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Kommodes

Der Schwurwahrer

Kommodes, der Schwurwahrer, ist der Gott der Ordnung, des Gesetzes und der Zivilisation. Als treibende Kraft hinter jeder Zivilisation, gilt Kommodes als strenger und disziplinierter Vertreter von Gesetz, Struktur und Hierarchie. Er war es, der den ersten Sterblichen die grundlegendsten Regeln, Grundsätze und Prinzipien für ein erfolgreiches Miteinander, und daraus folgender Zivilisation, lehrte und als Werkzeuge für die Zukunft in ihre Hände legte. Des Schwurwahrers Gesetz ist Pflicht und er stellt den kosmischen Anker gegen die Anarchie und das Chaos dar. Er organisierte den Wiederaufbau der Zivilisation nach dem Ersten Großen Krieg und bildet den Grundpfeiler, auf dem viele der heutigen Gesellschaften und Rechtssysteme aufgebaut sind.

Kommodes gilt als ewiger Rivale von Eonos. Es heißt, seit Anbeginn der Zeit, versuchen, die beiden sich stets zu übertrumpfen, wobei der Schwurwahrer seinem mächtigen Bruder oft als unterlegen gilt. Der Schwurwahrer ist wahrscheinlich der einzige Gott der noch ein eher warmes Verhältnis zu Asmodeus, dem Herrn der Neun Höllen, hat, da Tyrannei und Herrschaft eine Form der Ordnung und Zivilisation sind. Obwohl sich ihre Ansichten bei dem Weg Ordnung zu erreichen, weit auseinander gehen, versteht Kommodes Asmodeus Prinzipien zumindest ein Stück weit. Als Antithese und Gegenstück zu Selysia, der Erdmutter, und Vinera, der Zauberruferin, pflegt er ein kompliziertes Verhältnis zu den beiden. Während zwischen dem Schwurwahrer und der Erdmutter ein eher angespanntes, oft von Konflikten gespicktes, Verhältnis herrscht, ist die Beziehung zwischen ihm und Vinera eine ganz andere. In einem ewigen Wechselbad der Gefühle aus natürlicher Ablehnung, aufgrund ihrer jeweiligen Domänen, und inniger Anziehung und Begierde, übt die Zauberruferin eine einzigartige Faszination und Reiz auf ihn aus. Man sagt, die Zauberruferin sei hin und her gerissen, ob sie die Gefühle von Kommodes erwidere oder nicht.

In Überlieferungen und künstlerischen Darstellungen wird der Schwurwahrer als in Plattenrüstung gerüsteter Mann mit weißer Kapuze auf einem Thron aus Säulen dargestellt, sein Gesicht meist ohne Emotion und regungslos. Seine unparteiische aber dennoch imposante Statur und Gegenwart wird in den meisten visuellen Darstellungen als besonders wichtig erachtet und hervorgehoben. Sein Symbol ist ein kupferfarbenes Zahnrad.

Unter allen Priestern, Klerikern und Paladinen die sich einem Gott verschrieben haben, sind die Diener des Kommodes wohlmöglich die eigenartigsten. Friede und Ordnung durch Struktur und Gesetz, führen den Willen seiner frommen Anhänger. Um beispielsweise ein Priester oder Paladin des Kommodes werden zu können, wird von Anwärtern erwartet, eine mehrjährige Ausbildung, in einer von Hohen Priestern des Schwurwahres geführten Schule, abzuschließen. Dort werden ihnen die Lehren und Grundsätze des Schwurwahrers beigebracht, aber sie betreiben auch intensives Studium der jeweiligen Gesetze und Gepflogenheiten des Landes. Je nachdem, welche Position oder Aufgabe man innehaben möchte, ist ein geringeres oder umfassenderes Verständnis der Gesetzestexte vonnöten.  In denselben Schulen werden auch Privatpersonen aufgenommen und ausgebildet, die den Beruf eines Juristen erlernen wollen, jedoch nicht am Priestertum interessiert sind. Priester oder Kleriker fungieren oft als Pflichtverteidiger bei Gerichtsverhandlungen und verteidigen jene, die sich einen privaten Juristen nicht leisten können. Des Weiteren stehen sie stets für kostenlose Rechtsberatung zur Verfügung und informieren die Bevölkerung über Gesetzesänderungen oder neue Bestimmungen und welche Folgen sie haben. Verträge, Abmachungen, Schwüre und Wetten, die offiziell von Priestern des Schwurwahrers, mit dessen Segen und unter seinem strengen Blick, aufgesetzt, anerkannt oder bestätigt wurden, gelten als beinahe heilig und sind besonders bindend. Bei Verfehlen erwartet die Vertrags- oder Eidbrecher meist eine harte Strafe. Ein weiteres großes Anliegen der Priesterschaft des Kommodes ist auch die Förderung neuer Siedlungsvorhaben. Die Priester rüsten Pioniere aus und unterstützen sie bei ihren Vorbereitungen und Reisen so gut wie es geht, um die Ausweitung der Zivilisation und die Zähmung der Wildnis voranzutreiben.

Vor allen anderen zollen Richter, Herrscher, Pioniere und Verwalter dem Schwurwahrer Respekt. Seine Tempel stellen oft das Zentrum von vielen Städten in Volothar dar. Man betet zum Schwurwahrer um gerichtliche Dispute oder Vertragsstreitereien zu seinen Gunsten zu wenden oder um Expeditionen oder Siedlungsbemühungen zu segnen und zu unterstützen. Des Weiteren sendet das gemeine Volk auch Gebete an den Schwurwahrer, um weise und gerechte Rechtsprechung und Gesetzgebung ihrer Herrscher zu erbitten, besonders dann, wenn ein Amtswechsel stattfindet oder man unter unfairen Gesetzen leidet.

Der Feiertag des Schwurwahrers heißt Tag der Dämmerung und findet zur herbstlichen Tag-Nacht-Gleiche statt, die meist um den 22. September stattfindet. Bei diesem Feiertag feiert man die Entstehung und Wiederaufbau der Zivilisation. Abends, bei Sonnenuntergang, werden große Feuer auf den Hauptplätzen der Städte entzündet und danach wird darum herumgetanzt und getrunken. Besonders unter jungen Leuten ist die Tradition des Feuer-Springens über die schrumpfenden Flammen oder die heruntergebrannte heiße Glut beliebt und stellt eine Mutprobe dar. Es ist ein Fest der Gemeinschaft, bei dem alle ein wenig mehr zusammenrücken sollen.

 

Die Gebote des Schwurwahrers:

  • Halte dich an das Gesetz und bleib deinen Versprechen treu, nur so bleibt die Ordnung erhalten.
  • Suche die Gesellschaft und Hilfe anderer. Das Streben des Einzelnen verblasst gegen die Fähigkeiten einer Gemeinschaft.
  • Strebe danach die Wildnis der Welt im Namen der Zivilisation zu zähmen und verteidige die Orte des Lichts und Ordnung gegen das Chaos der Dunkelheit.

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Devotee Benefits (PF2e)

Divine Ability: Intelligence or Wisdom

Divine Font: Heal

Divine: Skill: Diplomacy

Favored Weapon: Spear

Cleric Spells: 1st: summon construct, 4th: suggestion, 6th: flesh to stone