Im Süden des Kontinents Dossyr befindet sich das älteste Land der Welt: Agios Sanctor. Als Wiege der Zivilisation und religiöses Zentrum der Welt, ist Agios Sanctor die heilige Heimat der wichtigsten Vertreter der Obersten Götter. Von dort aus wird der Wille der Götter auf Erden empfangen und umgesetzt. Glaube ist hier so sehr in der Gesellschaft eingewoben, wie an keinem anderen Ort in Volothar. Noch nie durch die Armeen des Böses erobert, bewahrt die gleichnamige Hauptstadt Agios Sanctor die Traditionen, das Wissen und die Hoffnung der Welt seit Anbeginn der Zivilisation hinter ihren gewaltigen Mauern und Befestigungsanlagen – und hält weiterhin nach Bedrohungen der Verrätergötter Ausschau.
Regierung
Agios Sanctor ist eine absolute Wahlmonarchie und wird von einem Divinus/Divina/Göttlichen regiert. Der Divinus regiert lebenslänglich oder bis zu dessen Rücktritt. Ein neuer Divinus wird unter den 21 Großklerikern der 12 Obersten Götter, durch ein heiliges Ritual von den Göttern selbst bestimmt. Die Großkleriker sind höchsten und bedeutendsten Priester des Obersten Glaubens, die vom Divinus bestimmt werden. Jeder Großkleriker verwaltet eine Stadt in Agios Sanctor, beziehungsweise verwalten zusätzlich 12 Großkleriker die 12 Stadtviertel in der gleichnamige Hauptstadt Agios Sanctor.
Der Divinus gilt als oberster göttlicher Vertreter auf Erden und ist die oberste Ansprechperson für religiöse Belange in Volothar. Er/Sie hat das Recht einen Göttlichen Feldzug, gegen Bedrohungen gegen den Glauben, Häretikern und Sakrilegen auszurufen.
Demographie
Agios Sanctor ist der religiöse Mittelpunkt der Welt und Wallfahrtsort für so ziemliche alle Völker, die den Obersten Göttern verbunden sind. Deswegen ist Agios Sanctor ein äußerst diverser Ort, mit Einflüssen zahlreicher Kulturen der ganzen Welt.
Die Bevölkerung verteilt sich wie folgt:
- Menschen 15 %
- Halblinge 14 %
- Zwerge 13 %
- Elfen 12 %
- Halb-Elfen 8 %
- Halb-Orks 6 %
- Sonstige 28 %
Bevölkerung
Die Bewohner von Agios Sanctor gelten als hilfsbereite und nette Personen, die versuchen dem Vorbild ihrer Götter gerecht zu werden und zu folgen. Viele von ihnen nehmen sich die Lehren ihres ausgewählten Gottes sehr zu Herzen und richten ihr Leben nach ihnen aus. Dies ist weit verbreitet, da Personen die in Agios Sanctor leben, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch tief gläubig sind. Agios Sanctor gilt als das religiöseste und spirituellste Land der Welt. Etliche Bewohner von Agios Sanctor verbringen viel Zeit mit religiösen Ritualen oder im Gebet. Glauben ist in Agios Sanctor für viele ein elementarer Bestandteil des Lebens.
Der tiefe Glauben im Land führt jedoch auch manchmal zu Fanatismus. Manche Randgruppen nehmen die Lehren der Götter sehr ernst und folgen ihnen und ihren Schriften wortwörtlich. Während das oft nur in vereinzelten Extremisten und Fanatikern mündet, die gelegentlich Unruhe stiften und Streit anzetteln, kommt es auch vor, dass sich militante Fanatiker-Gruppierungen gründen, die die Lehren ihrer Götter mit Gewalt und Zwang verbreiten wollen. Diese werden von den Großklerikern jedoch nicht geduldet und werden rasch aufgelöst, sollten sie echte Probleme bereiten und anderen Leuten Leid zufügen, weil sie „Sünder“ sind oder „den Glauben nicht richtig ausleben“.
