Im Südosten des Fürstentums Grüngrund des Königreichs Arnfels, liegt die kleine Stadt Grünfurt, auch bekannt als die Stadt der Statuen und der Golems. Eher ein kleines Bauernstädtchen, würde es kaum der Rede wert seien, wären da nicht die zahlreichen Statuen, sowie die riesige Statue im Zentrum der Stadt und die magischen Golems, die in den Diensten der Stadt stehen. Grünfurt kann nicht so große landwirtschaftliche Erträge erzielen, wie es beispielsweise ihre Nachbarstädte Küspen und Ahrenfeld tun. Es war stets und ist immer noch eine ruhige kleine Stadt, die ohne die Hilfe der Golems wahrscheinlich keine große wirtschaftliche Relevanz mehr hätte. Regiert wurde Grünfurt von Graf Balwor Pallach, bevor dem Angriff der Schlächter von Küspen. Nach dessen Niederlage und der Rückeroberung der Stadt, regiert sein Sohn, Arim Pallach, in Grünfurt.

Grünfurt hat den Ruf eine kleine Hinterwäldler-Stadt zu sein, in der sich nicht viel tut. Tatsächlich bietet Grünfurt einiges Interessantes für jene die sich für Geschichte und Kultur interessieren. Im örtlichen winzigen Stadtmuseum kann man sich über das Mysterium der Statuen und Golems erkundigen und die Statuen und ihre Geheimnisse haben auch Künstler seit jeher hier inspiriert, was schließlich auch zur Eröffnung der Grünfurt Kunsthalle geführt hat.

Wirtschaftlich gesehen, ist sie jedoch eher unbedeutend. Landwirtschaft ist die Haupteinnahmequelle der Stadt, die ansonsten keine großen anderen Wirtschaftsstandbeine hat. Mithilfe der Golems können noch Erträge erzielt werden, ohne komplett den Anschluss an andere Städte des Fürstentums zu verlieren.

Grünfurt ist eine eng gestrickte und kleine ländliche Gemeinschaft. Man sagt, in Grünfurt kenne so ziemlich jeder jeden. Dementsprechend sei auch Tratsch und Gerüchte, die das etwas öde Landleben spannender machen, sehr beliebt. Acht alteingesessene und große Familien genießen in Grünfurt besonders Einfluss und Ansehen und füllen die Rolle des kaum vorhandenen Adels in der Stadt. Diese Familien lauten:

  • Hammerein

  • Braunspahn

  • Nickel

  • Bennerich

  • Avenns

  • Schaalwein

  • Krausbann

  • Munker

 

Das Motiv der Statuen zieht sich durch die ganze Stadt, besonders durch den älteren Stadtteil Zusenheim. Hier sind Darstellungen von Männern und Frauen in die Architektur der Häuser eingearbeitet, Straßenlaternen haben die Form von Statuen, die Laternen halten und manchmal stehen sie einfach nur zur Zierde da, in allen möglichen Posen. Eine Statue sticht jedoch besonders heraus: eine 12 Meter hohe Statue eines Mannes, der nur in einen Lendenschurz gehüllt ist, und einen Arm in den Himmel erhoben hat. Er wird der „Riese von Grünfurt“ oder der „Steinerne Wächter“ genannt und bildet das Wahrzeichen der Stadt, das auch von Reisenden gern bewundert wird. Es heißt in Zeiten der Not gäbe es einen alten Zauber, der die Statue zum Leben erwecke, um Grünfurt vor Gefahren zu schützen. Neben den Statuen gibt es mehrere Dutzend Lehmgolems, die im öffentlichen Dienst der Stadt stehen und Arbeiten wie Feldarbeit, Gütertransporte oder Bauarbeiten verrichten. Niemand weiß genau, woher die Statuen und die Golems kamen, welchen ursprünglichen Zweck sie erfüllten oder wer sie gebaut hat.

Im Jahr 1533 griffen Schlächter von Küspen, samt einer großen Gruppe Banditen und Kultisten von Rhotek Grünfurt an. Die Stadt wurde erobert und Egonwald Munker als neuer Graf etabliert. Die Wachsamen Wanderer taten sich schließlich mit den Freien Söhnen und Töchter von Grünfurt zusammen, handelten ein Bündnis mit den Grünfurt Grenzer aus und konnten den Sohn des Grafen Arim Pallach befreien. Mit Hilfe des Riesen von Grünfurt konnte auch die Stadt zurückerobert werden.



Nennenswerte Bezirke/Stadtteile:

  • Zusenheim
    Zusenheim ist mehr oder weniger die Altstadt im Zentrum von Grünfurt. Hier sind die Gebäude fast ausschließlich aus Stein gebaut, sowie die Straße gepflastert. In Zusenheim findet man besonders viele Statuen herumstehen und Statuen-Motive, die in die Häuserarchitektur miteingebaut wurden. In Zusenheim leben die etwas wohlhabenderen Bewohner und auch Graf Pallach hat hier sein Haupthaus, wo er liebt und von wo aus er regiert.

  • Riesenplatz
    Der Riesenplatz liegt am südlichen Ende von Zusenheim und beschreibt den Platz rund um den Riesen von Grünfurt. Es gilt als gesellschaftlicher Treffpunkt und an Markttagen stellen hier Bauern und Händler ihre Waren aus.

