkt das Ungeziefer und beseitigt es mit einem Fusstritt. Der enttarnte Perry Fogleaf versucht erfolglos zu flüchten und wird bewusstlos geschlagen. Als Perry Fogleaf längere Zeit nicht zurück kehrt und Alexios Zilotis Versuch ihn per Sending zu kontaktieren fehlschlägt, begibt sich Starling Belltail abermals unsichtbar nach Sapha. Dort trifft er auf den einen Sack tragenden Schakal in Begleitung von Nodo (Aphenodorus). Aus deren Gesprächen zieht er den Schluss, dass sich Perry Fogleaf in dem Sack befinden muss. Er zögert nicht lange und vollbringt einen genialen Schachzug. Starling Belltail berührt den Sack und setzt sich und Perry Fogleaf mit Dimension Door eine gute Distanz südlich in Startbereitschaft zur Flucht. Dazu wird Perry Fogleaf von seiner Bewusstlosigkeit geheilt und die beiden fliehen vor den Verfolgern in Richtung der im Hinterhalt lauernden Witschwod-Watch.