Die Geschichte und die einzigartige Rolle ihrer Heimat in der Geschichte der Welt, haben die Bewohner von Agios Sanctor, jedoch auch zu oft sehr ernsten, aber widerstandsfähigen Personen geformt. In beiden Großen Kriegen war Agios Sanctor Hauptsitz der Obersten Götter und Dreh und Angelpunkt der Kriege. Doch die Hauptstadt, und das wofür sie steht, hat standgehalten. Deshalb nehmen die Leute aus Agios Sanctor ihre Rolle als religiöses und kulturelles Zentrum ernst, wohlwissend, dass ihr Land bei einem weiteren göttlichen Konflikt wahrscheinlich die größte Zielscheibe abgeben würde und mit ihm viele Lehren und Wissen der Götter und der Geschichte verloren gehen würden. Viele Bewohner aus Agios Sanctor sehen es als Pflicht ihres Heimatlandes an, die Traditionen, Geschichte und Wissen der Zivilisation von ganz Volothar hochzuhalten und gegen Gefahren zu schützen.
Ein negativer Aspekt der Bevölkerung von Agios Sanctor sind die zahlreichen Vorurteile gegen Tieflinge. Da Tieflinge teuflisches oder dämonisches Blut in sich tragen, gelten sie oft als unrein und verdorben in den Augen vieler Bewohner von Agios Sanctor. Die Tieflinge können jedoch nichts für ihre Herkunft, auch wenn ihre Ahnen vielleicht mit den Kräften des Bösen zusammengearbeitet haben. Dies führt oft zu Rassismus und Konflikten innerhalb der Bevölkerung. Besonders die Fanatiker haben es auf Tieflinge abgesehen. Nicht selten kommt es zu Vandalismus, bei dem beispielsweise Geschäfte oder Häuser von Tieflingen verunstaltet werden. Die Abneigung ihnen gegenüber, hat dazu geführt, dass sich in vielen Städten in Agios Sanctor eigene Viertel und Gemeinschaften von Tieflingen gebildet haben.
Geschichte
Die Geschichte von Agios Sanctor reicht bis zu den Anfängen von Volothar und der Zivilisation zurück. Agios Sanctor war die erste Stadt, die auf der Welt gegründet wurde, damals als die Götter noch auf Erden wandelten. Das Königreich ist Wiege der Zivilisation, von der sich Zivilisation über die Welt ausbreitetet habt und mit dessen Hilfe die Welt nach zwei Großen Kriegen wiederaufgebaut wurde. Es ist seit jeher das religiöse Zentrum der Welt sowie direktes Sprachrohr und Werkzeug der Götter auf der Materiellen Ebene.
Das Land Agios Sanctor, als Zentrum und Sitz der Götter, war Schauplatz der größten und heftigsten Schlachten beider Großen Kriege. Die gleichnamige Hauptstadt wurde zwar oft angegriffen und belagert, jedoch niemals erobert oder zerstört, während andere Städte wie Hygoria oder Moirenvir dem Erdboden gleichgemacht und erst nach den Kriegen wiedererrichtet wurden.
Seit den großen Kriegen fungiert Agios Sanctor als Heimat für jene, die sich den Göttern besonders verbunden fühlen und ihnen so direkt wie möglich dienen wollen. Das Land hält die Flamme der Zivilisation aufrecht und schützt all das angesammelte Wissen, seit dem Entstehen der Welt. Sollte die Welt ein weiteres Mal brennen, wird Agios Sanctor dennoch standhalten und die Volothar ein weiteres Mal neu aufbauen.
In der Geschichte von Agios Sanctor kam es zu mehreren Situationen, in dem ein Göttlicher Feldzug ausgerufen wurde – ein Krieg im Namen der Götter um ketzerische Bedrohungen abzuwehren. Der prominenteste Göttliche Feldzug fand gegen das Alte Imperium von Tyr und dem Kult des Einen statt. Der Feldzug endete mit einem Sieg der heiligen Armee und dem endgültigen Untergang des Weltreiches.
Wirtschaft
Agios Sanctor hat eine ausgeprägte Agrar- und Forstwirtschaft. Auf den fruchtbaren Ebenen im Landesinneren wird Getreide und Gemüse angebaut, womit die Städte mit Nahrung versorgt werden. Außergewöhnlich ist, dass die Felder und Obsthaine in Agios Sanctor übernatürlich viel Ertrag abwerfen und als besonders wohlschmeckend gelten. Priester führen dies darauf zurück, dass das Land in dem sie leben von den Göttern gesegnet wurde. Andere Geistliche vermuten, dass der starke Glauben der Bewohner im Land sich als diese „göttliche Gnade“ manifestiert und quasi selbsterfüllend Agios Sanctor besonders fruchtbar macht.
