1. Luoghi

Freistaat von Trinao

Im Zersprengten Meer, zwischen Südost-Dossyr und Nordost-Saxor, liegen die tropischen Trinaoschen Inseln. Hier treffen die alten Traditionen und Bräuche der Bahrui-Ureinwohner und den Kolonisten aus Durnholm und anderen Ländern aufeinander. Der Freistaat von Trinao ist eine der wenigen demokratischen Republiken der Welt, der exotische Waren in alle Welt exportiert und den Warenfluss zwischen Ost und West in der Hand hat. Jedoch sind die mächtigen Gouverneure, genannt "Kovanu", bloß Marionetten der übermächtigen und unglaublich reichen Orient-Handelsgesellschaft, die die Politik des Staates kontrolliert und die Bürger ausbeutet. Doch man kann sich ihrer nicht einfach entledigen, da sie im Gegenzug die Handelsschiffe und Seewege vor den gierigen Sconosciuto-Piraten aus Kielwasser schützt, die die Gewässer zwischen den unzähligen Inseln heimsuchen. Dennoch ist Trinao ein buntes und facettenreiches Land mit einer ebenso diversen und lebensfrohen Bevölkerung.

Regierung

Offiziell ist der Freistaat von Trinao eine demokratische Republik, die von einem Rat aus volkgewählten Kovanu, regionale Gouverneure, regiert wird, die allesamt verschiedene Inseln und Städte verwalten. In Wahrheit gleicht der Freistaat von Trinao eher einer Oligarchie, in der reiche Kaufleute mit ihrem Reichtum die Wahlen dominieren und arme Leute, vor allem Leute ohne Unterstützung der Orient-Handelsgesellschaft, eine Chance auf einen Wahlsieg haben. Ohne Unterstützung aus Brasov und der OHG kann man politisch in Trinao nur von dem Amt als Kovanu träumen.

Deshalb sind die 16 Kovanu allesamt unter der Kontrolle der Orient-Handelsgesellschaft, da sie durch dessen Finanzierung, erst ihren Wahlkampf finanzieren konnten. Ist das nicht der Fall, fließen genug Bestechungsgelder und es wird viel Lobbyismus der OHG getrieben, dass sie sehr viel, sehr viel Einfluss haben. Deshalb gilt der offizielle Vertreter der Orient-Handelsgesellschaft im Freistaat von Trinao, der sogenannte Trinao-Direktor, auch als Defacto-Staatsoberhaupt und Anführer, der die Politik und die Entscheidungen der Kovanu und ihrem Rat wie Marionetten lenkt.

 

Demographie

Neben den nativen Inselbewohnern der Bahrui, kamen durch die Kolonisten auch zahlreiche andere Menschen nach Trinao, insbesondere von Durnholm und später Braşov. Heute haben sich die Ethnizitäten vielerorts gemischt und es ist ein sehr vielfältiger Staat.

Die Bevölkerung verteilt sich wie folgt:

  • Menschen:                                                               53 %
  • Halblinge:                                                                 9 %
  • Aarakocra:                                                                 8%
  • Tabaxi:                                                                         7 %
  • Seeelfen:                                                                     6 %
  • Tortle:                                                                          5 %
  • Locathah                                                                     4 %
  • Sonstige:                                                                   8 %

 

Bevölkerung

Die Bewohner der Trinaoschen Inseln gelten als offene, freundliche Leute. Durch ihre Geschichte der Ausbeutung und Unterdrückung schätzen sie ihre Freiheit sehr und wollen deshalb so weit es geht, vom Staat in Frieden gelassen werden. Viele Trinaoer neigen zu Patriotismus und sind stolz auf ihre wunderschöne, tropische Heimat.

Für Ausstehende wirken Trinaoer oft als ziemlich laut. Sie zeigen ihre Gefühle offen und sind sehr gesprächsfreudig. Sie kommen oft als sehr gelassen rüber und genießen ihr Leben in vollen Zügen, weshalb auch das Vorurteil existiert, dass viele Trinaoer sehr faul sind und nicht arbeiten wollen. Tatsächlich werden in Trinao oft und gerne Feste gefeiert, aber die meisten Bewohner arbeiten so hart wie alle anderen.

Die Bewohner von Trinao sind genauso bunt wie ihre Heimat. Die menschlichen Ureinwohner der Bahrui haben eher dunkle, braune Haut, während die Kolonisten vornehmend helle Haut hatten. Über die letzten Jahrhunderte haben sich die Kulturen jedoch sehr vermischt, weswegen man heute viele Personen mit hellerer brauner Haut auf den Inseln findet.

