Wolfften ist eine kleine, aber sehr alte Stadt im Nordosten des Fürstentum Nordgard im Königreich Arnfels. Wolfften wurde laut Überlieferungen bereits in der Stammeszeit von Arnfels gegründet und wäre somit über 1500 Jahre alt. Jedoch heißt es oft, die glorreichen Tage der Stadt lägen bereits lange zurück. Die Geschichte der Stadt ist von Überfällen der Barbarenstämme aus den Frostlanden geprägt. Weiters sind die goldenen Tage des regen Handels und des Reichtums mit der Zwergenstadt Thorbohr, nach dessen Untergang ebenfalls vorbei. Doch obwohl die Zeit und zahllose militärische Konflikte am Prestige der Stadt gekratzt haben, können die Wolfftener auf eine reichhaltige Geschichte und stolze Traditionen zurückblicken. Die meisten Bewohner von Wolfften sind Bauern, die in den umliegenden Feldern in den Sommermonaten Kartoffeln oder Getreide anbauen. Das Leben in Wolfften ist einfach, sowie dessen Menschen. Man arbeitet tags und feiert nachts. Die Bewohner von Wolfften haben gelernt auch in harten Zeiten nicht den Kopf zu verlieren und halten jeglichen Widrigkeiten stand. Regiert wird Wolfften von Graf Lupos Kaltendorf.
Wolfften ist von einem Holzpalisadenwall umgeben, der die Stadt etwas mehr Schutz vor Angreifern bietet. Vom alten Steinwall ist nur mehr wenig übrig. Lediglich einzelne, kleine Ruinen findet man noch am Rande der Stadt, die teilweise mit dem neuen Wall aus Baumstämmen fusioniert wurden.
Das wichtigste und bedeutendste an Wolfften ist die Tatsache, dass die Stadt über einem untergangenen Zwergenvorposten bzw. Zwergensiedlung liegt. Die einstige Zwergenstadt namens Thorbohr wurde vor ungefähr 800 Jahren von Ingot dem Gründer, einem adeligen Zwerg aus der Zwergenstadt Kherturol, gegründet. Ingot der Gründer ist bis heute eine legendäre und beliebte Figur, da bis heute nicht vergessen wurde, welchen Reichtum er damals mit dem Handel mit den Zwergen nach Wolfften brachte. Dieser Reichtum ist jedoch bereits versiegt. Denn vor ungefähr 200 Jahren ging die Stadt aus mysteriösen Umständen unter und wurde zerstört. Die wenigen Zwerge die an die Oberfläche flüchteten, sprachen von einem großen Unheil und waren zu verstört um mehr zu berichten. Manche Überlebende schienen verwirrt und konnten sich nicht genau erinnern, was vorgefallen war. Alle bis auf einen Eingang nach Thorbohr wurden versiegelt und bis heute liegt die verlassene und zerstörte Stadt unter den Füßen der Wolfftener. Über die Jahrhunderte entstanden zahlreiche Legenden und Mythen, was dort unten in Thorbohr geschehen ist und was vielleicht dort noch haust. Oft widersprechen sich diese Legenden auch, aber das interessiert meist niemanden, da sie eine schöne Unterhaltung darstellen. Die Ruinen von Thorbohr haben auch schon immer Archäologen in die Stadt gelockt, die mit regelmäßigen, aber kurzen, Expeditionen herausfinden wollen, was in der Stadt geschehen ist, das zu dessen Untergang geführt hat. Die Nachfahren der geflüchteten Zwerge leben bis heute in Wolfften und stellen einen geschätzten und nicht unbedeutenden Teil der Bevölkerung von Wolfften dar.
Es gab/gibt drei Eingänge nach Thorbohr:
- das Grafentor unter der Burg des Grafen (versiegelt)
- der Eingang am Hauptplatz (versiegelt)
- das Soldatentor unter der Kaserne der Reichswache (durch eine massive Stahltür verschlossen)
Neben der Zwergenstadt Thorbohr hat Wolfften auch eine starke und namensgebende Wolfstradition. In Wolfften gibt es den größten und bedeutendsten Nordgardner Wolfshund-Zuchtbetrieb in ganz Nordgard, das Hohenbrecht Zuchthaus. Hier werden zahlreiche Nordgardner Wolfshunde fürs Militär und reichen Privatpersonen gezüchtet. Auch ziert das Wappen von Wolfften ein großer grauer Wolf.
