An der südwestlichen Küste Khorvirs liegt das Königreich Durnholm: ein verfluchtes Land, das von Monster und Untoten heimgesucht wird. In den letzten Jahrzehnten blühte es unter der Herrschaft von Königin Catevere Royce auf: eine Fusion aus Technologie und Magie sollen Sicherheit und einen großen Wirtschaftsaufschwung bringen. Mit Hilfe von magisch-technologischen Konstrukten, ersten Schusswaffen und bahnbrechenden Erfindungen soll das gefährliche Land nun gezähmt und unter Kontrolle gebracht werden. Während die Eliten in ihren Villen Luxus genießen, leiden die einfachen Leute in den Straßen und am Land nicht nur unter der ständigen Angst vor Monstern, sondern werden auch von beißender Armut, Krankheiten und Ausbeutung geplagt.
Regierung
Durnholm ist eine konstitutionelle Monarchie. An der Spitze des Landes befindet sich der König/die Königin. Der König ist das Staatsoberhaupt und hat das letzte Wort in Sachen Gesetzgebung und Verwaltung. Derzeit ist Catevere Royce die Königing von Durnholm.
Ihr unterstellt ist das Weißstahl-Konzil. Das Weißstahl-Konzil entwirft und stimmt über Gesetze ab, entweder auf eigene Initiative oder im Auftrag der Königin. Besetzt wird das Weißstahl-Konzil von 111 "Lords/Ladies des Konzils" (auch oft die Konziliare genannt). Die Konziliare werden von einflussreichen Adeligen und reichen Kaufleuten sowie von hochrangigen Mitglieder des Titan-Kollektivs und des Conventus Arcanae gestellt. Besonders letztere beiden Organisationen sind für den technologischen Aufschwung im Land verantwortlich und bilden die Mehrheit im Konzil. Das Konzil besitzt fixe Sitze, die von Vertretern allerhand Parteien aufgefüllt werden. Von den 111 Sitzen gehen 35 Sitze an das Titan-Kollektiv, 35 Sitze an den Conventus Arcanae, 20 an die 20 bedeutendsten Adelshäuser des Königsreiches, die jedes einen Sitz belegen, 12 an Vertreter der Wirtschaft, dazu zählen diverse Gilden und Industrielle. sowie 9 an Volksvertreter.
Der "Konziliar Primar" ist der Vorsitzende des Konzils, der von dessen Mitgliedern aus den eigenen Reihen gewählt wird. Die Königin gelobt die Konziliare an und hat die
Befugnis, Mitglieder des Konzils ihres Amtes zu entheben. Sie fungiert
hauptsächlich als Kontrollorgan, das die Arbeit des Konzils beaufsichtigt und
sicherstellt, dass alles mit ihren Vorstellungen übereinstimmt.
Kritische Stimmen der Bevölkerung sagen, dass sich in den letzten Jahrzehnten, durch den Anstieg des Einflusses und Macht der Konzilsmitglieder in der Wirtschaft und Wissenschaft, das Machtverhältnis gewandelt hat, und inzwischen das Konzil in Wahrheit das Land leitet, während die Königin der ihrer Macht beraubt wurde und nur mehr als Repräsentationsfigur dient.
Durnholm ist in 14 Verwaltungsbezirke aufgeteilt, die auf die früheren Grafschaften zurückgehen und von Weißstahl-Konzil eingesetzten Bezirkshauptmannschaften verwaltet werden.
Demographie
Durnholm wird hauptsächlich von Menschen bewohnt und war stets Ausländern und Fremden misstrauisch eingestellt. Bevölkerungsverteilung:
- Menschen: 82 %
- Tabaxi: 6 %
- Halblinge: 4 %
- Zwerge: 3 %
- Drachengeborene: 2 %
- Elfen: 1 %
- Sonstige: 2 %
Bevölkerung
Die Gesellschaft von Durnholm ist stark hierarchisch strukturiert, mit einer privilegierten Elite, bestehend aus Adeligen, Großindustriellen, Bänkern, Händlermogule, die ihre Macht und ihren Wohlstand durch Erbrecht, Landbesitz und politische Macht sichert und die restlichen Bevölkerungsschichten ausbeutet. Doch entstand seit dem Aufschwung durch das Weißstahl-Konzil auch eine kleine, aber wachsende Mittelklasse von Kaufleuten, Unternehmern, Erfindern und Kleinindustriellen, die die traditionellen Aristokraten in ihrer politischen Macht und wirtschaftlichen Dominanz herausfordern. Zwei Drittel der Bevölkerung gehören jedoch immer noch der Unterschicht an.