Die Bahrui gelten als aufgeschlossene, kontaktfreudige Leute, die loyale Freunde sind, sobald man einmal Freundschaft geschlossen hat.

Auch die Aarakocra in Trinao sind eine spezielle Unterart ihrer Artgenossen. Ihr Gefieder ist sehr bunt und sie gleichen mehr Papageienvögel als Adler, wie viele andere ihrer Artgenossen. Auch die Tabaxi aus Trinao gleichen mit ihrer Fellfarbe sehr Jaguars und anderen tropischen Raubkatzen.

 

Geschichte

Die Trinaoschen Inseln entstanden bei der Zertrümmerung der Kontinente, als Folge der Separation der Götter. Das Volk der Bahrui, die zuvor dort tief im Festland wohnten, fanden sich plötzlich am Rande eines großen Meeres wieder. Laut den Legenden der Bahrui wurden sie von dem magischen Stern Mokaraite geführt, der von ihrem Gott Trinao, ein anderer Name für Kommodes gesandt wurde. Sie folgten dem Stern durch die Trinaosche See, bei einem Event, das die "Große Wanderung" genannt wird, und besiedelten so laut der Legende die Trinaoschen Inseln. Dort passten sich die Bahrui rasch an das neue Inselleben an und hatte binnen weniger Jahrhunderte die gesamte Trinaosche See und dessen Inseln mit ihren Booten besiedelt. Bis heute gibt es viele Bahrui-Ureinwohner auf den Inseln, die sich jedoch über die Jahrhunderte langsam mit den neuen Kolonisten vermischt haben.

Im 3. Jahrhundert nach der Separation der Götter breitete sich ein neuer Kult in Trinao aus: der "Kult des Vaters der Tiefe". Der Kult betete eine mysteriöse Fischgottheit namens "Dagon" an. Als die Stämme der Bahrui sich über die Inseln des Trinaoschen Meer ausbreiteten, tauchten die ersten dieser Kulte auf. Sie errichteten mysteriöse schwarze Statuen und Obelisken im Namen von Dagon, die sich bis heute im Freistaat von Trinao finden lassen. Der Kult wuchs und wurde schließlich zur Bedrohung als das Opfern von Menschen begann. Eine Hetzjagd startete im Jahr 367 NS und die Bahrui zerstörten alle heiligen Stätten des Kultes, töteten alle Mitglieder oder sperrte sie ein und der Rest verschwand. Heute ist der Kult keine Bedrohung mehr, doch heißt es, dass manchmal, in stillen Nächten, Personen gesehen werden, die in schwarzen Kutten merkwürdige Rituale am Meer abhalten und niemand weiß, welchen Zwecke diese erfüllen.

Im Jahr 1387 NS gründete das Königreich Durnholm eine Strafkolonie namens Newport und zahlreiche andere Kolonien in der Trinaoschen See, wo Durnholmer Bauern und Siedler sich einen Neuanfang oder Reichtum erhofften. In vielen dieser Kolonien kam es zu gewaltsamen und blutigen Auseinandersetzungen mit den Bahrui-Ureinwohnern, die allesamt von der durnholmschen Marine niedergeschlagen wurde. Besonders die Bewohner des heutigen Newport wurden brutal unterworfen und unter das Joch der Krone von Durnholm gestellt. Die Newport-Kolonie wurde genutzt Sträflinge und Unerwünschte hier Zwangsumzusiedeln um noch einen Nutzen aus ihnen zu ziehen. Weiters erhoffte sich Durnholm mit den Kolonien einen Brückenkopf für den lukrativen Handel mit Südost-Dossyr etablieren zu können und wertvolle Rohstoffe in Heimatland zu bringen.

Dies ging auch für 56 Jahre gut und Durnholm verdiente sehr viel Gold mit den neue entstandenen Plantagen und Handelshäfen auf den Inseln. Doch die Kolonisten, und vor allem die Ureinwohner, die brutal eingegliedert wurden, litten unter der harten Führung, Ausbeutung und Unterdrückung ihrer Kolonialherren. 56 Jahre nach der Gründung der Kolonie, im Jahr 1443, organisierte sich eine Widerstandszelle in Newport und startete einen Unabhängigkeitskrieg gegen die Unterdrücker aus Durnholm. Die Orient-Handelsgesellschaft, eine reiche und einflussreiche Handelsfirma aus Braşov, hatte bereits seit Jahrzehnten ein Auge auf Trinao und die dortigen Handelswege geworfen und sah dies als Chance, Einfluss zu erlangen. Die unterstützen die Rebellen, belieferten sie mit Waffen und Vorräten und setzten auch ihre eigenen privaten Flotten ein, um die Truppen aus Durnholm zu bekämpfen und zu vertreiben. Besonders der legendäre Abenteurer, Seemann und später hoher Beamter der OHG, Aldin Karic aus Braşov tat sich durch seinen Heldenmut im Unabhängigkeitskrieg hervor. Nach einem drei jährigen Krieg, sah Durnholm ein, dass die Kolonie nun mehr Kosten verursachte, als sie es ihnen wert war und handelte Frieden mit den Rebellen aus. Im Friedensvertrag wurde vereinbart, dass die Kolonie als neuer Freistaat von Trinao bekannt sein soll und Durnholm seine Truppen von den Inseln abziehen muss. Im Austausch dazu bot man Durnholm, immer noch mit ihren Schiffen die Seewege durch die Inseln nutzen zu dürfen.