All dies führt dazu, dass Agios Sanctor besonders viele Lebensmittel erzeugt und auch eine Vielzahl magischer Früchte und Lebensmittel hervorbringt, die im Land und im Rest der Welt sehr begehrt sind. Dennoch deckt man hauptsächlich den eigenen Bedarf. Überschüsse werden jedoch teuer per Land- und Seehandel in alle Teile der Welt verkauft.
Ein weiteres sehr wichtiges Standbein der Wirtschaft in Agios Sanctor, mit dem ein Großteil des Staatseinkommens und der Bevölkerung verdient wird, ist Tourismus. Da Agios Sanctor der größte Wallfahrtsort der Welt ist, strömen Hundertausende Pilger jährlich in das Land und insbesondere zur Hauptstadt. Viele Bewohner haben die Pilger als Einkommensquelle erkannt und bieten Souvenirs, Unterkünfte oder Speisen an, um die Unmengen an Reisenden und ihre Bedürfnisse zu erfüllen.
Geographie und Klima
Agios Sanctor ist ein sehr flaches Land mit weiten und fruchtbaren Ebenen, die hauptsächlich agrarwirtschaftlich genutzt werden. Sommer warm und von regelmäßigem Niederschlag geprägt, während die Winter mild und trocken sind. Die heilige Natur des Landes führt dazu, dass man sehr viele Sonnenstunden hat und die Wetterverhältnisse wie getaktet immer optimal ablaufen. Überschwemmungen, gnadenlose Winter oder Dürren gibt es in Agios Sanctor nicht. An der Westküste des Landes befindet sich der Lametitas-Wald und im Nordosten des Landes der Valatis-Wald. Beide Wälder werden forstwirtschaftlich genutzt und dienen zur Holzversorgung des Landes. In Agios Sanctor wurde auch die Gesegnete Straße gegründet, ein unglaublich langer Weg, der von Agios Sanctor aus bis nach Veshir im Osten und Tyr im Westen führt.
Kultur
Religion ist der wichtigste Teil der Kultur von Agios Sanctor. Die durchzieht jeden Bestandteil des Lebens. Das Land ist von religiöser Symbolik übersäht. Nicht selten findet man die Heiligen Symbole der Götter auf allmöglichen Gebäuden oder Gegenständen. Dementsprechend sind religiöse Zeremonien, Rituale und Gebete sehr weit verbreitet. Tempel zählen zu den meist besuchten Gebäuden, da viele Bewohner von Agios Sanctor jeden Tag ein Opfer darbringen oder mehrmals zum Gebet in die Tempel gehen. Zeremonien bestimmen auch stark das Leben in Agios Sanctor. Beispielsweise gehört es sich, dass man vor jeder Mahlzeit ein Dankesgebet an die Götter richtet. Ebenso betet man vor dem Zubettgehen zu den Göttern. Weihrauch findet sehr viel Verwendung in Agios Sanctor. Viele Haushalte entzünden täglich Weihrauch und auch die Straßen sind vom Weihrauch-Duft erfüllt.
Der wöchentliche Gottesdienst am Sonntag ist im Grunde eine Pflichtveranstaltung und wird fast von der gesamten Bevölkerung regelmäßig besucht. Deswegen hat sich sonntags eine eigene gesellschaftliche Kultur rund um den Sonntag entwickelt. Der wöchentliche Gottesdienst dient als sozialer Treff, in dem die Nachbarschaft zusammenkommt und Neuigkeiten austauscht. Danach trifft man sich oft noch in einem Gasthaus, Restaurant oder bei jemandem Zuhause und verbringt den Nachmittag miteinander. Auch werden die religiösen Feste der Obersten Götter ausgiebig gefeiert.
Agios Sanctor hat einen großen Bevölkerungsanteil von Leuten, die selbst oder deren Vorfahren ins Land gezogen sind und dort sesshaft wurden. Nicht selten kommen Pilger in die Stadt, nur um sich dort in die Kultur zu verlieben und sich dort niederzulassen. Agios Sanctor, insbesondere die gleichnamige Hauptstadt, ist ein Schmelztiegel der Kulturen von Volothar. Die Immigranten nahmen alle einen Teil ihrer Heimat mit, wodurch Agios Sanctor ein multikulturelles Land mit einer Vielzahl an Einflüssen aus der ganzen Welt ist. Es ist keine Seltenheit, dass man am Morgen in ein brassischesKaffeehaus geht, mittags sich etwas von einem vayrisischenisischen Restaurant holt und den Abend in einem venatischen Theater verbringt. Jedes Volk ist in Agios Sanctor willkommen – lediglich Tieflingen wird mit Vorurteilen und Misstrauen, aufgrund ihrer höllischen Blutlinie, begegnet.
