Im Norden der Kettenküste liegt Ir Izor, eine antike Stadt voll von Kultur, Bildung und Unterhaltung - und das Herz des weltweiten Sklavenhandels in Volothar. Ir Izor ist eine riesige Stadt mit ungefähr 140.000 Einwohnern, wovon fast drei Viertel Sklaven sind. Kaum eine Stadt hat eine solche Fülle an Theatern, Restaurants, Edelbordellen, Bibliotheken und Sehenswürdigkeiten wie Ir Izor. Ir Izor wird vom Rat der Fünf regiert — ein Rat der fünf mächtigsten und reichsten Sklavenmeister der Stadt. In Ir Izor betiteln sich die Sklavenhalter als die "Großzügigen Meister von Ir Izor".
Ir Izor liegt an der Spitze bzw. am Ende eines Fjords, der durch die Zertrümmerung entstand, als der Ritus der Trennung Ur-Volothar in die heutigen vier Kontinente zerriss. Der Fjord ist 9 Kilometer lang, 500 Meter dick an der dicksten Stelle, 300 Meter an der dünnsten Stelle am Ende des Fjords, wo sich Ir Izor befindet. Im Fjord befindet sich das Wahrzeichen der Stadt: die Sieben Jungfern. Die Sieben Jungfern sind kleine Inseln im Fjord, auf denen große Wachtürme errichtet wurden, die wie silberne Statuen sieben nackter, wunderschöner Frauen aussehen. Obwohl prachtvoll anzusehen, sind die Sieben Jungfern voll funktionsfähige Wehranlagen zur Verteidigung der Stadt, mit denen auch der Fjord gesperrt werden kann.
Am Ende des Fjords liegt Ir Izor selbst. Die Seiten des Fjords sind große Felsklippen, die 40 bis 120 Meter hoch werden. Ir Izor liegt auf einer flachen Stelle am Ende des Fjordes und an einem Hügel, der dahinter langsam bergauf zu der Oberseite der Klippen führt. Am Ende des Fjords, wo der Hafen beginnt, liegen die Arkaden, die auch dem Arkadenhafen seinen Namen geben, da er unter bzw. dahinter liegt. Die Arkaden sind eine gewaltige 300 Meter lange, mehrstöckige Brücke aus Granit, die beide Seiten des Fjords miteinander verbindet. Die Arkaden haben 3 Stockwerke, Straßen und unzählige kleine Geschäfte, Händler, Marktplätze und Banken. Hier wird der Großteil des Sklavenhandels der Stadt abgewickelt. Über Frachtkräne und Lastzüge können Waren von den Arkaden nach unten bzw. rauf zu den Arkaden transportiert werden.
Die Ir Izor ist unglaublich alt und gilt neben Agios Sanctor als die ältesten Ursprünge der Zivilisation im Ersten Zeitalter, vor über 10.000 Jahren. Ir Izor war die erste Stadt im damaligen Balt-Ar'baal (früherer Name für die Kettenküste), die Sklaverei betrieb, was der Stadt zu enormen Wachstum in seinen Anfängen brachte. Nach dem Zweiten Großen Krieg begann Ir Izor, aufgrund wirtschaftlichen Drucks seitens der aufstrebenden Stadt Korlakai, sich auf die Ausbildung hochwertiger, gebildeter und gut ausgebildeten Sklaven in allen Formen zu spezialisieren, anstatt auf pure Masse zu gehen, wie es Korlakai tat. Nach der Reihe sprangen Schulen für Dichtkunst, Gesang, Tanz, Medizin, Philosophie, Naturwissenschaften, Magie, Musik und Sex aus dem Boden, von denen viele bis heute überdauert haben. Viele Sklaven in Ir Izor erhalten eine bessere Ausbildung als so manche Gelehrte in anderen Teilen der Welt. Es gibt das Sprichwort in Ir Izor "Für Bildung muss man Sklave sein". Dies stammt daher, dass fast alle Universitäten, Schulen und sonstige Ausbildungsstätten und Bildungseinrichtungen ausschließlich für Sklaven zugänglich sind, da somit ihr Verkaufswert erhöht wird. Einheimische lassen sich nicht in solchen Einrichtungen bilden, sondern heuern Sklavenlehrer über deren Meister an.
Stadtviertel von Ir Izor:
Hafenviertel
Der Arkadenhafen ist der große Hafen im Herzen der Stadt, um den sich der Rest der Stadt legt. Hunderte Galeeren, Käfigbarken, Handelsschiffe legen hier täglich an und ab. Es ist ein belebter, aufregender Stadtteil, dem es dennoch nicht an Pracht und Schönheit fehlt. Es ist voll von Tavernen, Bordellen und Gasthäusern, die reichen Händlern und erschöpften Seeleuten Unterhaltung und Freude bieten. Wenn man sich der Stadt per Schiff nähert, kann man schon von weitem den gravierten Schriftzug auf den Arkaden entdecken, der vermittelt, Ir Izor funktioniert: "Dienend erblühen Geist und Körper."
