An der Westküste Khorvirs liegt das exzentrische Kaiserreich Vayrac. Von einem absolut regierenden Kaiser angeführt, ist es ein Land mit einer großen Kluft zwischen Arm und Reich. Eine kleine elitäre Spitze lebt wie im Paradies, während der große Teil der Bevölkerung ausgequetscht wird um die Ausgaben der Reichen zu finanzieren. Vayrac ist bekannt für dessen extravagante, ausgefallene und etwas schräge Mode, Kunst, Küche und Kultur.   

 

Regierung

Das Hochwürdige Kaiserreich von Vayrac wird von einem Kaiser regiert. Dieser hat seinen Verwaltungssitz in der Hauptstadt Cherjon, genauer gesagt im mächtigen Prunkschloss Levayac. Der Kaiser regiert absolut und unangefochten. Er ist zugleich Regierungs- und Staatsoberhaupt, Oberster Gesetzgeber und Richter sowie oberster Befehlshaber der Kaiserlichen Armee. Der Kaiser kann allein neue Gesetze erlassen, wie er es für richtig hält. Er selbst steht jedoch per gesetzlichen Erlass über diesem Gesetz. Derzeitiger Kaiser ist Valie Poulonberge Benelu.

Vayrac besteht aus 7 Provinzen. Jede der 7 Provinzen werden von einem vom Kaiser installierten Adeligen (Marquis/Marquise) regiert und verwaltet. Der Marquis hat keinen Besitz an seinem Land, da dieses dem Kaiser gehört, und erhält eine Art fixes "Gehalt" für seine Arbeit für den Kaiser. Die Marquis regieren die Provinzen, erlassen regionale Gesetze und sprechen Urteil. Sie haben jedoch stehts dem Wort und den Anweisungen des Kaisers zu folgen. Jede Stadt in einer Provinz wird von einem Vicomte/Vicomtess regiert, die von den Marquis dem Kaiser vorgeschlagen werden. Die Vicomtes übernehmen die Regierung der Städte für den Marquis.

Um sicherzustellen, dass der Kaiser an jedem Hof in Vayrac direkten Einfluss hat, hat jeder Marquis einen Magister der Arkanen Künste an seiner Seite. Die Magister sind in Magie, Politik und Verwaltung ausgebildete Staatsmänner, die direkt dem Kaiser unterstehen. Die Magister fungieren als Hofmagier, Berate und übernehmen sonstige allfällige Verwaltungs- und Regierungsaufgaben. Insbesondere übersehen sie das Eintreiben der Kaiserlichen Steuern in einer Provinz. Diese Beamten des Kaisers stammen meist aus der Bürgerschicht und gelten unter der Bevölkerung als besonders gefürchtet, denn der Lohn der Magister steigt in der Regel mit der Höhe der an Kaiser abgeführten Steuern. Diese Tatsache brachte ihnen den Ruf ein, die „Bluthunde des Kaisers“ zu sein. 

 

Demographie

Vayrac wird hauptsächlich von Menschen bewohnt, jedoch leben auch zahlreiche andere Völker im Kaiserreich:

  • Menschen                                       68 %
  • Elfen                                                  10 %
  • Zwerge                                               8 %
  • Halblinge                                           5 %
  • Drachengeborene                          4 %
  • Sonstige                                             5 %

 

Bevölkerung

Die Gesellschaft von Vayrac ist stark von der Ständeordnung geprägt. Oben steht der Kaiser, der absolut und unangefochten regiert, unter ihm der Adel, der zwar ebenfalls in Reichtum lebt, aber jedoch stark vom Kaiser abhängig ist. Darunter die Priesterschaft und der Klerus jedweder Götter, die in Vayrac besonders viel Einfluss besitzen, da sie nicht vom Kaiser kontrolliert werden können. Darunter befindet sich die Bürgerschicht und ganz unten die Bauernschicht, die ungefähr 60 % der Bevölkerung ausmacht.

In Vayrac herrscht eine gewaltige Kluft zwischen Arm und Reich. Die Adeligen an ihren Höfen, und insbesondere der Kaiser, leben in unvorstellbarem Luxus, während die restliche Bevölkerung unter der gewaltigen Steuerlast der Magister leiden, um die hohen Ausgaben des Kaisers zu decken. 

