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Thalor

Der Ewige Sucher

Thalor, der Ewige Sucher ist der Gott des Wissens, des Lernens und der Neugier. Er führte die Sterblichen im ersten Zeitalter auf einen Pfad der Erleuchtung und Wissens. Er steht für die Erweiterung und Förderung des Verstandes in alle Richtungen und sieht kein Wissen als Tabu oder schlecht an. Wissen ist für den Ewigen Sucher das oberste Gut, der Antrieb und das Werkzeug, das Zivilisationen vorantreibt und vor dem Verfall bewahrt. Er verurteilt kein Wissen und verbietet es nicht, egal ob andere es als böse oder verdorben ansehen. Er sammelt es, hält jedoch seine Anhänger an, Wissen nicht zu missbrauchen und/oder anderen damit zu schaden, sondern ihnen damit zu helfen. Als er im Zeitalter der Dämmerung die Rolle als Gott des Wissens übernahm, opferte er sein Augenlicht für das gesamte Wissen des Universums. Von dem Tag an zwar blind, wurde sein Geist dafür unendlichfach erweitert.

Thalor war stets einer der zurückhaltenderen und eigenbrötlerischen Göttern und kümmerte sich mehr um sein Studium als um alles andere. Im Vergleich zu den anderen Göttern, nennt er nicht eine eigene Domäne seine Heimat, sondern sieht die Astralebene als sein Zuhause. Dort lebt er im Endlosen Sciodomum, eine gewaltige Bibliothek in der das gesamte Wissen der Existenz gesammelt ist. Man sagt, befinde man sich auf der Astralebene, könnte man die Bibliothek stets in der Ferne erkennen, egal wo man sich dort befindet. Trotz seiner Zurückgezogenheit, nannte er Lerodin, den Steinhammer, stets einen Freund, mit dem er sich aufgrund ähnlicher Interessen gerne austauschte. Der Ewige Sucher besitzt eine heimliche Bewunderung für Vinera die Zauberruferin, Göttin der Magie, des Chaos und der Kunst. Obwohl er kaum Kontakt mit ihr hat, respektiert er ihr Streben sehr und kann sich mit ihr auf einigen Ebenen identifizieren, denn schließlich sind viele seiner Anhänger auch Anhänger der Zauberruferin. Eine von Thalors Erzfeinden ist Drissenya, die Allsehende Viper. Als Göttin der Geheimnisse und Versuchung, ist sie auf ihre eigene Art auch eine Göttin des Wissens. Sie bildet jedoch die Antithese zum Ewigen Sucher und steht für das Horten und Ausnützen von Geheimnissen, dem Vorteil durch verbotenes Wissen, dessen Missbrauch und all die Versuchungen die damit einherkommen – welche die Allsehende Viper nur zu gerne ausnützt. Seit jeher jagen die Kleriker des Ewigen Suchers Drissenyas Anhänger und gebieten ihnen Einhalt wo sie nur können. Neben Drissenya sind Kleriker und sonstige Anhänger sehr wachsam für Kulten und Anhängern des Abrundwandlers, die danach trachten ihn zu befreien und das Ende der Welt und ein Zeitalter des Wahnsinns einzuleiten. Azaloth steht für den Verfall des Geistes und dem Wahnsinn, etwas was dem Ewigen Sucher widerstrebt. Sie jagen und vernichten seine Kulte wo auch immer sie sie finden.

Der Ewige Sucher wird in antiken Schriften und Abbildungen als großgewachsener, schmaler Mann, in weiten, blau-weißen Roben, dargestellt. Seine Augen sind von silbernen Metallschienen bedeckt, die sich auf seiner Stirn kreuzen und seinen gesamten Kopf umrunden. In seinen Händen hält er oft ein Buch oder eine Schriftrolle. Sein Symbol ist ein geöffnetes Buch.