Die Orient-Handelsgesellschaft war kriegsentscheidend gewesen und bestand deshalb auf eine beratende Funktion in der neu gegründeten Regierung. Seitdem herrscht Frieden in Trinao und die OHG erlangte immer mehr und mehr Macht und Reichtum. Jetzt nimmt sie eine beinahe ähnliche Unterdrückerrolle wie Durnholm damals ein. Die derzeitige Situation spiegelt die Vergangenheit wieder: Die Bevölkerung leidet unter dem wirtschaftlichen Würgekrieg und Ausbeutung der Orient-Handelsgesellschaft und leistet immer mehr Widerstand. Stimmen werden lauter, die meinen, es sei Zeit sie aus ihrem Freistaat zu vertreiben.

 

Wirtschaft

Der Freistaat von Trinao ist eine sehr spezialisierte Handelsnation. Auf den Inseln werden auf Plantagen und Felder vor allem exotische Agrarprodukte  angebaut. Die wichtigsten davon sind Kokosnüsse, Ananas, Mangos, Papaya, Bananen, Embole (eine orange-braune herzhafte und wenig süße Verwandte der Banane) und vor allem Zuckerrohr, beziehungsweise fertiger Zucker. Der gesamte Warenhandel wird von der Orient-Handelsgesellschaft übernommen, die Exklusiv-Verträge mit Trinao besitzt, dass nur sie Waren von und nach Trinao liefern darf. Über die Seewege durch die Inseln, die essenziell für den Seehandel mit Südost-Dossyr und Khorvir und Saxor sind, kontrolliert der Freistaat, gemeinsam mit der OHG, den Warenfluss von Ost nach West und umgekehrt.

Darüber hinaus ist Fischerei und Fischfang ein wichtiger Wirtschaftszweig, der vor allem die Bewohner des Landes versorgt. Viehzucht kommt ebenfalls vor, nimmt aber eine untergeordnete Rolle ein und fungiert eher zur Selbstversorgung.

 

Geographie und Klima

Das Klima der Trinaoschen Inseln ist tropisch und reicht von tropischem Regenwald bis hin zu tropischen Savannen. Während in der Region im Allgemeinen die meiste Zeit des Jahres die Sonne scheint, gibt es in der Regenzeit von Mai bis November häufiger Wolken (sowohl durchbrochene als auch bedeckte), während in der Trockenzeit von Dezember bis April häufiger klare bis überwiegend sonnige Verhältnisse herrschen. Die Lufttemperatur ist die meiste Zeit des Jahres heiß und schwankt zwischen 25 und 33 °C in den feuchten und trockenen Jahreszeiten. Eine weitere Naturerscheinung ist entstehende oder vorbeiziehende Hurrikane, die regelmäßig Schäden z. B. durch Überschwemmungen verursachen.

Die Trinaoschen Inseln verfügen über einige der vielfältigsten Ökosysteme der Welt. Die viele exotische Tiere, Pilze und Pflanzen nennen die tropischen Mangroven- und Regenwälder ihre Heimat. Die Region beherbergt auch zahlreiche Korallenriffe sowie ausgedehnte Seegraswiesen, die beide häufig in den flachen Meeresgewässern an den Insel- und Festlandsküsten der Region zu finden sind. Viele der Böden sind vulkanischen Ursprungs und verschieden fruchtbar.

Südlich der Hauptstadt Newport, rund um die Piratenstadt Kielwasser, befindet sich das Messerriff. Bekannt für seine messerscharfen und seichten Korallenriffe und Felsen ist es die gefährlichste Seeregion im Trinaoschen Meer. Neben den heimtückischen Bedingungen werden diese Gewässer auch von gefährlicher Megafauna bewohnt, die einander genauso wie Segelschiffe verschlingt.