Während es der Bevölkerung im Kernland nicht gerade gut
geht, geht es den Einheimischen in den Kolonien nicht besser. Dort hat sich
eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet, in der Durnholmer aus dem
Hauptstaatsgebiet den einheimischen Koloniebewohnern als übergeordnet gelten.
Die Koloniegebiete werden von Ungerechtigkeit und Ausbeutung beherrscht und
auch die Flucht ins Hauptland von Durnholm, macht für viele das Leben nicht
besser.
Die Bewohner von Durnholm sind ein unglaublich zähes und abgehärtetes Volk. Jahrhunderte der Krisen und harter Feldarbeit, werden zunehmend durch hartes Schuften in den Manufakturen und magischen Fabriken ersetzt. Beides stählte die einfache Bevölkerung von Durnholm in raue Leute, die simple Leben führen und sich an den einfachen, schönen Dinge im Leben, so wenige es auch sein mögen, erfreuen. Hinzukommt die gefährliche Natur des Landes außerhalb der Städte. Viele Leute am Land, aber auch in den Städten, haben sich daran gewöhnt, in ständiger Angst zu leben und sich gegen die Bedrohungen zu verteidigen, die in der Dunkelheit lauern.
Durnholmer gelten als hart arbeitend, diszipliniert und ausdauernd. Im Ausland genießen sie oft den einen schlechten Ruf: Dort gelten sie oftmals als ungehobelt, grob und als ungebildete Proleten, die Whisky und Bier genauso sehr wie Huren lieben. Während an manchen diese Vorurteilen etwas dran sein mag, ist das auf das harte Leben in den Arbeiterschichten zurückzuführen, in denen Alkohol und Freudenhäuser einer der wenigen Dinge sind, die ihr Leben etwas ertragbarer machen.
Trotz der ständigen Bedrohung durch die Monster haben die Bewohner von Durnholm einen starken Überlebenswillen und einen ausgeprägten Sinn für Gemeinschaft. Die Menschen kommen zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam gegen die Bedrohungen zu kämpfen. In den Dörfern am Land hält man fest zusammen und hilft sich gegenseitig wo man kann. In den Städten formen sich oft kleine Gemeinschaften in Straßen und Wohnbezirken, die umgangssprachlich als "Quarters" bekannt sind. Quarters sind sehr enge soziale Gemeinschaften, in denen man aufeinander aufpasst. Oft gilt, je ärmer ein Quarter ist, desto stärker ist der Zusammenhalt und die beinahe familäre Nähe zueinander. Quarters werden oft sehr argwöhnisch und beinahe territorial von deren Mitgliedern verteidigt - Fremde die Probleme bereiten bleiben dort in der Regel nicht lange, ohne in einer Gasse zusammengeschlagen zu werden.
Geschichte
Die Gründung von Durnholm liegt über tausend Jahre zurück. Leothor Royce vereinigte durch Heirat und Krieg die regionalen 14 Grafschaften unter einer Krone und gründete wenige Jahrhunderte nach dem Zweiten Großen Krieg und der Separation, im Jahr 278 NS, das Königreich Durnholm.
981 NS erlangte eine kleine religiöse Sekte, namens „Kirche der Erneuerung“, zunehmend an Bedeutung. Von der Hauptstadt ausgehend, schafften es charismatische Rädelsführer die armen und unzufriedenen Bewohner um sich zu scharen und sie zu Gläubigen zu machen. Sie glaubten an die Macht des Blutes und schrieben ihm magische oder heilende Kräfte zu. Anfänglich als harmlos abgestempelt, hielt die Kirche der Erneuerung anfangs einfache Gottesdienste ab, bei der die Anhänger zu Gottesdiensten zusammenkamen und einen unbekannten Blutgott namens Hyskor anbeteten, der die Gläubigen von Krankheiten befreite und ihre Schmerzen linderte. Doch was harmlos begann und von den Behörden als unbedenkliches Anbeten eines falschen Götzenbildes galt, wandelte sich schnell zu Blutritualen und ketzerischen Anbetungen. Nachdem die Behörden von den ersten Toten im Zusammenhang mit den Blutritualen erfuhren, ordnete der König eine Untersuchung an. Die Kirche hatte mittlerweile eine große Anhängerschar um sich geschart, die sich von der Macht des Blutes und des mysteriösen Gottes Heilung und eine Linderung ihrer Schmerzen erhofften, und war im gesamten Land vertreten. Die Untersuchungen des Königs brachten furchtbare Erkenntnisse zu Tage. Metaphorische, aber