Nordgard, Heimat harter Menschen und gefährlicher Bestien, stellt den eisigen Norden von Arnfels dar. Das Fürstentum schützt die südlicheren Landesteile vor primitiven Barbaren, die danach trachten auf ihren Raubzügen das Reich zu verwüsten und zu plündern. Abgeschottet im kalten Norden, wollen viele Nordgardner vom Rest des Landes in Ruhe gelassen werden. Ehre und Tradition genießen dort einen hohen Stellenwert, während man auf Hofetikette und Ritualen aus dem Süden wenig hält.
Bevölkerung
Die Menschen von Nordgard gelten als hart und ernst. Ihre erbarmungslose Heimat stählte die Bewohner über die Jahrtausende zu ebenso rauen Persönlichkeiten. Ehre, Stolz, Pflichtbewusstsein und Tradition prägen das Leben eines Nordgardner. Sie gelten als ehrlich und sehr direkt und akzeptieren oft keine Respektlosigkeit oder Blödsinn ihnen gegenüber. Für Nordgardner steht Nordgard an erster Stelle, denn es ist ihre harte, und manchmal auf tödliche, Heimat, aber dennoch ihre Heimat. Viele Nordgardner brauchen nicht mehr und haben kein Interesse andere Teile von Arnfels, geschweige der Welt, zu sehen. Die meisten Nordgardner verlassen Nordgard in ihrem Leben nur ein paar Mal. An zweiter Stelle steht ihre Pflicht gegenüber dem Königreich und erst an dritter Stelle stehen die anderen Fürstentümer.
Obwohl die Nordgardner oft eine harte Schale haben, haben die meisten von ihnen einen weichen Kern. Familie hat einen hohen Stellenwert im hohen Norden und hält in den oft harten Zeiten stets zusammen. Auch gesellschaftliche Rituale und Veranstaltungen wie Turniere, die Jagd und Wettstreite spielen in Nordgard eine große Bedeutung. Weiters gehört es zum nordgardnischen Pflichtbewusstsein, dass die Menschen sehr loyal sind. Es heißt, hat man einmal Freundschaft mit einem Nordgardner geschlossen, hat man einen Freund fürs Leben gewonnen.
In den Augen der anderen Fürstentümer gelten Nordgardner oft als langweilig und ungehobelt. Nordgardner, sowohl Adel als auch einfaches Volk, halten wenig von der Etikette und den sozialen Gepflogenheiten die am Hofe der Fürstentümer im Süden herrschen.
Geschichte
Nach dem Zusammenschluss der Barbarenstämme und ihrer Territorien, zwischen den zwei Strömen Aiser und Golpau, stieg das neugegründete Fürstentum Nordgard schnell auf und entwickelte sich in wenigen Jahrhunderten zu einem modernen Fürstentum, dass die primitiven Barbarenstämme, jenseits der Golpau im Norden, in Fortschritt und Wohlstand überragte. Einst so ähnlich, begann nun Neid und Gier in den Herzen der Barbarenstämme zu gedeihen. Nur wenige Jahrhunderte nach der Separation der Götter und der Gründung von Arnfels fingen die Spannungen zwischen den Stämmen und Nordgard an. Dies führte im Laufe der Jahrhunderte zu unzähligen kleineren und größeren Konflikten mit den Barbaren, die bis heute nicht vollständig beendet sind.
Bis auf ein paar größere Feldzüge von besonders charismatischen und intelligenten Stammesführern, denen es gelang sehr viele Stämme unter ihrem Banner zu vereinen, konnten alle Überfälle und Übersetzungen der Golpau rasch und ohne größere Probleme von den nordgardischen Streitkräften zurückgeschlagen werden.
Bis heute starten, fast jeden Sommer, und manchmal sogar im Winter oder anderen Jahreszeiten, neue Barbarenanführer aus den Frostlanden Raubzüge gegen den Süden, überzeugt davon, dass sie den Unterschied machen würden und es schaffen, woran ihre Vorgänger allesamt gescheitert sind.
Wirtschaft
Aufgrund der kalten Temperaturen taut das Land außerhalb des Winters nur relativ kurz auf und macht es für einen kleinen Zeitraum fruchtbar für die Landwirtschaft. Allgemein liegen weite Teile des Fürstentums brach und werden nicht oder kaum kultiviert, der Rest des Landes ist von Wald bedeckt. Schaf- und Ziegenzucht ist recht weit verbreitet.
Nordgard exportiert im Grunde keine Nahrungsmittel, sondern lagert Nahrungsüberschüsse für den Winter ein. Das Fürstentum versucht seinen Bedarf möglichst selbst abzudecken und für die eigenen Bedürfnisse zu produzieren. Nur im Notfall, bedient man sich Lieferungen aus anderen Fürstentümern, was nach besonders harten oder langen Wintern oder schlechten Ernten im Sommer der Fall ist.
Auch bei sonstigen Rohstoffen versucht man zu aller erst sie aus dem eigenen Fürstentum zu beziehen, bevor man beispielsweise Eisenerz aus Skargar einkauft. Erzeugnisse aus Norgard werden fast nach ganz Arnfels verkauft und gelten als zwar nicht besonders ansehnlich, aber praktikabel und funktionsorientiert.
Geographie und Klima
Nordgard ist bekannt für dessen harte und kalte Winter und recht kurze aber gemächliche Sommer. Weite Teile des Fürstentums werden von grasbewachsenen Hügeln und Tundra dominiert, der Rest von dichten Nadelwäldern.
Sommerliche Temperaturen hat es in Nordgard nur etwa zwei Monate lang, Mitte Blattfall fangen die Temperaturen bereits wieder zu sinken an. Winterliche Temperaturen hat es in Nordgard in der Regel ungefähr fünf Monate lang. Erst Ende Eistau, Anfang Grüngrund beginnt das Eis langsam zu schmelzen. Im Winter kann es nicht selten -30° C erreichen, während Sommer in denen die Temperaturen über 20° klettern als besonders warm gelten.
Militär
Nordgard kann auf ein stehendes Heer aus Berufssoldaten zurückgreifen, die damit betraut werden, das Fürstentum und somit das Königreich vor einfallenden Barbaren aus dem Norden zu schützen. Die Soldaten Nordgards nehmen ihre Pflicht als Verteidiger des Königreichs im Norden sehr ernst und sind darauf stolz. Weiters haben viele einfache Leute aus Nordgard gelernt im Kriegsfall auch selbst zu den Waffen zu greifen und die eigenen Höfe, Tiere und Felder zu schützen.
Die Nordgrenze des Fürstentums, und des gesamten Königreichs, bildet der Strom namens Golpau. Entlang der Golpau befindet sich eine Reihe von Grenzbefestigungen, die das Königreich vor einfallenden Barbaren aus den Frostlande schützen soll. Die drei nordgardner Festungen (Festung Eiswacht, Burg Rotschnee und die Winterfeste) und die Festung in Ostgram unter nordgardner Verwaltung (Burg Hartholz) bilden das Hauptbollwerk gegen Invasoren. Zwischen den Festungen gibt es eine Reihe von kleineren Forts und Wachtürmen, die die Golpau überwachen und im Ernstfall Alarm schlagen. Versorgt werden die Grenzfestungen vom Militärhafen namens Frosthafen aus und sie sind allesamt von Berufssoldaten, fast ausschließlich aus Nordgard, besetzt.
Nordgard züchtet eine besonders intelligente und dem Wolf noch sehr ähnliche Hunderasse, die neben der Jagd und Ausspähung anderem für Kriegszwecke eingesetzt wird.