1. Races

Bahrui

Die Bahrui sind ein Volk der Menschen und die Ureinwohner des Freistaats von Trinao, die die Inseln der Trinaoschen See seit über 1.500 Jahren ihre Heimat nennen. Seit der Kolonialisierung durch Durnholm und der spätere starke Einfluss der Orient-Handelsgesellschaft gehen jedoch langsam die alten Bahrui-Traditionen und Bräuche verloren, die seit der Großen Wanderung nach dem Zweiten Großen Krieg und der Zertrümmerung existieren.

Nach dem Zweiten Großen Krieg und der Zertrümmung, entstanden hunderte kleine und große Inseln in der neuen Trinaoschen See. Die Urahnen der Bahrui waren keine Inselbewohner, doch nach der Zertrümmerung wurde ihre Heimat vom Festland getrennt. Doch die Bahrui adaptierten schnell und bauten ihre ersten Boote mit denen sie in weniger als zweihundert Jahren die gesamte Trinaosche See besiedelten und zahlreiche kleine Inselgemeinschaften und -königreiche gründeten. Diese Seefahrertradition erhält sich bis heute. Die Seefahrt und Fischerei wird vielen Bahrui in die Wiege gelegt und ist einer der Grundpfeiler der Bahrui-Kultur, der sich durch viele Teile ihrer Kultur (Essen, Kleidung und soziale Konstrukte) zieht.

Neben der Seefahrt ist die Familie und Gemeinschaft der nächste große Grundpfeiler der Bahrui-Kultur. Sei es der Stamm, das Dorf oder die Familie - man ist mitenander verbunden und deswegen auch einander verpflichtet. Sich gegenseitig zu unterstützen, gemeinsam Probleme zu lösen, die Meinung anderer einzuholen und zu respektieren und gemeinsam zu reden, falls es Konflikte gibt, sind unglaublich wichtige Werte in der Gesellschaft der Bahrui. Kommunikation und Harmonie sind wichtige Grundkonzepte, die immer als erstes angestrebt werden. Krieg oder andere Konfliktlösung ist nur ein letzter Ausweg, falls alles andere fehlschlägt.

Aussehen und Kleidung

Bahrui zeichnen sich durch ihre dunkelbraune Haut aus. Seit der Kolonialisierung und der Mischung mit Kolonisten aus Durnholm oder Braşov gibt es viele Bahrui, die auch hellbraune Haut aufweisen. Ihre Haarfarbe ist ausnahmslos schwarz und ihre Haare neigen sehr gelockt zu einem Afro zu wachsen.

Bahrui ist ihre Kleidung sehr wichtig. Schwarz ist ein All-time-Classic und wird oft mit sehr beliebtem Goldschmuck, Edelsteinen oder Perlen gepaart. Obwohl schwarz oft ein Bestandteil des Outfits ist, wird es oft und gerne mit bunten Farben gemischt. Rot, Blau, Gelb und Grün sind oft gesehene Farben in der bahruischen Mode. 

Traditionelle Bemalung und Kosmetik ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Bahrui-Kultur. Die Farbe der Bemalung ist in der Regel Gold, außer es geht um Kriegsbemalung, die Schwarz oder Rot oder beides sein kann. Die Markierungen selbst sind oft von großer Bedeutung und verraten etwas über die Person, die sie hat. Die Bemalung wird in der Regel im Gesicht aufgetragen, oft aber auch am Nacken, auf den Schultern oder Armen. Bahrui erkenne die verschiedenen Muster und wissen dadurch Informationen, die die Person teilen möchte. Darunter zum Beispiel: Beziehungsstatus, große Taten, Gemütszustand, Gesundheitszustand oder Interessen/Hobbys.

Speis und Trank

Nahrung ist ein wichtiger und essenzieller Teil der Bahrui-Kultur. Das Gastrecht wird hochgehalten und es wird erwartet Reisenden einen Platz im eigenen Haus und am Essenstisch anzubieten. Dies geht auf die ersten Seefahrer zurück, die auf langen Reisen Neuigkeiten und Handelsgüter zwischen den Inseln verteilten, aber dann erschöpft und hungrig nach einem Platz zur Rast suchten. 

