Lhaaz ist eine wunderschöne Insel im Zersprengtem Meer. Es ist eine friedvolle und fruchtbare Insel voller Weingärten und Obsthaine, die von freundlichen und sanftmütigen Einheimischen bestellt werden. Viele Bewohner von Lhaaz sind Pazifisten und streben nach einem harmonischen Leben im Einklang mit der Natur und ihrer Gemeinschaft, ohne der Notwendigkeit von Gewalt. Aufgrund ihrer friedvollen Lebensart sind sie ein leichtes Ziel für Piraten und Plünderer aus Epheron, weswegen sie seit vielen Jahren ein Bündnis mit den auf der Insel lebenden Zyklopen pflegen: Die Zyklopen verteidigen die Insel und erhalten dafür Wein und Früchte.
Regierung
Die Städte von Lhaaz sind miteinander verbündet und bilden den Pseudyo-Staat „Lhaaz“. Dabei gibt es keinen Herrscher von Lhaaz. Die Städte und Dörfer entscheiden über sich selbst. Dabei wird bei einer Volksversammlung über Entscheidungen, die die Gemeinschaft betreffen abgestimmt. Wachen oder Gesetze werden nicht benötigt, da Friede und Harmonie in Lhaaz großgeschrieben wird und niemand jemand anderen Schaden zufügen würde. Lediglich die Zyklope, die in den um die Siedlungen leben, könnten als Wachen beschrieben werden. Doch fungieren sie nur als diese, im Falle einer Bedrohung von außen.
Werden Entscheidungen benötigt, die die ganze Insel betreffen, werden gewählte Abgesandte zu einem Treffen ausgesendet, die die Siedlungen vertreten. Diese Abgesandte werden im Konsens bestimmt, so wie alle Entscheidungen in Lhaaz.
Demographie
Lhaaz hat eine geringe Bevölkerungsdichte und eine verhältnismäßig kleine Bevölkerung. Die Bevölkerung verteilt sich wie folgt:
- Mensch: 68 %
- Halbling: 22 %
- Gnome: 10 %
Bevölkerung
Der absolute Großteil der Bevölkerung von Lhaaz sind friedliebende Pazifisten. Es wird nicht gerne gestritten und an Gewalt ist sowieso nicht zu denken. Die meisten Lhaazer verbringen simple Leben mit ihren Familien und der wunderschönen Natur der Insel.
Aufgrund der fast paradiesischen Verhältnisse auf Lhaaz, sind die Einheimischen sehr, sehr vorsichtig, wen sie in ihre Gemeinschaften lassen. Viele nehmen an, oft auch zu Recht, dass Außenstehende ihre pazifistische, anarchistische Lebensweise nicht verstehen würden und eine Gefahr für ihre Art zu Leben darstellen, sollten sie versuchen etwas daran zu ändern. Deshalb müssen sich neue Einwanderer oft erst beweisen und das Vertrauen der Lhaazer erlangen.
Ansonsten sind Lhaazer angenehme und kontaktfreudige Leute. Im Ausland gelten sie als sehr höflich und respektvoll, doch beinahe etwas naiv, was die andere Welt, und wie dort miteinander umgegangen wird, angeht. Sie sind hilfsbereit und großzügig. Reist man nach Lhaaz, um beispielsweise Handel zu treiben, erhält man nicht oft kostenlose Kostproben oder einen Korb Früchte geschenkt. Weiters werden Reisende oft zum Abendessen und Neuigkeiten und Geschichten austauschen eingeladen.
Trotz ihrer friedvollen Ader sind viele Lhaazer durchaus ehrgeizig. Viele sind stolz auf ihre Arbeit und arbeiten hart in den Weingärten, auf den Feldern oder in den Obsthainen. Die besten und süßesten Früchte und Weine zu erzeugen ist der Wunsch und das Ziel eines manchen Lhaazers.
Geschichte
Vor der Zertrümmerung war Lhaaz ein Teil des Alten Imperium von Tyr. Die Insel erlangte für kurze Zeit ihre Unabhängigkeit, als das Imperium nach dem Zweiten Großen Krieg auseinandergerissen und verwüstet wurde.
Doch im Wiedervereinigungskrieg von Imperator Gaius Esperius Manta wurde die Insel zurück ins Imperium geholt. Lhaaz ergab sich ohne Widerstand und war froh, wieder den Schutz des Imperiums zu besitzen.
Später, im Göttlichen Feldzug, als das Imperium von Tyr endgültig zerstört wurde, löste sich die Insel wieder von Tyr los und blieb diesmal unabhängig. Doch nach Jahrhunderten als Insel in einem Meer, dass vom eigenen Imperium beherrscht wurde, hatten die Bewohner von Lhaaz sich an den Frieden gewöhnt und sich ganz der Landwirtschaft verschrieben. Sie hatten kein Militär mehr und wollten auch keines mehr. Doch nach mehreren Angriffen von Piraten und Plünderern schlossen sie ein Bündnis mit den Zyklopen, die ebenfalls Lhaaz ihre Heimat nannten.