auch wortwörtliche Blutbäder, Massenaderlass und rituelle Opferungen wurden aufgedeckt, doch dass aller schlimmste war, was eine mehrstündige Befragung eines der Sektenführer ans Tageslicht brachte. Der neue Blutgott Hyskor war in Wahrheit niemand anderes als Rhotek, der Kaiser des Untergangs, selbst. Doch die Behörden waren zu spät. Am 13. Windsaat 985 NS , ein heiliger Tag für die Kirche der Erneuerung, wurden im gesamten Land Blutzeremonien abgehalten und ein Geschenk Hyskors erbeten. Und Rhotek antwortete ihnen. Alle Anhänger, die an diesem Abend in eines der Blutbäder stiegen, sich mit Blut übergossen oder an sonstigen Blutritualen beteiligten, wurden mit dem Fluch der Lykanthropie belegt, als Geschenk Rhoteks. Das „Geschenk“ trieb unzählige Betroffene, die den Fluch nicht unterdrücken konnten oder wollten, in den Wahnsinn und ließ sie in blutrünstige Raserei verfallen. Chaos und kriegsähnliche Zustände brachen in Durnholm aus. Über ein Jahr lang terrorisierten unzählige Lykanthropen das Land und verteilten den Fluch beinahe unkontrolliert, bis 986 sich Menschen zu Organisationen zusammenschlossen um gezielt Jagd auf die Bestien zu machen. Bereits 990 erklärte der damalige König Josko Royce die Lykanthropen-Krise für beendet, obwohl unzählige Monster das Land immer noch terrorisierten. Die Kirche der Erneuerung hatte ihren Zweck erfüllt und hatte sich schon nach dem Überfall der Lykanthropen aufgelöst, jedoch wurden später die Verantwortlichen gesucht und die Überreste zerschlagen. Seit diesem Vorfall ist Durnholm nicht mehr das gleiche: bis heute sorgen Werwölfe, Untote, Monster und andere Bestien für Angst und Schrecken auf den Straßen von Durnholm. Was auch immer die Kirche der Erneuerung angestellt hat, es scheint das Land dauerhaft verflucht zu haben. Generationen von Monsterjägern versuchten, den Bestien und Untoten Herr zu werden, erzielten jedoch nur geringe Erfolge, das Land sicher zu halten.
All das erzeugte einen großen Druck auf die Krone, die Zukunft des Landes zu sichern. Man begann große Schritte, um Durnholm am Leben zu erhalten. Beispielsweise, im Jahr 1387 NS, gründete das Königreich Durnholm eine Strafkolonie in den Trinaoschen Inseln, namens Newport. Die Kolonie wurde genutzt Sträflinge und Unerwünschte hier Zwangsumzusiedeln um noch einen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Es war ein verzweifelter Versuch Banditen und Schwerverbrecher aus dem Land zu entfernen, um den sonstigen Monstern, die das Land heimsuchten, mehr Aufmerksamkeit widmen zu können. Weiters erhoffte sich Durnholm damit einen Brückenkopf für den lukrativen Handel mit Südost-Dossyr etablieren zu können. Dies ging auch für 56 Jahre gut und Durnholm verdiente sehr viel Gold mit den neuen entstandenen Plantagen und Handelshäfen auf den Inseln. Doch die Kolonisten, und vor allem die Ureinwohner, die brutal eingegliedert wurden, litten unter der harten Führung, Ausbeutung und Unterdrückung ihrer Kolonialherren. 56 Jahre nach der Gründung der Kolonie, im Jahr 1443, organisierte sich eine Widerstandszelle in Newport und startete einen Unabhängigkeitskrieg gegen die Unterdrücker aus Durnholm. Die Orient-Handelsgesellschaft, eine reiche und einflussreiche Handelsfirma aus Braşov, hatte bereits seit Jahrzehnten ein Auge auf Trinao und die dortigen Handelswege geworfen und sah dies als Chance, Einfluss zu erlangen. Die unterstützen die Rebellen, belieferten sie mit Waffen und Vorräten und setzten auch ihre eigenen privaten Flotten ein, um die Truppen aus Durnholm zu bekämpfen und zu vertreiben. Nach einem drei jährigen Krieg, sah Durnholm ein, dass die Kolonie nun mehr Kosten verursachte, als sie es ihnen wert war und handelte Frieden mit den Rebellen aus. Im Friedensvertrag wurde vereinbart, dass die Kolonie als neuer Freistaat von Trinao bekannt sein soll und Durnholm seine Truppen von den Inseln abziehen muss. Im Austausch dazu bot man Durnholm, immer noch mit ihren Schiffen die Seewege durch die Inseln nutzen zu dürfen.