Wenn man jemanden aus Vayrac trifft, kann das Erlebte sehr stark davon abweichen mit wem man es zu tun hat. Trifft man einen Adeligen, der durch die Gunst des Kaisers in Saus und Braus lebt, erhält man einen anderen Eindruck als wenn man mit einem armen Bürger spricht, der gerade sei seinen Lebensunterhalt verdienen kann, oder einem noch ärmeren Bauer, der im schlimmsten Fall nicht weiß, ob er am Abend etwas zu Essen hat.

Der Großteil der Vayriser sind einfache und bodenständige Bauern und niedere Arbeiter. Die Bauernschicht ist von Armut und harten Auflagen von den Adeligen und Magistern geprägt. Oft steht man unter den Bauern in den Dörfern am Land und Außenbezirken der kleineren Städte einander in Notsituationen bei. Die Adeligen werden oft als der gemeinsame Feind gesehen, ein hartes Schicksal, dem man gemeinsam trotzt. Dies ist auf das harte Leben unter der Geißel der Magister und ihren Steuereintreibern zurückzuführen. Örtliche Gemeinschaften halten eng zusammenzuhalten und besitzen ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Die meisten einfachen Leute aus Vayrac sind dankbare Menschen, die nichts im Leben als selbstverständlich betrachten.

Die Bürgerschicht in den Städten ist da etwas anders. Viele Bürger eifern den Adeligen nach. Die modernste Mode, architektonische Baustile und gesellschaftliche Trends in der hohen Gesellschaft gelten für viele als sehr wichtig. So erhoffen sich manche, selbst etwas vom Wohlstand, Ansehen und Glanz und Glorie des adeligen Lebens zu erhalten. 

Das ganze Gegenteil davon ist der vayrisische Adel. Obwohl sie im Vergleich zu Adeligen in anderen Ländern wenig wahre Macht und Einfluss besitzen, führen sie dennoch oft Leben des Luxus. Regierende Adelige erhalten ein großzügiges Gehalt für ihre Regierungstätigkeit, während sich niedere Adelige, die nicht in einer Regierungsposition sind, mit Handel, Investition oder sonstigen wirtschaftlichen Tätigkeiten finanzieren müssen. Stets buhlt man um die Gunst des Kaisers, in der Hoffnung als geeigneter als andere Adelige angesehen zu werden, damit man als Vicomte oder gar Marquis einer Stadt zugeteilt wird und somit zu mehr Macht und Geld gelangt. Nicht selten sichern sich Adelige aus Vayrac Grund und Boden im Ausland, um so zusätzliche, sichere Einkommensquellen zu besitzen.

Jeder bedeutende Adelige, oder Adelige der bedeutend werden möchte, möchte am kaiserlichen Hof, im gewaltigen, fliegenden Prunkschloss Levayac, einen guten Eindruck beim Kaiser schinden. Levayac ist ein architektonisches und magisches Meisterwerk. Durch eine Unmenge an Augurium, das im Gebirge im Osten abgebaut wird, hat man es geschafft, dass das Schloss durch Magie fliegen kann. Meistens schwebt es über der Stadt Cherjon, aber nicht selten wird es für besondere Anlässe vom kaiserlichen Hofmagier und Magister bewegt und reist durch das Land, insbesondere wenn der Kaiser adelige Höfe besucht. Das Leben dort ist von Dekadenz, Hedonismus und Ausschweifung kaum zu überbieten. Beinahe täglich finden große Bankette, Bälle, Konzerte, Theatervorstellungen und Feiern statt. Die Probleme der Bevölkerung sind zu Hofe kaum zu spüren und es soll vorkommen, dass manche Adelige jegliches Gefühl für Geld und dessen Wert verlieren, wenn sie sich länger in der kaiserlichen Residenz aufhalten. International gelten vayrisische Adelige zwar als gern gesehene und unterhaltsame, jedoch auch anspruchsvolle und schnell gelangweilte Gäste.

