1. Journals

53.2 - Das verschwundene Schwert - Part2

 Brombek Braufest, John Ebsworth, Gazek,Eiphina


Die Keilerei im Keller des Buchladens Federkiel & Tintenfass bleibt nicht unbemerkt (Session 51.5). Siegfried, der Chef der Stadtwache der Sturmhöhe, zitiert Brombek, Gazek und Eiphina zu sich und will wissen, was passiert ist. Lionell ist in eigener Sache unterwegs, sodass er nichts davon mitbekommt. Stattdessen schliesst sich John spontan der Gruppe an, der gerade mit seinem Haustier Jeremy Gassi geht und ihr auf dem Weg zur Stadtwache über den Weg läuft.

Gazek liefert Siegfried eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse im Buchladen, wie sie angeblich geschehen ist: Die Gruppe sei spät des Nachts dort vorbeigelaufen und habe sich gewundert, wieso die Ladentür sperrangelweit offensteht. Als aufmerksame Bürger der Sturmhöhe hätte man selbstverständlich nach dem Rechten sehen wollen. Drinnen sei man über die ebenfalls offene Luke im Boden gestolpert, und im Keller unten sei die Gruppe sogleich und ohne Vorwarnung von Lars und seinen Kumpanen angegriffen worden. Über die Suche nach Glimms Schwert wird kein Wort verloren.

Siegfried gesteht ein, dass Lars bekannterweise öfter mal ein Auge zugedrückt habe, dass dies von der Stadtwache aber toleriert worden sei, weil er im Gegenzug so auch wichtige Informationen beschaffen konnte. In letzter Zeit sei jedoch auch diverses Material abhandengekommen und insbesondere seien der Stadtwache in den letzten Tagen insgesamt vier Vermisstenfälle gemeldet worden, und diese Häufung bereite ihm schon Sorgen. Siegfried bietet der Gruppe 10 Gold pro Tag an, wenn sie die Stadtwache unterstützt und der Sache auf den Grund geht. Dies ist ein sehr grosszügiges Angebot, welches die Abenteurer nicht ausschlagen können.

Siegfried gibt den Abenteurern in der Folge alle Informationen weiter, welche die Stadtwache bereits zu den vier vermissten Personen zusammentragen konnte. Daraufhin machen sie sich daran, die verschiedenen Spuren abzuklappern und mit den Angehörigen zu sprechen. Es stellt sich heraus, dass alle Vermissten magiebegabt sind und dass zumindest zwei der Vermissten unmittelbar vor ihrem Verschwinden eine ominöse Einladung erhalten haben, über die sie jedoch Stillschweigen gegenüber ihren Angehörigen bewahrt hätten. Beide hätten jeweils ihr schönstes Gewand angezogen und seien am späteren Nachmittag aus dem Haus gegangen, ohne sonst viel mitzunehmen. Bei einer Hausdurchsuchung findet Eiphina ein leeres Papier, in dessen rechter unterer Ecke das Symbol des Auges abgebildet ist, das der Gruppe bereits im Buchladen an verschiedenen Stellen aufgefallen war. Komischerweise kann nur Eiphina das Symbol sehen, die anderen sehen es nicht. Bis Eiphina kapiert, dass dies mit der schwarzpolierten Holzmünze zusammenhängt, die sie heimlich von einem der toten Gegner im Keller des Buchladens hat mitgehen lassen und auf welcher ebenfalls das Augensymbol eingraviert ist, dauert es eine Weile.

Die Gruppe beschliesst daraufhin, den Buchladen erneut aufzusuchen, da dies der einzige Ort ist, wo das Augensymbol sonst noch gesehen wurde und ganz offensichtlich ein Zusammenhang zu den Vermisstenfällen bestehen muss. Im Keller unten finden sie tatsächlich eine Tür, die sich mit Hilfe der Münze öffnen lässt. Durch einen dunklen Gang und über eine Leiter und eine weitere Luke gelangen sie in einen kleinen Geräteschuppen, der sich offensichtlich an die Rückseite einer Taverne anschliesst.

In der Taverne fühlt John dem Wirt ein wenig auf den Zahn und erfährt tatsächlich, dass zwei der Vermissten vor einigen Tagen dort waren und mit dem Gewürzhändler Zerdan Vilbek gespeist haben. Der Wirt kontaktiert den Gewürzhändler für die Gruppe und nach ein paar Stunden taucht dieser tatsächlich in der Taverne auf, begleitet von vier Personenschützern. Brombek vertieft sich in ein längeres Gespräch mit Zerdan über verschiedene Gewürze und deren möglichen Einsatz in der Bierbrauerei. John versucht in der Zwischenzeit, einen der mafiös wirkenden Bodyguards telepathisch dahingehend zu beeinflussen, dass er sich gegen Zerdan wendet, bleibt jedoch erfolglos und macht diesen nur misstrauisch.

