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Venatrien

An der Westküste von Dossyr liegt eine glorreiche Bastion der Demokratie – Venatrien. Die "Respublica Venatus", wie es im alten tyrisch heißen würde, ist ein warmes, fruchtbares Land, das in der Geschichte oft als Pufferzone und Vermittler zwischen den beiden Kontinenten, Khorvir und Dossyr, diente. Seit jeher war Venatrien, dass Tor in den Westen und den Osten von Volothar und genießt deshalb großes politisches Ansehen in vielen Teilen der Welt. Es ist ein Land der Demokratie, der Gesetze, der Diplomatie, des Weines und der Kultur. Bösere Zungen behaupten, dass man jedoch auch von Bürokratie, politischen Intrigen und Hedonismus der Elite sprechen muss, wenn man die Republik beschreibt.

 

Regierung

Venatrien ist eine verfassungsgestützte, demokratische Republik und wird von zwei Magistraten regiert, die gemeinsam mit einem Senat neue Gesetze beschließen.

Das Volk wählt alle 4 Jahre die Magistratur (bestehend aus zwei Magistraten). Den Magistraten obliegen die obersten Verwaltungsaufgaben und Führung des Staates. Außerdem haben sie den Vorsitz des Senats inne, worin sie sich monatlich abwechseln. Ihnen steht der militärische Oberbefehl zu, bei dem sie sich im Kriegsfall täglich abwechseln, sofern beide gemeinsam bei einem Heer sind. Sie bringen Gesetzesanträge, -vorschläge und -entwürfe im Senat ein.

Die Republik ist in drei Verwaltungsdistrikte (Kantone) geteilt (Marugia im Westen, Forazza im Süden und Coreluna im Osten des Landes). Jeder Verwaltungsdistrikt wird von einem gewählten Prätor verwaltet, die den Magistraten unterstehen. Dieser wird alle 4 Jahre neue von der Bevölkerung des Distrikts gewählt. Jeder Verwaltungsdistrikt ist in mehrere Bezirke aufgeteilt, die von gewählten Ädilen verwaltet werden. Die Bezirke bestehen wiederum aus mehreren Gemeinden, die von Quästoren/Bürgermeistern verwaltet werden.

Venatrien besitzt 46 Senatoren (Legislative). Jeder Bezirk (jede Große Stadt ist eine Bezirkshauptstadt) wird durch zwei Senatoren repräsentiert, welche alle sechs Jahre in den Bezirken gewählt werden. Die Senatoren beschließen Gesetze aufgrund absoluter Mehrheit. Bei Verfassungsänderungen benötigt man ein ¾ Mehrheit. Die Magistrate können jedoch ein Veto gegen neue Gesetze einlegen.

Als Judikative gibt es den Judicum Primus (der oberste Gerichtshof mit dem obersten Richteramt Iudex Supremus), die Distriktgerichte (Judicum Cantonis) und die Bezirksgerichte (Judicum Comunis). Die Richter sind unabhängig, werden von der Magistratur ernannt und vom Senat bestätigt.

 

Demographie

Die Bevölkerung von Venatrien ist sehr divers. Das ist auf die zentrale Lage der Republik, die Vergangenheit mit Tyros und die Jahrhunderte des regen Handels zurückzuführen. Die Bevölkerung von Venatrien verteilt sich wie folgt:

  • Menschen                                 30 %
  • Halblinge                                   18 %
  • Zwerge                                       16 %
  • Halb-Elfen                                 14 %
  • Elfen                                           12 %
  • Sonstige                                    10 %


Bevölkerung

Der Venater sind ein weltoffenes, fortschrittliches und aufgeklärtes Volk. Ihr Land ist so divers, wie die zahlreichen Meinungen, Werte und Ansichten, dass es vertritt. Diskurs, sei er politischer, kultureller oder wissenschaftlicher Natur, wird in Venatrien großgeschrieben. Politik ist ein wichtiges und beliebtes Thema, sei es auf Landes-, Distrikts, Bezirks- oder Gemeindeebene. Venater hinterfragen gerne den Status Quo, möchten über ihren Tellerrand hinausblicken und die Grenzen des Bekannten ausweiten. Es ist ein Land der Denker, der Kritiker und Philosophen.