Militär
Das Militär von Agios Sanctor ist auf Verteidigung des Landes eingestellt. Der Berufsarmee, Exercitus Sancti, sowie der Sanctor-Bruderschaft obliegt hauptsächlich der Schutz des Landes. Jede Stadt in Agios Sanctor ist mit sehr hohen und dicken Verteidigungswällen und umfangreichen Verteidigungsanlagen ausgestattet. Jede Stadt wird wie eine Festung verteidigt und die Hauptstadt selbst gilt als uneinnehmbare Bastion.
Die Exercitus Sancti (Heilige Armee) ist ein Berufsheer aus Priestersoldaten. Die Armee wird aus den Tempeln des Landes rekrutiert und es ist Pflicht sich dem Leben als Teil des Obersten Glaubens zu verschreiben. Es werden jedoch auch Priester vom Rest der Welt akzeptiert. Jeder Soldat in der Heiligen Armee ist ein tiefgläubiger Anhänger der Obersten, der sich dem Dienst für die Götter verschrieben hat. Jeder unter ihnen kann zumindest einfachste göttliche Magie anwenden, bis zu mächtigen Klerikern und Paladinen, die die göttliche Macht ihres gewählten Gottes auf das Schlachtfeld beschwören können. Die Heilige Armee ist zwar mit ungefähr zehntausend Soldaten relativ klein, dafür umso schlagkräftiger, da sie alle göttliche Magie anwenden können. Die Exercitus Sancti kümmern sich um den Grenzschutz, die Verteidigungsanlagen der Städte und um die direkte Verteidigung der Hauptstadt Agios Sanctor. Im Falle eines Göttlichen Feldzuges ziehen große Teile von ihnen in einen offensiven Krieg, während ein Teil zurückbleibt und weiterhin das Land beziehungsweise die Hauptstadt verteidigt.
Der Ritterorden der Sanctor-Bruderschaft vereint Rittertum und Mönchtum miteinander. Die Bruderschaft fungiert als Wachen in den Städten und auf den Straßen von Agios Sanctor. Insbesondere dient sie zum Schutz der zahlreichen Pilger, die durch das Land reisen. Außerdem halten die Sanctor-Ritter international Wache und Ausschau für Bedrohungen. Dazu zählen beispielsweise Kulte der Verrätergötter und kontinentweite Bedrohungen, bei denen Agios Sanctor nicht zuschauen kann ohne zu helfen. Die Bruderschaft informiert den Divinus über die Bedrohungen, welcher dann Göttliche Feldzüge in Erwähnung ziehen kann oder sonstige Hilfe aussendet, falls er es für notwendig erachtet. Weiters übernehmen sie auch die militärische Führung bei Göttlichen Feldzügen und der Landesverteidigung. Viele von ihnen sind gesalbte Ritter oder von sogar höherer Adeliger Abstammung. Nicht selten entscheiden sich gläubige Adelige aus allen Teilen der Welt dazu, der Sanctor-Bruderschaft beizutreten und sich dem Schutz der Gläubigen zu verschreiben. Auch das Bürgerliche können der Bruderschaft beitreten. Sie müssen sich jedoch vor dem Beitritt schwierigen Prüfungen unterziehen, die ihr Herz und ihre Hingabe testen und feststellen ob sie geeignet für das Leben in der Bruderschaft geeignet sind. Bürgerliche Sanctor-Ritter können jedoch keine höheren Ränge innerhalb der Bruderschaft erreichen, da diese für tatsächliche Ritter und Adelige reserviert sind. Trotz des Namens sind in der Sanctor-Bruderschaft auch Frauen willkommen. Der Großmeister der Sanctor-Bruderschaft ist traditionell ein Großkleriker und verwaltet die Stadt Jaburg.
Erwähnenswert ist ebenfalls, dass das gesegnete Land von Agios Sanctor
ebenfalls als eine Art Verteidigungsmechanismus fungiert. Besonders Kämpfe
gegen unheilige Kreaturen wie Dämonen werden durch die heilige Kraft, die dem
Land innewohnt, unterstützt.