Jahrhunderte lang galt Durnholm als armes und einfaches Bauernland, dass sich nur durch dessen Flotten am Leben erhalten kann, bis König Eldor Royce 1459 NS an die Macht kam, nachdem sein sehr alter Vater Alaric Royce verstorben war. Der 34-jährige König hatte in der Armee gedient und schon oft gegen die blutrünstigen Schrecken des eigenen Landes gekämpft. Er wusste nur allzu gut welche gewaltige Bedrohung und Geißel das verfluchte Hinterland für Durnholm darstellte, egal wie sicher die großen Städte sein mochten. König Eldor suchte verzweifelt nach Lösungen, da ihr derzeitige Waffengewalt den Monstern nicht gewachsen schien. Einer seiner Versuche, die Probleme des Landes zu lösen, wurde 1463 NS gestartet. Die Armeen Durnholms starteten eine Invasion gegen die benachbarte Galloway-Inselgruppe vor der Küste und eroberte die einheimischen kleineren Königreichen, sowie einen kleinen, aber rohstoffreichen, Abschnitt an der Nordküste Saxors. Die einheimischen, noch sehr naturverbundenen Stämme auf den Inseln und die Tabaxi, die am Land in Saxor lebten, wurden schnell besiegt und unter die Herrschaft der durnholmschen Krone gebracht. In den eroberten Gebieten wurden Kolonien wie Port Royce gegründet, die bis heute wichtige Rohstoffquellen für das Hauptland darstellen und auch notfalls als Rückzugspunkt für die Elite des Landes dienen sollen, falls die Situation in der Heimat außer Kontrolle geraten sollte.
Nachdem er so einen Notfallplan für sein Land geschaffen hatte, suchte er Verbündete um die Probleme am Festland zu lösen. Er fand schließlich einen kleine Organisation, die sich der Forschung, dem Fortschritt und der Besserung des Gesellschaft verschrieben hatte, die sich das Titan-Kollektiv nannte. Der damalige Vorsitzende des Kollektivs, Uriel Edgery, teilte seinen Vision für Durnholm mit dem König: ein Land, das durch technologischen Fortschritt eine Vorreiterposition am Kontinent einnahm. Technologie würde den Sieg über die Monster bringen und es ermöglich das eigene Land erneut zu zähmen. König Eldor willigte ein und Verbündete sich mit dem Titan-Kollektiv. Gemeinsam fanden sie eine interessierte dritte Partei in Form des Conventus Arcanae, eine Magier-Vereinigung aus Arnfels, dessen Ziele in ähnliche Richtung gingen. Nun mit mächtigem Verbündeten und großem arkanem und technologischen Wissen ausgestattet, leitete König Eldor Royce große Umstellungen in die Wege: Das Regierungssystem wurde abgeändert und ein neues Legislativ-Organ etabliert. Das Weißstahl-Konzil, bestehend aus 111 Lords und Ladies , wurde 1467 NS gegründet und sollte von nun an ein wichtiger Teil der Gesetzgebung und Regierung des Landes werden. Durch die technologische Leitung des Konzils soll das Fortbestehen und die Rückgewinnung von Durnholm sichergestellt werden. Das Konzil war von nun an zuständig für die Gesetzgebung und maßgeblich daran beteiligt was im Land geschieht und welche Gesetze verabschiedet wurden, jedoch benötigen sie den Segen des Königs. Nachdem das Weißstahl-Konzil nach der Regierungsreform von 1467 NS Teil der Durnholmer Regierung wurde, erlebte das Land in den darauffolgenden 60 Jahren einen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Aufschwung den man zuvor noch nie gesehen hatte. Catevere Royce übernahm die Krone ihres Vaters im Jahr 1485, nachdem ihr Vater Eldor mit 56 Jahren an einem Herzinfarkt verstarb. Sie führte den Kurs ihres Vaters fort.
Durnholm entwickelte sich in folgenden Jahrzehnten, unter der Führung des wissenschaftlich und wirtschaftlichen getriebenen Weißstahls-Konzils, zu einer Hochburg der Forschung, Industrie und Innovation in Volothar. Die Industrialisierung, insbesondere in der Textil- und Kohleindustrie, brachte große Veränderungen in der Gesellschaft mit sich, einschließlich der Urbanisierung und der Entstehung von Fabriken, die eine neue Arbeiterklasse schufen. In keinem anderen Land der Welt wurden so regelmäßig neue Technologien entwickelt und bahnbrechende Sprünge in der Forschung gemacht.