Dies liegt am großen Fokus auf Bildung der venatischen Regierung. Von 6 bis 14 Jahren herrscht Schulpflicht, in denen Kindern in Venatrien das Lesen, Schreiben, Rechnen, sowie Geschichte, Literatur, Geografie und Fremdsprachen beigebracht werden. Weiters gibt es zahlreiche Universitäten in Venatrien, die auch zu den besten der Welt zählen und bereits zahlreiche brillante Philosophen, Erfinder oder Magier hervorgebracht haben.

Die Venater sehen sich als kulturelles Zentrum der Welt. Unter der Aufgeklärtheit ihrer Republik und Gesellschaft, sehen sie sich als Vorbild für alle anderen Länder von Volothar, die noch an alten Regierungskonstrukten wie Feudalismus oder Absolutismus hängen. Diese Selbstzentriertheit und auch Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen Kulturen, wenn auch nicht aus einer negativen, sondern aus einer erzieherischen Absicht heraus, stößt bei anderen oft sauer auf. Nicht selten werden Venater als laut, überheblich und selbst eingenommen wahrgenommen.

Wer jedoch Venater besser kennenlernt, merkt schnell, dass sie es nicht böse meinen. Sie sind von ihrer Lebensweise überzeugt und möchten ihre Ansichten mit anderen teilen. Venater gelten als unglaubliche Gesprächspartner, die ehrlich interessiert an den Meinungen anderer sind.

Das venatrische Volk ist als Ganzes ein fortschrittliches und neugieriges Volk, befreit von den Schrecken des alten Imperium von Tyr, wo Ignoranz und Aberglaube über Bewusstsein und rationalem Denken herrscht. Die lebhaften Geister der Venater sind verantwortlich für viele namhafte Künstler, Architekten, Scholaren, Entdecker, Astronomen, Diplomaten und talentierte Magier.

Obwohl Venater ein aufgeklärtes Volk sind, die die Werte der Demokratie hochhalten, sind sie dennoch keine hilflosen Lämmer. Venatrien hat ein großes, schlagkräftiges Berufsheer, dass jederzeit bereit ist ihre Demokratie und Freiheit sowie dessen Interessen in der Welt zu verteidigen. Im Allgemeinen ist Freiheit den Venatern sehr wichtig. Während Gesetze den Alltag des Landes regeln, ist die persönliche Freiheit der Selbstverwirklichung eines der wichtigsten Güter der Venater. Dies ist auf die langwierige und dunkle Vergangenheit der Sklaverei zurückzuführen, die in Venatrien als Teil des Imperiums von Tyr im Land herrschte. Mit der Gründung der Republik wurde die Sklaverei abgeschafft und geschworen, dass solche Zustände nie wieder im Land herrschen werden.

 

Geschichte

Venatrien entstand im Jahr 125 nach der Separation der Götter, als das Alte Imperium von Tyr durch den Göttlichen Feldzug, ausgerufen durch die Geistlichen in Agios Sanctor, besiegt und zerschlagen wurde. Adelige sowie Bürgerliche schlossen sich zusammen. Sie waren sich einig, dass die Fehler von Tyr nicht wiederholte werden durften und so wurde der erste venatische Senat gegründet.

In den Anfängen der neuen Republik, die ihren Hauptsitz an der Hafenstadt Lexantia hatte, war Venatrien recht klein und unbedeutend. In den folgenden 300 Jahren wurde das Staatsgebiet immer weiter ausgeweitet. Dies geschah durch geschickt geführte Diplomatie oder auch durch Kriege mit den benachbarten, neu entstandenen Kleinkönigreichen. Im Jahr 436 NS war Lexantia schließlich auf die heutige Größe angewachsen, die sich seitdem nicht mehr veränderte. Venatriens Regierungssystem wurde über die Jahrhunderte weiter verbessert und ausgearbeitet. Neue Ämter und ein ausgeklügeltes Verwaltungssystem wurde geschaffen, das bis heute Bestand hat.