 

Geschichte

Vayrac ist ein altes Kaiserreich, das seinen Ursprung im Jahr 413 VS hat. Damals noch als Feudalstaat aufgebaut, entwickelte sich das Kaiserreich erst in den letzten 600 Jahren zum absolutistischen Kaiserreich. Überjahrhunderte nahmen die Kaiser den Adeligen Stück um Stück Bedeutung und Macht ab, bis zur der beinahe kompletten Entmachtung und kaiserlichen Abhängigkeit der Gegenwart. Einen großen Anteil davon machte die Errichtung des Prunkschlosses und neuen Regierungssitz des Kaisers, das Schloss Levayac. Kaiser Goville Halvoir LeBavoir schuf in dem ab 1277 NS zu seiner Hauptresidenz aus- und umgebauten Schloss Levayac ein prunkvolles Hofleben, als Demonstration seiner Macht und seines Reichtums. Das Leben bei Hofe folgte bald strengen Regeln, die man "Etiquette Imperiale" nannte. Diese Etikette gibt bis heute ganz genau vor, was jemand im Schloss Levayac zu tun oder zu lassen hat. So gibt es beispielsweise die Funktion des Zeremonienmeisters, der den Tagesablauf im Schloss genau überwachte. Die Etikette legt sogar fest, worüber man wie im kaiserlichen Schloss zu sprechen hat.

Mit voranschreitenden Entmachtung der Adeligen wurden sie schließlich enteignet, ihre Ländereien nun im Besitz des Kaisers, der sie diese nun für ein "Gehalt" verwalten lässt. Weiters wurde es schließlich gesetzlich verpflichtend, dass ein wichtiges Mitglieder jedes Adelshauses der Marquis und Vicomtes am kaiserlichen Hof anwesend war. Diese dauerhaften "Repräsentanten" und "Botschafter zum Kaiser" sind in Wahrheit nicht weiters als Geiseln in einem goldenen Käfig, die sicherstellen sollen, dass alle Adeligen das tun, was der Kaiser möchte.

Weiters schränkten die Kaiser die magische Ausbildung im Land stark ein. Magier durften nur mehr an der elitären "Académie Impériale de Magie" in Cherjon ausgebildet werden. Diese Magier werden aus den Bürger- oder sogar der Unterschicht ausgesucht und durch die ständische Aufwertung zum "Beamtenadel" hatte man sich so sehr loyal Untergebene generiert. Diese Magier wurden schließlich zu den Magistern und als direkte Vertreter des Kaisers an den adeligen Höfen eingesetzt, um dort die Interessen des Kaiser durchzusetzen und die Adeligen nicht vergessen zu lassen, wer die Macht im Reich besitzt. So ruhte die politische Macht stehts fest in der Hand des Kaisers.

Die sonstige Geschichte von Vayrac beinhaltet einige kriegerische Auseinandersetzungen mit Nachbarstaaten wie dem mittlerweile untergegangen Kalygos, Arnfels oder Durnholm. Aber es finden sich auch einige Revolutionen und Rebellionen in der Geschichte von Vayrac, die jedoch allesamt rasch und blutig niedergeschlagen wurden. Die jüngste und noch aktuell andauernde Rebellion ist die von Ranauld Delisle, der sich "Le Fou" nennt. Delisle ist ehemaliger Hofnarr des Kaiser in Levayac gewesen. Nachdem Delisle die schlechte Behandlung seitens des Kaisers, an ihm und seinen Untertanen, sein Leben im Luxus, während die Bauern verhungern, nicht mehr ertragen konnte, verließ er den Hof und scharte gleichgesinnte und weitere frustrierte Bewohner des Landes um sich. Er gründete die Rebellengruppe "Les Bouffons", die hauptsächlich in der Provinz rund um die Hauptstadt Cherjon tätig ist. Alle Männer und Frauen, sowie Delisle selbst, führen auf ironische Weise das Motto des Hofnarren weiter. Alle Mitglieder sind bei ihren Angriffen wie Hofnarren und Harlekins verkleidet und geschminkt. Dies dient einerseits dazu um Aufzufallen und Bekanntheit für ihre Sache zu generieren, andererseits aber auch um den Kaiser zu verhöhnen und dabei zu helfen ihre Identitäten zu verbergen.

