Aaken ist eine Minenstadt im Süden von Skargar. Aaken ist die größte Minensiedlung von Skargar und wurde am Fuß des Karzers gegründet, da in den umliegenden Hügeln reiche Kohle- und Erzadern entdeckt wurden. Aaken wird vom Graf Leopold Marbass regiert. Bis heute liefert Aaken große Mengen an Kohle in alle Teile des Königreichs und lebt immer noch von den Bergwerken, die die Stadt umringen. Aaken treibt viel Handel mit umliegenden Städten, vor allem mit Grüngrund, da es auf Nahrungsmittel angewiesen ist. Denn die felsigen und kargen Hügel rund um Aaken bieten kaum Platz oder die Voraussetzungen für Landwirtschaft. Obwohl Aaken sehr viel Handel betreibt, ist es keine sonderlich reiche Stadt. Aaken ist eine schlichte und eher praktisch veranlagte Stadt, mit nur wenigen luxuriösen Annehmlichkeiten. Ähnlich wie die Stadt gelten auch die Leute. Aakener neigen dazu schroff und direkt zu sein, aber zeigen sich auch oft offen und freundlich für müde Reisende. Aaken wird jährlich von vielen Zeitarbeitern und Tagelöhnern besucht, die für eine befristete Zeit nach Aaken kommen um in den Minen mit ihrer Körperkraft Gold zu verdienen. Viele örtliche Betriebe haben ihre Geschäftsgrundlage auf diesen Saisonarbeitern aufgebaut.
Aaken wurde im Schatten des Karzers gegründet. Der Karzer ist ein besonders hoher Hügel, oder beinahe Berg, der seit Jahrhunderten in Mythen und Legenden gehüllt ist. Der Karzer genießt einen schlechten Ruf und gilt als bösartiger und verfluchter Berg, auf dem Reisende und Bergarbeiter verschwinden und böse Monster lauern. Nichts desto trotz gab es seit jeher Minen am Karzer, die sich von den Sagen nicht verscheuchen ließen. Alte Bergarbeiter erzählen oft und gerne von ihren Schauergeschichten und übernatürlichen Begegnungen am Karzer, egal ob sie nun wahr oder frei erfunden sind.
In Aaken sind zwei große Gilden ansässig, die eng zusammenarbeiten: die Händler- und die Minengilde. Die Händlergilde kauft vor allem Erz und Kohle der Minengilde ab und liefert und verkauft sie außerhalb der Stadt. Ebenso bringt sie Nahrungsmittel in die Stadt und verkauft sie an die Einwohner und Minenarbeiter. Die Minengilde allerdings, besitzt so ziemlich alle Minen rund um Aaken und hat im Grunde die Hand auf dem ganzen Erz in der Region. Sie führt die Minen, fördert das Erz zu Tage und kontrolliert den Verkauf. Dies hat dazu geführt, dass die Minengilde zu großem Einfluss und Macht in der Stadt gekommen ist. Sie wurde zu einer Art zweiter Autorität in der Stadt, die mit der des Grafen in Rivalität steht und deshalb oft mit ihm in Konflikt gerät, da sie sehr an der örtlichen Politik interessiert sind, um sich Geschäftsprivilegien zu sichern.
Durch die reichhaltigen Erzadern in den Hügeln rund um Aaken, sowie der großen Menge an Gold, die man damit verdienen kann, hatte Aaken immer schon ein Problem mit organisierter Kriminalität, die entweder Erzlieferungen überfielen oder eigene, nicht genehmigte Minen an geheimen Orten in den Hügeln anlegten, um steuerfrei Erz abzubauen und zu verkaufen.
Um Aaken gibt es folgende aktive Minen:
- Gutrechts Mine (Kohle; südlich von Aaken)
- Zundermine (Kohle; nordwestlich von Aaken)
- Ebeneid-Mine (Kohle; östlich von Aaken)
- Panauer Mine (Eisen, südöstlich von Aaken)
- Wedenhof-Mine (Äthernit, nördlich von Aaken)
Das Wahrzeichen von Aaken ist offiziell der „Harmloder
Wachturm“, ein zehnstöckiger Wachturm, der von einem ehemaligen Grafen von
Aaken, Holger Marbass, vor vielen Jahrhunderten, zur Verteidigung der Stadt
erbaut wurde. Heute ist darin die Reichswache untergebracht, sowie
Kerkerzellen. Das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt ist jedoch der Karzer, der
mit all seinen Mysterien und seinem verruchten Ruf, eine außerregionale Bekanntheit
geworden ist.