 

Wirtschaft

Venatrien ist ein fruchbares und warmes Land in dem alle möglichen Arten von Forst- und Landwirtschaft betrieben werden können. Im Süden und Westen des Landes befinden sich die Felder und die Kornkammern des Landes, während man im Osten vor allem Wein anbaut und Tiere hält. In den weiten Wäldern im Zentrum und im Osten des Landes wird Holz verarbeitet und in den Manufakturen und Handwerks- und Zunftbetrieben in den Städten werden Kunst- und Handelswaren hergestellt. Ebenfalls gibt es in den Bergen im Osten von Venatrien auch zahlreiche Rohstoffe und Erzvorkommen.

Doch trotz der Vielzahl an Ressourcen im Land, ist der Handel ebenfalls ein wichtiges Wirtschaftsstandbein des Landes. Mit Braşov, auf der anderen Seite der Meerenge, und zahlreichen Handelshäfen und Straßen florierte der Handle in Venatrien seit jeher und ist auch ein großer Geldbringer in die Kassen der Republik.

 

Geographie und Klima

Das Klima ist subtropisch mit teilweise sehr deutlichen Unterschieden in den verschiedenen Regionen.

Ostvenatrien wird von Wolfsgebirge umsäumt, wodurch der Einfluss des Zersprengten Meers auf das Klima eingeschränkt ist. Die Winter sind kühl, in Kommodorum kommt es mitunter zu leichtem Frost, gelegentlich kann auch Schnee fallen, der über Nacht oder einige wenige Tage liegen bleiben kann. In den Monaten November bis Jänner gibt es häufig langanhaltende Perioden mit dichtem Nebel. Die Sommer sind lang und heiß, die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Im Osten liegt der Arbor-Mischwald

Der Westen von Venatrien hat durch den Einfluss des Meeres mildere Winter und trockene, warme bis heiße Sommer. Hier sind verbreitet auch wilde Pinienbestände vorzufinden. Beispielsweise im Abietuswald – im Zentrum des Landes – lassen sich zahlreiche Pinien finden. Diese Baumart verträgt kaum Temperaturen unter 0 °C und fängt sofort an, von unten her abzusterben, was davon zeugt, dass in diesen Gebieten so gut wie keine Fröste auftreten.

Im Süden des Landes und an der Grenze zu Tyros, herrscht nahezu ganzjährig warmes, mediterranes Klima. Der Herbst kommt spät, die Winter sind feucht und mild mit Tagestemperaturen von 10 bis 15 °C und der Frühling setzt bereits zeitig ein. Im Sommer kann es sehr heiß werden, oftmals werden Temperaturen von über 40 °C erreicht. Aufgrund von geringen Niederschlagsmengen in den Sommermonaten sind Dürreperioden ein häufiges Problem.

 

Kultur

Venatrien hat eine stark ausgeprägte Kultur. Venater sind disziplinierte, pflichtbewusste Arbeiter, die ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllen. Ist die Arbeit jedoch erledigt und der Arbeitstag vorbei, entspannt man in Venatrien gerne, in dem man die vielen Facetten des süßen Lebens – wie Kunst, Speisen und Alkohol – genießt. Besonders in der Oberschicht des Landes – bei der Elite und den Reichen – hat sich Hedonismus und Dekadenz eingeschlichen. Hier werden ausschweifende Feste gefeiert, bei denen alle Sinne und die immer extremeren und exotischeren Wünsche der High Society befriedigt werden.

Als gemeinschaftliches, wichtiges Identitätsverständnis möchte man sich in Venatrien von Tyros, und in gewisser Weise auch vom alten Imperium von Tyr, bewusst abgrenzen. Auch wenn man die eigene Geschichte als Teil eines antiken Weltreiches mit Stolz betrachtet, distanziert man sich stark und bewusst von damaligen Gepflogenheiten wie Sklaverei und Imperialismus, die heute in Tyros noch eine große Rolle spielen. So wie sich das alte Tyrisch in das heutige Venatrisch weiterentwickelt hat, so haben sich auch die Venater aus dem alten Tyr bzw. Tyros entwickelt und sind jetzt eigenständig und anders.