 

Wirtschaft

Die Wirtschaft von Vayrac ist darauf ausgelegt, die eigenen großen Staatsausgaben wie beispielsweise für den kaiserlichen Hof oder das große Militär zu decken. Dementsprechend müssen die Bauern und Bürger viele Steuern zahlen und Abgaben leisten. Vayrac ist eine Exporteur-Nation und versucht so wenig wie möglich an Fertigwaren zu importieren. Eigene Fertigwaren werden jedoch teuer exportiert um möglich hohe Gewinne zu machen und die hohen Kosten des Landes decken zu können.

Die Landwirtschaft ist die Basis der Wirtschaft, da die Bauernschaft einen Großteil der Bevölkerung ausmacht. Gängige Produkte der Landwirtschaft sind Getreide, Gemüse, Obst, Wein, Milchprodukte und Fleisch. In den Weinbergen von Vayrac gedeiht auch ein guter Wein. Die bekanntesten Weinsorten sind hierbei Zaloupe (Rotwein), Grand Nordeaux (Weißwein) und Larme noire (Rotwein). 

 Auch der Handel spielt eine wichtige Rolle. Die Handelsrouten werden durch Straßen, Wege und Seerouten erschlossen werden. Produkte die Vayrac handelt und einkauft sind Gewürze, exotische Früchte, Stoffe und Edelmetalle. Vayrac ist ein fruchtbares Agrarland, dass viele Lebensmittel exportiert, unter anderem nach Caelthir. Die Industrie in Vayrac konzentriert sich auf handwerkliche Tätigkeiten wie Weberei, Schmiedekunst, Lederbearbeitung, Glasherstellung und Keramikherstellung. In den Städten gibt es auch Manufakturen, die auf die Produktion von luxuriösen Gütern wie Parfum, Seide und Schmuck spezialisiert sind. Auch ist Vayrac für dessen begnadeten Künstler bekannt. Deren Kunstwerke sind beim ausländischen Adel recht begehrt.

Ebenfalls eine nicht zu verachtende Rolle in der Wirtschaft spielt auch das Bankwesen und die Finanzen. Wohlhabende Bankiers oder Händler sind in der Lage, Kredite zu vergeben und Investitionen zu tätigen. Dies ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft, da vor allem viele Adelige und Bürger oft Kredite aufnehmen müssen und wollen um den ständig wechselnden Trends des kaiserlichen Hofs folgen zu können. Dies erlaubt auch Adelsfamilien ohne Regierungstätigkeit große Mengen an Gold zu verdienen, ohne dass man eigenes Land besitzt.


Geographie und Klima

Als eines der größeren Länder Khorvirs weist Vayrac zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedlich geprägte Landschaftsformen auf. Das Landschaftsbild wird überwiegend von Ebenen oder Hügeln geprägt. Je näher man den Gebirgen kommt, desto höher werden die Hügel und auch immer dichtere Wälder kommen vor.

In Vayrac herrscht gemäßigtes Klima, dass zunehmend wärmer wird je weiter man in den Süden kommt. Im Sommer erreicht man Temperaturen bis zu 36°C und im Winter kann es Temperaturen von bis zu -15°C erreichen.

 

Kultur

Die Kultur in den Städten von Vayrac kann nur als bunt, schrill und etwas sonderbar bezeichnet werden - Insbesondere in der Hauptstadt. Schönheit, Stil und Ästhetik steht für die Schönen und Reichen, und für jene die so wirken wollen, über allem. Dies gilt neben den Adeligen auch für viele Bürger in den Städten, die oft auch eine Illusion von Reichtum und Wohlstand wahren möchten und dabei versuchen den Adeligen nachzueifern. Ein Beispiel für die Extravaganz in Vayrac ist dessen Schriftkultur und Kalligraphie. In Dokumenten, akademischen Werken und wichtigen Briefen wird farbige Tinte verwendet. Die Farbe der Tinte kann je nach Bedeutung des Dokuments variieren. Beispielsweise werden Gesetzestexte in der den teuersten Farben wie Purpur oder scharlachrot geschrieben, während Liebesbriefe in blau geschrieben werden. Alternativ können auch einzelnen Wörter mit farbiger Tinte hervorgehoben werden, die zur gewünschten Emotion passen, um ihnen extra Wucht zu geben. Viele Schriftwerke verwenden kunstvolle und komplexe Schriftarten, die als wichtige künstlerische Ausdrucksformen dienen.