Nennenswerte Bezirke/Stadtteile:
- Grafenviertel
Das Grafenviertel ist das Herz von Aaken und auch der älteste Teil der Stadt. Hier wohnt der Graf und die meisten Adeligen. Auch der Aakener Hauptplatz befindet sich hier. Im Vergleich zum Rest der Stadt, sind die Straßen hier fein säuberlich gepflastert und etwas sauberer und die Gebäude schöner und in der Regel aus Stein erbaut. Adelige und reiche Mitglieder der Gilden leben hier. Der Tempel des Steinhammers befindet sich hier.
- Aakener Hauptplatz
Der Aakener Hauptplatz ist nicht nur ein geografischer, sondern auch gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt. Hier treffen alle Bewohner von Aaken zusammen. Am Platz liegt sowohl der Tempel, das Gildenhaus der Minengilde und unzählige Geschäfte. Von Dornder bis Samsder wird hier auch ein Markt abgehalten, an dem Bauern und Handwerker ihre Güter darbieten.
- Harmlod
Harmlod ist der westliche Teil der Stadt. Hier lebt die Mittel- und Bürgerschicht der Stadt. Hier sind die Straßen nicht ganz so gut im Schuss und sie wird oft etwas uneben oder löchrig. Auch ist an den Gebäuden ein eindeutiges Sinken an Lebensqualität erkennbar. Das Hauptquartier der Händlergilde befindet sich hier, sowie zahlreiche Handwerksbetriebe wie Schmiede oder Weber.
- Panau
Panau ist der ärmlichere Teil im Osten bzw. Süden der Stadt. Hier leben die einfacheren Leute, ansässige Bergarbeiter und Bauern von Aaken. Die Straßen sind hier nicht gepflastert und oft sehr dreckig und werden bei Regen zu einem Strom aus Schlamm. In Panau wird in der Regel Unrat und Dreck auf die Straße gekippt, da hier die Straße nicht gereinigt und keine Jauche oder Kot für Dünger gesammelt wird. Deshalb hat Panau auch oft einen sehr strengen Geruch. Panau hat auch ein Problem mit Kriminalität, dass von der Reichswache nur schwer unter Kontrolle gebracht werden kann. Drogen, Alkohol und Prostitution sind der Hauptzeitvertreib in diesem Stadtteil.
- Eutenburg
Eutenburg ist der jüngste Teil der Stadt und liegt im Norden. Die Errichtung Eutenburgs war ein Bestreben der Minengilde vor über 100 Jahren, um Tagelöhnern und Saisonarbeitern in den Minen mehr Wohnmöglichkeiten zu schaffen. In Eutenburg gibt es besonders viele Mietkasernen, in den unzählige saisonale Minenarbeiter für wenig Geld, auf engem Raum zusammenleben. Hier befinden sich besonders viele Etablissements zu Belustigung der Minenarbeiter, die ihr Geschäft auf ihnen aufgebaut haben.
Nennenswerte Gebäude
- Burg Edelerz (Grafenviertel)
Burg Edelerz liegt im Zentrum der Stadt. Es ist die kleine Burg in dem der Graf und seine Familie wohnt und gleichzeitig der Verwaltungssitz der Stadt. Die Burg hat drei Innenhöfe und ist von einem Festungswall sowie einem mit Wasser gefülltem Burgraben umgeben. Die Burg ist nur von zwei Seiten über zwei gegenüberliegenden Zugbrücken erreichbar.
