Als Lechellenkrieg ist der militärische Konflikt zwischen
dem Königreich Arnfels, unter der Führung von König Albert Werbach II, und dem Vayrisischem Imperiums, unter der Führung von Kaiser Charles Lechelle Benelu,
bekannt. Der Krieg dauerte zwar nur 2 Jahre, war jedoch äußerst blutig und
endete mit einem Sieg von Arnfels, als man die Vayrisischen Truppen bei der
Schlacht am Aiser aus dem Land verjagte und den Kaiser in der Schlacht erschlug.
Kriegsauslöser war ein Affront am kaiserlichen Hof in Vayrac am 23. Windsaat 1496. Zum Geburtstag des Kaisers wurden Adelige aus Nachbarkönigreichen eingeladen um an den Festlichkeiten teilzunehmen. Kaiser Charles Lechelle war ein unbeliebter und arroganter Kaiser, der dies gleichzeitig als Chance sah seinen Reichtum und seine Macht, den anderen Monarchen zu präsentieren. Besonders dem ewigen Konkurrenten Arnfels wollte er demütigen.
So forderte der Kaiser den Arnfelser König Albert Werbach auf, ihm Essen zu bringen und darzureichen sowie ihm Wein nachzuschenken. Ein Affront und Schmach einem König solch einen niederen Dienst aufzutragen, lehnte König Werbach ab. Nachdem Kaiser Charles Lechelle ihn nochmals dazu aufforderte, mit ernstem Ton, und Werbach weiterhin verweigerte, kippte die zuvor zwar ebenfalls etwas angespannte, aber ausgelassene Stimmung. Kaiser Charles Lechelle befahl es ihm nun ein drittes Mal mit lauter Stimme, dieses Mal als Kaiser, in dessen Land er sich gerade aufhielt. König Werbach verweigerte und stürmte aus dem Festsaal und kehrte nach Arnfels zurück. Diese historische Szene ging aufgrund des dreifachen Widerspruchs des Königs als die „Lechellen-Troika“ in die Geschichtsbücher ein und wurde zu einer legendären Erzählung der Arnfelser, die oft übertrieben und ausgeschmückt wird.
Kaiser Charles Lechelle bebte. Sein gewünschte Machtbeweis war zu einem Beweis des Widerstandes geworden. Er ließ das Fest beenden und schickte alle Adeligen Heim oder in ihre Gemächer. Drei Tage später erklärte Kaiser Charles Lechelle dem Königreich Arnfels den Krieg. Als Kriegsgrund wurde lediglich „Ehrverletzung“ genannt. Doch niemand aus Arnfels dachte schlecht von König Werbach, nicht den Forderungen des Kaisers nachgekommen zu sein. Im Gegenteil, es erfüllte viele Arnfelser mit Stolz dem schmierigen Vayriser Paroli geboten zu haben.
Nach der Kriegserklärung begannen beide Parteien unverzüglich mit den Kriegsvorbereitungen. Drei Monate später, am 4. Eistau 1497, als der Frühling angebrochen war, marschierte Charles Lechelles Armee aus ca. 24.000 Mann über die Vayrisische Grenze in die Binnenreiche Richtung Arnfels. Lechelles hatte jedoch nicht mit dem Fürstentum Eidbann gerechnet. Der Fürst von Eidbann, Fannart Karnos, war Zeuge der Troika gewesen und hatte insgeheim ein Bündnis mit Werbach geschlossen.
So wurde Lechelles Marsch durch die Binnenreiche ein gefährliches Anliegen. Die Eidbanner Truppen stützen sich auf Guerilla- und Nadelstich-Taktiken und versuchten die Vayriser dort zu treffen wo es am meisten weh tat. Nach unzähligen Scharmützeln und mehreren Schlachten, kapitulierten die Eidbanner als nach der Belagerung von Eidbann, die Stadt von den Vayrisern erobert und geplündert wurde. Der Kampf mit Eidbann hatte die Truppen aus Vayrac jedoch um 6 Monate verzögert.
Dies gab König Werbach genug Zeit um 36.000 Mann aus der Arnfelser Bevölkerung einzuziehen. Die Hälfte stationierte er an der nördlichen Seite des Aisers und mit der anderen Häflte überquerte er den Strom, um die Vayriser außerhalb des eigenen Landes zu bekämpfen.
In den nächsten Monaten wurden harte Kämpfe in den Binnenreichen zwischen den beiden Armeen geführt. Bei der zweiten Belagerung von Eidbann, konnte das Königreich Arnfels die Stadt zurückerobern. Der Winter rückte jedoch näher und beide Armeen trafen Vorbereitungen zum Überwintern.
Am 28. Windsaat begann ein inoffizieller Waffenstillstand über die Wintermonate. Die Zeit vom 28. Windsaat 1497 bis zum 11. Eisstau ist ohne größere Schlachten vorübergegangen. Nur kleine Gefechte und Scharmützel fanden zwischen Patrouillen und vereinzelten Außenposten statt.