Begibt man sich in eine vayrisische Stadt, fällt einem der dort übliche Kleidungsstil als aller Erstes auf. Bunte und feine Kleidung mit komplexen Mustern steht an der Tagesordnung. In der Hauptstadt Cherjon sieht man nicht selten auch sehr extravagante Kleidung, als würde man gerade auf dem Weg zu einer Ballnacht sein, und auch die Frisuren sind oft sehr komplex und herausstechend. Cherjon ist die Welthauptstadt von neuer, mutiger Mode. Dort gilt: Je höher der soziale Stand, desto komplexer, extravaganter und ausgefallener sind oft der eigene Haarschnitt und Kleidungstil. Dies reicht in Cherjon von stilvollen Anzügen und Kleidern aus edlen Stoffen zu gewaltigen Halskragen, meterlangen Kleidern, turmhohen Frisuren, bis hin zu Vogelkäfigen, die in die Frisur eingeflochten wurden, riesige Hüte die mit einer Feder jeder Vogelart geschmückt wurden und sonstigem ausgefallenen Schmuck.

Neben dem Adel, für den es besonders wichtig ist, die neuesten Kleider und Haarschnitte zu haben, ist es auch der bürgerlichen Bevölkerung ein großes Anliegen stilvoll gekleidet und ansehnlich zu sein, auch wenn diese sich es auch fast nicht leisten können. Selbst in den ärmeren Familien in der Stadt wird viel Geld für schöne Kleidung ausgegeben, um zumindest den Schein von Wohlstand zu wahren. Das Tragen von Schminke ist in den Städten von Vayrac eine weitere Tradition für Frauen aber auch Männer. Es gibt sowohl feminine als auch maskuline Schminke, obwohl Außenstehende wohl kaum einen Unterschied erkennen würden. Die Schminke ist ein starker Indikator für sozialen Status. Die Qualität und Seltenheit der eigenen Schminke – ungewöhnliche Farbtöne und Beschaffenheit werden besonders geschätzt – sprechen Bände über den eigenen sozialen Stand. Ähnlich wie bei der Kleidung, werden auch bei teuren Materialien für öffentliche und markanten Gebäuden in den Städten des Imperiums keine Kosten gescheut. Der Baustil vieler Gebäude in Vayrac ähnelt der dem Barocken-Baustil. Architekten in Vayrac scheuen sich nicht davor Farbe zu benützen. Besonders Purpur, Gold und Rot gelten als die Farben des Adels. Weißer Marmor mit Goldverzierungen ist ein charakteristischer Stil für die Inneneinrichtung. Einen Eindruck zu hinterlassen ist das oberste Ziel in der High-Society von Vayrac. Je weiter man sich vom Gebiet der Reichen und Schönen entfernt, desto weniger extravagant wird die Umgebung und die Gebäude und Straßen werden merkbar einfacher.

All das gilt jedoch nicht für die Bauernschicht am Land von Vayrac, weit entfernt von den Städten deren Adeligen. Bauern in Vayrac tragen meist einfache, schlichte und vor allem praktische Kleidung, die sie bei der Arbeit und vor dem Wetter schützt. Im Gegensatz zu den Adeligen und Großbürgern, ist die ländliche Bauernbevölkerung  schon damit zufrieden farbenfrohe Kleidungsstücke zu besitzen, die ein wenig mit Stickereien verziert wurden. Die meisten Bauern leben in einfachen Gehöften, ohne die großen Prunkbauten der Reichen. Die ärmeren Bauern halten sich ihre Tiere im Haus und auch die Knechte und Mägde schlafen in kleinen Kammern. All dies führt zu einer großen gesellschaftlichen Kluft zwischen Bauern und dem Rest. Die Bauern sehen die Adeligen und die Bürger in den Städten, die ihnen nacheifern, als Wahnsinnige, als Sklaven des Kaisers, die jeglichen Sinn für das echte Leben und was wichtig ist verloren haben. Die Adeligen und Bürger verachten die Bauern jedoch. In ihren Augen sind sie kaum mehr als einfältiger Pöbel, der stinkt und keine Ahnung von Zivilisation, Anstand oder Sitte besitzt. Viele Adeligen und "seriöse" Bürger würden lieber sterben, als mit einem "niederen Bauerntölpel" in einem Raum zu sein.

