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Revier der Orediga-Nomaden

Die Leonin der Orediga-Nomaden nennen die weiten Savannen und das Grasland in ganz Saxor ihre Heimat. Die Rudel dieser nomadischen, löwenähnlichen Humanoiden haben nur selten Kontakt zu anderen Völkern, da sie alles, was sie brauchen, in ihrer weiten Heimat haben und den Verrat von Fremden kennen. Dennoch gibt es einige Leonin, die sich fragen, was sich jenseits der Savannen von Saxor befindet, und die versuchen, sich in einer größeren Welt zu bewähren.

 

Regierung

Die Orediga-Stämme bestehen aus unzähligen „Rudeln“, die in einer Doppelregierung von einem Patriarchen und einer Matriarchin regiert werden, die in der Regel die ältesten Mitglieder der Gruppe sind.

Jedes Jahr, am Tag des ersten Vollmonds nach der Herbst-Tagundnachtgleiche, versammeln sich die Matriarchinnen aller Leonin-Rudel auf der Goldenen Ebene Krios in Zentral-Saxor, um eine Monarchin, die Königin der Klauen, zu wählen, die alle Rudel der Orediga in der Welt vertritt.

 

Demographie

Die Orediga-Nomaden sind eine sehr homogene Volksgruppe. Die Bevölkerungsanteile der Orediga verteilen sich wie folgt:

  1. Leonin: 92 %

  2. Sonstige: 8 %

 

Bevölkerung

Leonin sind im Vergleich zu Menschen eher groß und bewegen sich mit einer Kühnheit, die auf ihre körperliche Kraft schließen lässt. Der Körper der Leonin ist mit gelbbraunem Fell bedeckt, und einige haben eine dichte Mähne, die von Gold bis Schwarz reicht. Ihre Hände sind genauso flink wie die anderer Humanoider, aber die Leonin haben einziehbare Katzenkrallen, die sie sofort ausfahren können. Zusammen mit ihrer Fähigkeit, ein markerschütterndes Brüllen auszustoßen, verleiht dies den meisten Leonin eine Ausstrahlung, die leicht zwischen königlich und furchterregend schwankt. Leonin treten oft selbstbewusst auf, was als Herrschsucht rüberkommen kann. Das kann ihre Verbündeten beruhigen, aber es kann auch auf Trotz hindeuten, wenn sie sich einer Autorität oder unwürdigen Experten gegenübersehen.

Andere Menschen nehmen Leonin oft als schnell beleidigt, intolerant gegenüber Kritik oder streitlustig wahr. Die Wahrheit ist, dass viele Leonin einfach Spaß am Kämpfen haben, sei es verbal oder physisch. Sie haben Freude am Streiten, Ringen, Sparring und sogar am Kampf und genießen die Gelegenheit, ihren Geist und Körper zu trainieren. Daraus folgt auch, dass Leonin nicht dazu neigen, einen Groll zu hegen. Ein Krieger reagiert vielleicht mit plötzlicher Gewalt auf eine Beleidigung, aber wenn der Kampf vorbei ist (und der Leonin seine Überlegenheit bewiesen hat), ist die Beleidigung vergessen - zusammen mit dem besiegten Feind.

Die Orediga gelten als isolationistisch und zurückgezogen. Sie akzeptieren nur selten Auswärtige in ihrem Volk und versuchen ihre alten Lebensarten zu bewahren. Deshalb wirken sie oft feindselig, wobei sie lediglich misstrauisch und vorsichtig sind.

 

Geschichte

Der Legende nach waren die Leonin der Orediga einst ein eifriges und fanatisches Volk, dessen Gesellschaft zwischen den Anbetern von Malgor und Gruumat gespalten war. Jahrhundertelang kämpften die Anhänger dieser beiden Gottheiten erbittert gegeneinander und ließen im Namen ihrer Götter zahllose Leonin sterben, während die mächtigen Gottheiten sie zu immer neuen Gewalttaten gegen ihre Feinde trieben.

Schließlich blieben nur noch wenige ihres Volkes übrig, das von Feinden, die sie in ihrem heiligen Krieg vernachlässigt hatten, von allen Seiten bedrängt wurde. Ein großer Häuptling der Leonin namens Krior Sonnenweber, der es leid war, gegen seine eigenen Verwandten zu kämpfen, bezeichnete die Götter als hochmütige und gefühllose Wesen und lehnte die Bande des absoluten Fanatismus ab, die sein Volk geschmiedet hatte. Da sie es leid waren, sich gegenseitig im Namen ihrer Götter zu töten, folgte der Rest ihres Volkes bald diesem Beispiel. Seit diesem Tag haben die Leonin eine distanzierte Haltung gegenüber den Göttern eingenommen und behandeln sie nur mit der geringsten Ehrerbietung, die nötig ist, um sich einen Platz im Jenseits zu sichern.

 

Wirtschaft

Die Orediga betreiben keine „Wirtschaft“, denn sie kennen keine Landwirtschaft oder Viehzucht, traditionell auch keine domestizierten Tiere oder Pflanzen, keinen Gartenbau und keine Imkerei. Sie betreiben keine Vorratshaltung und verbrauchen ihre Nahrung bevor sie schlecht wird. Diese Lebensweise macht eine vollständige Anpassung an die natürlichen Gegebenheiten und Naturrhythmen (Tageslauf und Jahreslauf) und das wechselnde natürliche Nahrungsangebot zwingend erforderlich.

