Barrias wuchs als einziges Kind einer Tieflingfamilie in Tiefquell auf. Sie waren ärmlich, aber es reichte ohne größere Schwierigkeiten zum Überleben. Von Klein auf beobachtete er die Priester der Schwarzen Herrin, welche gegenüber seines Familiensitzes ihre Kapelle hatten. Der Abt Buchin Ludes, ein schon damals alter, aber liebevoller Menschenmann, nahm sich dem jungen Barrias an, welcher begeistert den Priestern bei der Verrichtung ihrer Pflichten zusah. Er half dabei, den Sterbenden ihren Ausgang aus der Welt zu erleichtern und griff auch bei den anfallenden Begräbnissen unter die Arme. So war Tod, wie Leben, in Barrias‘ Augen schon früh Bestandteil der Natur.
Als die Jahre vergingen und er an Alter gewann, konnte auch er selbst eine Tätlichkeit als Priester aufnehmen und dem Kreis der Kapelle beitreten. Abt Buchin Ludes fungierte dabei als sein Mentor und moralischer Kompass.
Über die Jahre begann Barrias, Erlebtes in seiner Tätigkeit, insbesondere in der Seelensorge Sterbender, in einem Tagebuch niederzuschreiben. So wurden über die Zeit viele Geschichten von Sterbenden, traurige, aber auch lustige und schöne, verewigt. Oftmals geht aus diesen Erzählungen, aus dem vergehenden Leben, unerfüllte Ziele und Wünsche hervor, auf die mit einer gewissen tragischen Schwere zurückgeblickt wird. Sofern in der unmittelbaren Umgebung zu erfüllen, hat Barrias stets sein Bestes getan, die geäußerten letzten Wünsche zu erfüllen, zwei jedoch konnte er noch nicht bewältigen. So wartet er sehnlichst auf eine Möglichkeit, sich einer Truppe anzuschließen, die später die Wachsamen Wanderer wurden, um Khorvir zu bewandern.