Entlang der Ost-West-Passage, in den nördlichen Binnenreichen, liegt die Grafschaft Parnberg. Obwohl Parnberg eine relativ kleine und eher unbedeutende Grafschaft ist, blicken die Parnberger auf eine lange und stolze Geschichte zurück. Parnberger Ritter sind in vielen Teilen der Binnenreiche ein Begriff. Dies ist auf den elfischen Waffenmeister Belian Vaselia zurückzuführen, der seit Jahrhunderten die jungen Knappen der Grafschaft ausbildet.
Bevölkerung
Die Bewohner von Parnberg gelten als stolz und traditionell. Parnberg hat eine niedrige Bevölkerungsdichte und die Hauptstadt selbst nur wenige hundert Einwohner. Deshalb kennt man sich in Parnberg und hält zusammen. Um Bedrohungen von außen abzuwehren hat man sich in der Vergangenheit schon oft zusammengetan und gemeinsam gekämpft.
Aufgrund der geographischen Nähe zu den Gebieten der Waldelfen im Norden hat Silbertor auch einen recht hohen elfischen Bevölkerungsanteil und genießt dessen kulturellen Einfluss, der sich in einer innigen Beziehung zur Natur und der Ausübung von druidischen Traditionen niederschlägt.
Geschichte
Trotz der Größe der Grafschaft, kann man in Parnberg auf die eine oder andere geschichtliche Besonderheit zurückblicken. Das wichtigste Ereignis in der Geschichte von Parnberg ist der Krieg der Roten Felder, gegen das benachbarte Reichensfurth. Aufgrund einer langen Reihe von interpersonellen Konflikten und neuen Handelszöllen entsandte der Graf von Reichensfurth im Jahr 1305 NS ein Söldnerheer, bestehend aus einem Fähnlein der Eidbanner Landsknechte, um Parnberg eine Lektion zu erteilen und die Handelszölle auf Waren aus Reichensfurth abzuschaffen. Der damalige Graf Harald von Parnberg und sein ältester Sohn Severin der Rote organisierten die Verteidigung. Mit ein Dutzend Ritter und 100 Milizsoldaten legten sie den Landsknechten eine gefinkelte Falle und lotsten sie in ein enges Gebiet, umringt von schlammigen Boden. In diesem Flaschenhals nutzte den Söldnern ihre zahlenmäßige Überlegenheit nichts und alle, die versuchten sie über den Schlamm einzukreisen, waren langsam und verwundbar. Mithilfe unzähliger Salven ihrer Langbögen, konnten die Verteidiger die Vorhut der Landsknechte beinahe aufreiben und den Rest in die Flucht schlagen. Die Landsknechte lernten aus ihren Fehler und umgingen den schlammigen Sumpf, was jedoch die Verteidiger aus Parnberg ebenfalls erwarteten. Sie stellen sich ihnen in einem Weizenfeld entgegen, das jedoch von unzähligen Fallen, wie Gruben oder Bärenfallen ausgelegt war. Die Landsknechte mussten sich langsam durch das Feld vorarbeiten und verloren dabei unzählige Leute an die Fallen oder an die Pfeilhagel, die sie auf ihrem langsamen Vormarsch erwarteten.
Die stark zugesetzten Verbliebenen gingen in den Nahkampf über und konnten von den erfahrenen Rittern schließlich in die Flucht geschlagen werden. Die Schlacht der Roten Felder war vorbei und auch der Konflikt mit Reichensfurth. Seitdem befindet sich ein weißer und roter Löwer auf dem Wappen der Grafschaft, die den alten Harald von Parnberg und seinen Sohn Severin den Roten darstellen, sowie ein roter Weizenhalm, stellvertretend für die Schlacht der Roten Felder.
Wirtschaft
Parnberg ist auf den Handels angewiesen. Die Grafschaft ist mit zahlreichen Getreidefeldern übersäht, was Getreide zum wichtigsten Handelsgut der Grafschaft macht. Ihr Getreide wird über die Handelskarawanen, die regelmäßig entlang der Ost-West-Passage reisen, in viele Teile der Binnenreiche und des gesamten Kontinents verkauft.
Ebenfalls nicht zu verachten ist die Forstwirtschaft, die vor allem im Norden der Grafschaft, an den Grenzen des Nimloth-Waldes bei Syrlond betrieben wird.
Geographie und Klima
Bis auf den gelegentlichen Hügel, ist das Gebiet von Silbertor ein ebenes Land, mit weiten Feldern, grünen Wiesen und ein paar sanften Hügeln. Die nördliche Grenze der Grafschaft stellt der Nimloth-Wald dar, dessen Tiere sich auch manchmal in die nördlichen Ausläufe von Silbertor begeben. Die Stadt Parnberg selbst, liegt an einem kleinen See, der der Löwensee genannt wird.
Wie im Großteil der Binnenreiche, herrscht in Silbertor ein gemäßigtes Klima, in dem auf trockene Sommer, oft ein nasser Herbst folgt. Winter in Silbertor verlaufen meist sehr milde und im Frühling erwacht die Flora, besonders im Norden beim Nimloth-Wald, schnell wieder zu neuem Leben.