Es gibt keinerlei formale Ausbildung und keine spezialisierten Berufe. Es gibt keine eigene Metallverhüttung und -verarbeitung. Waffen und Rüstungen werden aus Knochen, Holz oder Stein hergestellt. Metallene Waffen und Rüstungen werden entweder erbeutet oder manchmal für andere Gegenstände getauscht und sind deshalb selten unter den Orediga. Es gibt keine Herstellung von Textilien. Gerätschaften werden in der Regel nur für den eigenen Bedarf hergestellt. Es gibt keine Geldwirtschaft und es kann außer wenigen Gerätschaften kein materieller Wohlstand angesammelt oder vererbt. Ertragsunterschiede ergeben sich ausschließlich aus den individuellen Fähigkeiten.

 

Geographie und Klima

Die Orediga bewohnen die Savannen und das Grasland in ganz Saxor. Sie trifft man im Norden von Mezzelin bis in den tiefen Süden von Saxor bis nach Noodos an.

Ihre Lebensweise ist dabei stets an die örtlichen, unterschiedlichen Bedingungen, das Klima sowie Florau und Fauna angepasst.

 

Kultur

Die traditionelle Sozialstruktur der Leonin beruht auf dem Konzept des Rudels, das von Außenstehenden oft als Stammesverband angesehen wird. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Großfamilie, die aus vielleicht einem Dutzend erwachsener Paare, ihren Kindern und einem Patriarchen und einer Matriarchin besteht, die in der Regel die ältesten Mitglieder der Gruppe sind. Ein Rudel besteht normalerweise aus 50 bis 100 Leonin. Leonin verlassen sich auf sich selbst und ihren Stolz. Ein Rudel ist durch die Erfahrung einer gemeinsamen Herausforderung und insbesondere durch den heiligen Akt der Jagd miteinander verbunden.

Die Mitgliedschaft in einem Rudel ändert sich nur durch Geburten, Todesfälle und Eheschließungen, wobei Außenstehende nur sehr selten und meist unter besonderen Umständen in die Gruppe aufgenommen werden.

Traditionell sind Rudel nomadisch und tun fast alles gemeinsam - sie reisen, jagen, arbeiten und handeln gemeinsam. Im Laufe der Zeit wurden diese Traditionen immer weniger strikt eingehalten, und viele Stämme verließen den flüchtigen Lebensstil, um ihre eigenen Dörfer zu gründen oder sich sogar einem bestehenden Dorf anzuschließen, das von anderen Völkern errichtet wurde.

Nur wenige Leonin widmen sich dem Dienst an den Göttern. Vor Jahrhunderten verehrten die Leonin dieselben Götter wie die Menschen, aber nachdem viele ihrer Stämme durch die Hand des Roten Schänders, Gruumat entehrt wurden, lehnten die meisten Leonin die Götter ab. Es ist nicht so, dass sie die Existenz von Göttern leugnen; sie sehen die Götter lediglich als wankelmütig und letztlich unwürdig, angebetet zu werden.

Die Orediga leben als Nomaden, errichten keine beständigen Siedlungen, sondern nur temporäre Lager. Sie führen ein mobiles Leben ohne Immobilienbesitz und mit nur wenigen Besitzgütern, die alle beim Lagerwechsel durch die Leonin selber – ohne Tragtiere, Fahrzeuge oder Transportgeräte – mit Hilfe von Tragschlaufen oder in den Händen mitgeführt werden können. Der Nahrungserwerb geschieht nur durch das Jagen von Wildtieren und dem Sammeln von natürlichen Früchten und essbaren Pflanzen.

Die erworbenen Nahrungsmittel werden zu einem Anteil sofort – während des Sammelns bzw. unmittelbar nach der erfolgreichen Jagd – gegessen, zu einem anderen Anteil nach der Rückkehr in das gemeinsame Lager mit der eigenen Familie und zu einem weiteren Anteil mit allen gegenwärtigen Rudelmitgliedern – ohne Vertragsverpflichtungen, konkrete Versprechungen, spezielle Vor- oder unmittelbare Gegenleistungen der empfangenden Personen – geteilt.

Es kommt allerdings häufig vor, dass Jäger die anderen Rudelmitglieder hintergehen, indem sie die Beute heimlich ins Dorf schmuggeln. Werden sie dabei entdeckt, erfolgen heftige Beschimpfungen durch die anderen und in schwierigen Zeiten droht sogar das Exil aus dem Rudel – die schwerste Strafe die ein Orediga erhalten kann. Die Orediga teilen grundsätzlich aus Furcht vor Gerede und Ausgrenzung.

Üblich bei den Orediga ist eine sehr aufmerksame und gleichzeitig freizügige Erziehung der Kinder, die viel Zuwendung von beiden Elternteilen erfahren, aber auch früh eigene Pflichten erfüllen müssen.

Die Orediga pflegen eine antike Form der urtümlichen Magie, die sie Psammomantie oder Sandmagie nenne. Sie nutzen die inhärente Magie der trockenen Erde und des heißen Sandes ihrer Heimat und nutzen sie für ihre Bedürfnisse und für den Kampf. Sand-Kämpfer sind dafür bekannt Psammomantie dazu zu nützen, schattenartige Abbilder ihrer selbst aus Sand herzustellen, die an ihrer Seite in den Kampf ziehen.

 

Militär

Jedes Rudelmitglied weiß wie man Jagd und kann im Falle eines Kampfes mit seinen natürlichen Waffen umgehen. Jedoch in echten Kriegssituation, beispielsweise gegen verfeindete Rudel, kämpfen meist nur ausgewählte Jäger, die als besonders talentiert oder erfahren gelten.

Bedroht etwas das gesamte Volk der Orediga, kam es vereinzelt vor, dass die Königin der Klauen die Rudel vereinte und eine Armee der Orediga aufstellte um eine Bedrohung abzuwenden. Dieser Vorgang ist meistens sehr umständlich und dauert sehr lange, da zuerst alle Rudel in ganz Saxor gefunden und erreicht werden.

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