Besondere Orte im Hafenviertel:
- Bordell "Peitschenstube"
- Taverne "Zum Blauen Vogel"
- Gasthaus "Arkadenhof"
- Hafenmarktplatz
Die Arkaden
Die Arkaden sind ein Brückenkomplex, der das Endstück des Fjords umspannt und mehrstöckige Arkaden voller Händler, Banken und Sklavenauktionen enthält. Hier wohnen nur wenige Personen, aber es gibt umso mehr Geschäfte, Händler und Schausteller, die auf den vollen Straßen der Arkaden Geld verdienen wollen. Die Arkaden sind der belebteste Teil der Stadt, in dem man sowohl dekadentes Straßenessen, prachtvolle Architektur und überdrüssigen Reichtum genießen kann, aber auch unzählige Sklaven, Armut und deren Sklavenherren und Wachen sind hier anzutreffen.
Besondere Orte in den Arkaden:
- Eisenkronen-Bank
- Bank der Großzügigen Meister
- Arkadenmarkt
- Garlan's Streetfood (Geheimtipp)
- Taverne "Meister's Rast"
- Gasthaus "Jungfern-Blick"
Die Quaranten
Die Quaranten sind die beiden Stadtteile, am Ufer des Fjords und vor allem in den Klippen des Fjords. Hier arbeiteten über Jahrhunderte arme Arbeiter und Sklaven langsam Straßen und Unterkünfte direkt in die Klippen. Beide Quaranten sind Heimat der Unterschicht der Stadt und beinhalten Unterkünfte für Sklaven und Hafenarbeiter. Viele der Heime hier gleichen eher feuchten Höhlenwohnungen, als den prächtigen Villen in anderen Stadtteilen. Die Quaranten sind ein Herd des Verbrechens, voller entflohener Sklaven, die ihren Herren entfliehen wollen, organisiertem Verbrechen und Schwarzmärkten.
Besondere Orte in den Quaranten:
- Klippentheater
- Gasthaus "Sturzheim"
- Taverne "Zum Entflohenen Sklaven"
- Mitternachtsmarkt (geheimer Standort)
Die Zunftgassen
Die Zunftgassen sind ein Stadtviertel im Südwesten der Stadt und besteht, nicht wie der Name vermuten lässt, aus mehreren Straßen. Die Zunftgasse war ursprünglich eine einzelne Straße, an der gezielt Handwerksbetriebe für Sklavenmaterialien und Luxusgüter angesiedelt und vom Rat der 5 in Ir Izor gefördert wurden. Mit der steigenden Zahl an Sklaven und Bewohnern wuchs die Zunftgasse natürlich, um den steigenden Bedarf an Gütern entgegenzuwirken. Der Name der Gasse blieb bestehen und so entstand das Handwerksviertel das es heute ist.
Besondere Orte in den Zunftgassen:
- Taverne "Zum Müden Tagelöhner"
- Meister Marunek's Edelstahlbetrieb
Sikarlat
Sikarlat ist das kulturelle Herz der Stadt. In diesem Viertel lebt der Großteil der Sklavenpopulation der Stadt, zumindest die hochwertigen, ausgebildeten Sklaven. In den sauberen Straßen der Stadt, kann man kaum um eine Ecke biegen, ohne auf eine Sklavenschule für Höhere Künste, Medizin, Geschichte oder Irdische Freuden zu stoßen. Es gibt zahlreiche Theater, Opern, Tavernen und Nobelbordelle, die weltweit bekannt sind. Es heißt, besseres Essen finde man nur in der Sündenbucht. Besser betuchte Bürger nennen Sikarlat ebenfalls ihre Heimat und genießen das umfangreiche kulturelle Angebot.
Besondere Orte in Sikarlat:
- Sikarlat-Theater
- Goldenes Theater
- Ir Izor Oper
- Ir Izor Schule für Medizin und Naturwissenschaften
- Eshmunazar's Akademie der Sklavenmagie
- Sklavenuniversität der Höheren Künste
- Botrys Schule der Höheren Bildung
- Adonica's Schule der Liebeskunst
- Ir Izor Akademie für Dienst und Etikette
- Taverne "Zum Goldenen Trunk"
- Taverne "Die Letzte Freude
- Taverne "Des Meisters Liebling"
- Gasthaus "Estar's Eck"
- Gasthaus "Polsterträume"
- Gasthaus "Meisterlich"
- Bordell "Die Goldene Perle"
- Bordell "Traumfänger"
Die Messingzinnen
Dieses Viertel ist die Heimat der Sklavenmeister der Stadt. Auf dem Hang gelegen, der hinauf zur Oberseite der Klippen des Fjords führt, überblicken die Sklavenmeister von ihren palastartigen Villen die Stadt. Vergoldete Zäune, Privatgärten und Springbrunnen zieren den Anblick des Stadtviertels. Hier befindet sich das Verwaltungsgebäude, das eher einem Palast gleicht, des Rates der Fünf in Ir Izor. Sklaven sieht man hier seltener, dafür ist eine hohe Präsenz an Wachen stets vertreten. Der Name des Stadtteils rührt daher, dass die frühen Sklavenmeister ihre Villen mit messingverkleideten Mauerkronen und Zinnen gebaut haben – eine Tradition die sich bis heute hielt, wenn auch die heutigen, reichen Meister echtes Gold statt Messing verwenden.
Besondere Orte in den Messingzinnen:
- Palast des Rates der Fünf
- Tempel des Schwurwahrers - Die Vereidete Basilika
- Die Seidengärten
- Der Messingplatz, mit dem Emeshmoon-Brunnen
- Turm der Dominanz