  • Möherbich
    Als Möherbich wird der westliche Teil der Stadt bezeichnet, in dem sich besonders viele Handwerkbetriebe und Geschäfte befinden. Aufgrund der Nähe zu den Betrieben findet man hier in der Regel die meisten der Golem-Arbeitskräfte, die Waren transportieren oder Karren ziehen.

  • Langhegen
    Langhegen wird der Rest der Stadt genannt, der um Zusenheim und neben Möherbich liegt. Hier lebt die gemeine Bevölkerung, die Großteils aus Bauern und Arbeitern besteht. Die meisten Häuser hier sind Holzbauen und die Straße ist ein Erdweg. In Landhegen kennt sich so ziemlich jeder und es ist eine enge Nachbarschaft, auch wenn es das größte Viertel der Stadt ist.

 

Nennenswerte Gebäude

  • Grünfurt-Haupthaus (Zusenheim, Riesenplatz)
    Das Grünfurt-Haupthaus ist das große Gebäude im Zentrum von Zusenheim. Es ist von einer Steinmauer umgeben und stellt den Wohnort und Verwaltungssitz des Herrschergeschlechts der Pallachs dar. In der großen Halle werden die politischen Entscheidungen für die Verwaltung der Stadt getroffen.

  • Der Aschenfeuer-Tempel (Zusenheim, Riesenplatz)
    Priester des Lichtbringers errichteten an der Stelle des abgebrannten Steinhammer-Tempels eine neue Kirche. Der neue Tempel wurde aus hellem Stein und viel Messing erbaut. Eine Statue im hinteren Teil des Tempels zeigt den Lichtbringers, der eine ewig brennende Flamme in den Händen hält. Als Erinnerung an den alten Tempel wurde der massive, mit antiken Runen überzogene Altar aus Granit der einem Amboss gleicht, an der Seite des Tempels aufgestellt.

  • Hauptquartier und Gefängnis der Stadtwache (Zusenheim)
    Die Quartiere der Stadtwache in Grünfurt sind etwas kleiner und heruntergekommener als in anderen Städten des Königreichs, jedoch können sie ihre Aufgaben dennoch problemlos erfüllen. Das Hauptquartier befindet sich am nördlichen Ende von Zusenheim.

  • Stadtmuseum (Zusenheim, Riesenplatz)
    Das Stadtmuseum ist eine winzige Einrichtung, die am Riesenplatz liegt. Das Museum besteht aus zwei Räumen und zeigt Statuen, Informationstafeln und alte Dokumente, die berichten, was die Stadt über die Herkunft der Statuen weiß. Betrieben wird es von dem Halbling Jakon Mellenbach, der mit großer Inbrunst gratis Führungen anbietet und gerne all sein Wissen und seine Theorien teilt.

  • Grünfurt Kunsthalle (Langhegen)
    Die Kunsthalle von Grünfurt ist eine Halle im südlichen Teil der Stadt, wo Kunstwerke wie Gemälde und Statuen ausgestellt sind, die von Künstlern der Stadt Grünfurt zur Verfügung gestellt wurden. Sie wird betrieben vom Salvados Otomo (Halb-Elf). Vom Anschein nach, hätte die Kunsthalle eigentlich aus finanziellen Gründen vor langer Zeit schließen können, aber bisher tat sie das nicht, warum auch immer.

  • Gasthaus Haubenkranz (Zusenheim)
    Das Gasthaus liegt in Zusenheim und gilt als das feinere der beiden Gasthäuser in der Stadt. Weit vom Luxus entfernt, werden einem hier ordentliche Zimmer und gutes Essen für einen etwas höheren Preis geboten. Betrieben wird es von Zolas Ketlja, einem menschlichen Abenteurer im Ruhestand.

  • Die Schlafende Taverne (Langhegen)
    Die Schlafende Taverne ist ein einfaches Gasthaus im östlichen Teil der Stadt. Kleine Preise machen es zu einem beliebten Ziel für Reisende und Einheimische, die sich gern billig betrinken wollen. Es wird von der Halblingsdame Nala Dullhaus betrieben, die für ihre vorlaute Zunge und ihren derben Humor bekannt ist.

  • Grünfurt Handelsknoten (Zusenheim, Riesenplatz)
    Der Grünfurt Handelsknoten hat seinen Namen verdient – jedoch nicht wegen seiner großen Handelsbeziehung ins ganze Königreich, sondern da er der einzige Gemischtwarenladen der Stadt ist und man viele Gegenstände ansonsten nirgends in der Stadt bekommen kann. Wird von Caius Berndorf betrieben.

  • Graufels Schmiede (Möherbich)
    Die Graufels Schmiede wird von Onoric Graufels betrieben, einem alten Zwerg und der einzige Schmied der Stadt, neben den Priestern.

  • Frau Nafallas Salben und Elixiere (Langhegen)
    Frau Nafallas Laden ist ein verruchtes Geschäft. Es wird von der elfischen alten Frau Nafalla Veshanai betrieben, die dort alle möglichen Kräuter, Salben, Elixiere und Tinkturen verkauft. Obwohl Nafalla, zwar etwas merkwürdig, aber durchaus nett wirkt, gibt es mehrere Gerüchte, die behaupten, dass sie insgeheim eine Hexe oder sogar eine Hag sei.

  • Golem-Depot (Möherbich)
    Das Golem-Depot befindet sich in Möherbich. Hier werden die Golems der Stadt untergebracht, wenn sie nicht benötigt werden. Es wird von Johann Pemmer, dem Golemaufseher der Stadt, betrieben.

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