- Tempel des Steinhammers (Grafenviertel, Hauptplatz)
Der Tempel des Steinhammers ist eines der schönsten und gut behütetsten Bauwerke von Aaken. Der am Hauptplatz liegende Tempel hat zwei große Türme, die Vanards und Helgans Türme genannt werden. Der Tempel wurde hartem, aber wunderschönem Blauen Granit errichtet. Das große Kirchenschiff und die hohe Decke werden von weißen Marmorsäulen hochgehalten. Am Ende des Kirchenschiffs befindet sich der große Altar aus Eisen, der aussieht wie ein gewaltiger Amboss. Links daneben steht eine große Bronzestatue die den Steinhammer mit erhobenem Schmiedehammer darstellt, der gerade dabei ist auf den Amboss zu schlagen. Um die Statue wurde ein kleiner Schrein errichtet, an dem man Opfergaben dalassen kann. Auf der linken Seite des Tempels befinden sich die Gemächer und Esszimmer der Priester, auf der rechten Seite die Werkstätten und Studierzimmer.
- Gildenhaus der Minengilde (Grafenviertel, Hauptplatz)
Das Hauptquartier der Minengilde befinden sich am Hauptplatz im Grafenviertel. Von hier aus plant die Gilde all ihre Geschäfte. Im Gildenhaus befinden sich ihre Arbeitszimmer, Verhandlungs- und Besprechungsräume, Unterkünfte und im hinteren Teil auch Lagerhäuser für Erzlieferungen.
- Gasthaus „Zur Ewigen Goldader“ (Grafenviertel,
Hauptplatz)
„Zur Ewigen Goldader“ ist ein hochpreisiges Gasthaus in dem der zwergische Besitzer Gutramm Bendenhammer feine Zimmer und Speisen für einen stolzen Preis anbietet. Bendenhammer ist ein Hobby-Magier und unterhält seine Gäste gerne mit seinen Zaubertricks.
- Schwarzschmiede Übrecht (Grafenviertel)
Das Schmiede Ehepaar Goldana Übrecht (Zwergin) und Rupert Übrecht führen einen anerkannten Schmiedebetrieb. Goldana schmiedet die Waffen, Rupert die Rüstungen und Lehrling Olli Ebenhof schmiedet noch Werkzeuge und versucht so viel zu lernen wie es geht.
- Juwelier Edelhorken (Grafenviertel)
- Elwins Bücher und Schriftrollen
- Harmloder Wachturm (Harmlod)
Der zehnstöckige und ca. 40 m hohe Harmloder Wachturm fungiert sowohl als Verteidigungsmechanismus mit dem man die Stadt und die Umgebung übersehen kann, als auch als Gefängnis für die Reichswache. In den Stockwerken 2 bis 9 gibt es mehrere Zellen, die, je weiter man nach oben kommt, immer schöner werden. Jedoch gibt es auch einen Kerker unter dem Turm, wo Schwerverbrecher eingesperrt werden und wo kaum oder kein Tageslicht nach innen dringt.
- Hauptquartier der Reichswache (Harmlod)
Das Hauptquartier der Reichswache ist das Kasernen- und Verwaltungsgebäude der Wachen in Aaken. Es ist ein zweistöckiges massives Gebäude mit einer befestigen Mauer. Hier verrichten die Wachen ihre Arbeit und halten sich außerhalb ihrer Dienstzeit auf.
- Fanel-Kaserne (Grafenviertel)
Der militärische Stützpunkt der Stadt, in dem die Garnison der Stadt untergebracht wird. Hier sind die Soldaten stationiert.
- Gasthaus „Zum Erschöpften Erzer“ (Harmlod)
Der Mensch Xaver Anderbichl bietet hier saubere, aber kaum luxuriöse Zimmer und Gerichte für einen angemessenen Preis an. Xaver ist besonders stolz auf seine exotischen Gerichte und Getränke, die er anbietet.
- Scharfe Silberzunge (Harmlod)
Das „Scharfe Silberzunge“ ist ein Wirtshaus in dem ehemaliger Halb-Elf-Abenteurer und Barde Kirian Vanalai, exotische Cocktails und Snacks verkauft. Jeden Freitagabend gibt es wöchentlich wechselnd Live-Musik von örtlichen Musikern oder Open-Mic-Abende, an denen freiwillige auf die Bühne kommen können. Kirian steht auch regelmäßig selbst auf der Bühne.
