Naurai ist ein kleiner Inselstaat vor der Nordwestküste von Saxor, mit einer gleichnamigen Hauptstadt. Das gleichnamige Volk der Naurai ist ein spirituelles Volk, dass an das „Tokuna“, ein alldurchdringende Energie glaubt, die große Personen von unbedeutenden unterscheidet. Sie folgen den strikten Regeln und Verbote, genannt „Monu“, die ihnen ihr Glaube an das „Tokuna“ vorschreibt, sehr genau.

 

Regierung

Naurai wird von einem Monarchen namens der „Gezeitenkönig“ regiert. Der Gezeitenkönig entstammt einer alten Adelsfamilie, die sich durch ihre großen Taten und mächtigem Tokuna ausgezeichnet hat. Andere Siedlungen werden ebenfalls von Adeligen aus ähnlichen Familien regiert.

 

Demographie

Die Bevölkerung auf Naurai verteilt sich wie folgt:

  1. Elfen: 63 %

  2. Locathah: 24 %

  3. Tritonen: 8 %

  4. Sonstige: 5 %

 

Bevölkerung

Naurai gehen entweder leicht bekleidet oder tragen überhaupt keine Kleidung. Ihre Kleidung wird aus Unterwasserpflanzen geformt und mit komplizierten Mustern in Schwarz-, Braun- und Grüntönen versehen. Adelige Naurai tragen häufig durchsichtige Seidengewänder, um ihren Status zu kennzeichnen.

Naurai halten Versprechen für heilig und würden eher sterben, als etwas, das sie geschworen hatten, nicht zu vollenden. Wenn sie dabei sterben, übernehmen ihre Verwandten die Verantwortung für die Erfüllung des Versprechens. Die kleinste Andeutung, dass ein Naurai sein Wort nicht halten würde, ist zutiefst beleidigend. Versprechen von Nicht-Naurai sind jedoch höchst verdächtig, weil Naurai wissen, dass andere Völker die Versprechen ihrer Toten nicht einhalten würden.

Manche Naurai wirken auf Fremde etwas merkwürdig. Zum einen sind sie freiheitsliebende Wesen, die freizügig und offen die Meere erkundigen, zum anderen sind sie ein Volk, das strikte Regeln und Verbote in Form der Monu besitzt. Dies gilt für Außenstehende oft sehr widersprüchlich, ist für die Naurai jedoch absolut logisch, da nicht sie diese Regeln aufstellen, sondern es das Tokuna gebietet.

 

Geschichte

Naurai wurde schon immer von Seeelfen und Locathah bewohnt, sie waren jedoch nicht immer in einer Gesellschaft miteinander verbunden, sondern lebten für Jahrhunderte in getreten Siedlungen.

Dies änderte sich als 987 NS, die Locathah systematisch von Kuo-Toa angegriffen und versklavt wurden. Die Seelfen beobachteten dies und entschlossen sich dazu, sie aus der Sklaverei zu befreien. Ein 7-jähriger Krieg brach aus, indem die Seelfen um die Freiheit der Locathah kämpften und schließlich gewannen. Sie Locathah konnten nach Jahren der Sklaverei befreit werden und schlossen aus Dank und aus Angst vor zukünftigen Angriffen ein Bündnis mit den Seeelfen. Die beiden Völker rückten über die Jahre immer näher, bis sie schließlich zu einem Volk, den Naurai von der Insel Naurai, wurden.

Seitdem verteidigen sie sich gegenseitig und ihre Insel vor äußeren Gefahren, wie die Sahuagin, die öfters angreifen und Probleme verursachen.

 

Wirtschaft

Naurai errichten ihre Siedlungen in der Regel in ruhigen Gewässern mit Korallenriffen oder Algenwäldern. Diese Siedlungen haben in der Regel eine Einwohnerzahl zwischen 100 und 400, obwohl es auch deutlich größere und kleinere Gemeinschaften wie die Stadt Naurai und Nuanua gibt. Die Gemeinschaften der Naurai sind fast vollständig autark und treiben nur selten Handel mit anderen und dann auch nur für Luxusgüter. Sie ernährten sich von Seetang, der auf ihren Farmen wächst, und von Fischen, die sie jagen.

 

Geographie und Klima

Auf Naurai herrscht ein tropisches Klima Die Höchsttemperaturen im Sommer erreichen tagsüber in der Regel 31 °C, während die Temperatur nachts auf 24 °C sinkt. Im Winter liegen die Tagestemperaturen in der Regel bei 28 °C; in niedrigeren Lagen sinken sie nachts selten unter 18 °C. Im größten Teil von Naurai gibt es nur zwei Jahreszeiten; die Trockenzeit dauert von Mai bis Oktober und die Regenzeit von Oktober bis April.