Priester des Ewigen Sucher sind an erster Stelle Gelehrte, Scholaren und Bibliothekare. Sie sammeln das Wissen der Welt und hüten es in großen Bibliotheken in Tempeln des Ewigen Suchers, überall in Volothar. In Ländern mit öffentlich zugänglicher Bildung, fungieren sie gerne als Lehrer. Ansonsten sind sie oft als Professoren an Universitäten oder sonstigen höheren Bildungsstätten tätig, oder führen nicht selten sogar eigene in ihren Tempeln, wo sie kostenlos anderen das Lesen oder anderes Wissen beibringen. Wissen, durch Studium, Forschung, Erkundung oder Beobachtung anzusammeln, aufzubewahren, zu schützen und es an andere weiterzugeben, stellt die zentralen Aufgaben der Priester des Ewigen Suchers dar. Ihre Bibliotheken sind stets für jede lernwillige und neugierige Person geöffnet und die Priester stehen gerne zur Verfügung, damit ein passendes Buch oder Schriftrolle gefunden wird oder teilen ihr Wissen über ein bestimmtes Gebiet mit anderen. Ebenfalls kommt es vor, dass Priester des Ewigen Suchers wissenschaftliche Expeditionen finanzieren und begleiten, um antikes Wissen aus alten Ruinen ans Tageslicht zu bringen.

Gelehrte, Wissenschaftler, Archivare, Lehrer und sonstige Personen des Lernens, Lehrens und des Wissens zählen zu den klassischen und weitesten verbreiteten Anhängern von Thalor. Jedoch beten auch manche Barden zum Ewigen Sucher, da sie mit ihren Geschichten, Liedern und Balladen schließlich auf gewisse Art auch altes Wissen sammeln, hüten und verbreiten. Viele Schüler und Studenten beten zu Thalor, bevor sie eine schwierige Prüfung beschreiten und darum bitten, ihr gelerntes Wissen abfragen zu können und nichts zu vergessen. Andere schicken gerne kurze Stoßgebete an den Ewigen Sucher, wenn sie etwas Wichtiges erfahren und sich erinnern wollen und es nicht vergessen dürfen. Vor Gericht lässt man Zeugen und Angeklagte nicht selten vor dem Ewigen Sucher schwören, nicht zu lügen und stets die Wahrheit zu sagen, denn nichts hasst Thalor mehr als Lügner, da sie falsches Wissen verbreiten. Es gibt auch einige Orden und Organisationen, die unter den Grundsätzen von Thalor wirken und organisiert, teilweise sogar auf länderübergreifender Ebene, agieren.

Der Feiertag des Thalor ist Wissensgrund und findet am 16. Februar statt. An Wissensgrund gilt es sich dem vorhergegangenen Wissen bewusst zu werden, sich neues Wissen anzueignen und eigene Dinge aufzuschreiben, die man für wichtig hält. Für die meisten gilt Wissensgrund als einer der weniger bedeutenden Feiertage und man schenkt Freunden vielleicht ein gutes Buch zu diesem Anlass, falls überhaupt. Alte Menschen schreiben oft ihre Testamente oder Memoiren an diesem Tag des Jahres und die meisten Romane werden auch an diesem Feiertag begonnen. Es soll Glück bringen ein wichtiges Werk an Wissensgrund anzufangen. Schüler machen an oder rund um Wissensgrund oft einen Klassenausflug in eine Bibliothek oder in ein Museum. Während Wissensgrund unter dem einfacheren Volk oft keinen hohen Stellenwert hat, ist das in der gebildeten Oberschicht anders. Hier kommen die gebildeten Kreise in privaten Studierzimmern oder Bibliotheken zusammen und tauschen, meist bei einem Glas guten Weines, Meinungen und Ideen über neueste Erscheinungen oder Publikationen anderer Gelehrten aus. Wissen wird von Gebildeten an diesem Tag allgemein zelebriert und gefördert.

 

Die Gebote des Ewigen Suchers:

  • Wissen ist Macht und sollte mit Vorsicht genutzt werden. Es jedoch zu verstecken oder gar zu verbieten, ist niemals eine gute Sache.
  • Erhalte und lehre die Wichtigkeit von Vernunft, Wahrnehmung und Wahrheit, besonders in Zusammenhang mit Emotionen und Lebensentscheidungen.
  • Bleib immer neugierig und hungrig nach mehr Wissen. Teile es mit anderen, wenn du kannst, denn nur so profitieren alle davon. 

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Devotee Benefits (PF2e)

Divine Ability: Intelligence or Wisdom

Divine Font: Heal or Harm

Divine: Skill: Occultism

Favored Weapon: Falchion

Cleric Spells: 1st: share lore, 2nd: comprehend language, 7th: retrocognition