1. Journals

53.3 - Das verschwundene Schwert - Part 3

 

Flavius vo Wald, Eiphina, Asturia della Roggia  und Kylyan Khyngphshr hatten sich in der Taverne "Zur Hutkrempe" versammelt, das Gemäuer von sanftem Kerzenschein erhellt und von der Wärme des prasselnden Feuers erfüllt. Im Licht der durch die fleckigen Fenster fallenden Strahlen der Morgensonne, vertieften sie sich in die Besprechung ihres aktuellen Falles. Das verschwundene Ritualschwert, die Leichen, welche Klingenwunden wie von Dolchen trugen, die Erinnerungen an die Arkaniumkristalle, die merkwürigen Münze mit dem Augensymbol. All dies schien noch keinem durchgehenden roten Faden zu folgen.

Während ihrer Diskussion trat ein Goblin mit neugierigen Augen zu ihnen. Er sprach Eiphina auf die kürzlich verwitwete Circa an, deren Mann das verschwundene Schwert gehörte. Er behauptete, ein guter Freund von ihr zu sein und in ihrem Auftrag nach Fortschritten bei der Wiederbeschaffung des Schwertes zu fragen. Vorsichtig, aber vorerst bereit, ihm zu vertrauen, hörten sie seine Fragen über das Schwert an. Da sie sehr zurückhaltend mit ihren Informationen umgingen, empfahl der Goblin ihnen, doch selbst einmal bei Circa vorbeizuschauen.

Nachdem der Goblin die Taverne verlassen hatte, unterbrach der Wirt sie mit seiner rauchigen Stimme: "Habt ihr etwas von Zerdan gehört? Seine Gewürze fehlen mir schon." Er beschrieb den Weg zu Zerdans kleinem Laden und warnte sie vor den dunklen Gestalten, die gestern in der Taverne aufgetaucht waren und nach Zerdans Aufenthaltsort gefragt hatten sowie drei Flaschen Wein mitgehen haben lassen.

Die Gruppe entschied, dass sie sich erst einmal zu Zerdans Laden aufmachen würden und es danach an der Zeit war, erneut zum Händler Gorim zu gehen und ihn dazu auszufragen, ob er möglicherweise den Gewürzhändler Zerdan kennt und Anhaltspunkte zu dessen Aufenthaltsort preisgeben könnte. Vielleicht konnten sie auch mehr aus dem Mafioso im Gefängnis herauspressen - schließlich kannten sie den Standort der Ruinen und hatten viele Fragen.

Die Gruppe begab sich also zuerst zu Zerdans Laden und fand einen Raum vor, der offensichtlich durchsucht worden war. Keine Kampfspuren waren zu erkennen, doch alle Gegenstände waren wild im Raum verstreut. Eiphina durchsuchte den Raum mit Hilfe zweier Münzen, die ihr erlaubten, bestimmte versteckte Dinge zu sehen. Ihre Augen fielen auf die einzige unberührte, dunkle Flasche im Raum, mit einem Zettel darin, der eine düstere Botschaft verkündete.

"Wenn ihr diese Nachricht findet, bin ich wahrscheinlich schon tot. Vielleicht weiss das Auge des Morazin, was mit mir geschehen ist. Möglich, dass die Zeit drängt; sie haben, was sie wollten und werden nicht zögern, ihren Willen durchzusetzen. Sie haben die vier weggebracht und ich hate keine Ahnung. Mögen die Götter mir vergeben! Z."

Dann begaben sie sich zum wohlhabenden Zwergenhändler Gorim, der die Tür äusserst widerwillig öffnete. Er gab ihnen nur wenig Informationen, verlangte aber 17.5 Gold (welche freundlicherweise von Asturia bezahlt wurden) für weitere Hinweise zu Zerdans Verbleib. Sie wussten, dass Gorim dasselbe Informationsnetzwerk wie Lars benutzen würde und dass die darüber zu erwartenden Infos mehr als unzuverlässig sein könnten.

Als Nächstes besuchte die Gruppe das Gefängnis, um mit dem überlebenden Mafioso zu sprechen. Stattdessen konnten sie nur mit Wächter Siegfried sprechen, der sie über die letzten Vorkommnisse aufklärte. Der Mafioso hatte sich das Leben genommen, indem er sich die Venen mit den Zähnen aufgeschlitzt hatte, doch sie konnten ihn zuvor noch befragen. Sie erhielten Informationen über einen möglichen Stützpunkt in der Nähe eines Trainingsgeländes und einer Unterkunft. Und dass irgendwas hätte aufladen werden müssen (möglicherweise die Arkanumkristalle?) Leider waren nicht mehr Details dabei herausgekommen.

Die Gruppe machte sich nun zu Circa auf, wo Stadtwache Eliah die Tür öffnete. Sie zeigte sich aufrichtig über Circas Wohlbefinden besorgt, die mit einer Augenentzündung und Kummer über den verstorbenen Ehemann im Bett lag. Circa hatte noch nichts vom Auge des Morazin gehört, aber sie erzählte von den Legenden um das Schwert, das Dämonen bannen oder beschwören konnte - vorausgesetzt, man wusste, wo man es an den Kraftlinien der Welt benutzen musste.