Nach dem großen Wirtschaftsaufschwung und der weitreichenden Modernisierung durch magische Konstrukte und sonstige magischen Technologien erlebten die Manufakturen von Durnholm einen bedeuteten Anstieg in der Effektivität ihrer Produktion. Durch neue Technologien gab es einen gewaltigen Anstieg an Metallverarbeitungsbetrieben, die Stahl und sonstige Werkstücke aus Metall herstellen. Diesem Anstieg folgte ein großer Anstieg des Bedarfs an Heizmittel um den Hunger der neuen Schmelzöfen zu stillen, die überall im Land auftauchen. All das führte dazu, das Durnholm den größten Bedarf an Erz und Kohle wahrscheinlich in ganz Volothar besitzt, der jedoch bisher durch die Kolonien etwas ausgeglichen werden kann, dank der vorausschauenden Taten von König Eldor.
Es ist klar ersichtlich, dass Königin Catevere Royce mit ihren derzeitigen 68 Jahren in ihrer bisherigen 48-jährigen Amtszeit einiges erreichen konnte. Sie hat den Traum ihres Vaters fortgeführt und ist immer noch sehr bestrebt, durch die Macht der Technologie, das ihr verfluchtes Heimatland erneut zu zähmen.
Wirtschaft
Durch die neue Forschung entstanden fortschrittlichste Technologien und sie ebnete den Weg in ein neues Industrie-Zeitalter für Durnholm. Wissenschaftlern, Ingenieuren, Magiern und Artificern gelangten bahnbrechende Konstruktionen, die Magie und Ingenieurskunst vereinen. Drei Rohstoffe stehen im Herzen dieser technologischen Revolution: Ätherit, Augurium und Stahl. Um diese Industrie ins Laufen zu bekommen wird Erzabbau, Kohleabbau, die Stahl- und Textilindustrie viel gefördert und ausgebaut.
Erste Luftschiffe, die von experimentellen magischen Augurium-Antrieben in die Luft getragen werden, fliegen bereits vereinzelt am Himmel über Durnholm, noch im öffentlichen Besitz des Weißstahl-Konzils. Weiters gibt es zukünftige Pläne eine nationale Bahnlinie zu errichten, auf der ein schwebender Augurium-Zug entfernte Städte in Durnholm miteinander verbinden soll.
Ein ebenfalls wichtiger, aufstrebender Wirtschaftszweig ist die Schusswaffen-Herstellung. Durch die bahnbrechende Erfindung namens "Funkenpulver", ein leicht entflammbares Pulver, das auf dem magischen Mineral Ätherit basiert, gelang es talentierten Waffenschmieden erste Musketen und Pistolen herzustellen, mit denen bereits erste Teile der Durnholmer-Armee ausgerüstet werden. Durnholm selbst, hält die Baupläne und vor allem die Rauchpulver-Herstellung unter starker Geheimhaltung und Verschluss.
In Durnholm ist die neue Wirtschaft stark von der Magie und der Technologie geprägt. Die Produktion und der Handel von magischen Gegenständen und Artefakten sind wichtige neue Wirtschaftszweige. Die Menschen in Durnholm verwenden Magie und magische Konstrukte, um Güter herzustellen, die anderswo nur durch Handarbeit hergestellt werden können. Sie sind Experten in der Herstellung von magischen Waffen, Rüstungen, Schmuck und anderen wertvollen Gegenständen.
Die Handelsrouten von Durnholm sind von großer Bedeutung. Durnholmer Schiffe reisen zu entfernten Ländern, um seltene magische Rohstoffe und Materialien wie Ätherit und Augurium zu beschaffen. Die Menschen in Durnholm sind auch bekannt für ihre Fähigkeiten in der Herstellung von magischen Kristallen und Edelsteinen, sowie dem Raffinieren von Ätherit. Diese Gegenstände sind bei Sammlern und Zauberern sehr begehrt.
Während große Teile der Bevölkerung Arbeiter in den neuen Fabriken sind, ist ein anderer großer Teil der Bevölkerung immer noch in der Agrarwirtschaft tätig, die die weiten Felder außerhalb der boomenden Städte bearbeiten und zu denen sich nur langsam der Fortschritt der Städte ausbreitet.
Magische Konstrukteure, sogenannte "Automatons" sind auch in der Wirtschaft von Durnholm von großer Bedeutung. Magische Automatons sind ein Kind der neuen Art der Handwerkskunst, das Magie und Ingenieurskunst vereint und von den besten Handwerkern hergestellt werden. Diese Konstrukte sind in vielen Bereichen des Lebens unverzichtbar geworden. Sie werden in Fabriken, Feldern und Werkstätten eingesetzt, um Arbeiter zu ersetzen oder die Arbeit zu erleichtern. Automaten werden auch als Wächter und Helfer in Häusern, Geschäften und vereinzelt der Armee eingesetzt.
