Auf der östlichen Seite des Kreuzgebirges, nördlich der Grenzfestungen von Pancor, erstreckt sich das wilde, geheimnisvolle und auch gefährliche Gebiet, das die Biestlande genannt wird. Ohne wirklichen Herrscher, wird dieses anarche Gebiet von wilden Kreaturen, Monstern und Bestien bewohnt, die in den anderen zivilisierten Teilen der Welt nicht willkommen sind. Regelmäßig versuchen dessen Bewohner wie Orks oder Goblins in den Süden vorzustoßen um über die dortigen Ländereien herzufallen oder, wie sie es sehen, sich eine neue, sichere Heimat zu suchen.
Demographie
Wenig Konkretes ist über die Bewohner der Biestlande bekannt, aber es wird angenommen, dass es hauptsächlich von monströsen Rassen bewohnt wird, die mehr oder minder friedvoll sich das Land teilen.
Geschätzte
Bevölkerungsverteilung:
- Goblins: 17 %
- Orks: 15 %
- Grottenschrate (Bugbears): 11 %
- Zentauren: 9 %
- Minotauren: 8 %
- Shifter 6 %
- Leonin 6 %
- Kenku: 5 %
- Firbolg: 4 %
- Goliaths: 4 %
- Kobolde: 4 %
- Aarakocra: 3 %
- Tortle: 2 %
- Elfen: 1 %
- Gnome: 1 %
- Tieflinge: 1 %
- Sonstige: 3 %
Bevölkerung
Wenig ist über das Leben in den Biestlanden bekannt. Es gibt nur wenige Expeditionen die sich hineinwagen und die Gefangenen teilen auch nicht viel Wissen über ihre Heimat. Man weiß, dass die Biestlande weitestgehend unbeansprucht sind und von keiner höheren Autorität verwaltet oder beherrscht wird. Stattdessen leben dort eine Vielzahl an Stämmen und Gemeinschaften der unzähligen Rassen und Völker, die sich selbst verwalten.
Nur ein einziger Ort in den Biestlanden den man Stadt nennen könnte, ist den Leuten im Süden bekannt: Karvaskar, die Stadt der Bestien, wie sie in den zivilisierten Teilen von Khorvir genannt wird. Karvaskar ist ein wilder und chaotischer Schmelztiegel aller möglicher monströser Rassen, die auf relativ engen Raum in vielen verschiedenen Bezirken zusammenleben und etwas Teilen, dass manche Zivilisation und Kultur nennen würden. Expeditionen die bis nach Karvaskar vorgestoßen sind, sprechen von einem lebhaften Ort an dem Rassen in relativ friedlicher Koexistenz zusammenleben, von denen es man gar nicht erwartet hätte. Regiert wird die Stadt von einem Rat, bestehend aus auserkorenen Vertretern der in Karvaskar lebenden Rassen und Gemeinschaften.
Der Lebensstandard in den Biestlanden ist nicht zu vergleichen mit dem des Restes von Khorvir. In den Biestlanden lebt man wie zu Stammeszeiten, ohne großen Luxus oder Annehmlichkeiten. Lediglich Karvaskar soll etwas ansehnlicher sein und manche Scholaren, die die Stadt der Bestien gesehen haben, sprechen davon, dass Karvaskar auch sogar einen gewissen Charme und Reiz versprüht und ein faszinierender und skurriler Ort ist.
Manche Völker und Rassen aus den zivilisierten Teilen der Welt, so heißt es, verschlägt es manchmal in die Biestlande um dort ein neues Leben anzufangen, da sie in ihrer Heimat verstoßen wurden und ihnen Abscheu entgegengebracht wurde. Halb-Orks, Tieflinge oder Kenkus genießen in den von Menschen dominierten Gesellschaften oft kein hohes Ansehen und fühlen sich manchmal gezwungen in die Biestlande zu gehen, wo sie von ihrer Gleichen, anderen Verstoßenen oder sonstigen Gleichgesinnten mit offenen Armen und ohne verurteilt zu werden, aufgenommen werden.
Geschichte
Die Biestlande waren seit jeher ein nicht oder schlecht kartographiertes, wildes und ungezähmtes Land. Früher zogen die Bewohner der Biestlande in den Süden wie es ihnen beliebte, jedoch nach Aufkommen der Nation Pancor und dessen strikter Politik keine der Bestien in den Süden und somit in den zivilisierten Teil von Khorvir zu lassen, hörte sich das auf.
In den Jahrhunderten gab es gleichermaßen viele Versuche der Einwohner der Biestlande mit ihren Armeen in den Süden gewaltsam vorzustoßen, wie es Versuche seitens Pancor gab in den Norden vorzurücken und die Biestlande zu zähmen. Alle Versuche auf beiden Seiten der Ländergrenze gingen rasch schief und seit Jahrhunderten hat sich an der Grenze der beiden Gebiete kaum verändert.
Wirtschaft
Die Biestlande besitzen keine Wirtschaft im herkömmlichen Sinne. Die Bewohner der Biestlande produzieren Nahrungsmittel und Werkzeuge in erster Linie für sich selbst. Handel wird relativ wenig getrieben und meistens nur mit Dingen von denen man genug hat und etwas entbehren kann. Lediglich Karvaskar hat etwas das man am Ehesten eine Wirtschaft nennen kann. Dort finden sich Betriebe aller Art, die ihre Güter auf den Märkter der Stadt anbieten und auch an benachbarte kleine Siedlungen und Gemeinschaften verkaufen. Es heißt, dass manchmal vereinzelt auch Handel mit der Zwergenstadt Thauronbar im hohen Norden getrieben wird.
Geographie und Klima
Das Landschaftsbild und die Temperaturen der Biestlande verändern sich sehr stark je weiter man in den Norden des Gebietes kommt. Während im Süden warme Temperaturen, Laub- und Mischwälder und weite Graslandschaften vorherrschen, findet man im Norden immer mehr weitreichende Nadelwälder, Steppen und schließlich Tundra und Eiswüsten mit bitterkalten Temperaturen. Im Südosten findet sich die Vonrock Höhen, ein kleines, mit dichtem Laubwald übersähtes Gebirgsgruppe, die an das südliche Land Pancor angrenzt. Im Hohen Norden der Biestlande fließt der mächtige Strom Gharburak durch das Herz des weiten Azhkal-Nadelwaldes.
Kultur
Aufgrund des Fehlens eines übergeordneten Staates oder einer homogenen Gesellschaft gibt es in den Biestlanden keine einheitliche Kultur, sondern eine Vielzahl an Kulturen die sich das Land Teilen. In Karvaskar treffen all diese Kulturen aufeinander und leben dort in Harmonie, wie ein Mosaik aus all den verschiedensten Völkern.
Militär
Die Biestlande führen ein einheitliches Militär. Jede Gesellschaft, Siedlung oder Stamm hat normalerweise Krieger, die im Ernstfall für die Verteidigung zuständig sind. In der Geschichte gelang es charismatischen Anführern die unzähligen Gemeinschaften hinter einer gemeinsamen Sache zu vereinen und sich zu einer bunt zusammengewürfelten Armee zusammenzuschließen.