Vayrac ist ein altes Land und Heimat zahlreicher Traditionen, in allen gesellschaftlichen Klassen. In den adeligen und reichen Kreisen von gelten Maskenbälle als eine große Unterhaltung. Die Gäste tragen Masken und Kostüme, um ihre Identität zu verbergen, und es gibt oft Wettbewerbe und Auftritte. Für viele Besucher solcher Bälle ist es eine spannende Unterhaltung zu versuchen zu erkennen, wer hinter welcher Maske steckt und ob vielleicht sogar der Kaiser insgeheim anwesend ist. Eine weitere Tradition unter den Adeligen ist das anlegen sogenannter "Flüsternder Gärten". Dies ist eine Tradition, bei der die Gärten angelegt werden, die voller Geheimnisse sind und in denen sich Menschen oft zum Tratschen, Geheimnisse austauschen, sonstigem Flüstern und Verstecken spielen treffen. Dies begann anfangs als Spionageversuch des Kaisers und seiner Magister, um den Adel abzuhören, entwickelte sich seitdem jedoch zu einer beliebten Tradition.

Die Bürgerschicht in den Städten teilt sich ebenfalls ein paar Traditionen mit den Adeligen. Beispielweise gilt in den Städten von Vayrac die Waffenlosigkeit. Sowohl an den meisten Adelshöfen als auch in der Öffentlichkeit in den Städten ist es verboten, Waffen zu tragen oder zu benutzen. Dadurch hat sich eingebürgert spitze oder scharfe Schmuckstücke oder besonders große Speisemesser zu tragen, die als Waffe verwendet werden können.

Eine Ausnahme dieses Verbots stellen Duelle dar. In Vayrac, sowohl unter dem Adel, der Bürgerschicht und den Bauern, ist es üblich interpersonelle Konflikte mit einem Duell zu lösen, anstatt gerichtlich vorzugehen. Ein Duell muss öffentlich passieren und es muss mindestens ein Zeuge für beide Parteien anwesend sein. Für das austragen eines Duells ist es kurzzeitig Erlaubt einen Rapier zu tragen und zu verwenden. Der Kaiser, Marquis, Vicomtes und Magister dürfen ohne imperiale Erlaubnis nicht zum Duell herausgefordert werden, egal wie schwer die Ehrverletzung sein mag.

Innerhalb der Bauernschicht gibt es ebenfalls ein paar Traditionen. Beispielsweise gibt es die beliebte Tradition der Himmelslaternen, bei der die Menschen Laternen in den Himmel steigen lassen, um ihre Wünsche und Gebete auszusprechen. Ebenfalls gibt es jedes Jahr im Herbst, nach Einbringung der Ernte, ein Erntefest, bei dem die Bauern dankbar für eine erfolgreiche Ernte sind und zusammen feiern. Weiters ist Gemeinschaftsarbeit weit verbreitet: Eine Tradition, bei der die Bauern in der Gemeinschaft zusammenarbeiten, um wichtige Arbeiten auf dem Feld zu erledigen. Diese Tradition trägt einen großen Teil dazu bei, das Gemeinschaftsgefühl und die Solidarität unter den Bauern zu stärken.

Was Kulinarik angeht, ist Vayrac besonders für dessen Feine Küche bekannt. Diese ist berühmt dafür sehr komplex und extravagant zu sein. Sie wurde jedoch auch schon als aufgeputzt und prahlerisch bezeichnet. Nationale feinere Spezialitäten beinhalten beispielsweise