Irgendwann bringt Brombek das Gespräch dann auf die zwei Personen, mit denen sich Zerdan vor einigen Tagen zum Mittagessen getroffen hat. Als dies auch nicht wirklich weiterführt, ruft Brombek Eiphina dazu, die ein bisschen abseits gesessen hat, und diese holt die schwarze Holzmünze mit dem Auge hervor. Zerdan bricht sichtlich der Schweiss aus beim Anblick der Münze und die Bodyguards reagieren sehr aufgebracht und aggressiv gegen Zerdan. Tatsächlich scheinen sie nicht zu dessen Schutz hier zu sein, sondern eher zu seiner Überwachung. Zwei der Typen versuchen sogleich, Eiphina zu packen und ihr die Münze zu entreissen. Diese entwischt ihnen jedoch unter den Tisch.

Ein erbitterter Kampf entbrennt zwischen der Gruppe und den Mafiosi. Zerdan kämpft nicht und flieht verletzt. Bis auf einen werden alle Gegner getötet. Der übriggebliebene Mafioso wird gefesselt und von John verhört. Es ist jedoch nichts aus ihm herauszukriegen. Mittels Zauberei dringt John in seine Gedanken ein und kann so immerhin herausfinden, dass die Mafiosi zu einer grösseren Organisation gehören, für welche Zerdan Personen heranschaffen musste. Zerdan hat sich bei der Gelegenheit etwas zu intensiv mit dem Wirt der Taverne unterhalten und dadurch das Misstrauen der Organisation und damit die Überwachung auf sich gezogen. Weiter kann John in den Gedanken des Mafioso erkennen, dass die zwei Vermissten verpackt und auf Pferden aus der Stadt gebracht wurden zu einer Art Steinplateau, wo sie von vermummten Gestalten in Empfang genommen wurden.

Bei den Toten findet die Gruppe 97 Gold. Eiphina erkennt durch die Holzmünze, dass alle Mafiosi das Augensymbol auf dem Arm haben, jedoch nur mit einer Welle, die nach Westen zeigt (und nicht wie bis dahin üblich mit vier Wellen in je eine andere Richtung). Der überlebende Mafioso wird der Stadtwache übergeben.

Am nächsten Tag begibt sich die Gruppe auf die Suche nach dem Steinplateau, welches John in den Gedanken des Mafioso gesehen hat. Tatsächlich findet sie den Ort, obwohl sie nicht viele Anhaltspunkte hat. Bei dem Steinplateau handelt es sich um Ruinen unbekannten Ursprungs. Auf dem Boden ist das ominöse Augensymbol aufgezeichnet. Auf den vier Wellen liegt je eine Leiche (es handelt sich um die vier vermissten Personen). Am äusseren Ende jeder Welle befindet sich ein Sockel mit einem ausgebrannten Arkaniumkristall. Die Iris des Auges ist golden und mit infernalischen Beschwörungsrunen versehen. Die Kristalle wurden offensichtlich dazu verwendet, etwas aufzuladen. Die Leichen weisen saubere Stichwunden auf, die ganz klar von einer Klinge stammen (vielleicht von Glimms Schwert?), und die Körper sind ausgeblutet. Auf dem Boden sind vereinzelt noch Blutreste sichtbar, aber das meiste davon ist weg.

Während die Gruppe das Arrangement untersucht, taucht ein schwarzgekleideter, vermummter Hüne auf. Eines seiner Augen ist milchig, das andere rötlich, und beide haben ein leichtes Glimmen. Begleitet wird er von zwei ebenfalls schwarz gekleideten, jedoch kleineren Priestern und einem roten Riesenköter mit rot leuchtenden Augen. Der Kampf lässt nicht lange auf sich warten, die Gruppe entledigt sich der Angreifer dank geballter Feuerkraft und unter tatkräftiger Mithilfe von Johns Begleittier Jeremy jedoch einigermassen unbeschadet.

Das Durchsuchen der Gegner bringt weitere 144 Gold ein. Beim Oberpriester gibt es mehr zu entdecken. Eiphina erkennt an seinem Unterarm das bekannte Auge, diesmal scheint die Welle aber nach "oben" oder "unten" zu gehen (je nachdem, wie man es anschaut). Auch trägt er eine schwarze Holzmünze bei sich mit der bekannten Gravur. Nur, dass hier die gewellte Linie nach unten silbern ist anstatt rot. Beim Durchsuchen der Ruine findet sich nichts weiter Spannendes. Brombek studiert das Gemäuer sehr genau. Der Erbauer lässt sich jedoch nicht klar erkennen. Auch der Sinn des Gebäudes lässt sich nicht so wirklich erahnen. Türme, Säulen, aber kein Dach. Das Einzige, was ungewöhnlich scheint, ist eine Steinplatte, die scheinbar willkürlich in einem der Gehwege zwischen den Türmen eingelassen ist. Sie zeigt den Umriss von Arkanor und zudem zwei Linien, die einmal quer und einmal vertikal über die Platte verlaufen. Beide Linien schneiden sich innerhalb von Arkanor. Der Schnittpunkt könnte die Sturmhöhe sein, aber auch das Steinplateau oder irgendein Ort im Umkreis von 30 Kilometern. Die Skalierung ist viel zu ungenau, um es exakt definieren zu können.

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