- Gorbags Schmiede (Harmlod)
Gorbags Schmiede ist … genau das: die Schmiede des Halb-Orks Gorbag. Er verkauft dort Waffen, Rüstungen und Werkzeuge für einen angemessenen Preis. Nichts anderes interessiert ihn.
- Harmlods Gemischtes und Gutes (Harmlod)
Hier verkauft der Halbling Rolfnar Bedenruck verschiedenste alltägliche Waren der Händlergilde.
- Namiras Pflänzchen und Kräuter (Harmlod)
- Gudruns Göttliche Gaststätte (Eutenburg)
Die menschliche Frau Gudrun Weißenbach führt dieses Mittelklasse Gasthaus. Hier werden einfache Zimmer, aber erstaunliches gutes Essen zu einem etwas über dem Durchschnittlichen Preis verkauft.
- Zur Schwitzigen Spitzhacke (Eutenburg)
Die Schwitzige Spitzhacke ist ein einfaches, und uriges Wirtshaus, dass eine ärmere Zielgruppe von erschöpften Minenarbeitern, die sich nach einem harten Arbeitstag unter der Erde entspannen wollen, ansprechen möchte. Es wird betrieben von dem älteren Zwerg Murryl Thorus. Hier gibt es billigen und starken Alkohol, billige und arbeitswillige Prostituierte und einfaches aber nahrhaftes Essen. Die Schwitzige Spitzhacke bietet keine Zimmer zur Übernachtung an, hat jedoch ein paar Zimmer für kurzweilige andere Unterhaltung. In der Mitte des Lokals gibt es einen kleinen Sandkampfring, in dem jeden Abend Gäste gut gemeinte Boxmatches führen können um Stress abzubauen und darauf zu Wetten. Weiters findet jeden Freitagabend ein Wettsaufen statt. Bergarbeiter bekommen ihr erstes Bier gratis.
- Eutenburger Varieté (Eutenburg)
Das Eutenburger Varieté ist ein kleines Theater in dem jeden Abend der Woche aufgetreten wird. Hier kann man für wenig Geld Artisten, Tänzer, Konzerte oder einfache Laientheaterstücke bewundern.
- Seidenträume (Eutenburg)
Das „Seidenträume“ ist das größte und renommierteste Bordell der statt. Hier findet jeder was ihm gefällt, von billigen Huren bis Edelnutten. Seidenträume wird von der Elfin Siria Ophellon seit der Gründung von Eutenburg vor über 100 Jahren betrieben und versucht einen hohen Standard zu erhalten, oder zumindest die Illusion darüber. Es heißt das Bordell stehe in Verbindung mit einer Diebesgilde und diene unter anderem zum Geldwaschen.
- Eutenburg (Eutenburg)
Die Eutenburg ist ein kleiner Bergfried am Rand der Stadt. Er wurde vor mehreren Jahrzehnten von einem Mitglied der Minengilde errichtet. Sie befindet sich immer noch im Privatbesitz der Minengilde. Niemand weiß genau was dort aufbewahrt wird oder welchen Zweck die Burg besitzt. Es wird vermutet, dass die Minengilde dort ihren wertvollsten Besitz bunkert.
- Zum Schwarzen Kohleschürfer (Panau)
„Zum Schwarzen Kohleschürfer“ ist ein sehr ärmliches Gasthaus, das dreckige und verlauste Zimmer gegen Spottpreise anbietet. Es wird vom in die Jahre gekommen Mensch Ulf Innenkron betrieben. Hier kehren nur die absolut Ärmsten oder Verzweifelten ein.
- Die Schnapsstube (Panau)
Die Schnapsstube ist ein halboffenes Lokal am Straßenrand. Weniger eine Kneipe, mehr ein Stand, kann man hier für das kleinste Geld starken Alkohol und altes Brot bekommen. Mit Glück bekommt man davon keinen Durchfall oder wird nicht blind. Er wird vom menschlichen Betreiber und selbst Säufer Gangolf Froggenbach betrieben, der gerne und oft einen mittrinkt.
- Panau Handelsknoten (Panau)
Im Panau Handelsknoten bekommen die Einheimischen das allernotwendigste zu billigen Preisen von der Halblingshändlerin Hilda Sommerwind.