An der Ostküste von Arnfels liegt die einzige, zivile Hafenstadt von Nordgard. In dieser Stadt geht all der Handel für Lebensmittel und Rohstoffe von statten, die für den Norden und sogar teilweise Ostgram bestimmt sind. Derzeit regiert Graf Harald Salzenwind.
Die Stadt selbst hat eine Jahrhunderte alte Fischerei-Tradition. Fisch und Meeresfrüchte waren seit jeher die Lebensader der Stadt und lange Zeit ihr einziger Wirtschaftsstandbein. Bis heute sind viele Bewohner von Kalthafen professionelle oder Hobbyfischer. Neben dem Fischen wird auch der Walfang in Kalthafen großgeschrieben. Regelmäßige Jagdpartien ziehen aus, auf der Suche nach den großen Tieren der Meere. Dabei wird jedoch darauf geachtet, die Walbestände nicht zu überfischen und so viel möglich der Tiere zu verwerten. Walfischöl für Öllampen ist im ganzen Königreich ein begehrtes Heizmitteln.
Als Hafenstadt, unweit der Frostlanden, musste sich Kalthafen in der Vergangenheit oft gegen einfallende Barbaren schützen, sei es aus nördlicher Richtung am Land oder per Langschiffflotte per See. Deshalb wurde ein Befestigungswall um die Stadt und auch einen Teil der Häfen gezogen. Im Falle eines Angriffes kann zwischen der Hafenausfahrt eine große, schwere Stahlkette hochgezogen werden, die verhindert, dass feindliche Schiffe ins Innere des Hafens eindringen können. Weiters verteidigen zwei große Ballisten den Hafen vor sich nähernden Schiffen. Sowohl die Kette als auch die Ballisten werden von den besten Soldaten der Stadt bedient – der Zhodog-Garde, die erste und letzte Verteidigungslinie von Kalthafen.
Vor 369 Jahren näherte sich Kalthafen eine Flotte Frostland-Barbaren. Die Stadt war nicht vorbereit und unterbesetzt – alles deutete daraufhin, dass die Invasoren, die Stadt erobern und verwüsten würden. Jedoch trat, komplett unerwartet, der Häuptling des Zhodog-Orkstammes, Obrog Zhodog, an den Grafen von Kalthafen heran und bot ihm seine bedingungslose Unterstützung beim Kampf gegen die Barbaren an. Gemeinsam zogen sie in die Schlacht gegen die Angreifer und wehrten die Barbaren ab. Das Bündnis, das damals geschmiedet wurde, hält bis heute Stand. Nach dem Sieg über die Barbaren, wurde der Stamm in der Stadt willkommen geheißen und Kalthafen wurde ihre neue Heimat.
Aus Zeichen des Respekts und aus Dankbarkeit für ihre Unterstützung wurde die Zhodog-Garde, die Leibwache des Grafen und die wichtigsten Verteidiger der Stadt, gegründet. Seitdem wird sie von den Nachfahren des Zhodog-Stammes besetzt. Damit ist Kalthafen einer der wenigen Orte in Arnfels, in denen Orks nicht mit Hass und Misstrauen begegnet wird. Obwohl die Orks immer noch in einer engen Gemeinschaft in der Altstadt leben, hat sich über die Jahrhunderte das Blut der beiden Völker immer weiter vermischt, sodass es in Kalthafen auch zahlreiche Halb-Orks gibt.
Nennenswerte Bezirke/Stadtteile:
- Burg Salzstein
Im Herzen von Kalthafen liegt Burg Salzstein. Hier ist der Sitz des Grafen von Kalthafen und auch die Kaserne der Zhodog-Garde. Vor den hohen Steinmauern der Burg befindet sich der Obrog-Platz. In dessen Zentrum steht eine große steinerne Statue, die Obrog Zhodog zeigt, einen orkischen Häuptling des Zhodog-Klans, der mit Kalthafen ein Bündnis schloss und der Stadt im Kampf gegen eine Barbareninvasion zur Seite stand.
- Altstadt
Die Altstadt ist der größte und, wie aus dem Namen hervorgeht, älteste Teil von Kalthafen. Die Altstadt umfasst das ursprüngliche Gebiet der Stadt, bevor es um Nordschild, Felddorf oder die Häfen erweitert wurde und die Stadtmauer errichtet wurde. Hier findet man auch den Sturmböen-Tempel.