Naurai besitzt große tropische Wälder, im Herzen der Insel.

 

Kultur

Naurai-Siedlungen befinden sich alle an der Küste, direkt am Strand. Manche Siedlungen liegen nahezu komplett im Wasser, während andere inner- und außerhalb des Wassers erbaut sind. Obwohl die meisten der Bewohner von Naurai ohnehin Unterwasser atmen können, wird dies zum Teil getan, damit Schiffe einfacher anlegen können. Weiters befinden sich zwangsweise alle Schmieden am Land, da Unterwasser Metall nicht verarbeitet werden kann.

In Naurai gibt es die große Hauptstadt und eine größere Siedlung im Süden namens Nuanua. Daneben gibt es kleinere Dörfer und Siedlungen entlang der Küste der Insel. Wandernde Herolde überbringen mündliche Nachrichten zwischen den Gemeinschaften und halten sie vernetzt und informiert.

Das Konzept des Privateigentums gibt es in Naurai größtenteils nicht. Was immer ein Naurai gerade bei sich trägt, kann als sein Eigentum betrachtet werden, aber alles andere gehört der Gemeinschaft als Ganzes. Dies gilt insbesondere für Werkzeuge, Waffen und andere praktische Gegenstände. Jeder Naurai kann sich einen dieser Gegenstände nehmen, wann immer er ihn braucht und unabhängig davon, wer ihn zuvor besessen hat, obwohl es dem Einzelnen erlaubt ist, eine relativ private Wohnung zu behalten. Durch diesen gemeinschaftlichen Besitz ist Diebstahl in Naurai fast unbekannt. Eine Ausnahme bilden die Adeligen, die oft große und aufwendige Häuser mit begrenztem Zugang und vielen persönlichen Gegenständen besitzen. Die Herrscher von Naurai sind jedoch ein Spiegelbild ihres Volkes und bleiben in der Regel recht großzügig. Die Freiheit, Gegenstände nach Belieben zu leihen, wird nicht auf Außenstehende ausgedehnt, und Surfer und Händler werden oft genau beobachtet, um sicherzustellen, dass sie nicht versuchen, diese kulturelle Praxis auszunutzen.

Ein weiteres zentrales Element nauraischer Glaubensvorstellungen findet sich unter dem Begriff des „Tokuna“: In seiner grundlegenden Bedeutung bedeutet Tokuna zuerst einmal nichts anderes als „Macht“. Tokuna besitzt in der nauraischen Kultur eine starke spirituelle Komponente, wird daher auch und in wesentlichem Maße als spirituelle Macht verstanden. Es bezeichnet eine spirituelle Kraft, die gleichermaßen die jenseitige Welt der Götter und Ahnen durchdringt wie auch die diesseitige Welt des täglichen Lebens. In den Augen der Naurai ist alles von dieser Kraft durchdrungen: Jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier und eben jeder Mensch besitzt folglich das ihm gemäße Tokuna. Dies gilt indes nicht nur für einzelne Entitäten, sondern auch für übergeordnete Zusammenhänge. Ein Waldstück hat ebenso sein spezifisches Tokuna wie ein Riff, ein Berg oder eine ganze Insel. Diese Beziehung reicht tief ins Jenseitige, verbindet jeden einzelnen Stein, Mensch oder Bach mit der Welt der Ahnen und Götter und über diese hinaus mit der gesamten diesseitigen wie jenseitigen Schöpfung. Deshalb gibt es viele Druiden in Naurai, die diese urtümliche Naturenergie, die sie „Tokuna“ nennen nutzen und schützen.

Die Annahme des Vorhandenseins einer derartigen Kraft hat für die Naurai ganz konkrete Auswirkungen auf ihr alltägliches Leben. Zum einen sind sie der Überzeugung, dass der Fluss des Tokuna umso stärker war, je näher dieser dem jenseitigen, „göttlichen“ Bereich steht. Folglich gingen sie davon aus, dass eine Person, dessen Genealogie sich in direkter Linie auf einen oder mehrere Götter oder bedeutende Ahnen zurückführen ließ, auch Träger eines besonders starken Tokuna sein muss. Hierauf führen viele nauraische Adelsgeschlechter ihren Anspruch auf eine Sonderstellung in der nauraischen Gesellschaft zurück. Doch es geht auch umgekehrt: Eine Person, der sich durch besondere Taten auszeichnet, bewies dadurch gleichermaßen seine spirituelle Kraft und damit seine Nähe zu den Ahnen und Göttern. Sind diese Taten groß genug, dann wird er eventuell gar Begründer einer eigenen Genealogie, die nun ebenfalls ihren Niederschlag in den Gesängen und Texten findet, durch welche die Naurai ihr kulturelles Erbe bewahren.