Die Wirtschaft von Durnholm wird von einer Oberschicht kontrolliert, sprich oft dem Weißstahl-Konzil, die sich aus reichen Händlern, Zauberern und Adligen zusammensetzt. Die Regierung von Durnholm hat strenge Gesetze erlassen, um den Handel mit magischen Gegenständen zu regulieren und zu kontrollieren. Ansonsten ist die Wirtschaft und das Handelswesen von Durnholm von starkem Liberalismus und einer Laissez-faire-Kultur geprägt. Die Regierung versucht sich soweit es geht aus den Geschäften seiner Bürger hinauszuhalten, um so, in ihren Augen, den Wohlstand zu fördern und zu garantieren. Jedoch ebendiese führte oft zu Ausbeutung der Arbeiterklasse und zu ausschweifender Armut.
Sie importieren große Mengen an Erz und Kohle aus ihren
Kolonien auf den Galloway-Inseln und aus Port Royce am Kontinent Saxor und
anderen Teilen der Welt. Jedoch bekannt sind sie durch den großen Export von
Gussstahl und Textilien, die aus ihren hochmodernen Manufakturen stammen.
Geographie und Klima
Das Klima von Durnholm ist gemäßigt. Regelmäßige Regenschauer und viel Nebel machen es zu einem sehr grünen, jedoch nassen Land, mit relativ wenig Sonne und vielen Wolken. Während der Norden von dichten Mischwäldern durchzogen ist, besteht der Süden des Landes hauptsächlich aus Feldern und Hügeln, hier und da ein paar kleineren Wäldern.
Während die Kolonien auf den Galloway-Inseln ein sehr ähnliches Klima und Wetter wie das Hauptland von Durnholm haben, herrscht in den Gebieten um Port Royce, an der Nordküste von Saxor, viel heißere Temperaturen und ein allgemein trockeneres Klima mit weniger Niederschlag.
Im Süden des Landes, am nördlichsten Teil der Williams Bucht, liegt die Hauptstadt von Durnholm, Dunport. Dunport ist die größte Stadt Durnholms und gilt als großes Handlungszentrum und Umschlagplatz zahlreicher Waren, die aus dem Osten Volothars, die Häfen von Arnfels und Vayrac ansteuern. Es hat kulturell für die besser betuchten Bewohner viel zu bieten, für die Ärmeren jedoch ist der Alkohol und die Huren verhältnismäßig teuer und nicht immer von bester Qualität. Dunport ist für seine einflussreiche Verbrecherunterwelt bekannt, über die es heißt, sie habe bei jedem Geschäft und jeder Ware, die Dunport verlässt, die Finger im Spiel.
Kultur
Durnholm gilt als eines der gefährlichsten Länder in Khorvir: Werwölfe, Untote und sonstige Monster suchen die Straßen, Felder und Wälder des Landes heim. Eine Nacht außerhalb der schützenden Städte zu verbringen, gleicht Selbstmord. Seitdem die Kirche der Erneuerung für Chaos und Verwüstung im Land gesorgt hat, wird Durnholm von allerhand Monstern und Schrecken heimgesucht. Für viele Bewohner gilt das Land als verflucht - eine Strafe von Rhotek, dafür seine Pläne vereitelt zu haben. Gelehrte streiten sich jedoch ob dies er Wahrheit entspricht. Was nicht zu leugnen ist, sind die Horden von Kreaturen, die die Straßen heimsuchen, Bauern überfallen und unvorsichtige Reisende töten - egal woher sie nun stammen oder warum sie hier sind.
Es ist nicht abzustreiten, dass etwas mit Durnholm nicht stimmt. Seltsame unheilige Phänomene werden beinahe täglich im Land gesichtet. Untote erheben sich ohne ersichtlichen Grund aus ihren Gräbern und jagen die Lebenden. Lykanthropen zerfleischen unachtsame Opfer und grässliche Bestien heulen in den fernen Wäldern. Der Drang nach technologischem Fortschritt entspringt aus diesen Gefahren. Es war das Bestreben von König Eldor Royce, mit Technologie und Magie die Kreaturen zurückzudrängen und das Land außerhalb der Städte wieder sicher und bewohnbar zu machen - ein Vorhaben, das bisher nur mäßigen Erfolg erzielt hat.