Aber Mitte Eisstau 1497 ginn der Krieg wieder richtig los. Über die Wintermonate war Kaiser Lechelle nicht untätig gewesen. Er hatte mehrere Söldnerarmeen eingekauft, darunter auch die „Eisenkrieger“, um die in den Binnenreichen gestrandeten Armeen von Arnfels zu vernichten. Mit der neuen Kraft und Mannstärke von 7000 zusätzlichen Soldaten startete Vayrac eine Frühlingsoffensive, die an der gesamten Front höchst erfolgreich war. Lechelles General Leman Palvader führte am 22. Rosenwind eine Armee durch das Grauwasser-Moor und fiel den Arnfelser Streitkräfte in die Flanke und den Rücken.
Danach war Werbach und seine Truppen gezwungen sich zurückzuziehen. Eidbann wurde kampflos aufgegeben und König Werbach und seine verbliebenen ca. 5000 Mann starteten einen Gewaltmarsch Richtung Aiser um einer Einkesselung von den Vayrisern zu entgehen.
Die nächsten zwei Wochen gingen als der „Eidbanner Spießrutenlauf“ in die Geschichte ein. König Werbach und seine 5000 Soldaten marschierten mit aller Kraft nach Norden, während die Vayriser ihnen hinterherstellten und Angriff für Angriff ihre Anzahl immer weiter verminderten.
Von den 5000 Mann schafften es schließlich genau 401 auf die andere Seite des Aisers, einschließlich König Werbach. Diese 400 wurden als die „Verlassenen 400“ bekannt und erhielten vom König persönlich ihren Sold verdoppelt.
Nachdem die Vayriser die Arnfelser über den Strom gejagt hatten, machten sie ihre eigene Invasion bereit.
Am 18. Lichtregen stachen die Vayrisischen Truppen in See und legten wenige Tage später an drei verschiedenen Stellen in Südwacht in Arnfels an. Danach starteten sie drei Angriffe gegen Ampften, Stromend und Bornbrücken. Bis auf Bornbrücken konnte keine der Städte gehalten werden.
Danach teilte Lechelle seine Armeen auf um die eine Königswerth belagern zu lassen und mit der anderen Bornbrücken und Werbachs Leben zu nehmen.
Am 9. Hochsonne begann die Belagerung von Königswerth. Nach mehreren Schlachten wurde schließlich Bornbrücken am 29. Hochsonne ebenfalls eingenommen und König Werbach entkam knapp.
Mittlerweile hatten König Werbachs Fürsten weitere Krieger um sich geschart, die aus dem Norden unter der Führung von Karl dem Bärtigen von der Dönnerküste zu Hilfe eilten. Am 16. Regendurst wurde die Belagerung von Königswerth schließlich von Karl dem Bärtigen durchbrochen. Danach begann er einen Befreiungsfeldzug Richtung Süden und eroberte Ampften sowie Stromend zurück. König Werbach sammelte seine Männer zum Gegenangriff und griff das besetzte Bornbrücken an. Am 27. Regendurst war Bornbrücken, nach mehreren Tagen harten Kämpfens, zurück in Arnfelser Hand. König Werbach beschloss nicht zu ruhen, sondern dem Feind hinterher zu jagen und den fliehenden Lechelle zwischen seiner und Karls Armee aufzureiben, bevor er über den Aiser setzen konnte.
So kam es schließlich dazu, dass die letzten 8000 Mann und der Vayrisiche Kaiser selbst zwischen zwei Armeen mit ingesamt 18.000 Mann, bei der legendären Schlacht am Aiser am 5. Blattfall besiegt wurde. Die Legende besagt die Armeen habe die fliehenden Vayriser in den Strom getrieben, wo sie ertranken. König Werbach selbst soll Kaiser Lechelle mit einem Schwertstreich niedergestreckt und in den Strom befördert haben.
Am nächsten Tag wurde Lechelles Sohn, der 12-Jährige Valie Poulonberge Benelu zum neuen Kaiser gekrönt. Lechelles Bruder Homer Frederic Benelu, sollte als sein Regent bis zu dessen Volljährigkeit fungieren. Homer Frederics erste Amtshandlung waren Friedensverhandlungen mit Arnfels.
Am 23. Blattfall 1497 wurde schließlich das Eidbanner Abkommen in selbiger Stadt unterzeichnet. Darin wurde Frieden zwischen dem Königreich Arnfels, dem Vayrisischen Imperium und all deren Verbündeten geschlossen, und alle von Vayrac eroberten Gebiete mussten wieder abgetreten werden.
Die Rivalität zwischen den beiden Reichen ist bis heute zu spüren und es heißt auch Kaiser Valie Poulonberge Benelu habe den Tod seines Vaters nie verzeihen können.