Fisch und Meeresfrüchte sind sind ein Grundnahrungsmittel bei den Bahrui und werden zu jeder Mahlzeit serviert. Dazu kommt eine große Fülle tropischer Früchte, die ihre Ernährung ergänzen. Darüber hinaus neigen die Bahrui zu einer Vorliebe für Schärfe in ihren Speisen. Eine Chiliart, der Buanro-Chili, ist heimisch in Trinao und wird auf unzähligen Arten im Essen verarbeitet (z.B. Öl,  eingelegte Chili, Chilipaste, geröstet oder getrocknet als Gewürz). Zusammen mit tropischen Früchten kristallisiert sich Bahrui-Küche als Scharf und Süß heraus, da oft süße Früchte als Ausgleich zur Chili-Schärfe gewählt werden. Beliebte Gerichte der Bahrui sind "Moakale", ein Grillspieß aus Fisch- und Meeresfrüchte über offenen Flammen gebraten, "Anaroa", ein einfacher aber köstlicher Eintopf aus Krabben oder Garnelen, Kokosmilch, Früchten und Embole (eine orange-braune herzhafte und wenig süße Verwandte der Banane) oder dem Klassiker "Hruino", einer Fischsuppe aus vielen Gewürzen, Gemüse und Fisch, serviert mit "Banu", einem Fladenbrot, dass auf einem Metallgerüst über dem Feuer gebacken wird.

Ebenfalls ist Alkohol ein wichtiger Bestandteil. Schon die ersten Bahrui lernten Zuckerrohr in Rum zu brennen. Seitdem ist Rum ein oft und gerngesehener Aspekt bei Festessen, Zeremonien und sonstigen Feiern.

Tradition und Bräuche

Die Bahrui glauben, dass die Gemeinschaft die größte Stärke eines Volkes ist. Nur gemeinsam ist der Stamm stark. Ein Stamm, wie die Mannschaft eines Bootes, der nicht am selben Strang zieht ist schwach und droht von den Wellen des Meere oder Seeungeheuren verschlungen zu werden. Deshalb etablierte sich bei den Bahrui bereits sehr früh eine Form von Demokratie, bei dem eine Gemeinschaft unter sich einen Anführer wählte, der bis auf Lebenszeit oder seinem Abdanken regierte. Unter der Kontrolle von Durnholm ging dieser Aspekt der Kultur über dem Dorfniveau hinaus verloren. Nach dem Unabhängigkeitskrieg und der Gründung des Freistaats von Trinao wurde eine wahre Demokratie im Land eingeführt, bei der örtliche Anführer, Kovanu genannt, demokratisch vom Volk gewählt werden. Jedoch greift die Orient-Handelsgesellschaft stark in die Politik ein und die gewählten Kovanu tanzen meist nach den Wünschen der OHG.

Die Bahrui lieben zwar Idylle und Frieden, scheuen aber auch nicht vor Krieg zurück wenn es sicht nicht vermeiden lässt. In der Geschichte von Trinao gab es genug Kriege und Konflikte zwischen verfeindeten oder rivalisierenden Inselstämmen. Deshalb gibt es bis heute das "Enebrano" ein altes Kriegsritual, das zur Verabschiedung von Leuten verwendet wird, die sich in Gefahr begeben, wie zum Beispiel Krieg oder eine gefährliche Jagd. Das Enebrano umfasst einen gemeinsam Tanz mit lautem Gesang und dem anschließenden rituellen bemalen der "Krieger". Die Personen werden dabei mit speziellen Symbolen im Gesicht gezeichnet, die ihnen den Segen der Götter und dadurch besondere Eigenschaften wie Stärke, Weisheit, Schnelligkeit etc. verleihen sollen. Neben kriegerischen Verwendungszwecken, hat sich sich diese Tradition generell auf wichtige Gesandte ausgeweitet. Diplomaten werden beispielsweise ebenfalls mit einem "Enebrano" verabschiedet.

Es gibt viele andere Traditionen, die auf Fremde etwas befremdlich wirken könnten. Beispielsweise gibt es die Tradition, dass falls zwei oder mehrere Personen einer Familie in kurzer Zeit sterben, die Gemeinschaft ihnen Geschenke in Form von Nahrung, Werkzeugen oder sogar Booten gibt. Dies geht auf die Seefahrertradition zurück, wo es nicht selten vorkam, dass bei einem Schiffsunglück große Teile einer Familie auf einmal getötet wurden. Diese Tradition soll die Trauer lindern und das veränderte Leben erleichtern.