Einzelne Bauernhöfe oder Gehöfte gibt es in Durnholm nicht. Alles außerhalb schützender Stadtmauern ist gefährdet und wird meistens spätestens bei Einbruch der Nacht, zur Zeit wenn sich die meisten finsteren Kreaturen regen, getötet. Bauern leben in Gemeinschaften, die ebenfalls von Verteidigungsanlagen umgeben sind. Saisonal werden kleine Armeen von Söldnern angeheuert, die als Schutz und Wachen dienen. Tagsüber werden die Felder bestellt und Erträge geerntet, alles unter den wachsamen Augen ihrer Söldner-Leibwache. Nachts zieht man sich hinter die schützenden Mauern und Palisadenwälle zurück, in der Hoffnung, dass die Söldner etwaige Angriffe abwehren können. Oft genug findet man Bauerndörfer, die komplett verlassen sind, da eines Nachts die Angreifer zu zahlreich waren oder man geglaubt hatte, dass man mit weniger Söldnern auskommt, um Gold zu sparen. Landwirtschaftliche Erzeugnisse sind dementsprechend teuer, da die Arbeit der Bauern im Land sehr gefährlich ist. Diese Gefahr trägt zur Landflucht und Urbanisierung bei, da viele Bauern genug von ihrem Leben in Angst haben und in die Städte ziehen. Dort werden diese armen Leute jedoch nur allzu oft von den Industriellen und Kapitalisten in ihren Fabriken und Manufakturen ausgebeutet.
Obwohl der absolute Großteil von Durnholm beinahe wildes Land und absolut gefährlich zu bereisen ist, hat man es in den vergangenen 10-15 Jahren geschafft, die Hauptverkehrswege halbwegs sicher zu halten. Militärische Patrouillen versuchen Gefahren von den Straßen abzuhalten. Dennoch passieren immer noch sehr viele Zwischenfälle, besonders je weiter man sich von den Städten entfernt und in der Nacht, da das Militär nicht überall sein kann und auch irgendwann schlafen muss. Bis jetzt ist das Reisen in Durnholm ohne Begleitschutz und Söldnern Wahnsinn und gleicht einem Todesurteil.
Durch das große Problem mit Untoten, Lykanthropen und sonstigen Monstern, weist Durnholm eine überdurchschnittliche Anzahl an Monsterjägern auf. Diese organisieren sich meistens in Orden, wie die Jäger des Schwarzen Blutes, und weisen oft jahrhundertelange Tradition auf. Es gibt aber auch Söldner die als Einzelperson agieren und Monster jagen.
Die Städte sind mit hohen Mauern und Wachtürmen umgeben, um die Einwohner vor den nächtlichen Angriffen zu schützen. Die Straßen in etwas besseren Stadtteilen sind beleuchtet, um die Sichtbarkeit zu erhöhen und den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Aber selbst die von dicken Stadtmauern umringten Städte, die eigentlich als sichere Häfen der Zivilisation gelten, sind vielerorts nicht sicher. Aufgrund der schlechten Verhältnisse in den ärmeren Teilen der Städte, blüht dort auch das Verbrechen auf. Zahlreiche Räuberbanden terrorisieren nachts die dunklen Gassen und Wege zwischen den Städten. Der Schwarzmarkthandel ist so groß wie nie zuvor, als auch das restliche organisierte Verbrechen. Der kriminelle Unterbauch von Durnholm, besonders in der Hauptstadt Dunport, ist schon fast zu groß, als dass die gut organisierte und ausgerüstete Stadtwache mit ihm klarkommen. Neben den Verbrechern hat Durnholm auch in den eigentlich sicheren Städten oft mit Lykanthropen, Nekromanten, Untoten und sonstigen Scheusalen zu kämpfen. Durch die große Armut und daraus resultierenden Sterberate, finden sich genug Leichen in den Städten, die nur darauf warten von ambitionierten Magiern und zu Forschungszwecken benützt zu werden. Ghule und sonstige Aasfresser, die nachts Friedhöfe plündern oder die zahlreichen Leichen, die man allzu oft in dunklen Gassen findet, sind keine Seltenheit.
Die Arbeitstage vieler Durnholmer sind lang und äußerst hart. Deswegen drehen sich viele der möglichen Freizeitbeschäftigungen um das Entspannen und Vergessen des Alltags. Eine große Wirtshauskultur bürgerte sich in den letzten 100 Jahren ein. Zahlreiche Pubs sprossen aus dem Boden um den Durst der Massen zu stillen und deren Leid in Alkohol zu ertränken. Auch erleben Bordelle und Prostituierte eine Hochzeit in Durnholm. In den zahlreichen Rotlichtviertel entspannen sich die hartarbeitenden Arbeiter, sowohl Männer als auch Frauen, oft im Bett der fleißigen Damen und Herren. Besonders im Rotlichtviertel von Dunport, die Koltingstraße oder auch einfach nur der „Kolt“, wird einem ein großes und exotisches Angebot geboten und einem alle Wünsche erfüllt, egal wie besonders oder dunkel sie auch sein mögen. Vor allem für die Unterschicht hat sich als Unterhaltungsmöglichkeit neben dem Wirtshaus das Varieté etabliert, das am Anfang sehr verrucht war, aber dessen Ruf sich mit der Zeit jedoch etwas besserte. Die ländliche Musik und Kunst in Durnholm spiegeln diese Gemeinschaftsmentalität wider, da sie oft von Gruppen und Chören ausgeführt werden, die die Einheit und Zusammenarbeit der Menschen hervorheben.