Seitdem verteidigen sie die Insel und sind ein angesehener Teil der Gemeinschaft, während die Lhaazer ihren Frieden genießen und sich auf ihre Arbeit konzentrieren.
Wirtschaft
Lhaaz produziert sehr viele, sehr hochwertige landwirtschaftliche Güter. Dazu zählen köstliche Früchte, Gemüse und vor allem Wein. Besonders die Pfirsiche und Zitronen von Lhaaz gelten als köstlich und herausragend groß. Die Rotweinsorte „Lhaazer“ gilt als sehr gut und ist in vielen Tavernen und Adelshöfen beliebt.
Obwohl Gold nicht allzu viel wert in Lhaaz besitzt, handeln die Lhaazer viel. Meistens gegen Gold, aber auch gegen Tauschwaren und Naturalien, die es in Lhaaz nicht gibt. Das angehäufte Gold wird entweder bei anderen Händlern ausgegeben, um benötigte Dinge für die Insel zu kaufen, oder sie wird bei Reisen ins Ausland gespendet.
Geographie und Klima
Die Umwelt auf Lhaaz ist in den Küstenregionen typisch tropisch und im Zentrum der Insel bewaldet. Es gibt zwei Jahreszeiten: einen warmen, feuchten Sommer von Juni bis September mit einer Durchschnittstemperatur von 24,7 °C und einen relativ kühlen, trockenen Winter von November bis April mit einer Durchschnittstemperatur von 20,4 °C. Der Temperaturunterschied zwischen den Jahreszeiten beträgt nur 4,3 °C. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen von 29,2 °C, die kältesten Monate sind Jänner und Februar mit durchschnittlichen Nachtminimaltemperaturen von 16,4 °C. Obwohl es keine ausgeprägte Regenzeit gibt, fällt der meiste Niederschlag in den Sommermonaten. Die Wassertemperatur in der Lagune schwankt zwischen 22-27 °C.
Die Insel ist bekannt für ihre vielen und bunten Vogelarten. Weiters gibt es Riesenschildkröten, die auf der Insel Lhaaz leben.
Kultur
Wein ist der kulturelle Grundstein von Lhaaz. Er wird nicht nur gerne und viel angebaut, sondern gerne und viel auch getrunken. In Lhaaz gibt es Weinhäuser – Tavernen-artige Einrichtungen voll mit gemütlichen Sitzkissen und gepolsterten Sitzgelegenheiten. An den niedrigen Tischen trifft man sich nach Arbeitsende auf eine Flasche Wein, redet über den Tag und entspannt sich. Die Weinhäuser gelten als das soziale Herz einer Gemeinschaft. In Geschichten und Gedichten so mancher Künstler, die nach Lhaaz kamen, wird über dessen großartige Atmosphäre und inspirierende Art gesprochen – „ein Ort, der die Kreativität und Fantasie anregt“.
Die Vögel sind ein wichtiger Bestandteil der Kultur von Lhaaz. Der Blaue Weintaucher, eine kleine Kanarienvogelart, ist das Maskottchen der Insel. Das Vogelmotiv zieht sich durch viele Teile der Architektur und Kunst der Insel. Die Vögel spiegeln die Identität der Bewohner wieder und sind auch ein Sinnbild für deren Freiheit und Frieden.
Ebenfalls sind fast alle Lhaazer vegetarisch. Das jagen von Tieren wird auf der gesamten Insel verpönt und ist in manchen Gemeinschaften sogar verboten. Auch das landwirtschaftliche Halten von Schafen oder Ziegen wird zunehmend weniger. Fisch ist noch am ehesten akzeptiert und wird hier und da, meistens zu besonderen Anlässen, aufgetischt.
Die Zyklopen nehmen eine ehrenwerte Position in der Gesellschaft ein. Sie gelten als die gutmütigen Beschützer der Insel. Bei einer Bedrohung greifen sie zu ihren Keulen und verjagen die Angreifer, die oft schnell erkennen, dass die Insel es meistens nicht wert ist, sich mit einer kleinen Armee wütender Riesen anzulegen. Wenn sie nicht gebraucht werden Leben die Zyklopen in den Gemeinschaften oder in kleinen Gruppen außerhalb der Siedlungen und genießen oft ihre Ruhe und Freizeit. Sie neigen dazu etwas faul zu sein, zögern jedoch nie die Insel zu verteidigen und nehmen ihre Aufgabe ernst. Sie lieben den Wein und vor allem Pfirsiche, weswegen viele Weinhäuser auch Tische in Zyklopengröße haben. Manche Zyklopen erklären sich jedoch bereit, den Lhaazern bei ihrer Arbeit zu helfen. Dabei ziehen manche Pflüge oder Wägen und bringen die Ernte nach Hause.
Militär
Lhaaz besitzt kein Militär. Lediglich die auf der Insel lebenden Zyklopen verteidigen die Insel, im falle einer Bedrohung. In der Vergangenheit haben sich die Lhaazer schlichtweg geweigert sich zu verteidigen. Viele würden lieber sterben, als eine Waffe gegen jemand anderen zu erheben.