Die Hüter des Abgrunds sind ein Dämonenkult, der keinem
bestimmten Dämonenlord anbetet, sondern eine ungeteilte, zusammengeschlossene
Dämonenfraktion, den Ungeteilten Abgrund darstellt.
Ein mächtiger, aufstrebender Dämon hat sich unter tausenden Anwärtern hervorgetan, an die Spitze gekämpft wurde von allen Dämonenfürsten als ihr Champion anerkannt. Sie, die Auserwählte des Abgrunds, Herrin der Zerstörung und Vorbote des Untergangs, Oublivae, soll die Dämonenlegionen vereinen, einen Zerstörungsfeldzug gegen die Materielle Ebene starten und ihren rechtmäßigen und noch versiegelten Gott und Vater, Azaloth, den Abgrundwandler aus seinem Gefängnis befreien, um somit die Ära der Auslöschung einzuleiten.
Der Kult wurde vor ungefähr 150 Jahren gegründet, als Oublivae sich an die Spitze und zum Champion des Ungeteilten Abgrunds hinaufgekämpft hatte. Sie suchte nach Verbündeten und fand Amelia, eine Night Hag, die ihr Dasein auf den Unteren Ebenen fristete. Leicht von seinem Vorhaben überzeugt, reiste sie auf die Materielle Ebene und scharte Anhänger um sich.
Amelia, die Uralte Täuscherin genannt und mittlerweile eine Elder Night Hag, ist ihre rechte Hand und Vertreterin auf der Erde. Ihre Aufgabe ist es Gläubige um sich zu scharen, fünf Blutsiegel in Arnfels mit dem Blut von Opfern zu zeichnen und gleichzeitig alle benötigten Komponenten zu sammeln, um somit die Beschwörung von Oublivae und die anschließende Invasion der Dämonen vorzubereiten und somit zu ermöglichen. Jeder Zirkel ist einem anderen Dämonenlord geweiht, deren Champion Oublivae ist: Yeenoghu (Königswerth), Zuggtmoy (Küspen), Fraz–Urb´luu (Schwarwängen), Juiblex (Sturmheim) und Baphomet (Hilverburg).
Vor 136 Jahren (1397 NS) versuchten sie das erste Mal Oublivae zu beschwören. Die Dunklen Pilger wurden jedoch auf sie aufmerksam bevor sie alle Blutsiegel zeichnen können. Damals war der Plan, Oublivae direkt durch die Blutsiegel zu beschwören, was jedoch mehr Opfer erforderte und die Aufmerksamkeit und Priorität der Pilger früher auf sie zog. Die Pilger schlugen Alarm und entsandten ihre Krieger, jagten die Hüter des Abgrunds, zerschlugen den Kult und entfernten die Siegel unter großer Anstrengung.
Die Hüter des Abgrunds hatten mehrere Tempel, die sie allesamt versiegelten um sie vor den Pilgern zu schützen und eines Tages zurückzukehren. Diese Tempel wurden oft mit magischen Wächtern versehen und warten oft bis heute auf ihre Wiederentdeckung.
Amelia konnte den Pilgern entfliehen und versucht jetzt, 140 Jahre später, erneut die fünf Blutsiegel zu zeichnen und Oublivae als Vorbotin der Zerstörung auf die Materielle Ebene zu Beschwören.
Das Beschwörungsritual
Amelia soll das Land für seine spätere Invasion vorbereiten. Dies geschieht durch fünf unheilige Rituale, die vollführt werden müssen, und uralte Beschwörungszirkel. Diese Beschwörungszirkel lassen sich nur schwer entfernen und dienen als Teil eines riesigen Beschwörungsrituals und sind später Punkte von denen aus die Dämonen das Land angreifen können.
Amelia plant Oublivae auf die Materielle Ebene zu bringen, damit sie Arnfels und die Länder jenseits erobern kann, doch sie ist als Demon-Lord zu mächtig. Die Ewige Barriere lässt sie nicht hindurch und sie besitzen nicht die notwendigen Ressourcen und/oder das Wissen um die gewaltige magische Barrie zu überwinden und sie dennoch zu beschwören; insbesondere ohne, wie beim letzten Mal, die Aufmerksamkeit des Orden der Schwarzen Klinge auf sich zu ziehen. Deshalb wurde dieses Mal ein alternativer Plan geschmiedet. Amelia zieht die Blutsiegel in fünf ausgewählten Städten (Königswerth, Küspen, Schwarwängen, Hilverburg und Sturmheim) und sammelt die benötigten Ritualkomponenten gleichzeitig in den fünf Städten, die für den danach folgenden Plan benötigt werden. Die benötigten Komponenten sind:
- das verrottenden Leichen von ermordeten Priestern der Erdmutter (Küspen)
- das Fleisch von kannibalisierten Leichen (Königswerth)
- die Seele eines Neugeborenen (Sturmheim)
- mit dem Blut von Jungfrauen getränktes Schwefelgestein (Hilverburg)
- und Salz aus Meerwasser gewonnen, in dem jemand von einer geliebten Person verraten wurde (Scharwängen).
Mit allen Komponenten wird danach Reise in das Abyss angetreten, wo ein Versiegelungsritual durchgeführt wird. Amelia dient als das Gefäß für Oublivae und wird von ihr besessen.
Im Anfangsstadium der Besessenheit, ist Amelia noch schwach genug, um die Materielle Ebene mit Oublivae zu betreten. Nach 2-3 Tagen wächst Oublivaes Stärke, doch dadurch, dass sie in einem sterblichen Wesen versiegelt wurde, ist Oublivae nicht so stark, wie ihre eigentliche Demon-Lord-Form, aber immer noch von apokalyptischer Stärke und Einfluss. Ist Oublivae/Amelia auf die Materielle Ebene zurückgekehrt und schließlich zu vollständiger Stärke herangewachsen, wirkt sie im Nukleus der vorbereiteten Beschwörungszirkel, einen alten Zauber in der in Form eines Pentagramms. Dazu sind weitere 13 Blutopfer vonnöten, wodurch jedoch anschließend ein großes Dämonenportal in den Abyss, im Zentrum, erschafft wird aus dem jetzt die Dämonenhorden herausdringen. Die fünf Blutsiegel in den Städten lösen sich nach dem Ritual auf, beschwören vor deren Verschwinden aber noch eine Horde Dämonen, die über die Städte herfallen sollen.