Das Wolfsmotiv zieht sich durch große Teile der Stadt und findet sich gerne in den Namen örtlicher Gebäude, Straßen und Plätze wieder. Auch in der Architektur von Wolfften wird gerne auf den Wolf zurückgegriffen.
Nennenswerte Bezirke/Stadtteile:
- Garenthing
Garenthing ist der älteste Teil im Herzen der Stadt. Den Namen hat das Viertel von den Zwergen nach dem Untergang von Thorbohr erhalten und bedeutet so viel wie „Gemeinsame Heimat“. Hier leben die wohlhabenderen Teile der Stadt und auch der Adel. Viele der Gebäude hier sind von zwergischer Architektur beeinflusst und wurden besonders pompös aus Stein erbaut, nachdem man die Zwergenflüchtlinge aufgenommen hat. Die Straße sowie alle Gebäude sind feinsäuberlich aus Stein errichtet worden und weisen sehr viele Details auf. Hier befindet sich Burg Kaltendorf, der Stahlfaust Tempel, die Kaserne der Reichswache und der Garnison, sowie das Wolfftener Museum für Zwergengeschichte. Garenthing grenzt an den Wolfftener Hauptplatz
- Hauptplatz von Wolfften
Der Wolfftener Hauptplatz grenzt in südlicher Richtung an Garenthing und den Rest der Stadt. Der Platz ist der Haupttreffpunkt für Geschäfte und soziale Veranstaltungen. Feste, Hochzeiten und Hinrichtungen werden hier abgehalten. Im Zentrum des Platzes steht ein großer Brunnen, namens Wolfsbrunnen. Der einen großen wachsamen Wolf zeigt und war ein Geschenk der zwergischen Steinmetze, die in Wolfften eine neue Heimat fanden. Er ist das Wahrzeichen und der Stolz von Wolfften.
- Zwergenheim
Zwergenheim ist das jüngste Stadtviertel und ist für dessen großen und wunderschönen Steinhäusern bekannt. Es liegt am westlichen Rand von Wolfften. Die Zwerge errichteten sich Zwergenheim als neue Heimat für die Zwergenflüchtlinge nach dem Untergang von Thorbohr. Einst das zwergische Zentrum und Viertel der Stadt, hat sich über die Jahrzehnte alles homogenisiert und mittlerweile erinnert nur mehr der Name und die typischen zwergischen Steinbauten an das Zwergenviertel, da Zwerge nun überall in der Stadt leben. Neben Garenthing leben auch hier wohlhabendere Leute in den großen Steinvillen der Zwerge.
- Stahleck
Das Stahleck wird die Ansammlung an Schmieden und Handwerkbetrieben zwischen Zwergenheim und dem Rest der Stadt genannt. Hier befinden sich im Grunde alle Handwerksbetriebe der Stadt die mit Metall hantieren.
Nennenswerte Gebäude
- Burg Kaltendorf
Burg Kaltendorf ist die Burg des Grafen und befindet sich in Garenthing. Hinter dessen hohen und dicken Mauern verwaltet der Graf Lupos Kaltendorf die Stadt. Burg Kaltendorf rühmt sich damit, noch nie durch Waffengewalt erobert worden zu sein.
- Stahlfaust-Tempel
Der Stahlfaust-Tempel befindet sich am Hauptplatz. Er ist hauptsächlich Vorthur, dem Sturmvater geweiht, hat jedoch nach dem Untergang von Thorbohr einen zweiten kleineren Altar und Schrein für Lerodin, den Steinhammer, erhalten, aus Solidarität zu den Zwergen. Der Tempel ist ein breites Gebäude aus dicken, grauen Steinen und Wänden, mit einem zentralen, schlichten Glockenturm. Eher simpel, gibt es im Stahlfaust-Tempel wenig sonderlich Schönes zu bewundern, denn er wurde mit der Intention gebaut, im Kriegsfall als Rückzugsort zu dienen.
- Kaserne der Reichswache und Stadtgefängnis
Die Kaserne der Reichswache befindet sich in Garenthing. Von hier aus agiert die Reichswache und bewahrt Recht und Ordnung in Wolfften. Das Stadtgefängnis befindet sich darin bzw. darunter.