In den Manufakturen der Städte werden erbärmliche Löhne ausgezahlt und viele Arbeiter leben in den Elendsvierteln und Rändern der großen Städte, am äußersten Existenzminimum, während die Reichen immer reicher werden. Die meisten Unternehmer haben nur wenig Kapital und stehen unter großem Konkurrenzdruck. Daher scheinen akzeptable Gewinne oft nur mit möglichst hoher Auslastung und möglichst geringen Löhnen erzielbar. Der Arbeitstag dauert für die meisten der Arbeiterschicht zehn bis zwölf Stunden ohne Unterbrechung, in Textilmanufakturen bis zu 16 Stunden. Besonders übel sind die Bedingungen in Kohlebergwerken, besonders in denen in den Kolonien. Entspannung finden viele Arbeiter im Alkohol und in gelegentlichen Prügeleien mit anderen Verzweifelten.
Die ungesunden und unhygienischen Lebensverhältnisse in den Städten nimmt oft schlimme Zustände an. Abfälle werden auf die Straßen gekippt, oder bei Hafenstädten, direkt ins Meer. Ratten sind folglich auch weit verbreitet. Zwar werden einige Hauptstraßen gesäubert, nicht aber die Seitenstraßen der dunklen, immer dichter bevölkerten Elendsviertel. Da es keine Abwasserentsorgung und, wenn überhaupt, nur Zugang zu schmutzigem und mit Krankheitserregern verseuchtem Wasser gibt, sind gefährliche Infektionskrankheiten allgegenwärtig. Die Luft ist in den Städten oft voll von Ruß und Rauch, der aus den Manufakturen und Schmelzöfen dringt und wie ein Giftschleier über den Straßen hängt.
In der Oberschicht der Bevölkerung sieht es jedoch ganz anders aus. Vornehme Bälle, Festessen, Theater- und Opernbesuche stehen bei ihnen an der Tagesordnung. Während die Armen in den Elendsvierteln verhungern, leben die Adeligen und Reichen ein Leben der Dekadenz und der Ausschweifungen. Für viele adelige Damen und Ladys von Durnholm gilt die vayrisische Mode als sehr begehrt und es wird stehts versucht, die neuesten Kreationen der vayriser Designer zu tragen.
Die feinen und reichen Stadtteile in durnholmschen Städten werden oft durch große Mauern und Zäune geschützt, damit der "Pöbel" und sonstige Gefahren nicht eindringen können. Dahinter kommt es einem vor, man sei in einer anderen Welt: saubere Straßen, die von Automatons reingehalten werden, selbst fahrende Kutschen, magische Straßenbeleuchtung, großzügige Prachtbauten und prunkvolle Villen, regelmäßige, gutausgerüstete Patrouillen die für Sicherheit sorgen, feinste Kleidung und ein ausschweifender, verschwenderischer Lebensstil - alles nur durch die Ausbeutung der restlichen Bevölkerung möglich.
Militär
Der große technologische Aufschwung schlug sich natürlich auch in der Kriegskunst und der Waffenherstellung nieder. Artificern und legendäre Waffenschmieden gelang es die ersten Schusswaffen zu entwickeln und sie in Herstellung zu geben. Dies führt dazu, dass bereits erste Teile der Soldaten, Wachen und Milizen in Durnholm mit einer Muskete oder Pistole ausgestattet sind. Des Weiteren werden ihre Reihen von magischen Kriegsmaschinen und Automatons verstärkt, die zu unglaublicher Zerstörung fähig sind.
Im Vergleich zu anderen Königreichen, verfügt Durnholm über ein stehendes Heer aus Berufssoldaten. Der letzte Krieg liegt nun schon 70 Jahre zurück. In den Friedenszeiten seitdem, werden die Armeen von Durnholm vor allem zur Ordnungshütung und -schaffung am Festland und in Kolonien auf den Galloway-Inseln und Port Royce verwendet. Eine ihrer Hauptaufgaben ist das Patrouillen von Straßen außerhalb der Städte, damit Handel und Reisen etwas sicherer gemacht werden können.