An der Westküste der Donnerküste liegt Sturmheim, der alte Hauptsitz der Horkenstein-Adelsfamilie und Hauptstadt der Donnerküste. Sturmheim an den westlichen Klippen wurde in Stammeszeiten gegründet und begann als Fischerdorf, das bald der größte Hafen der Region wurde. In Abwesenheit von Fürst Bernhard Horkenstein, der als Reichsheerführer an den königlichen Hof bestellt ist, regiert dessen Sohn, Vernhal. Vernhal genießt einen gefürchteten Ruf und gilt als Tyrann, der Gegenstimmen nicht toleriert.

Im Jahr 638 NS wurde das blühende Sturmheim auf eine harte Probe gestellt, als der Name der Stadt seine Berechtigung bewies. Der "Großvatersturm", wie er von den Bewohnern der Donnerküste getauft wurde, fegte über die Westküste der Donnerküste hinweg und verwüstete Sturmheim auf den Klippen. Windböen, die Bäume ausreißten, Wellen, die die Klippen erklommen und Felsen bewegten, brachen über die Stadt herein. Die Burg der Horkensteins wurde zerstört, als das Fundament der Burg nachgab und die Klippen hinabstürzte. Der Verlust in der Bevölkerung war überschaubar, da in weiser Voraussicht, die Stadt evakuiert und schutz in den nahen Wäldern gesucht wurde. Über die folgenden Jahrzehnten wurde die Stadt wiedererrichtet. Die Wetterfestung wurde auf der Stelle der alten Burg errrichtet – ein gewaltiger Bergfried, mit massiven Festungsmauern, die jedem Unwetter trotzen sollen. Nachdem der alte Hafen komplett zerstört wurde, entschied man sich den Hafen in eine nahe gelegene, geschützte Bucht zu verlegen. Die Vorstadt, die um den Hafen entstand und Sturmheim vorgelagert ist, wird Windfall genannt und ist mittlerweile Teil von Sturmheim selbst.

Sturmheim ist ebenfalls eine wichtige Stadt für Bierbrauerei. Die legendäre Sturmschild-Brauerei wurde kurz nach der Verwüstung der Stadt gegründet und erfreut sich bis heute an großer Beliebtheit im gesamten Königreich. Es heißt, das starke Bier habe die Bäucher der hart arbeitenden Bewohner gefüllt, als sie die Stadt wieder aufgebaut haben.

Stadtviertel in Sturmheim:

Die Wetterfestung

Dieser Bezirk befindet sich innerhalb der Festungsmauern und strahlt eine unnachgiebige, fast schon bedrückende Dominanz aus. Da die alte Stammburg der Horkensteins 638 NS wortwörtlich von den Klippen gespült wurde, ist die heutige Festung ein Symbol des Triumphes über die Naturgewalten. Unter der Herrschaft von Vernhal Horkenstein herrscht hier jedoch eine Atmosphäre von Angst und Tyrannei. Der massive Bergfried und dicke Festungsmauern aus dunklem Stein dominieren das Bild, gebaut im funktionalen, aber dekorativen Stil der Arnfelser Gotik mit hohen Spitzbögen

Besondere Orte in der Wetterfestung
  • Der Kanzelblick: Ein weitläufiger Balkon an der Seeseite der Festung, von dem man einen atemberaubenden Blick über das stürmische Meer erhält.
  • Der Große Bergfried: Der zentrale große Bergfried/Turm innerhalb der Festung. Er ist das administrative Zentrum der Stadt und dient als Regierungssitz des Fürsten.

Windfall

Windfall ist das pulsierende Herz von Sturmheim. Es entstand als Vorstadt in einer geschützten Bucht, nachdem der ursprüngliche Hafen durch den Großvatersturm vernichtet worden war. Es ist ein Ort der Geselligkeit, an dem Seeleute aus ganz Arnfels in den Tavernen Trinkspiele feiern. Hier mischen sich robuste Holzlagerhäuser mit Steingebäuden. Der Geruch von Salz und Teer liegt ständig in der Luft.

Besondere Orte in Windfall
  • Sturmschild-Depot: Das Hauptlager der legendären Sturmschild-Brauerei. Hier werden die massiven Fässer für den Export in das gesamte Königreich vorbereitet.
  • Gasthaus "Der Brechende Kiel"

Altstadt

In der Altstadt ist das Erbe der archaischen Stammeszeit noch am deutlichsten spürbar. Die Bewohner sind stolz auf ihre Wurzeln im Hroggar-Klan und bewahren Bräuche, die über 1.500 Jahre alt sind. Enge, verwinkelte Gassen mit schweren Steinmauern. Viele Fassaden sind mit Schnitzereien von Bären und Wellen verziert.

Besondere Orte in der Altstadt
  • Der Hroggar-Findling: Ein monumentaler Erinnerungsfelsen inmitten eines kleinen Platzes. Er ist übersät mit archaischen Runen, die von den ersten Fischern erzählen, die Sturmheim gründeten, und dient heute als heiliger Versammlungsort für Selbstreflexion.
  • Tempel von Selysia, der Erdmutter

Nebelgrat

Hoch auf den Klippen gelegen, ist dieses Viertel oft in den dichten Nebel der Donnerküste gehüllt. Es ist ein ruhigerer Bezirk für diejenigen, die dem Trubel des Hafens entfliehen wollen, aber die Nähe zum Meer schätzen. Die Häuser sind terrassenförmig an die Hänge gebaut, mit steilen Dächern, um den Regen abzuleiten.

Besondere Orte in Nebelgrat
  • Die Heulende Warte: Ein kleiner Schrein, der dem Sturmvater gewidmet ist. Von hier aus hat man einen schwindelerregenden Blick auf die Brandung, und es heißt, dass man im Heulen des Windes die Stimmen der Ahnen hören kann.

Goldstatt

Hier leben die wohlhabenden Händler, niederen Adeligen und diejenigen, die durch den Bier- oder Holzexport zu Reichtum gekommen sind. Es ist der „sauberste“ Teil der Stadt, in dem Etikette eine größere Rolle spielt als am Hafen. Prunkvolle Fachwerkhäuser und kleine Villen aus hellem Naturstein mit symmetrischen Grundrissen.

Besondere Orte in Goldstatt
  • Bernstein-Kontor: Ein exklusives Handelshaus, das Luxusgüter wie feinste Weine aus Südwacht oder die neueste Mode aus Vayrac anbietet, die bei den lokalen Adeligen sehr begehrt ist.

Weitenbau

Ein funktionales Viertel, das während des großen Wiederaufbaus nach 638 NS entstand. Hier findet man vor allem Handwerker und die Arbeiter der großen Brauerei. Praktische Stein- und Holzhäuser, oft mit Werkstätten im Erdgeschoss. Es wirkt weniger gewachsen und eher geplant.

Besondere Orte in Weitenbau
  • Sturmschild-Brauerei und -Bierhalle“: Das Stammhaus der Sturmschild Brauerei, eine der drei großen Marken der Küste. In der riesigen Halle wird nicht nur gebraut, sondern täglich ein großer Eintopf für Arbeiter und Reisende angeboten, was das Viertel zu einem sozialen Schmelztiegel macht. Rhobar Zoller betriebt für die Sturmschild-Brauerei die Bierhalle.
  • Gasthaus "Zum Schwarzen Tropfen": Ein Gasthaus nahe der Sturmschild-Brauerei, das gerne von Reisenden benutzt wird. Es wird von Markwald Zoller betrieben, Bruder des Wirten der Sturmschild-Bierhalle.

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