Kunst spielt eine große Rolle in der Gesellschaft. Gerne und oft werden Theater, nicht selten auch Open-Air-Theater, besucht in denen die neuesten Komödien, Epen oder Dramen der Dichter des Landes aufgeführt werden. Neben dem Schauspiel, werden auch die Bildenden Künste wie Malerei, oder Bildhauerei eine große Rolle. Statuen und Büsten von bedeutenden Personen zieren die meisten öffentlichen Plätze und Verwaltungsgebäude.

Auch Literatur hat in Venatrien großes Ansehen. Sei es nun Belletristik oder wissenschaftliche Fachliteratur, in Venatrien gibt es genügend interessierte Leser für beides, weshalb es viele und gut besuchte Bibliotheken gibt, die für alle Bewohner des Landes offen sind.

Venatrien hat eine fast legendäre Küche, die viel Gemüse, Paprika, Kräuter, Tomaten, Oliven, Fisch, Brot und Nudeln beinhaltet. Bei besonderen Anlässen wird in großer Runde stundenlang gegessen. Dabei darf eines jedoch nicht fehlen – der Wein. Als Nationalgetränk des Landes ist Wein ein unverkennbarer Teil der venatrischen Identität. Er wird zu jeder Mahlzeit getrunken – meist in verdünnter Form – und kommt in vielen verschiedenen Farben und Geschmäckern vor.

Die politische Kultur in Venatrien ist ebenfalls besonders. Ein altes Sprichwort aus Venatrien besagt, dass Gesetze, Listen und Wein, die drei Säulen der Republik sind – und damit hat man auch recht. Ohne die Bürokratie und die zahlreichen Schreiber, Sekretäre und Adjutanten der Verwaltungsbehörden, würde das Land nicht rund laufen. Venatrien ist dafür bekannt, die Bevölkerung mit langer Bürokratie zu quälen, sollte man etwas von den Behörden benötigen. Ebenfalls gibt es in Venatrien für alles Gesetze. Sei es von dem vorgeschriebenen Gewicht von Lebensmitteln oder wie lange man am Wochenende laut sein darf – alles ist in den unendlichen langen Gesetzestexten von Venatrien festgelegt.

Die Politiker selbst, sind aus einem ähnlichen Holz geschnitzt. Der Senat genießt den Ruf, lange für eine Entscheidung zu brauchen und ewig zu diskutieren und zu streiten. Deshalb heißt es auch, dass „die Räder der Republik langsam mahlen, aber stetig“.  Es kommt relativ selten vor, dass sich der Senat einig ist und ein Gesetz sofort veranlasst wird. Ebenfalls herrscht im Senat und den höheren politischen Reihen eine halsabschneiderische Kultur. Politische Intrigen und Ränkespiele stehen an der Tagesordnung, um die Machtgleichgewichte im Senat zu ändern und vielleicht Senatsentscheidungen beeinflussen zu können. Korruption und Lobbyismus in den höchsten politischen Ämtern weit verbreitet. Nicht selten lässt sich ein Senator für eine Geldsumme dazu überreden für oder gegen einen Entschluss zu stimmen.

In Venatrien gibt es eine vergleichsweise hohe Steuerlast. Jedoch erhalten die Bürger auch etwas im Gegenzug für die hohen Steuergelder. Das Land hat ein gut ausgebautes und erhaltenes Straßennetz. Weiters gibt es zahlreiche öffentliche Gebäude und Dienste, die über die Steuergelder finanziert werden.

 

Militär

Venatrien besitzt ein schlagkräftiges, großes und gut finanziertes Berufsheer, dass die „Venari“ genannt wird. Die Venari tragen Plattenrüstungen, Kettenhemden und Brustpanzer und sind mit Speeren, Schwerten und Armbrüsten bewaffnet. In Friedenszeiten für den Grenzschutz und Sicherung der Handelsrouten zuständig.

Neben dem Militär gibt es ein Gesetzesvollzugsorgan namens „Vigenzi Republica“. Die Vigenzi (singular: Vigenzo/Vigenza) ist eine staatliche geführte Gendarmerie zur Funktion als Stadtwache und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit. Weiters übernehmen die Vigenzi in Form spezieller Organisationseinheiten die kriminellen Ermittlungen und den Geheimdienst der Republik. Die Vigenzi sind hauptsächlich in Kettenhemden und Brustplatten gehüllt und tragen meist Hellebarden und Armbrüste.

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