 

Kultur

Die Kultur des Freistaates von Trinao ist ein Mischmasch der indigenen Bahrui-Kultur sowie kulturellen Einflüssen aus Durnholm und Braşov. Zum Beispiel erfreuen sich in der Oberschicht, unter den Kovanu und anderen Reichen, ähnlich wie in Durnholm, Festessen, Bälle und Theater- beziehungsweise Opernbesuche und vayrisische Mode großer Beliebtheit. Auch hat in Trinao, ähnlich wie in Braşov, Alkohol eine starke kulturelle Bedeutung – nur das Anstatt Brajko meistens Rum getrunken wird. Rum ist das Nationalgetränk der Trinaoer und wird oft abends, gemischt mit diversen Fruchtsäften, getrunken.

Weiters sind viele Trinaoer sehr abergläubig und lieben Schauergeschichten, die sich meistens um Schrecken in oder auf dem Meer drehen. Geschichten, die von Seefahrern von Insel zu Insel verbreitet werden, berichten oft von Skelett-Piraten und Geisterschiffen, die arme Reisende Teil ihrer untoten Crew machen wollen. Auch beliebt sind Geschichten von Sirenen, die einsame Seebären verführen und sie im Wasser ertränken. Der absolute Klassiker sind jedoch Geschichten über Kraken, die ganze Schiffe zertrümmern und andere Seemonster, wie Seeschlangen oder Drachenschildkröten. Nicht selten werden auch grausame Geschichten über den Jhazari-Bund erzählt, die als Warnung und Abschreckung dienen sollen. Weiters gilt die Magietradition der Bahrui, das "Watawe" bei den Kolonisten oft als "Teufelswerk" und dunkle Magie.

Die Orient-Handelsgesellschaft genießt im Freistaat von Trinao sehr hohen politischen Einfluss und wirkt aktiv in der dortigen Politik mit. Durch ein Bündnis mit dem Freistaat, dass ein Handelsmonopol und politische Mitsprache beinhielten, schützt nun die mächtige Privat-Marine der Orient-Handelsgesellschaft die Seerouten und Häfen rund um die Inseln des Freistaats von Trinao beim Kontinent Dossyr, vor dem dort starken Jhazari-Bund. Auf diesen Seerouten transportiert die Handelsgesellschaft unzählige wertvolle Waren aus Dossyr und dem Freistaat zum zahlungswilligen Westen, die aber auch sehr von den Piraten begehrt und umkämpft werden.

Feste sind ein wichtiger Bestandteil des Lebens in Trinao. Sie finden meist abends am Strand statt und zeichnen sich durch laute Musik, großen Lagerfeuern, gebratenen Speisen und Alkohol aus. Ein Fest im Jahr gilt als besonders wichtig, der Freiheitstag am 16. April, an dem der Sieg gegenüber Durnholm und ihre Unabhängigkeit gefeiert wird. In diesem Tag wird nicht gearbeitet und meistens von Sonnenaufgang bis spät in die Nacht gefeiert, getanzt und getrunken.

Da Trinao aus unzähligen großen, kleinen und winzigen Inseln besteht, die fast alle bewohnt werden, ist der Schiffsverkehr essenziell für den Staat. Schiffe fungieren als wirtschaftliche Grundlage für den Handel und das Einkommen der Republik, als Haupttransportmittel zwischen den Inseln und auch dem Festland und auch als Nachrichtendienst. Viele Handelsschiffe nehmen Briefe entgegen und bringen sie in den nächsten Hafen den sie ansteuern. Dort gibt es meist eigene Dienste, die die Briefe anschließend austragen. Die Reichen besitzen natürlich ihre eigenen Botenschiffe und sind nicht auf zufällige Handelsschiffe angewiesen.

Die Ureinwohner von Trinao, die Bahrui, klammern sich vielerorts an ihre alten Bräuche und Kulturen. In vielen Städten gibt es Gemeinschaften, die großen Wert darauf legen, alte Traditionen, Feste, Speisen, Lieder und Kunstwerke zu erhalten und an zukünftige Generationen weiterzugeben.

 

Militär

Das Militär und die Verteidigung von Trinao übernimmt fast ausschließlich die private Marine der Orient-Handelsgesellschaft. Diese große Flotte, die neben unzähligen Handelsschiffen, auch zahlreiche Kriegsschiffe besitzt ist eine sehr gut ausgerüstete Armee, die die Seewege und Städte sicher hält und die Schiffe vor Piraten beschützt.

Neber der OHG-Flotte gibt es auch vom Staat eingesetzte Freibeuter, die vor allem dafür eingesetzt werden, dass sie Jagd auf die Piraten des Jhazari-Bundes machen. Dafür erhalten sie quasi das Recht legal Piraterie zu betreiben und dürfen einen Großteil der erbeuteten Waren und Schätze behalten und selber weiterverkaufen.

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