Heirat und Partnerschaft verläuft bei den Bahrui ebenfalls anders. Die Bahrui sind eine sexuell aufgeschlossene Gesellschaft. Casual Sex ist keine Seltenheit und sexuelle Kompatibilität ist oft das erste was sichergestellt sein muss, bevor eine tiefgründige Beziehung in Erwägung gezogen wird. Sex ist für die Bahrui nichts wichtiges, nichts im Vergleich zu einer ernsten Beziehung. Diese wird als sehr wichtig angesehen und Vergehen wie Untreue und häusliche Gewalt gelten als sehr schwere Vergehen und haben oft schwerwiegende gesellschaftliche Folgen. Heirat in der bekannten Form, gibt es bei den Bahrui nicht. Möchte man öffentlich bekannt geben, dass man eine monogame, feste Beziehung führt, kann man zwar heiraten, diese Verbindung gilt aber bei den Bahrui standardmäßig nur für 5 Jahre. Danach können sich beide Personen entscheiden ob sie die Partnerschaft verlängern oder auflösen möchten.

Weiters kultivieren die Bahrui eine spezielle Unterart von druidischer Magie namens "Watawe", die sich auf die Verwendung von Heilkräutern und Zauberkomponenten aus der Natur spezialisiert und hauptsächlich Verwendung in der Medizin. Manche munkeln jedoch, dass "Watawe" auch finstere Zwecke erfüllen kann und für gefährlichere Rituelle missbraucht wird.

Religion & Mythologie

Die Bahrui glauben an die Obersten Götter, verehren sie aber nicht im Rahmen der Obersten Kirche. Stattdessen hat sich ihre örtliche Religion besonders auf die Götter Selysia, Kommodes und Eonos fokussiert. Die anderen Götter werden traditionell eher selten einzeln angebetet, sondern werden alle gemeinsam mit allgemein gehalten Gebeten und Opfergaben behandelt. Selysia wird unter den Bahrui "Malune", die "Königin der Flut" oder die "Gischtkönigin" genannt. Eonos ist als "Umano", "Vater der Sonne" oder "Bringer der Reinheit" bekannt. Kommodes wird "Trinao", der "Herr der Ordnung" oder "Fürst der Gemeinschaft" genannt und gilt als der höchste Gott bei den Bahrui. Des verdeutlicht die Wichtigkeit der Gemeinschaft in der bahruischen Kultur, auch dadurch, dass der spätere Freistaat von Trinao und das Trinaosche Meer nach Kommodes benannt wurden.

Laut der Mythologie der Bahrui war es Malune, die nach der Zerstrümmerung die untergangene Erde und kleinen Inseln aus dem Wasser holte. Doch die Inseln waren kahl und von Vulkanen überzogen - kein Leben gedeihte dort. Also sorgte Umano für Wärme und nahrhaften Boden, sodass bald die Pflanzen und Fische zurückkehrten. Trinao wollte das diese Inseln mit ihren Kindern erfüllt waren, doch der Weg durch die heimtückische Trinaosche See war lang und gefährlich. So schuf die den hellen Stern am Himmel über Trinao, Mokaraite, "Der der den Weg weiß" und sagte den @Bahrui, sie sollen ihn in ihre neue Heimat folgen. Die Bahrui folgten dem Stern bis sie das Meer erreichten, dort fällten sie Bäume und bauten die ersten Boote um Mokaraite zu folgen. Sie segelten durch die Trinaosche See. Viele der Bahrui beendeten die Reise frühzeitig und ließen sich auf den Inseln nieder, die sie passierten. Doch einige folgten Mokaraite bis zur letzten Insel. Als sie die letzte Insel der Trinaoschen See erreichten, verschwand Mokaraite schließlich vom Himmel, bis er eines Tages in der Stunde der Not der Bahrui zurückkehren soll um ihnen erneut den Weg zu weisen. Mokaraite hatte sie also auf sicheren Pfaden durch das Meer von Insel zu Insel geführt und ihnen eine neue Heimat gezeigt, nachdem ihre alte durch die Zertrümmerung verwüstet wurde.