- Nordschild
Nordschild ist der nördlichste Stadtteil von Kalthafen und umfasst die Straßen vor dem nördlichen Tor und auch ein paar Gebäude außerhalb der Stadttore. Hier ist die Kalthafen-Kaserne zu finden, von wo aus die Stadtwachen, als auch die Soldaten-Garnison, die Stadt vor Gefahren, vor allem aus den Norden, schützen.
- Innerer Hafen
Als kleinster der drei Häfen von Kalthafen, ist der Innere Hafen der Anlaufpunkt für Schiffe, die bereit sind, für Schutz hinter den Befestigungsanlangen des Hafens und der besseren Anlegemöglichkeiten, extra zu bezahlen. Hier liegen die Schiffe der Adeligen und reichen Händler an.
- Äußerer Hafen
Der Äußere Hafen ist der größte Hafen der Stadt und der normale Anlaufpunkt für jegliche zivilen Schiffe. Hier herrscht reger Betrieb, und alle möglichen Arten von Schiffen und Seefahrern legen hier an, laden Waren ab oder auf und segeln danach wieder ihres Weges.
- Fischmarkt
Der Fischmarkt ist der westliche Stadtteil von Kalthafen. Hier leben viele der Fischer und Walfänger der Stadt. Vor den Stadtmauern wurden eigene Fischerdocks errichtet, die durch einen befestigten Durchgang erreichbar sind. Auf den Docks und in den Straßen der Stadt werden täglich frischer Fisch und sonstige Meeresfrüchte angeboten. Außerdem werden hier die getöteten Wale gebracht und am Dock verwertet.
- Felddorf
Der Stadtteil im Südosten, vor den Toren der Stadt ist die Heimat der Bauern, die die umliegenden Felder, rund um Kalthafen, bestellen. Es ist eines der ärmeren Stadtteile von Kalthafen.
Nennenswerte Gebäude
- Burg Salzstein
Burg Salzstein ist die Burg des Grafen. Hinter dessen hohen und dicken Mauern verwaltet der Graf die Stadt. Auf den Mauern der Burg patrouillieren stehts Wachen und die Zhodog-Garde ist ebenfalls stehts in den Straßen rund um die Festung anzufinden.
- Sturmböen-Tempel (Altstadt)
Der Sturmböen-Tempel ist ein großer Tempel der Vorthur, dem Sturmvater, geweiht ist. Der Tempel ist aus massivem Stein erbaut, sodass er jedem Sturm standhalten mag. Er umfasst einen umfasst einen großen Altarraum für Gottesdienste und Opfergaben, sowie ein Trainingsgelände und Arena, in der sich Anhänger von Vorthur messen können.
- Kalthafen-Kaserne und Stadtgefängnis (Nordschild)
Die Kalthafen-Kaserne ist Heimat der Garnison und auch der Reichswache. Hier verbringen die Beschützer der Stadt ihre Freizeit, bevor sie die Stadt patrouillieren und verteidigen. Unterhalb der Kaserne befindet sich das Stadtgefängnis.
- Bordell „Feuchte Muschel“ (Äußerer Hafen)
In der „Feuchte Muschel“ können Seeleute ein paar ruhige Stunden verbringen, wenn sie einen Abend auf Landgang sind.
- Händler
- Barnaths Fischereibedarf (Fischmarkt)
- Olvinas Gemischtwarenladen (Altstadt)
- Pandorns Handelszentrum (Äußerer Hafen)
- Schmieden:
- Salzstahl Schmiede (Altstadt)
- Nordschild-Schmiede (Nordschild)
- Wallans Werkzeuge (Felddorf)
- Gasthäuser/Tavernen:
- Gasthaus „Der Weiße Drache“ (Altstadt)
„Der Weiße Drache“ ist das älteste Gasthaus in der Stadt und befindet sich im südlichen Teil der Altstadt am Hafenbecken. Wirt Barmos Fangböck führt das Lokal. Sein Ur-Ur-Ur-Großvater Handamatt „Drachenschläger“ Fangböck erschlug den weißen Drachen Glexios, der zuvor wochenlang die Stadt terrorisierte. Bis heute hängt der große Schädel des Drachen an einem Querbalken im Gasthaus und die Stühle und viele Teile der Einrichtung sind mit Drachenknochen verstärkt. Außerdem hängt Handamatts Schwert, mit dem er den Drache erschlug, über dem großen Kamin im Hauptraum. - Herbstmann-Gasthaus (Felddorf)
- Gasthaus „Zum Schild am Weg“ (Nordschild)
- Gasthaus „Zum Watschelnden Walfänger“ (Äußerer Hafen)
- Gasthaus „Der Weiße Drache“ (Altstadt)