- Ranker-Kaserne (Unterkunft der Soldatengarnison)
Die Ranker-Kaserne, benannt nach Hauptmann Richard Ranker aus Wolfften, ist der Stützpunkt der Soldatengarnison des stehenden Berufsheeres von Nordgard in Wolffen und schützt die Stadt vor angriffen.
- Wolfftener Museum für Zwergengeschichte
Das Museum wird von dem elfischen Archäologen Kalzelmir Altmerian und seiner Zwergenassistentin Mira Bleifuß betrieben. Dort lassen sich alle Ergebnisse ihrer archäologischen Untersuchung von Thorbohr finden sowie zahlreiche Gegenstände, die sie aus der Ruine bergen konnten.
- Hohenbrecht Zuchthaus
Das Hohenbrecht Zuchthaus im Norden der Stadt. Es gilt als der beste Zuchtbetrieb für Nordgardner Wolfshunde im ganzen Norden. Hier kann man für gutes Geld seinen eigenen Nordgardner Wolfshund erwerben. Es wird geführt von dem hartem Zaurin Hohenbrecht.
- Gasthaus „Zum Wolfsbau“
Das Gasthaus „Zum Wolfsbau“ ist ein Traditionsbetrieb in Garenthing. Hier soll bereits Ingot der Gründer mit dem damaligen Grafen Stanislaus Kaltendorf auf den Abschluss der Gründung von Thorbohr angestoßen haben. Hier erhält man feine, rustikale, hutzelige Zimmer und herzhafte Hausmannskost nach Familienrezept zu einem stolzen Preis. Es wird betrieben von Gjalund Bruckner.
- Gasthaus „Zum Eiligen Zwerg“
Das Gasthaus „Zum Eiligen Zwerg“ wird betrieben von Berthold Pulverbart. Dieses Mittelklasse Gasthaus hat seinen Namen Bertholds Vorfahr zu verdanken, der kurz nach dem Untergang von Thorbor bereits sein eigenes Unternehmen in Form des Gasthauses gestartet hat. Hier erhält man gute Zimmer und gute Speisen zu einem fairen Preis. Die Geschichten des Wirtes sind jedoch gratis.
- Taverne „Zum Goldenen Glas“
Diese Taverne wird von Fernam Inkholz betrieben und bietet feine Getränke zu sehr feinen Preisen. Adelige und reiche Kaufmänner verkehren hier gerne.
- Marnaths Bier- und Tanzhalle
Marnaths ist die soziale Drehscheibe für Jung und Alt. Hier trifft die Unter- und Mittelschicht der Stadt aufeinander. Am Abend geht jedoch die Post ab, wenn Live-Musik aufspielt und die Tanzfläche eröffnet wird. Der Zwerg Marnath Ibelfels und seine Menschenfrau Jetta Ibelfels schenken große Humpen Bier an großen Holztischen aus.
- Silberhand Schmiede
Die Silberhand Schmiede ist ein Generationsbetrieb und wird von Imgir Silberhand geführt. Der alte Zwergenschmiedemeister schmiedet bereits seit 260 Jahren, sogar noch vor dem Untergang von Thorbohr, die Werkzeuge und Waffen von Wolfften. Sein Vater führte den Betrieb vor ihm und dessen Silberne Prothesen-Hand wird bis heute in der Schmiede ausgestellt.
- Wolfften Handelszentrum
Das Wolfften Handelszentrum ist der örtliche und größte Gemischtwarenhändler. Einst, zur Blütezeit der Handelsbeziehung mit Thorbohr, wurde es gegründet. Damals flossen alle möglichen Handelswaren durchs Handelszentrum, jetzt ist es nur noch ein kleines Geschäft mit wenigen Waren, die die Bevölkerung von Wolfften benötigt. Es wird von der Halblingsfrau Mirna Kellergast betrieben.
- Steinmetz Zollbart
Zagan Zollbartt führt den Steinmetz-Betrieb seiner Väter fort und kümmert sich um meisterhafte Steinarbeiten in Wolfften, aber auch im ganzen Königreich sind die Steinmetze des Steinmetzbetriebes Zollbart begehrt. Sein Großvater Odmir Zollbart hat die Statuen des Lichtbringers bei der Kathedrale des Lichts in Königswerth gefertigt, eine Tatsache worauf die Zollbarts immer noch stolz sind.