„Monu“, unbedingte Verbote bestimmte Orte zu betreten, Gegenstände, Tiere und Personen zu berühren oder anzusprechen, die als Sitz oder Träger einer besonderen Art von Tokuna gekennzeichnet waren, sind ebenfalls ein wichtiger Teil der Kultur auf Naurai. Auch das Aussprechen bestimmter Worte oder Begriffe können auf solche Weise mit einem Verbot belegt sein. Bestimmte Orte dürfen beispielsweise zu festgelegten Zeiten nur von dafür ausersehenen Personen betreten werden, die in der Regel den höheren Ständen angehören. Andere Orte dienen der Ausübung von Reinigungs- und Opferritualen. Es gibt eine Vielzahl derartiger Regeln und deren Nichteinhaltung konnte schwere Strafen nach sich ziehen. Der Vollzug der Todesstrafe wegen Tabubruchs ist keine Seltenheit. So werden häufig bestimmte Pflanzgebiete oder auch Fischgründe für bestimmte Zeiten mit einem Monu belegt, was diesen eine ausreichende Zeit der Regeneration gewährte.

Die meisten Bewohner von Naurai verehren Selysia, die Göttin der Natur, Wildnis und des Meeres, aber Vinera wird immer noch als die Mutter ihres Volkes verehrt. In Naurai werden die Tempel für im Allgemeinen aus lebenden Korallen oder Naturstein und anderen Materialien zu weitläufigen Tempeln in Form von Muscheln geformt. Diese Tempel sind kulturelle Zentren für die Naurai und dienen sowohl weltlichen als auch spirituellen Zwecken.

Die Bildhauerei ist die primäre Kunstform der Naurai, da andere Medien in kürzester Zeit durch das Wasser zerstört werden konnten. Kunstvoll geschnitzte Reliefs bedecken die Wände der meisten Städte, und Statuen sind weit verbreitet. Naurai sind auch sehr musikalisch. Ihre kräftigen Stimmen reichen unter Wasser weiter als erwartet, und ihre dröhnenden Gesänge erinneren an Walgesang und Delfingeräusche. Die Lieder sind oft sehr lang und erinnerten an die sanfte Ruhe des Ozeans. Barden sind in der Gesellschaft von Naurai weit verbreitet.

Da sie Großteils unter Wasser leben, unterschieden sich die Produkte der Naurai oft erheblich von ihren Pendants an der Oberfläche. Sie entwickelten eine Reihe von wasserfesten magischen Gegenständen und ein System zum Schreiben unter Wasser, bei dem sie entweder gehärtete Haifischhaut oder dicke Algen und eine extrem zähflüssige Tinte verwenden. Sie verwenden in der Regel kaum Metall, da es unter Wasser kaum zu schmieden ist und schnell korrodierte. Das wenige Metall, das sie verwenden, wird gehandelt, in den wenigen Schmieden oberhalb des Wassers hergestellt oder aus Schiffswracks geborgen. Eine Ausnahme bildet Gold, das nicht korrodiert und in seiner Rohform leicht zu formen ist. Geschlagener Goldschmuck ist bei den Naurai weit verbreitet. Die meisten Gegenstände der Naurai werden aus Stein, Korallen, Muscheln und tierischen Materialien wie Knochen, Narwalhörnern, Schildkrötenpanzern, Haifischhäuten oder Chitin hergestellt.

Naurai entwickelten auch Langbögen mit Bogensehnen aus einem speziellen Seetang, der Vibrationen und Turbulenzen dämpf. In Kombination mit speziell angefertigten Pfeilen funktionieren diese Bögen ohne den üblichen drastischen Schwungverlust, den die meisten Fernkampfwaffen unter Wasser erleiden. Chitin-Rüstungen sind weit verbreitet.

 

Militär

Jeder Adelige bzw. der Gezeitenkönig besitzt eine Gruppe eigener Krieger, die die Siedlungen im Falle eines Angriffes verteidigen. Bei größeren Konflikten wird meistens eine Milizarmee aus der Bevölkerung aufgestellt.

Die Naurai kämpfen mit Dreizacken, Speeren und ihren Bögen Unterwasser und auch am Land. Wobei ihre Kampfkunst Unterwasser deutlich ausgearbeiteter und verfeinerter ist, als der Kampf am Land.

Weiters nutzen die Naurai allerhand Wasserkreaturen als Kavallerie oder Kriegsbestien.

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