Ein Spezialfall in der Geschichte der Spiritualität der Bahrui war ein Kult, der in der frühen Geschichte der Bahrui auftauchte; der "Kult ders Vaters der Tiefe". Der Kult betete eine mysteriöse Fischgottheit namens "Dagon" an. Als die Stämme der Bahrui sich über die Inseln des Trinaoschen Meer ausbreiteten, tauchten die ersten dieser Kulte auf. Sie errichteten mysteriöse schwarze Statuen und Obelisken im Namen von Dagon, die sich bis heute im Freistaat von Trinao finden lassen. Der Kult wuchs und wurde schließlich zur Bedrohung als das Opfern von Menschen begann. Eine Hetzjagd startete und zerstörte alle heiligen Stätten des Kultes, tötete alle Mitglieder oder sperrte sie ein und der Rest verschwand. Heute ist der Kult keine Bedrohung mehr, doch heißt es, dass manchmal, in stillen Nächten, Personen gesehen werden, die in schwarzen Kutten merkwürdige Rituale am Meer abhalten und niemand weiß, welchen Zwecke diese erfüllen.

Feste & Bestattungsrituale

Das Volk der Bahrui feiert sehr gerne. Es gibt zahlreiche Fest im gesamten Jahr die mit Tänzen, Festessen und Spielen gefeiert werden. Darunter zählen Erntedank, die Sonnenwenden und Jahresbeginn. Das wichtigste Fest ist "Aomena Dhruine", das "Fest der Nachtlichter". Aomena Dhruine gedenkt dem Stern Mokaraite, der die Bahrui in ihre neue Heimat führte. Dabei werden Laternen- und Fackelzüge zu den Booten abgehalten. Danach steigt man in die Boote und fährt mit Laternen auf die hohe See um den Nachthimmel mit Licht zu erfüllen. Danach kehrt man auf das Land zurück und tanzt und feiert und trinkt meist die ganze Nacht.

Seebestattung sind bei den meisten Bahrui die normale Art der Beerdigung. Verstorbene werden in Blätter gehüllt und mit Beigaben oder Steinen beschwert, entweder im Hafen oder auf hoher See ins Wasser gelassen, wo sie auf den Grund des Meeres sinken und wieder eins mit ihrer Heimat werden. Vereinzelte Stämme bauen bestimmte Holzboote, mit denen sie die Verstorbenen auf das Meer schicken und somit ihre letzte Seefahrt antreten. Bei der Bestattungszeremonie selbst, ist es üblich, dass jeder der möchte, vortritt und seine bedeutsamste oder schönste Erinnerung oder Moment mit der verstorbenen Person teilt und eine Flasche Meereswasser auf den Leichnam gießt.

Wohnen & Architektur

Die Bahrui wohnen in Städten oder Dörfen zusammen. Die meisten Siedlungen der Bahrui liegen direkt am Meer, oder zumindest nicht weit davon entfernt. Siedlungen im Inneren der Insel sind ungewöhnlich, aber nicht nie dagewesen. Es gibt Siedlungen innerhalb der Insel um dort Früchte anzubauen, Tiere zu halten oder Erze abzubauen. Mit der Kolonialisierung durch Durnholm nahmen die Siedlunge abseits des Meeres zu.

Häuser der Bahrui werden aus einer Mischung aus Stein, Tropenholz gebaut, während die Dächer aus einem Dachstuhl aus Ästen und großen Blättern errichten werden. Seit der Kolonalisierung nehmen auch dünne Steine oder Bretter zu, um diese wie Dachziegel zu verwenden. Was Mauern und Fundamente angeht: Statt Ziegel zu brennen oder Steinblöcke zu hauen, etablierte sich bei den Bahrui das Stapeln von Steinen. Steinmeister der Bahrui schaffen es, die Steine so perfekt ineinander zu stapeln, dass die dadurch entstandenen Hausmauern gemauerten Wänden kaum nachstehen und darüber hinaus wunderschön aussehen. Böden werden meist in Form von perfekt aneinandergereihte Fliesen gelegt, um gegen Nässe aus dem feuchten Boden zu schützen.

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