  • Kaiserbraten: ein Fleischgericht aus Wild, das in einer Rotweinsauce gebraten und serviert wird
  • Sharones: ein kleines, keksähnliches süßes Gebäck mit Zimt und Marmelade verschiedener Früchte, das zum Tee gereicht wird und sehr beliebt bei Kindern ist
  • Le Grand Oiseau: das berühmte Gericht des legendären Chefkochs Louis Paul Nouvenne; eine Delikatesse, die aus einer mit eine Kräuter und Knödel gefüllten Wachtel besteht, die in einen Fasan gestopft wurde, der in eine Gans gestopft wurde, der dann mit Bratensaft übergossen, mit bunten Pfeffer und Rosmarin gewürzt und dann im Steinofen gebraten wird
  • Bulette-Kuchen: ein Gericht für den Adel, das aus einem kleiner Schokoladenkuchen umgeben von Karamell-Sauce ist, der mit Silberflocken bestreut wird und einen Bulette/Landhai darstellen soll, der gerade aus dem Boden hervorbricht; dieses Gericht erfordert großes Können des Bäckers, da die falsche Vorbereitung und Dosierung des Silbers zu schweren gesundheitlichen Problemen führen kann; 
  • (Jean Henry) Nugelle’s Süße Versuchung, eine Torte aus Apfelstücken, Mürbteig, Vanillecreme und viel Schlagobers;
  • verschiedenste Kuchen- und Tortenvariationen mit Schokolade, Creme und diversen Früchten

Obwohl nicht ganz so ausgefallen und fein wie die Adeligen, essen die Bürger in den Städten auch oft nicht schlecht:

  • Pasteten: Pasteten aus Fleisch, Fisch oder Gemüse, oft mit einer kräftigen Sauce oder einer Füllung aus Pilzen und Kräutern.
  • Gebratene Gerichte: Gebratene Gerichte aus Schweinefleisch oder Hühnchen mit Gewürzen und Kräutern, oft mit Beilagen wie Kartoffeln und Gemüse serviert.
  • Aufläufe: Aufläufe aus Nudeln, Gemüse oder Fleisch, oft mit einer cremigen Sauce und Käse überbacken.
  • Eintöpfe: Eintöpfe aus Fleisch oder Gemüse, oft mit Hülsenfrüchten oder Getreide wie Linsen oder Gerste.
  • Suppen: Suppen aus Gemüse, Fleisch oder Fisch, oft mit Kräutern und Gewürzen verfeinert.
  • Desserts: Desserts wie Apfelkuchen, Bienenstich, Schokoladenkuchen, oder Creme Brulee.

Das Essen der Bauern ist dagegen viel einfacher gestaltet und beinhaltet:

  • Gerichte mit saisonalem Gemüse und Obst wie Kürbis, Zucchini, Äpfel und Birnen
  • Fleischgerichte wie gebratenes Hühnchen, Schweinefleisch oder Rindfleisch mit Kräutern und Gewürzen
  • Suppen und Eintöpfe wie Kartoffelsuppe oder Bohneneintopf mit Wurzelgemüse
  • Brot und Gebäck wie Sauerteigbrot oder Brötchen mit Nüssen und Trockenfrüchten
  • Süße Gerichte wie Apfelstrudel oder Apfelkuchen, Marmelade und Honig als Brotaufstrich


 Militär

Vayrac kann auf ein mächtigstes stehendes Berufsheer und eine große Kriegsflotte zurückgreifen. Das stehende Heer soll die Macht des Monarchen im Inland und zusammen mit der Kriegsflotte dessen Einfluss im Ausland sichern. Um Aufstände von Untertanen oder sich auflehnende Adelige sofort im Keim zu ersticken und so dauerhaft die Macht zu sichern, brauchten die Kaiser von Vayrac stets ein schlagkräftiges, ständig verfügbares Heer nicht nur in Kriegszeiten, sondern auch im Frieden. Dessen oberste Befehlsgewalt liegt beim Kaiser. Dieses große Heer kostet Unmengen an Geld, was auch ein Grund ist, wieso die Bevölkerung so gnadenlos besteuert wird.  

Ein nicht zu unterschätzender Teil des Militärs von Vayrac ist dessen Ritterschaft. Die Ritter von Vayrac (in der Sprache des Landes oft auch die "Chevaliers" oder "Cavaliers" genannt) sind junge Adelige, die in den Dienst des Militärs treten, um dort als schwere Infanterie oder Kavallerie zu dienen. Dies tun sie, um Eindruck und Wohlgefallen beim Kaiser zu sammeln, in der Hoffnung, dass er den Ritter oder dessen Familie als Marquis/Vicomte einer Stadt einsetzt. Die "Chevaliers" von Vayrac verschreiben sich traditionell einem ritterlichen Kodex, der mehrere Tugenden predigt, wie beispielsweise Tapferkeit, Gnade und Treue.

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