Nach einer kurzen Mittagspause mit einer leckeren Hühnerbrühe in der Taverne begaben sich die Gefährten zu Gorim zurück, wo er ihnen einen Zettel mit der Wegbeschreibung zu einem Lagerhause übergab. Die Gruppe machte sich auf den Weg und fand mehrere Lagerhäuser vor. Eiphina entdeckte auf einer der Türen das mysteriöse Augensymbol und so entschieden sie sich, vorsichtig hineinzuschleichen.

Plötzlich wurden sie von vier Angreifern überrascht. Nach einem erbitterten Kampf und der Inhaftierung eines der Angreifer fand Kylyan bei ihm eine Münze mit demselben Augen-Symbol, von welchem eine violette Linie nach rechts abging und einem Zettel mit einer kryptischen Nachricht:

Regal 4, "Rhymes and Fabulae"

12.5.4 

18.6.3 

6.14.5 

17.5.8 

5.8.12 

3.22.5 

19.2.12 

14.5.1

Nachdem sie insgesamt 65 Gold gefunden hatten, weckten sie den Überlebenden auf, um ihn zu verhören. Asturia nahm eine Prise Salz und drückte einen Finger jedes Mal, wenn er Zeit schindete oder auf Fragen nicht direkt antwortete, ziemlich brutal in die Wunde. Er war nicht sehr gesprächig und lieber bereit, zu sterben. Doch folgende Informationsnuggets liess er dennoch fallen: Für den Auftrag war sein Kapitän zuständig. Er ist dort nur Soldat. Mit der Reliquie wurde etwas beschworen. Sie hatten nun scheinbar schon alles, was sie brauchen. Er hatte ein Tattoo (Linie nach rechts, wie die lila Münze), dessen Wellenlinie für seinen Fachbereich stand. Der Stützpunkt schien im Osten zu sein. Er hatte Zerdan im "Camp" gesehen, welches ihr Stützpunkt war.

Nach dem Verhör gab ihm Asturia den Gnadenstoss, Fabius säuberte die Kleider der Gruppe und sie meldeten den Vorfall der Stadtwache. Siegfried fragte neugierig nach den Gründen für ihren Einsatz, doch sie gaben ihm nur eine vage Begründung, dass es mit der Suche nach Zerdan zu tun habe.

Die Gruppe begab sich schließlich zum Buchladen "Federkiel und Tintenfass", wo sie auf dem Zettel beschriebene Buch fanden und das Rätsel lösten, indem sie die Seiten, Zeilen und Worte anhand der Zahlen herauspikten, übersetzten und richtig arrangierten.

12.5.4 Silvam

18.6.3 ad

6.14.5 solem

17.5.8 divisam

5.8.12 matutinum,

3.22.5 praeter

19.2.12 in

14.5.1 umbram

Zur Morgensonne, am Wald vorbei, beim geteilten Schatten.

Am nächsten Morgen brachen sie im ersten Licht des Tages mit der Söldnerin Risky auf in Richtung Osten, vorbei an einem kleinen Waldstück und hin zu hohen Felsformationen. Sie fanden ein Tal, durch welches die Morgensonne durchschien und als sie ihm eine Weile folgten, wurde ihr Weg von Palisaden versperrt. Von Wachtürmen bewacht, überlegten sie sich lange, wie sie dort unbemerkt hineinkommen könnten. Als Asturia ihr Ablenkungsmanöver starten wollte, griffen plötzlich Gnolle von beiden Seiten des Tals an. Während im Hintergrund ein erbitterter Kampf zwischen den Gnollen und den Kultisten ausbrach, stürzte sich die Gruppe auf die Wachmänner und Gnolle im vorderen Teil des Tals. Ein düsterer, stärker aussehender Magier mit dem Tattoo des Auges des Morazin , von dem eine goldene Welle nach Norden abgeht, trat aus einer Höhle hervor und griff die Gruppe ebenfalls an. Nachdem die Gruppe alle Gegner besiegt hatte und kurz bevor das Licht aus den Augen des starken Magiers erlosch, fiel Asturia auf, dass die Wellensymbole auch um seine Pupillen zu sehen waren.

In der Höhle fanden sie den schwer verletzten Zerdan und eine Fülle von Beute (insgesamt 25 Bulk), sowie 120 Gold und eine Karte mit geheimnisvollen Kreisen in den vier Himmelsrichtungen, so groß wie die Münzen, die sie gesammelt hatten. Ein kleiner Arkaniumkristall lag in der Mitte des Raumes, welcher die Gruppe ebenfalls an sich nahm und dann die Rückreise zur Sturmhöhe antrat.

Kanka is built by just the two of us. Support our quest and enjoy an ad-free experience for less than the cost of a fancy coffee. Become a member.